Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Trick17 ist immer eine Rate auf dem Verrechnungskonto liegen zu haben, dann triggert bei vielen Banken die Kaufschwelle für den Sparplan und die SEPA Überweisung kommt dann 1-2 Tage später.
 
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youngbuck89 schrieb:
EDIT: Im Orderbuch stehen die jeweiligen Orders noch als offene, angenommene Orders vom 30.03. drin?!

Ist bei mir auch so. Aber mir fällt generell auf, dass die Comdirect mega lange dafür brauch...

Wird trotzdem immer der Kurs vom eigentlich gewünschten Kaufdatum genommen, auch wenn es mehrere Tage dauert? Meiner Meinung nach brauch comdirect viel zu oft zu lange
 
Ist doch sowieso vollkommen egal? Langfristig macht es für den "Cost Average" keinen Unterschied ob der Sparplan nun am 1. oder am 15. ausgeführt wurde...
 
Während ich hier so auf den GME Short Squeeze warte, habe ich ein m.M.n. sehr gutes Video gefunden, dass spezifisch über GME aber auch allgemein über Märkte und Aktienmärkte redet, die Kette mit Rückversicherungen usw., auch besonders über synthetische/fake Aktien usw.
Haben bestimmt schon einige gesehen, ist halt auf Englisch aber ich fand es extrem informativ. Ist ein 50 minütiges Gespräch zwischen nem Moderator und "Houston Wade". Er stellt sich am Anfang des Videos kurz vor.

Ich fand es auf jeden Fall sehr sehenswert.

 
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Er wartet noch immer uaf den squeeze lol. Inzwischen liegt der shortinterest nur nich vei 18% und seine letzte meldung war ganz offensichtlich fake. Ne rakete gabs jedenfalls nicht.
 
Was ist eure Meinung zu dem Thema Abgeltungssteuer abschaffen? Das ist sowohl im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU+SPD enthalten und obendrein auch im Wahlprogramm von Grünen und Linken. Sparbuch Olaf ist der Meinung, dass wir Anleger alle superreiche sind, die ihre Millardengewinne nur nicht "angemessen" besteuern wollen.

Wenn Gewinne zu 42% versteuert werden müssen, dann ist die Anlageklasse klinisch tot - volles Risiko des Aktienmarkts bei nur 58% Gewinnchance - da ist steuerfreies Bitcoin oder Gold lukrativer.

Ich überlege tatsächlich mit Frau und Kindern in ein paar Jahren nach Österreich auszuwandern, die völlig überteuerte ETW in Augsburg wollten wir ja ohnehin zum Ende der Darlehensbindung verkaufen. Sprache, Kultur, Lebenshaltungskosten, Gehalt und Bildung sind vergleichbar, aber es bleibt mehr Netto vom Brutto, es bestehen 65% mehr Rentenansprüche im Vergleich zu DE und die Immobilienpreise sind selbst in Wien noch bezahlbar - kein Vergleich zu München, obwohl München kleiner und schlechter ausgebaut ist. Im Koalitionsvertrag von AT ist übrigens eine Förderung von privaten Aktienanlagen geplant, also das exakte Gegenteil von hier.

Was macht ihr mit eurem Vermögen, wenn die geplante Besteuerung von Aktiengeschäften kommt?
 
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wie kommst du auf die 42%? Soll das nicht so sein, dass wie jetzt eigentlich auch, die individuelle Steuersatz greift? Das wäre bei vielen Kleinanlegern oft weniger als die 25% derzeit. Profitiert haben davon nur Gut und bestverdienende, die einen höheren individuellen Satz haben. Die haben gespart, der Kleinanleger hat draufgezahlt. Deswegen find eich die ABschaffung grundsätzlich gut.
 
Das ist die typisch linksgrüne Kommunistenstory von den bösen Superreichen, der du da glaubst.

Die Aktiengewinne sollen auf das Jahresgehalt ontop gerechnet werden, d.h. als Berechnungsgrundlage dient die Grenzsteuer.

Jede halbwegs gebildete IT Fachkraft hat den Spitzensteuersatz von 42% (ab ~57000€ Jahreseinkommen), selbst wer nur 36000€ Jahresgehalt hat, dem sein Steuersatz für Aktiengewinne liegt bei 34%.

Ja sogar absolute Niedriglöhner mit 24000€ Jahreseinkommen müssen dann 28,4% aufwärts abdrücken, also mehr als bisher. Wahnsinn, dass selbst in entsprechenden Kreisen niemandem diese Auswirkungen bewusst sind.
 
Stunrise schrieb:
Das ist die typisch linksgrüne Kommunistenstory von den bösen Superreichen, der du da glaubst.
Ganz sicher nicht. Das ist ganz simples Steuerrecht. Wenn Dividenden und AKtiengewinne mit dem individuellen Steuersatz belegt werden würden statt pauschal mit 25% dann würde der Durdchschnittdeutsche weniger Steuern darauf zahlen, der durchschnittliche Besserverdiener mehr. Dazu muss man sich lediglich die Progressive Steuerstaffel und die durchschnittlichen Einkommen ansehen. Ich kann es zudem direkt innerhalb meiner Familievergleichen und konkrete Vergleichsrechnung anstellen. Meine Aussage steht so korrekt und das ist anchweisbar. Was nicht heißt, dass es davon Ausnahmen geben kann.

