Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Spielt doch überhaupt keine Rolle ob jemand überall die nahezu perfekte Entscheidung trifft, wichtig ist was am Ende dabei herauskommt.
Um den Markt zu schlagen muss man weder Buffet noch perfekt sein. Statistisch schafft es die Mehrheit der Anleger nicht, heißt nicht, dass man es nicht schaffen kann.
 
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Magellan schrieb:
Um den Markt zu schlagen muss man weder Buffet noch perfekt sein. Statistisch schafft es die Mehrheit der Anleger nicht, heißt nicht, dass man es nicht schaffen kann.

Das ist selbstverständlich. Statistisch schaffen es vermutlich weltweit Millionen Leute mit uninformiertem Stockpicking den Mark in einem beliebigen Jahr zu schlagen. Selbst über ein halbes Jahrzehnt dürften es noch zehntausende hinkriegen. Damit gehört man halt dann zum besten Perzentil oder so.

Man sollte halt als Wald-und-Wiesen-Kleinanleger nicht damit rechnen es zu schaffen. ( Und wenn es doch gelingt, auch nicht der Illusion verfallen, dass man mehr wüsste als die anderen. :) )
 
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Hmmm auch wenn das nicht direkt zu Aktien gehört so doch in das direkte Umfeld.

Mich würde mal interessieren was die Anleger hier jetzt machen, die durch den sehr starken Ansteig der Sorten (im konkreten Fall Gold) jetzt ein doch evtl auch sehr hohes Ungleichgewicht in der Gesamtanlage haben? Also von was weiss ich eigentlich geplanten max 20% Sortenanteil jetzt bei 30% oder mehr sind?

Schichtet ihr das um in Aktien Anleihen etc oder lasst ihr das einfach so? So dass das Anlageportfolio wieder mehr ausblanciert ist oder verändert ihr dann die Gewichtung für die Zukunft?

Stockpicking denke ich macht doch wenn überhaupt nur Sinn in dem Bereich in dem man selber tätig ist.
Einfach weil man sich da ja u.U. sowieso über Entwicklungen unabhängig des Aktienmarkts ständig infomiert und vielleicht eben auch mal Entwicklungern mitbekommt die man für sehr (langfristig) grundlegend hält und dann auch realistisch evtl einschätzen kann.

In allen anderen Bereichen ausserhalb des eigenen Fachbereichs kann man doch eh dann nur sich an die allgemeinen Megatrends ranhängen weil das doch für nebenbei meist zu kompliziert bis komplex ist.
 
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Sorten sind Bargeldbestände in Fremdwährung.

Meinst du Devisen? Oder beziehst du dich bei Gold auf Rohstoffe?
 
Sorten hier als Edelmetallanlage - klassischerweise natürlich Gold.

Denke dass doch einige sicher auch hier am Überlegen sind ob man das nun so lässt oder wieder "ausgleicht"?

Also ob man eher auf "Normalisierung" setzt oder eher auf "Dooms Day" :D
 
ah ok naja ich hgabe mir das halt so angewöhnt - mag sein dass ich den Begriff halt falsch genutzt habe - wir haben 10 Jahre im Ausland gelebt da sind halt manche Begriffe etwas nun ja verwässert.

Also ich meine falls vorhenden den Anteil von Gold in der Anlage der ja denke ich bei "vielen" nun doch oft etwas deutlich aus dem Gleichgewicht ist.

Aktuell sind doch die Langfristtendzenen sowohl stark positiv als auch stark negativ....und sehr viel weniger "Neutral" als früher - finde ich zumindest?
 
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Uzer1510 schrieb:
ah ok naja ich hgabe mir das halt so angewöhnt - mag sein dass ich den Begriff halt falsch genutzt habe - wir haben 10 Jahre im Ausland gelebt da sind halt manche Begriffe etwas nun ja verwässert.
Kein Ding...

Uzer1510 schrieb:
Also ich meine falls vorhenden den Anteil von Gold in der Anlage der ja denke ich bei "vielen" nun doch oft etwas deutlich aus dem Gleichgewicht ist.
Der geneigte ETF Jünger praktiziert in der Regel ein (jährliches) Rebalancing, um seine gewünschte Ausgangsallokation wieder herzustellen.

