Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Andy8891 schrieb:
Noch eine kurze Frage: Die Rendite der ETFs entspricht nicht der Dividende der Unternehmen oder?
Sondern ergibt sich anhand der Nachfrage nach den ETFs.

Dividenden werden oft von Unternehmen ausgezahlt, die kein oder nicht viel Wachstumspotential haben - trotzdem aber gute Gewinne machen. Also Rendite durch Dividende anstatt Rendite durch Kurswachstum (der Wert des Unternehmens wächst).

Die Rendite eines ETFs (ein Korb an Aktien) bezieht sich somit auf beide Faktoren. Kurswachstum und Dividenden (bei thesaurierenden ETFs gibt es zudem Kurswachstum durch Dividenden - da diese direkt wieder angelegt werden).

Andy8891 schrieb:
Wenn dem so ist, besteht doch die Gefahr, ein Schneeballsystem zu werden.
Wenn Beispielsweise jährlich relativ fix xx Milliarden eingezahlt werden, verselbstständigt sich die Nachfrage nach den ETFs.

Darauf hat sich mein gesamter Beitrag bezogen :)

Andy8891 schrieb:
Bestimmt der Wert der Unternehmen, den Wert der ETFs oder bestimmt die Nachfrage nach ETFs den Wert der darin enthaltnen Unternehmen?

Die Nachfrage lässt den an der Börse notierten Preis des ETFs und den darin enthaltenen Unternehmen (entsprechend zu deren Gewichtung) steigen.

Zahle ich z.B: 100€ in einen ETF der den S&P 500 abbildet (und alle 500 Firmen sind zu gleichen Teilen gewichtet) so würde eine Apple Aktie um 20cent steigen. Der ETF kauft die Aktien im Index (sofern physisch replizierend) 1:1 nach.

Eine Aktie versucht immer den potentiellen Wert eines Unternehmens widerzuspiegeln - und darin liegt das Risiko. An der Börse wird die Zukunft gehandelt - wie diese aussehen wird, kann niemand mit Gewissheit sagen. Ein ETF, der via Sparplan befüttert wird, richtet sich nicht mehr nach dieser Bewertung, und es kommt zu dem von dir angesprochenen Risiko.

Der (an der Börse notierte) Wert der Unternehmen im S&P 500 beträgt 31,6 Billionen (Englisch trillion) Dollar. Da müssen schon einige ETF Investoren zusammenkommen um das ganze zum Schneeball zu machen ^^
 
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@Andy8891
Damit liegst du falsch.
ETFs sind nicht losgelöst von den Aktien.

Es gibt physische und synthetische ETF
Bei den Physischen werden die Aktien entsprechend anteilig nachgekauft.

Wenn du 10 Anteile eines ETFs kaufst und der ETF zu 10% aus Intel besteht, dann kauft der ETF Anbieter 10x 10% Intel Aktien nach --> 1 Intel Aktie.
Und damit wird der Intel Kurs (und der ETF Kurs) natürlich genauso gepusht, wie wenn du direkt eine Intel Aktie gekauft hättest.


ETFs haben den Nachteil, dass du auch In Firmen Investierst, die du eigentlich garnicht magst.
Ich hab in meinen ETFs ~3% Tesla, obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass der Kurs viel zu hoch bewertet ist. Als Einzelaktie würde ich mir Tesla nie für ~500€ zulegen. Durch den ETF tu ich aber genau das.

Deswegen werden ETFs auch gerne mal "Dummes Kapital" genannt.
Man Investiert im Gießkannen Prinzip, statt gezielt.
Die Rendite zeigt aber, dass das Gießkannen Prinzip besser funktioniert.
Ein Problem ist das erst, wenn es fast nur noch "Dummes Kapital" gibt.
Dann reicht es für eine Firma in den ETF zu kommen, die Aktien werden dann "ja eh gekauft"
 
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@BridaX und @florian. haben es perfekt erklärt.

@Andi8891
Es ist natürlich immer gut sich nicht nur die Vorteile sonder auch die Nachteile anzuschauen.

Allerdings finde ich das ETFs gerade für Einsteiger (ACWI-ETF) die einfachste Art sind auf lange Sicht relativ sicher der Inflation entgegenzuwirken.