Das mit der Grenzsteuer solltest du nochmal nachlesen und verstehen. Natürlich wird dieser angewendet, ändert aber nicht daran, dass auf dein Gesamteinkommen dein Individuelsteuersatz greift.

Somit ist das hier falsch bzw. gilt eben nur für den konkreten Euro:
Stunrise schrieb:
Jede halbwegs gebildete IT Fachkraft hat den Spitzensteuersatz von 42% (ab ~57000€ Jahreseinkommen), selbst wer nur 36000€ Jahresgehalt hat, dem sein Steuersatz für Aktiengewinne liegt bei 34%.
letztlich wird dein Gesamteinkommen und dazu zählen Dividenden und AKtiengewinne auch, im Schnitt mit deinem Individualsteuersatz versteuert und dieser liegt zumeist unterhalb der 25%, auch bei den meisten IT-Fachkräften. Hinzukommt, dass du ohnehin ersteinmal 801€ Dividenden und Gewinne abzgl. Verluste realisieren musst (als Ehepaar 1602€), damit das überhaupt greift.

Glaube mir, dir und mir würde eine Abkehr von der pauschalen Abgeltungssteuer zugute kommen und keine verschlechterung darstellen. Höchstwahrscheinlich, da ich deine finanzielle Situation nur schätzen kann. ;)

Davon abgesehen: Selbst wenn dem so wäre, wäre ich nachwievor dafür. Geld verdient Geld und das zumeist mit weniger Abgaben als durch Erwerbstätigkeit. Das führt unabwendbar dazu, das Geld immer mehr Geld akkumuliert, sprich Reiche immer reicher werden, auch relativ. Das kann eine GEsellschaft auf Dauer nicht wollen. Ich jedenfalls nicht, ganz unabhängig davon, dass ich früher oder später auch eher zu den oberen 10-15% gehören könnte was mein Eigentum angeht.

Viele Steuern zahl nur, wer auch viel Einkommen hat. Ich tausche jederzeit gerne mit jedem, der mehr merklich Steuern als ich zahlt. ;)
 
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Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber mein Verständnis ist so:
Aktuell:
"Normales" Einkommen: Individueller Steuersatz abhängig vom zu versteuernden Einkommen. Sofern unter ca. 54.000 € unter 25 %
Kapitalerträge: 25 %

Wer also aktuell weniger als 54.000 € Verdient, zahlt auf seine Kapitalerträge mehr Steuer als auf sein Gehalt.

Wenn nun auch Kapitalerträge als "normales" Einkommen gilt, dann muss ja Gehalt plus Kapitalerträge unter 54.000 € bleiben, damit ich unter 25 % bleibe.

Ob so eine Regelung also besser für einen wäre kommt drauf an, wie viel Kapitalerträge man hat und wie hoch das Einkommen ist. Gut, wenn die Summe unter 54.000 € bleibt, schlecht wenn höher.

Für mich wäre so eine Regelung also schlechter, weil ich über 54.000 € im Jahr liege.

Es zahlt ja unterm Stich die rote, nicht die blaue Kurve
Steuersatz-Grafik.png
 
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Das ist korrekt. Ab 54.000 fängt es an zu drehen. Nur reden wir dann eben immer noch nicht über 42%, die steigerung ist minimal. Wie man sieht wäre man selbst bei deutlich über 200.000€ einkommen lediglich wenige prozent pber den heutigen 25%

Fair ist es vorallem für Leute, die das Privileg haben, viel Vermögen in Aktien zu besitzen und daher einen hohen Anteil ihres Einkommens über Dividenden erhalten. Denn das wird eben nur mit 25% besteuert auch wenn das Gesamteinkommen einen deutlich höheren Steuersatz zu Folge hätte. Erwerbstätigkeit wird derzeit somit deutlich schlechter gestellt als Einkommen aus Vermögen, da Einkommen aus Erwerbstätigkeit erst bei 42% gdeckelt wird, Einkommen aus Aktien und Dividenden hingegen schon bei 25%. Und grade Einkommen aus Vermögen kann sich welches Clientel leisten? ;)
 
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Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ihr das falsch intepretiert. Nach eurer falschen Logik könnte ich ohne Arbeit (0€ Einkommen) easy eine Million an Kursgewinnen für 0% mitnehmen, weil mein persönlicher Steuersatz für Arbeit ja nur bei 0% liegt.

Wenn ich 55.000€ Jahresgehalt durch meine Arbeit verdiene, wird dieses Geld zwar "nur" mit durchschnittlich ~26% versteuert. Wenn ich aber eine Gehaltserhöhung auf 60.000€ bekomme, werden die zusätzlichen 5.000€ aber mit den ~42% besteuert. Das genau gleiche planen die Linksgrünen mit Aktiengewinnen.

