Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Es heißt ja normalerweise time in the market beats Timing the market, aber jetzt gerade sollte man vielleicht doch etwas noch warten bis man all in geht. Die Frage ist nur wie lange, nur den heutigen Tag beobachten oder die gesamte Woche... Dann natürlich die Frage ob MSCI World oder Eurostoxx. Ich tendiere zum MSCI World. Und wie immer: dass es keine anlagenberatung.
 
Benegt schrieb:
Dann natürlich die Frage ob MSCI World oder Eurostoxx
Scalable zeigt mir aktuell für den FTSE All World (Acc) ein heutiges Minus von 1,1% (bzw. -2,74% auf Wochenbasis) an, für den Stoxx Europe 600 ein Plus von 0-0,07% (bzw. +1,53% auf Wochenbasis) an. Was hätte da für den Europe 600 ein Warten gebracht?

Ich habe jedenfalls meinen Sparplan für den Europe 600 am Wochenanfang nicht ausgesetzt, für den FTSE All World läuft jetzt "versuchsweise" der erste Sparplan Ende der Woche mit dem neuen Scalable Capital Broker. Ob das Sinn ergeben hat, die 0,99€ Handesgebühr heute zu sparen und den Kauf am Freitag ausführen zu lassen, werde ich Freitag Abend sehen, ist mir aber auch egal. Die Zinsen auf dem Verrechnungskonto wären dann auch noch zu betrachten, genauso, dass ich beim Sofortkauf bei SC nur ganze Stück erwerben kann.

All in gehe ich noch nicht einmal bei -30%, mit Sicherheit nicht bei -5%.
 
Dann betreibst du Timing the market. Aber zugegeben mache ich das auch, leider. Denn wenn nicht hätte ich jetzt trotz des Dips locker 15% im Plus sein können.
 
Benegt schrieb:
Dann betreibst du Timing the market.
Naja, in gewisser Hinsicht wird das jeder machen, der nicht stumpf am 01. jedes Monats um 15 Uhr X€ in den ETF ballert (ballern lässt).
Gerade wenn es um größere Einmaleinlagen geht, sollte man die aktuelle Situation schon berücksichtigen, ob das momentan sinnvoll ist. Ich würde da jetzt im Zeithorrizont von 4-6 Wochen denken, nicht von einem halben Jahr. Dann verliert man tatsächlich irgendwann einfach Performance.
Ich versuche, Einmaleinlagen zu vermeiden. Habe ich bisher nur ein paar mal gezielt gemacht - kurz nach Ausbruch von Corona.
Ansonsten lieber die Monatssparrate mal deutlich erhöhen und so das freie Kapital auch nach und nach reingeben.
Die eine, richtige Strategie wird es vermutlich nicht geben. Jede Option hat ihr für und wider. Muss letztlich jeder selbst entscheiden.
 
illo47 schrieb:
Wo ist denn das Problem? Es ging ja um Immos als Wertanlage und nach 10 Jahren kann man ohne Vorfälligkeitsentschädigung und sogar steuerfrei (für Gewinne) verkaufen. Wenn also die Mieter*innen deine Tilgung zahlen (auch wenn es nur 1% ist) hat man selbst bei einem gleichbleibenden Wert der Immobilie eben die 10% gut gemacht (klar es werden auch vorher je nachdem ca. 8% NK gezahlt). Ich will auch nicht sagen dass sich das immer rechnet, aber gerade als Gutverdiener kann man da schon was lohnendes draus machen. Durch AfA kriegt man auch einen negativen Cashflow ggf. noch positiv.
ich arbeite genau in diese Lücke: sprich 3-5 Parteien Häuser: Reichere/Firmen tun sich das nicht an, Familien ackern lieber fürs Eigenheim... Kredit&Tilgung werden über die Mieteinahmen abgedeckt: man muss halt viel selber machen (kann man auch) und die Objektsubstanz ist das A&O -> nach zehn Jahren Objekt abstoßen (ohne Vorfälligkeitsentschädigung)... gibt schon viele Angebote in der Richtung... sehe auch, das viele dieser Objekte lange einen Käufer suchen...
Khaotik schrieb:
Ansonsten lieber die Monatssparrate mal deutlich erhöhen und so das freie Kapital auch nach und nach reingeben.
Die eine, richtige Strategie wird es vermutlich nicht geben. Jede Option hat ihr für und wider. Muss letztlich jeder selbst entscheiden.
ja ist halt genau die Frage, wie lange man seine Einmaleinlage im Markt reingibt... 6 Wochen finde ich aber zu gering, was machst du denn wenn es in der 7 Woche kracht... Also 200k, das typische "Omas Haus", würde ich z.B. über 4 Monate im Markt geben... 1/4 vlt. zu Beginn oder so...
 