  • gar keine bis geringe Kaufgebühren
  • geringe Verwaltungsgebühren
  • auf lange Sicht eine vernünftige Rendite
  • einfach zu verstehen und verwalten

Wenn der ganze Markt irgendwann mal zusammenbrechen sollte, dann haben wir wahrscheinlich andere Probleme.
 
John Bogle (Gründer von Vanguard und Herausbringer des ersten öffentlich gehandelten Index-Founds) ging/geht davon aus, dass der Markt bzw. die Preisfindung auch noch funktioniert, wenn nur noch 10 % aktiv handeln und die restlichen 90 % passiv mit schwimmen. Bis wir also dahin kommen, dass passive Index-Founds ein problem werden, dauert es also noch etwas.
 
Japan will ihre Börse in 2022 auf Blockchain umstellen.
/EDIT
Sorry hab mich verlesen/war nicht gründlich. Sie wollen nicht ihre Börse auf Blockchain umstellen sondern eine konkurierende Börse auf Blockchain Basis aufbauen.
https://www.coindesk.com/japan-to-h...ck-exchange-in-2022?utm_source=tldrnewsletter

In meinen Augen ein guter Schritt um die syntethischen/fake Aktien zu eliminieren.

Ich kann jedem empfehlen sich auf r/superstonk die DDs House of Cards Teil 1, 2 und 3 durchzulesen.
Teil 2 und 3 kamen vor ein paar Tagen erst frisch raus.
Erschreckend und stellt unseren gesamten Aktienmarkt in Frage. Im Grunde werden die schlimmsten Vermutungen bestätigt oder gar übertroffen.

Die Börsen sind in der Tat ein Casino für die 1%, die Institutionen die die Wallstreet kontrollieren und abstrafen sollen wenn sie regeln brechen, gehören selbst der Wallstreet (deshalb immer lächerlich geringe Strafen die einfach zu Geschäftskosten werden) und keiner von uns kann wissen ob er echte oder Fake Aktien im Depot hat und ja sie können ohne unser Wissen z.B. für Shorts verliehen werden. Womit dann im Grunde unser eigenes Kapital gegen uns verwendet wird, ohne das wir damit einverstanden sind oder etwas davon wissen (ist schon öfter vorgekommen, keine Sorge, gab immer n Klappser auf die Hand).

Wenn der GME Squeeze gelaufen ist, verlagere ich mein Kapital nach Japan und Korea, wenn die Europäer da nicht nachziehen. USA wird nicht mehr investiert.
 
Senior_Cartmene schrieb:
Japan will ihre Börse in 2022 auf Blockchain umstellen.
Nö.

Liest du auch mal richtig? Das wird eine zur TSE konkurrierende Börse.

Aber der ganze Rest den du dann schreibst zeigt ohnehin das bei dir Hopfen und Malz verloren ist. Du wirst echt nicht müde deinen VT durchsetzten Blödsinn hier zu propagieren. Du bist so ziemlich das PAradebeispiel dafür was passiert, wenn Menschen sich in eine Filterbubble begeben und nicht in der Lage sind, ihre Quellen für Informationen zu hinterfragen bzw. zu bewerten.
 
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So, hallo erstmal.

Vorweg schonmal: ich hab nicht allzu viel Ahnung von Aktien, ETFs, etc. - vielleicht könnt ihr mir hier ja etwas weiterhelfen.