Auf der anderen Seite gibt es den Spruch "Gewinne laufen lassen..."
Fundamental spricht aktuell auch nichts gegen einen höheren Goldanteil m.e.

Aber das wird wohl jeder anders handhaben.
 
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Hast du das Gold denn länger als ein Jahr, also wäre der Verkauf steuerfrei? Wenn man 20% vom Gewinn abtreten muss dann ist die aktive Umschichtung selten lohnend.
Mir persönlich wären 30% Gold zu viel, ich muss dazu aber sagen dass ich gar kein Gold habe und die Betrachtung natürlich auch vom Alter abhängt - kurz vor der Rente würde ich eher nicht mehr anfangen umzuschichten.
Ergänzung ()

Buddy_S. schrieb:
Auf der anderen Seite gibt es den Spruch "Gewinne laufen lassen..."
Ich bin durchaus ein Anhänger dieses Gedankens aber bei Gold greift das eher weniger, das ist ja kein Unternehmen das gerade unglaublich performt und sich die nächsten Jahre evtl nochmal verfünffacht. Der Sinn von Gold ist ja auch nicht damit die fette Rendite zu machen sondern das Depot abszusichern.
Insofern wäre mein Ansatz da eher nur so viel wie nötig (bzw gewünscht) zu halten und den Rest in üblicherweise renditestärkere Anlagen zu packen.
 
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Ja sehr schon etwas länger weshalb eben auch das Ungleichgewicht inzwischen sehr hoch ist. (Durchnittspreis war ~ 600 USD) nun Rente (auf Basis der "aktuellen" Altergrenze) ist ~ 25 Jahre weg

Ich denke doch dass hier sicher auch andere von dem Anstieg in ja eigentlich global wirtschaftlich und politisch realtiv stabilen Zeiten aktuell überrascht sind - weil das doch eher die "Buy and Forget" Anlage ist im Gegensatz zu Aktien und Anleihen und Co.'

Ich bin halt einfach am Überlegen weil einfach von der Summe her vergleichsweise viel gebunden ist und mich würde einfach so die Einschätzung von anderen in der gleichen Situation interessieren, denke dass die Teil-"Goldanlager" alle grob ähnlich ticken. Aber wie immer es gibt halt sehr viele Szenarien, die für halten oder teilumschichten sprechen.
 
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Was an der Anlage in Gold häufiger kritisiert wird, ist die Tatsache, das du keine laufenden Erträge in Form von Zinsen /Dividenden hast und im Gegenzug ein Währungsrisiko (-Chance), weil in USD notiert.

Im Rahmen einer sinnvollen Portfolio Allokation kann es natürlich trotzdem Sinn machen, wenn die Korrelation zu den anderen Assetklassen negativ bis neutral ist.

Das geht dann aber schon sehr in die Portfoliotheorie...

Die meisten Vermögensverwalter sind so bei 5 - 10 % Gold am Gesamtportfolio.
 
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Eine Option wäre durchaus, einen Teil der Gewinne zu realisieren und auf andere Teile des Depots zu verteilen, wenn der Anlagehorizont noch lang ist (10+ Jahre).

Bei weniger als 5 Jahren könnte man es dabei belassen oder ebenso realisierte Gewinne in Anleihen umschichten.

Aber... das muss ganz individuell und nach Bedarf entschieden werden. Mehr als 10% würde ich aktuell nicht dafür vorsehen.
 
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Kurze Frage an eure Glaskugeln. Mein vor ein paar Tagen erwähnter Kaufpreis meiner Eigentumswohnung ist jetzt da.

Seht ihr noch grobe Indikatoren für weitere Rücksetzer oder einfach jetzt investieren und vergessen für die nächsten 20 Jahre?

Möchte nur Schwarmwissen nutzen, werde niemanden hinterher auf seine Aussage festnageln.
 
