Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Micha- schrieb:
Ich sehe du hast das mit dem hebel nicht verstanden. Hoffentlich erkundigen sich andere besser

Was meinst du? Ich arbeite seit einigen Jahren mit Hebelprodukten - und die genrelle Aussage stimmt schon.

Der A0X8ZS lässt sich beispielsweise bis 2010 zurückverfolgen - und die Performance lügt nicht. Wer die Volatilität aushalten kann, der wird höchstwahrscheinlich auch in Zukunft besser dastehen.

Abhängig vom Faktor und der Volatilität des Basiswerts, kommt es irgendwann zu einem Kipp-Punkt; Das Wertpapier wird in Zukunft wertlos verfallen - wegen dem dadurch exponentiell ansteigenden Volatility Drag (Pfadabhängigkeit).

Mit gewissen Faktoren, macht ein passives besparen nur noch wenig, bis keinen Sinn. Zumindest wenn man plant, das Papier über Jahre und Jahrzehnte zu halten. Abhängig, wie gesagt, ist primär der Faktor des Hebelprodukts und die Volatilität des Basiswerts.

Extrem wird es, wenn die Volatilität des Basiswerts auf Tagesbasis so stark ausschlägt, dass das Produkt durch den Volatility Drag in kürzester Zeit nahezu wertlos wird.

Wenn wir den S&P 500 als Basiswert heranziehen, dann ist dessen Volatilität als Leitindex zumindest überschaubar.

Der (bis jetzt ☝️) historisch größte Kurseinbruch auf Tagesbasis belief sich auf rund 20% (1987 - "Black Monday"). Bei einem Faktor von 2, hätte unser Hebelprodukt an einem Tag also ~40% verloren (ohne intra-day Schwankungen zu berücksichtigen).

Wenn wir am Vortag bei 100 Punkten standen, stehen wir jetzt bei 60 Punkten. Bei einem Faktor von 3 wären wir nur noch bei 40 Punkten, und bei einem Faktor von 4 bei 20 Punkten - und ab hier wird es kritisch, in Anbetracht möglicher weiterer Kurseinbrüche; Alles über 90% Wertverlust ist in der Regel kaum wieder einzuholen, geschweige denn, dass man den Basiswert als Benchmarkt jemals wieder einholt.

Das Risiko, dass ein solcher Leitindex aber an mehreren Tagen in Folge zweistellig fällt, ist überschaubar - und somit sollte sich der Volatility Drag noch in Maßen halten. Anders schaut es bei Einzelaktien aus, hier ist die potentielle Volatilität ein vielfaches höher - und das Totalverlustrisiko ein ständiger Begleiter.

Ein langsames ausblutet ist mit einem Faktor von 2 durchaus zu spüren, aber die Kursverluste sind nicht unwiederbringlich verloren - immer in Anbetracht der durchschnittlichen Renditeerwartung am Aktienmarkt.

Anlegern mit einem langen Zeithorizont und guter Schmerztoleranz, würde ich nicht direkt von "leveraged ETFs" abraten. Dafür spricht die historische Performance - und das künftige Rendite-Risiko Verhältnis einfach eine zu andere Sprache.

Ob man nun "alles" auf lervaged ETFs setzen sollte, sei dahingestellt... Aber als Beimischung, warum nicht?

Je näher man der eigenen "Entnahmephase" kommt, desto eher sollte man wieder in konservativere Anlageklassen umschichten. Stichwort: Sequenzrisiko bzw. Renditereihenfolge-Risiko. Ein Aktiencrash kurz vor der Rente schlägt dann nun mal (mindestens) doppelt rein - muss man nicht haben.

Micha- schrieb:
Bei Hebel immer bedenken : Es geht doppelt so schnell aufwärts, aber auch abwärts. Und durch den Hebel dauert es viel länger den Rückschlag wieder aufzuholen. Besonders in "seitwärts " driftenden Phasen schlägt sich ein gehebelter Fond sehr schlecht .

Abseits von ETFs gibt es noch Knock‑out/Turbo‑Zertifikate mit dynamischem Hebel. Hier steigt der Hebel, wenn der Basiswert fällt - und sinkt, wenn der Basiswert steigt. Dadurch nimmt man das Risiko der Pfadabhängigkeit raus (bzw. minimiert es) - aber auf Kosten eines konstanten Hebels und einer einhergehenden Knock-Out schwelle.
 
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Magellan schrieb:
3. Übertrag von Kind1 war dann einen Tag später durch, bei Übertrag von Kind 2 ist jetzt in der 2. Woche nichts passiert.

Mal ein Update zum Depotübertrag von DKB zu TR.