Ich möchte ganz gerne eine etwas sicherere Anlagemöglichkeit haben als bisher die Kryptowährungen - zu groß aktuell für mich das Gefühl, da könnte doch was schief laufen. Daher möchte ich eher in etwas investieren, was hintenrum ja doch irgendwie Sachwerte stehen hat, in gewisser Weise.
Aktuell liegen ca. 15k€ bei meiner Bank als Fond-Anlagen über Union Investment, die sollen dort dann auch bleiben. 5k€ sind dort zusätzlich noch als Bankanteile, die sollen dort natürlich auch bleiben - die Dividende ist gar nicht so übel.
Dann habe ich jetzt aktuellen Gegenwert von ca. 1,3k€ als Krypto-Währungen, aufstocken würde ich das zunächst mal bei Bedarf nochmal. Aber ich würde das Geld irgendwo gern sinnvoller investieren als in eine Krypto-Währung. Angedacht war für mich schon, bei CannerGrow eine Pflanze für 1600€ bzw. einen Pflanzplatz zu kaufen - gut alle 2-3 Monate wird wohl geerntet und davon bekommt man knapp 50% ab, das die dann theoretisch direkt verkaufen könnten. Dann habe ich aber gelesen, dass die Pflanzplätze irgendwie immer noch teurer geworden sind (höhere Nachfrage?) und habe mir dann mal durchgerechnet, dass ich nach frühestens 8 Jahren, wenn es beim aktuellen Preis bliebe, vermutlich auch einen offiziellen Gewinn hätte.
Angesichts der steigenden Nachfrage nach Produkten der Art könnte es natürlich auch sein, dass das irgendwann mal mehr wird - wissen tut man es ja doch nie.
Ist das ne sinnvolle Idee? Nicht sinnvoll?

Was wäre denn sonst eine sinnvolle Möglichkeit, was man mit seinem Geld, zumindest dem Geld für Krypto, aktuell so anfangen könnte? Warten, bis es mehr wert ist und verkaufen, sich davon was anderes (CannerGrow?) kaufen?
Irgendwo in ETFs oder ähnliches investieren? Macht das aktuell beim recht schwankenden Markt Sinn?
 
ToflixGamer schrieb:
Ist das ne sinnvolle Idee? Nicht sinnvoll?
Du hast da halt ein recht hohes Klumpenrisiko. Geht die Firma pleite oder hat sich sonst wie verzettelt, ist dein Geld weg. Hast du bei Aktien zwar auch aber
a) kannst du die Aktie auch wieder verkaufen, wenn du das Geld brauchst
b) lässt sich das Geld viel leichter streuen, sodass der Ausfall einer Aktie nicht so stark ins Gewicht fällt.
Wenn man nicht weiß wohin mit dem Geld würde ich einfach ein ETF auf einen der gängigen Indizes (MSCI (All Countries) World, FTSE All-World etc). Da regelmäßig einzahlen und nach 15, 20 Jahren mich über die Rendite freuen.
Bei den aktiven Founds musst du es halt mal durchrechnen. Wie viel bekämst du bei einem Verkauf nach Gebühren und Steuern und rechnet sich das gegen die Gewinne auf X-Jahre, die du durch die geringen jährlichen Gebühren bei ETFs hast. Zumal auch die Anlagestrategie der Founds intersannt wäre. Wenn da noch z.B. Anleihen mit drin sind, shwanken die zwar weniger, haben aber auch nicht so viel Rendite.
 
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@Nilson

Hm, das hatte ich gar nicht bedacht, da hast du Recht.
Regelmäßig einzahlen, inwiefern ist das gemeint? Ich habe ja jetzt das Geld von den Krypto, das wäre halt ein größerer Batzen. Macht das Sinn, da direkt was zu kaufen? Oder sich irgendwie einen Sparplan zu erstellen? Möchte halt ungern das Geld aufm Konto liegen haben, grad in Zeiten, in denen es sogar teils Negativzinsen gibt.
 
Statistisch ist es gesehen besser alles sofort zu investieren. Psychologisch kann es besser sein, den Kauf ein paar Tranchen aufzuteilen. (Entgangen Gewinne tun uns weniger weh als wenn kurz nach dem Kauf doch eine Korrektur nach unten stattfindet). Aber durch die Cryptos bist du ja abgehärtet :D
Zusätzlich ist es sinnvoll monatlich per festen Sparplan ein Teil des Gehaltes zu sparen/investieren.
 
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@Nilson

Vielen Dank. Abgehärtet ja, ärgern tut es einen natürlich trotzdem zunächst mal. Wenn man aber in einen großen ETF investiert, dürfte ja nicht alles gleichzeitig verloren gehen, in dem Sinne?
Dann würde ich jetzt noch gerne warten, bis ich zumindest ohne Verlust aus dem Krypto-Geschäft rausgehen kann und dann das Geld investieren.