TheGreatMM schrieb:
und die Objektsubstanz ist das A&O
Würde ich anders bewerten: Die Lage der Immobilie ist das A&O. Dir hilft das schönste, best sanierteste Haus nichts wenn es da steht, wo niemand wohnen will.
Der Zustand kommt erst an 2. Stelle.
TheGreatMM schrieb:
was machst du denn wenn es in der 7 Woche kracht
Pech gehabt. Wenn es ohnehin für Langfrist sein soll, wird dich der Einbruch estmal nicht groß stören müssen.
Wenn morgen eine Herde Flugzeuge wieder in irgendwelche New Yorker Gebäude kracht, kannst dir auch denken, was an der Börse los sein wird.
Unerwartete Crashs und Einbrüche sind genau das: Unerwartet. Beim beobachten kann man nur versuchen, abzuschätzen, in welche Richtung der Markt grade tendiert oder wie sich gewisse Situationen entwicklen. z.B. Ukraine, Beziehungen USA/China/EU usw.
Letzten Endes sind aber 1-2% Schwankung oder "Verlust" beim Einstand im ETF auf einen blick von 20 Jahren recht irrelevant.
 
Ich sehe den Einstiegszeitraum bei einem Anlagehorizont >15 Jahre auch entspannt. Letztes Jahr im Februar einen Betrag in den ETF gesteckt und seit dem monatlich am 05. den Sparplan laufen lassen. Diesen Monat passts vom Timing wieder ganz gut. :D
 
Naja, auch wenn eher die Frage nach dem Broker als nach der Bank gestellt werden sollte, viele (Direkt)Banken haben auch ganz brauchbare Angebot für Depots.
 
User 37650 schrieb:
Legt man heute noch bei Banken an?
Trade Republic schimpft sich doch inzwischen auch Bank oder? Also sie haben zumindest eine Bankenlizenz.

Ansonsten ist aber ein gängiges Depot wohl auch bei der ING immer drin. Nichtsdestotrotz ist die Bank ja erstmal unabhängig von der EFT Anlage.

@pitu
Also als Depot würde ich entweder Scalable Capital oder Trade Republic nutzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: pitu
@pitu Ich habe mein Depot bei der DKB. Monatliche Sparplanausführung kostet zwar 1,50€, aber bin schon ewig bei der DKB und habe gerne eine Gesamtübersicht meiner Finanzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: pitu
leesmercenary schrieb:
und habe gerne eine Gesamtübersicht meiner Finanzen
Dafür gibt es Software. Wobei die auch was kostet....

Aber bei meinen 6 Sparplänen würde ich im Jahr bei deiner Bank alleine für die Ausführung schon 108€ zahlen. Das kostet Rendite! Das wäre es mir nicht wert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: leesmercenary
Micha- schrieb:
Dafür gibt es Software. Wobei die auch was kostet....
Copilot und Finanzguru (glaube nur App) ist kostenlos. Da kriegt man zumindest auch Depots rein und ist eigentlich ganz spannend. Für volle Funktionalität und Analysen muss man dann aber zahlen.

Ansonsten habe ich vor vielen Jahren mal Banking 4 geholt. Ist auch nur eine Einmalzahlung von 30€ oder so gewesen und das ist zumindest als digitales Haushaltsbuch ziemlich gut. Kann wohl auch mehr, was ich kaum nutze.
Nur Depots kriegt man da nicht rein glaube ich. Aber schon lange nicht mehr probiert.
 
Micha- schrieb:
Dafür gibt es Software. Wobei die auch was kostet....

Aber bei meinen 6 Sparplänen würde ich im Jahr bei deiner Bank alleine für die Ausführung schon 108€ zahlen. Das kostet Rendite! Das wäre es mir nicht wert.

Ich habe halt nur einen Sparplan. Bei 6 würde ich auch zu einem Depot mit kostenloser wechseln.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: pitu
leesmercenary schrieb:
@pitu Ich habe mein Depot bei der DKB. Monatliche Sparplanausführung kostet zwar 1,50€...

Ich bin auch bei DKB und umgehe das etwas indem ich die Sparplan Ausführung quartalsweise mache ^^


Um mal zum ETF Thema etwas zurück zu kommen.

Legt ihr lieber klassisch an nach Marktkapitalisierung, was ja definitiv All world gut abbildet, oder eher nach BIP?
Bei der BIP Variante ist man ja bei fast 40% Energin markets, ist schon nicht ohne und muss man wirklich wollen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: leesmercenary
Zurück
Oben