Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

In dieser Frage kämpfen in mir Egoismus und Altruismus miteinander: von der Steuergerechtigkeit her finde ich es sinnvoll und kann es nachvollziehen. Persönlich find ich's kacke, weil ich dann weniger Kohle habe.
 
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Stunrise schrieb:
Es ist einfach nur erscheckend,
Warum erschreckend? Kannst du dir nicht vorstellen, dass mancher mehr sieht als nur seinen Vorteil? Ich betrachte es objektiv unabhängig von meiner Position und da sehe ich, dass es grundsätzlich eine gute Idee ist, da dann wieder alle Einkommensarten gleichbehandelt werden und nicht eine bevorzugt wird.

Und ich stehe letztlich nicht soviel anders da als du. Möchte auch Haus und Kind und das Haus bereitet mir Kofpzerbrechen weil ich in einer der teuersten Gegenden Deutschlands wohne. Was das für die Mieten und die qm Preise bedeutet muss ich da wohl kaum erwähnen.

PS: Die Grenze leigt eben nicht bei 20k Brutto einkommen. Haben wir doch nun geklärt, dass die Tabelle einen Fehler enthielt, da der Steuerfreibetrag nicht berücksichtigt wurde. Die Grenze liegt bei ca. 35.000 JAhresbrutto für Singel.
 
mental.dIseASe schrieb:
In dieser Frage kämpfen in mir Egoismus und Altruismus miteinander:
Sehe ich gleich.

wobei man auch bedenken muss, dass der Staat grundsätzlich keinen Gewinn machen will.
Wenn dadurch mehr Einnahmen generiert werden, gibt es an anderer stelle über kurz oder lang auch wieder Lockerungen. (Beispiel Soli)

Für die Aktiengewinne muss ich keinen Finger krumm machen.
Und darauf soll ich weniger Steuern Zahlen als wenn ich den ganzen Tag Maloche?
Daher find ich die Änderung gut.
 
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Wenn man damit wirklich die sehr wohlhabenden Menschen stärker zur Kasse bitten will, sollte es halt höhere Freibeträge geben, ab wann das neue System greift.
Dann würde der Kleinanleger weniger stark belastet werden und es würde immer noch dort greifen, wo Vermögen immer mehr Vermögen generiert.
Ich wäre auch direkt negativ betroffen und weil meine Frau auch nicht so schlecht verdient, bringt uns ein Splitting auch nichts, denke ich. Steuerklasse IV ist nun auch nicht besser als I.
Wenigstens zeichnet sich in Niedersachsen ab, dass die neue Grundsteuer nicht so eine heftige Neidsteuer wird.
Aber ich habe eigentlich grundsätzlich wenig Bock, noch mehr Angaben zu zahlen.
 
florian. schrieb:
Für die Aktiengewinne muss ich keinen Finger krumm machen.
Und darauf soll ich weniger Steuern Zahlen als wenn ich den ganzen Tag Maloche?

Du kannst es auch rumdrehen. Warum soll ich für das tägliche Malochen mehr steuern zahlen als für Aktiengewinne.
 
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Mustis schrieb:
Fair ist es vorallem für Leute, die das Privileg haben, viel Vermögen in Aktien zu besitzen und daher einen hohen Anteil ihres Einkommens über Dividenden erhalten.
Was soll daran ein Privileg sein? In dem Moment, in dem ein "privilegierter" seine Dividende erhält, ist gleichzeitig sein Aktienpaket um die Dividende weniger wert. Bevor ein Euro Steuern gezahlt wurde.

Eine Besteuerung, wie sie diversen Personen des linken Spektrums vorschwebt, macht alles nur wieder unnötig kompliziert. Und Komplexität bedeutet meist, dass sich wieder ganz viele Schlupflöcher auftun werden.
 
Hier haben einige das System der Steuerprogression scheinbar nicht verstanden.
Noch weniger das System wie man Bürger be- und entlastet. Das geschieht in der Regel über Freibeträge und nicht primär über die Anpassung der Progression.