Hast du Empfehlungen für eine bestimmte Plattform? Ich möchte das gerne am PC machen, nicht ausschließlich als App. :)
 
 
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Über TradeRepublic kann man jetzt BTC handeln - Gebühren 1€ aber der Spread ist ganz ordentlich.
Aktuell z.B. Kauf für 1 BTC zu 30.947€ während der eigentliche Kurs mit 30.339€ angezeigt wird das sind grob 2%.

Das wird sich dann wohl nicht lohnen wenn man nicht Kleinsbeträge handeln möchte.

0,1 BTC würden (inkl Gebühren) auf TR gerade 3100€ kosten, auf CoinbasePro 3054€
1 BTC wären 30930€ TR zu 30480€ CoinbasePro

Anmerkung: Die Beträge in diesem Post sind nicht 100% konsistent da ich natürlich nicht alles gleichzeitig ablesen kann.

Hätte prinzipiell vor meine Zertifikate auf BTC demnächst in echte BTC umzuwandeln, der Kurs ist halbwegs günstig hinsichtlich der Kapitalertragssteuer.
Ergänzung ()

Nilson schrieb:
Statistisch ist es gesehen besser alles sofort zu investieren.
Rein von der Gewinnerwartung her schon, aber etwas mehr Sicherheit wäre mir ein bisschen verpasster Rendite in dem Fall schon wert. Den Einstieg z.B. über 6-12 Monate zu strecken finde ich nicht völlig verkehrt.

ToflixGamer schrieb:
5k€ sind dort zusätzlich noch als Bankanteile, die sollen dort natürlich auch bleiben - die Dividende ist gar nicht so übel.
Ist sie das wirklich? Ich hatte Genossenschaftsanteile bei der Raiba, was lange Zeit ganz ok war, Dividenden um die 4%, zuletzt waren die dann aber "nur" noch bei 3%, vor allem aber wurden die teils auch ganz ausgesetzt, dazu natürlich keine Entwicklung beim Wert der Anteile selbst.

Hab das dann in Aktien von Allianz und Munich Re umgewandelt, da hatte ich Dividenden von über 4% im Schnitt und dazu gute Kursgewinne.
Außerdem kann ich die Aktien sehr schnell realisieren, die Genossenschaftsanteile brauchten knapp 2 Jahre (Kündigung nur zu einem Stichtag im Jahr, danach dauerts dann bis das darauf folgende Geschäftsjahr komplett abgeschlossen ist oder so, was dann nochmal ein Jahr ohne Dividenden bedeutet imho).
Und gerade herkömmliche Filialbanken sehe ich in den nächsten 10, 20 Jahren als nicht ganz risikofrei.

ToflixGamer schrieb:
Angedacht war für mich schon, bei CannerGrow eine Pflanze für 1600€ bzw. einen Pflanzplatz zu kaufen - gut alle 2-3 Monate wird wohl geerntet und davon bekommt man knapp 50% ab, das die dann theoretisch direkt verkaufen könnten. Dann habe ich aber gelesen, dass die Pflanzplätze irgendwie immer noch teurer geworden sind (höhere Nachfrage?) und habe mir dann mal durchgerechnet, dass ich nach frühestens 8 Jahren, wenn es beim aktuellen Preis bliebe, vermutlich auch einen offiziellen Gewinn hätte.
Ich kenne noch nichtmal den Namen CannerGrow, entsprechend möge man meine Meinung dazu einordnen aber solche Geschichten wirken auf mich hochgradig unseriös.
Erinnert mich an Container usw.
 
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ToflixGamer schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist hier nachzulesen.

Ich weiß von Leuten, die das bei Juicy Fields machen und bislang das ausbezahlt bekamen, was angegeben war. Rendite kann sich sehen lassen. Und da fängt mein Mißtrauen auch an. :)
 
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Hypocrisy schrieb:
Ich weiß von Leuten, die das bei Juicy Fields machen und bislang das ausbezahlt bekamen, was angegeben war.
"bislang" ist der springende Punkt bei Schneeballsystemen...