Ich bekomme 55.000€ Jahresgehalt und ontop verdiene ich in einem Jahr 5.000€ durch Aktieneinnahmen. Die 5.000€ werden nun mit 42% besteuert. Dadurch wird zwar mein Gesamteinkommen von 60.000€ im Durchschnitt nur marginal höher besteuert, aber die am Aktienmarkt verdienten 5.000€ müssen mit dem Grenzsteuersatz von 42% versteuert werden, während das bisher 25% sind.

Aktienverluste werde ich dagegen mit Sicherheit nicht von meinen Kosten abziehen können, wenn ich also YOLO All-In GME gehe und 90% verliere, ist das mein Pech. Deine Verluste, unsere Gewinne, so kommt es vom Staat gerufen.

Ihr könnt bei einem Einkommen ab ~55000€ also mit einem Steuersatz von 42% auf eure Aktiengewinne rechnen. Die neue Regelung bringt lediglich Schüler und Studenten Vorteile, welche irgendwo unterhalb 20.000€ im Jahr verdienen. Und für diese betroffenen Niedrigstverdiener ist es bereits heute möglich den persönlichen Steuersatz anwenden zu lassen (Günstigerprüfung). Jeder ab einem Jahreseinkommen von ~20.000€ bezahlt mehr Steuern für seine Gewinne aus Aktien, die Pläne sind für absolut jeden Aktiensparer von Nachteil.

Genau hier liegt das linksgrüne Kommunismusmärchen: Wenn nur reiche bespart werden sollen, könnte man ja den Freibetrag auf 5000€ im Jahr erhöhen und den Rest besteuern. Wer 250k an Kursgewinnen hat, dem bringen die 5k Freibetrag schlichtweg nichts. Aber während die Reichen einfach nach Zypern auswandern und 17 Jahre genau 0% Steuern bezahlen werden die Kleinsparer geschröpft, wie in keinem anderen Land.
 
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Da ja nur die Summe zählt (zählen soll?), kann ich das ganze auch Umdrehen.
Die 5000 € aus den Kapitalerträgen sind Steuerfrei, weil unter dem Grundfreibetrag von 9.744 €. Da drauf kommt das Gehalt, von dem ich ein paar Euro höher Versteuer muss als vorher.
 
@Nilson
Dein Beitrag ist sinnfrei. Es ist doch völlig egal, was zu erst gerechnet wird - von zusätzlichen 5000€ aus den Aktiengewinnen bleiben 2900€ übrig und der Rest geht an Vater Staat (ohne Freibetrag)
 
Stunrise schrieb:
Nach eurer falschen Logik könnte ich ohne Arbeit (0€ Einkommen) easy eine Million an Kursgewinnen für 0% mitnehmen, weil mein persönlicher Steuersatz für Arbeit ja nur bei 0% liegt.
Wie kommst du den auf den Trichter? Oo Dein individueller Steuersatz umfasst alle Einkommensarten, Aktiengewinne/Dividenden derzit als Ausnahme pauschal mit 25%. Fällt das Weg sind die Million dein Einkommen und werden entsprechend versteuert wie jede andere Einkommensart auch.

Deswegen ist das ja derzeit auch so unfair. Einer mit 1 Mio Einkommen als Erwerbstätiger zahlt um die 40% Steuern auf sein Einkommen. Der mit KUrsgewinnen eben nur 25%. Fair? Ganz sicher nicht.

Kann es sein das du das progressive Steuersystem nich ganz verstehst? Nicht bös gemeint, das tut die Mehrheit nicht. So wie du die 5000 hinten dran hängst und mit 42% besteuerst könntest du sie auch als die ersten 5000€ sehen und die sind Steuerfrei. Oder direkt nach der Freigrenze, dann wären sie mit um die 14% versteuert. Oder eben irgend mittendrin mit dem dann entsprechenden Steuersatz.

Deswegen ist es Unsinn, beim Gesamteinkommen einzelne Teile mit dem Grenzsteuersatz zu verrechnen. Nur der Individualsatz ist relevant.
Stunrise schrieb:
Aktienverluste werde ich dagegen mit Sicherheit nicht von meinen Kosten abziehen können, wenn ich also YOLO All-In GME gehe und 90% verliere, ist das mein Pech. Deine Verluste, unsere Gewinne, so kommt es vom Staat gerufen.
Doch kannst du. Sogar mit vortragen. Auf Jahre...

Stunrise schrieb:
eurer falschen Logik
Ich würd ja solche Beurteilungen lassen (auch die mit linksgrün blablubb) insbesondere wenn recht offentlich ist, wer falsch liegt... Ich beschimpf dich doch auch nicht als konservativ neoliberalistisch versifft.
 
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Ungeachtet der Betrachtungsweise ist es doch trotzdem so, dass Kleinsparer mit Arbeitseinkommen zwischen 30k und 50k und dementsprechenden Kapitalerträgen nach einer etwaigen Steuerreform weniger netto hätten.

Ich finde auch, dass man da eine elegantere Stellschraube wählen könnte, um Gutverdiener mehr in die Pflicht zu nehmen.
 
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