Die Kapitalerträge sollten definitiv auf das zu versteuernde Einkommen gerechnet werden.
Dazu müssen die Freibeträge auf mehrere Tausend hoch. Damit keine Benachteiligung bei den Unternehmen entsteht, müssen hier die Steuern ebenfalls runter.
 
florian. schrieb:
Für die Aktiengewinne muss ich keinen Finger krumm machen.
Und darauf soll ich weniger Steuern Zahlen als wenn ich den ganzen Tag Maloche?

Naja, du bist als Aktionär an der Entwicklung einer Firma beteiligt und trägst das volle Risiko. Das sollte man nicht unter den Scheffel kehren.

Jeder hat die Möglichkeit das Selbe Risiko einzugehen und davon womöglich zu profitieren. Leider nur theoretisch. Die Finanzbildung in DE ist nun mal unter alle Sau. Würde jeder die selben Chancen sehen wie wir, dann gäbe es diese Neidkultur nicht. Das Problem liegt in erster Linie im Bildungs- und Medienwesen.
 
feynman schrieb:
Was soll daran ein Privileg sein? In dem Moment, in dem ein "privilegierter" seine Dividende erhält, ist gleichzeitig sein Aktienpaket um die Dividende weniger wert.
genau und da bleibt es wie festgenagelt und die aktien steigen auch in zeitraum vor den dividendenzahlungen nicht um den wert. 🙄

Dir ist klar, dass die aktien, wäre das so wie du hier beschreibst, zwangsweise irgendwann wertlos wäre?

Zwar ist richtig, dass die aktien etwas im wert fallen nach den dividendenzahlungen, dass aber eben auch nur weil diese vorher in die bewertung eingeflossen sind und un diesen wert gestiegen sind.

@BridaX Ach quatsch. Dieses risiko tragen investoren, die zu anfang geld wirklich tur verfügung stellen. Wenn du jetzt sktien kaufst sieht die firma davon keinen cent. Und das risiko ist bei einer entwickelten und etablierten firma wirklich überschaubar...
 
Jungs...
Dividenden sind ein zero sum game.
Die Dividende wird aus dem Eigenkapital gezahlt und zwar an die Eigenkapitalgeber, also die Aktionäre. Die Bilanzsumme reduziert sich und damit der Wert der Assets des Unternehmens und das Eigenkapital der Aktionäre steigt um die gleiche Summe vor Steuern.
 
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@Mustis

Ist ja klasse, somit kein Risiko. Free-Lunch ist mir der liebste :)

Ich trage mit meinem kleinen Geld genau das selbe Risiko einer Pleite oder die der Wertschwankung wie jeder andere Big-Investor auch.

Meine Meinung: Freibetrag stark anheben, Steuerlast für hohe Kapitalerträge auch progressiv erhöhen.
 
Zuletzt bearbeitet:
feynman schrieb:
Eine Besteuerung, wie sie diversen Personen des linken Spektrums vorschwebt, macht alles nur wieder unnötig kompliziert.
Naja...

Steuersystematisch macht eine Besteuerung mit dem Individualsatz voll Sinn. Die Abgeltungssteuer war hier die Ausnahme, eine Besteuerung mit Individualsatz wäre eine Angleichung an die Regel. Das wäre nicht nur systematisch sinnvoll, sondern auch bezüglich der Steuergerechtigkeit. Wer mehr verdient, soll auch mehr zahlen. Ich denke das muss im Grundsatz auch nicht diskutiert werden.

Hinsichtlich der tatsächlichen Umsetzung hypothetisieren wir ja eh noch über ungelegte Eier. Vielleicht wollen die "Linksgrünversifften" tatsächlich nur mehr Geld und Aktien sind pauschal böse. Wer Hilfe braucht, bekommt dann noch ne extra Sozialleistung. Ausschließen tue ich das zugegeben wirklich nicht, wäre absolut typisch! Vielleicht kommen aber auch erhöhte Freibeträge, die Rückkehr des Halbeinkünfteverfahrens, Begünstigungen für lange Haltedauer oder andere Mechanismen, die Kapitaleinkünfte bis zu gewissen Grenzen privilegieren.
 
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Wenn der Gewinn auf das Jahreseinkommen addiert wird (zur Versteuerung), wird dann wenigstens auch ein möglicher Verlust durch Aktien in das Jahreseinkommen abgezogen?
 