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Die geopolitische Lage ist weiterhin... wackelig, erratische US-Politik, Rechtsdrift von Gesellschaften, globale Risiken hinsichtlich bewaffneten Konflikten, Auswirkungen des Klimawandels, national wirtschaftliche Disruption bestimmter Branchen durch global Player wie China, Auswirkung von KI, Robotik, Automatisierung usw., ...

Soweit konnte meine Glaskugel noch Auskunft geben. Hinsichtlich Ausprägung und Zeitpunkt zeigt sie mir allerdings zuverlässig den Mittelfinger.

Daraus folgt eigentlich, dem gesunden Menschenverstand hinsichtlich Anlagestrategien weiterhin zu folgen und, ganz wichtig, sein Leben jetzt zu leben und nicht auf eine nicht zu prognostizierende Zukunft zu verlagern.

Dazu gehört auch, sich hinsichtlich seiner Erwerbsfähigkeit, Job-Auswahl, geistigen und körperlichen Gesundheit, dem sozialen Umfeld, einem möglichst hilfreichen Netzwerks gut aufzustellen. Stichworte dazu sind Bildung, Fortbildung, soziale und fachliche Skills, förderndes soziales Umfeld, gute Ernährung, geistige Klarheit und Ruhe...

Und zwar ohne sich dabei zu überfordern (siehe geistige und körperliche Gesundheit).

Nicht dazu gehört, die Verantwortung für sein eigenes Leben und das unserer Lieben auf andere Menschen oder Institutionen zu verlagern.

Auch das purzelt gerne aus meiner Glaskugel. Gerne ungefragt. 😅
 
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Paladin301 schrieb:
Seht ihr noch grobe Indikatoren für weitere Rücksetzer oder einfach jetzt investieren und vergessen für die nächsten 20 Jahre?
Auf 20 Jahre Sicht sagen die Statistiken sofort alles investieren. Sorg für eine gute Diversifikation.
 
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Da wir von den Höchstständen nicht mehr so weit entfernt sind scheint mir für dieses Jahr die Chance auf den ein oder anderen Rücksetzer eher höher als für einen dauerhaften Anstieg. Aber gibt natürlich auch denkbare Szenarien für letzteres, sollte es in der Ukraine zu ernsthaften Verhandlungen kommen und sich bei den Zöllen eine echte Lösung (nicht nur der teilweise Aufschub um 90 Tage) abzeichnen dann gehts schon noch höher.

Ich persönlich würde eine Geldmenge in der Region über einen gewissen Zeitraum investieren und nicht auf einmal. Ja ich weiß dass das statistisch gesehen weniger Rendite bringt, ich kann aber mit etwas verpasster Rendite besser leben als mit nem 20% Rücksetzer direkt nachdem ich was sechsstelliges auf einen Schlag investiert habe.
 
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Magellan schrieb:
Ich persönlich würde eine Geldmenge in der Region über einen gewissen Zeitraum investieren und nicht auf einmal.
Richtig und wichtig. Zur Anlage-Strategie hört natürlich auch eine Cash-Reserve/Rücklage. Wie hoch, ist individuell von der Lebenssituation abhängig. Niemals "all in".

Übrigens kann ein sehr lukratives "Invest" auch die Fortbildung an einer Uni oder vergleichbaren Einrichtung, eine Jahresgebühr bei bspw. Cousera und entsprechende Kursabschlüsse, Fremdsprachen etc. sein. Ein dauerhaft höheres Einkommen und mehr Flexibilität bei der Jobauswahl schlägt wahrscheinlich jedes Wertpapier.
 
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Und es muss ja auch kein 100% Aktien Portfolio sein.
Im Gegenteil, Diversifikation ist das Stichwort.

Neben der bereits erwähnten Cash Reserve, eben auch Anleihen mit einbeziehen.
Das 70/30 Portfolio wird immer wieder mal erwähnt.
 
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Kauf dir nen Nachtclub. Win Win. ;-)

Ich sehe es wie Buddy weiter oben. Schwer zu sagen derzeit alles. Es geht ja irgendwie doch immer weiter rauf...vlt hält das noch weiter an. Aber Alternativen zur Börse sehe ich nicht wirklich, daher reinbuttern; ggf. 2-4 Tranchen zum besser schlafen.
 
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