Hab mir das mal angesehen, man kauft für ca 1500€ einen Pflanzplatz der sich nach ein paar Jahren amortisieren würde und von da an bekommt man lebenslang einfach so weiter die Einnahmen.
Warum sollte irgendein Unternehmen so etwas tun? Wäre viel lohnender das einfach selbst zu betreiben und den ewigen Gewinn ganz einzustecken.

Wen haben die als Wirtschaftsprüfer - EY?

Und wie sau dumm stellen sich denn die großen Börsennotierten Cannabishersteller an? Bekommen keine Gewinne auf die Reihe während die kleinen Crowder hier wahnwitzige Renditen verschenken können so gigantisch sind deren Gewinne.

Schneeball nennt sich jetzt wohl crowd.
 
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Ich habe eine Verständnisfrage und hoffe, ob mir einer etwas dazu sagen kann.

Es geht um folgendes Szenario (dient als Beispiel):

Ich investiere in 20 ETF-Anteile, diese haben einen Wert zusammen von 1000 €. Jetzt gibt es einen Crash oder der Kurs fällt durch eine andere Sache. Der Wert der Anteile hat jetzt 200 €. Anstatt wie verrückt zu verkaufen, kaufe ich neue Anteile günstig hinzu.

Sofern es ein ETF wie der MSCI World, STOXX Europe 600 oder ähnlich ist, der einen großen Markt abbildet, wäre es eine gute Idee? Da diese eine gute Chance haben sich zu fangen und wieder zu wachsen? Und bei Nischen ETFs eher eine schlechte Idee wäre, falls man keine Glaskugel hat?

Wäre es in dem Fall sinnvoll einen Sparstrumpf zu haben, wo man schnell Geld parat hat um sofort agieren zu können?
 
In einem crash nachzukaufen war bisher immer eine gute Idee - das Problem in der Praxis ist nur dass man nie weiß wo der Boden ist und genausowenig weiß man wann so eine Gelegenheit kommt und damit auch nicht ob es sich lohnt dafür extra Cash zu halten welches bis dahin ja keine Rendite bringt.
Im Corona Crash haben das auch sehr viele verpasst weil alle dachten das ginge nochmal runter und die Erholung extrem schnell ging.

Bei bestimmten Sparten kann man das nicht so pauschal sagen, einen breiten Tech ETF würde ich da vermutlich genauso nachkaufen, bei etwas speziellerem wie einem Wasserstoff ETF müsste man sich fragen ob es wirklich nur am breiten Markt liegt oder hier eine blase platzt
 
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Das wäre ja auch Market Timing und das schaffen die allermeisten Investoren, private wie institutionelle, eben so gut wie nie.
Tatsächlich ist es meistens wirklich besser, alles oder das Meiste, sofort zu investieren und laufen zu lassen. Zumindest, wenn man einen vernünftigen Anlagehorizont hat.
Will man kurzfristig damit Geld machen, ist es sowieso Spekulation.
Auch einen Crash antizipieren gehört zu Market Timing, so etwa wie "ich warte auf den bald kommenden Rücksetzer und kaufe dann nach".

Um noch auf die Frage zu kommen:
Wenn du in einem Crash nachkaufst, senkst du so deinen Einstandskurs. Statt 100€ läge der dann zum Beispiel bei 80€. Ein Crash ist natürlich immer eine Gelegenheit, günstig nachzukaufen, wenn das Timing nicht wäre ;)
 
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3252 schrieb:
Anstatt wie verrückt zu verkaufen, kaufe ich neue Anteile günstig hinzu.
Nicht panisch verkaufen und günstig einkaufen ist der richtige Ansatz.

Krisen kann man außerdem dazu nutzen über verschiedenen Aktien/Fonds/ETFs nochmal kritisch zu schauen was wirklich Zukunft hat und evtl. umzuschichten.

Prinzipiell ist es sinnvoll einen Teil des Portfolios als Cashresevere für Nachkäufe bereit zu halten.
Wieviel das ist muß jeder selber entscheiden.

Ich habe einen relativ geringen Anteil, da ich die meisten Anteile über Sparpläne kaufe. Damit habe ich automatisch bei einem Kurssturz mehr Anteile eingekauft.
 
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