Quaussi schrieb:
Wenn der Gewinn auf das Jahreseinkommen addiert wird (zur Versteuerung), wird dann wenigstens auch ein möglicher Verlust durch Aktien in das Jahreseinkommen abgezogen?

Gibt's zum Teil jetzt schon. Aktienverluste können "mitgenommen" werden und mit späteren Aktiengewinnen steuerschonend verrechnet werden. Mit anderen Einkünften geht's momentan nicht.

Im Zuge der "Rückkehr zur Normalität", wäre auch der vertikale Verlustausgleich, also die Verrechnung von Verlusten aus Kapitalgeschäften mit Gewinnen aus anderen Einkunftsarten systematisch wieder zu eröffnen!

Außer eben, man will Aktionären generell eins reinwürgen. Ist immer auch eine politische Frage.
 
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Dann nehme ich persönlich lieber den Vorschlag der FDP :)

Zusätzlich bringt der Antrag noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion – den das aktuelle Besteuerungssystem bislang nicht vorsieht: Gewinne aus Aktien, die Anleger mindestens fünf Jahre gehalten haben, sollten steuerfrei bleiben, fordern die FDP-Abgeordneten. Der Bundestag möge sich dem anschließen.
[...]
Der FDP-Antrag kommt nicht von Ungefähr: Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten in ihren Koalitionsvertrag geschrieben, dass man die Abgeltungssteuer auf Zinserträge abschaffen wolle. Welche Art der Besteuerung stattdessen wirksam werden sollte, stand nicht in dem Vertrag. Es liegt jedoch nicht ganz fern, dass an die Stelle der Abgeltungssteuer dann der persönliche Einkommensteuersatz treten würde. Dieser liegt in Deutschland zwischen 14 und 45 Prozent.
Quelle: https://www.dasinvestment.com/fdp-will-an-der-abgeltungssteuer-festhalten
 
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Brauche Hilfe bei einem Isolated 3x Margin-Kauf (Binance)...
Habe dort vorhin eine Order aufgegeben. Als Rest standen da noch 5 Cent. Die wollte ich zu Spot verschieben. Was aber nicht ging. Ich dachte, vielleicht ist nur der Betrag zu klein!?

Daher habe ich testweise $10 zu Isolated 3x geschoben, um dann die $10,05 wieder zu Spot zu verschieben. Das ging aber auch nicht. Ich frage mich warum? Wird das Geld dort solange eingefroren, wie die Kauforder läuft?

Das ist bei USD-M-Futures anders...
Eig. wollte ich dort die Order aufgeben, aber den „Coin“ gibt es dort nicht


BTW:
Wenn ich den finanzierten Coin wieder verkaufe, muss ich „Rückzahlung“ auswählen, richtig?
 
Zuletzt bearbeitet:
@BridaX
So eine Lösung und ggf. einen Freibetrag für Kleinanleger wären doch sinnvoll. Das würde auch buy &hold belohnen und eben alle, die Aktien auch als Altersvorsorge kaufen und halten.
Hätte vor zehn Jahren auch nicht gedacht, dass ich mal FDP wählen werde. Aber so ändern sich die Dinge mit der Zeit ;)
 
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"Die EU will einem Insider zufolge Verhandlungen mit Pfizer/Biontech über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen."

Das könnte der Aktie von Biontech nochmal einen Schwung geben. Das Thema wird uns wahrscheinlich viel länger begleiten als gedacht.
 
Dabei geht es wohl eher um eine langfristige Strategie, zum Beispiel um den Impfschutz aufrecht zu erhalten oder um auf Mutationen zu reagieren, die bei diesem Virentyp halt regelmäßig auftreten.
Sechs Monate scheint man ja mindestens Schutz bei Biontech/Pfizer bzw den mRNA Impfstoffen zu haben, auch gegen die Mutationen (länger liefen die Studien bisher nicht). Allerdings wurde ja bereits über eine dritte Dosis zum Erhalt des Schutzes nachgedacht und auch aktuell geforscht.
Ich habe selber Pfizer im Depot, einerseits wegen der Dividende, andererseits weil der Erfolg des Impfstoffs meiner Meinung nach noch gar nicht so richtig eingepreist ist.
 
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