Der Übertrag von Kind2 lief in die 3-wöchige Frist und schlug damit fehl, nach etwas wenig hilfreichem Mailverkehr habe ich schlicht einen neuen Antrag gestellt - Folge war erneut, dass der DKB die Unterschriften nicht passten und eine Ausweiskopie eingefordert wurde, natürlich während meinem Urlaub und so lief auch dieser Antrag in die Frist und ich musste den Antrag zum 3. Mal neu stellen. Wir haben uns angestrengt unsere Unterschriften vom Ausweis so genau wie möglich abzuschreiben und ein entsprechend sarkastisches Anschreiben beigelegt - und, oh Wunder, diesmal ging der Antrag ohne Ausweiskopie durch.
Die ETFs im Depot wurden vor einer Woche erfolgreich übertragen, die Einzelaktien aber liegen noch immer bei der DKB, was nach meiner Erfahrung eher ungewöhnlich ist, bisher lag bei mir zwischen verschiedenen Positionen nie mehr als 1 Werktag. Mal sehen ob die das noch hinbekommen, das Drama läuft ja jetzt erst seit 2 Monaten...

Die Sache mit der Frist von 3 Wochen durch die BaFin ist auch so ein Schildbürgerstreich, ansich ist es ja sinnvoll hier eine Frist vorzugeben, wenn die Umsetzung dann aber darin besteht, dass man Überträge nach Ablauf der Frist eben scheitern lässt anstatt eine Lösung zu suchen und immer neue Anträge gestellt werden müssen dann bringt das dem Kunden halt auch nur zusätzlichen Ärger.
 
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Das mit den 3 Wochen ist halt auch nur ne Empfehlung seitens der Bafin. Und zu mehr, als das man sich dann bei der BaFin drüber beschweren kann, steht da auch nix im Raum. Ab wann die Bafin was macht, ist ne Black Box. Das ist wieder so ein Ding, was sich zunehmend in DE verbreitet. Es gibt zwar Regeln und teils sogar Gesetze, diese werden aber nicht weiter kontrolliert und bei Verstoß musst du dich selbst drum kümmern, was in ganz vielen Fällen allen aus finanzieller Sicht nicht geht/lohnt. Entsprechend wird das gnadenlos ausgenutzt. Gibt so viele Bereiche in DE inzwischen, wo du ohne große Gefahr vor Konsequenzen einfach illegal vorgehen kannst...
 
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Keine Ahnung wie bindend das ist, bei der DKB wird das halt komplett stur gehandhabt um das "Problem" mit neuen Anträgen zu umgehen. Bei meinem 2. Antrag habe ich die Ausweiskopie nach meinem Urlaub eingereicht und die Antwort war dann, dass man das jetzt nicht mehr annehmen könne wegen der Frist und ich einen komplett neuen Antrag stellen müsse.

Heute kam die Antwort der DKB dass die Einzelaktien hängen weil die aufnehmende Bank diese noch nicht angenommen hat - ich wette jetzt schon dass TR dann sagen wird sie können keinen Eingang sehen...

Das ist so lächerlich, dass ich da als Vermittler ständig hin und her schreiben muss. Normal sollte sich die DKB um Erfüllung meines Antrags kümmern und nicht ich. Aber denen ist das halt völlig egal, dann schlägt es halt fehl und der Kunde kann dann ja Antrag #4 stellen.

Edit: Recht behalten, TR sieht keinen eingehenden Übertrag, jetzt habe ich die Clearstream Dokumente bei DKB angefordert, mal sehen was passiert - der Antrag ist nun genau 2 Wochen alt und ich sehe mich schon den nächsten Antrag stellen...
 
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Magellan schrieb:
und ich sehe mich schon den nächsten Antrag stellen...

Verzeiht meinen Rant - ich dreh langsam durch, nach meiner Aufforderung die Clearstream Dokumente bereitzustellen schreibt DKB jetzt plötztlich

"Nach erneuter Prüfung Ihres Auftrags haben wir heute die Information erhalten, dass Trade Republic die Anteile nicht angenommen hat.
Die zum Übertrag gewählten Anteile befinden sich somit wieder im Depot von xxx.
Um den gewünschten Übertrag erneut auszuführen, benötigen wir leider einen neuen Auftrag von Ihnen."


Klar wers glaubt, "heute" nachdem ich Belege einfordere kommt plötzlich die Ablehnung von TR während die Positionen zuvor 2 Wochen in der Schwebe waren. Die werdens halt verplant haben neben den ETFs auch die Aktien zu übertragen, deshalb waren auf der Übertragsbestätigung die ich bekommen habe auch nur die ETFs verzeichnet. Jetzt kann ich den Antrag zum 4. mal drucken, unterschreiben, scannen und hochladen, das gibts doch nicht - was für ein unfähiges, desinteressiertes und kundenfeindliches Pack ist das denn?
 
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Verkauf doch und Kauf dann neu, Ja bisschen commission, aber dann hast du den Ärger halt nicht.

Und ggf. den Strees mit evtl. nicht oder falsch übermittelten Anschaffungskursen erst.. .puh!
 
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Auch wenn es extrem nervig ist würde ich mich bei der Bafin beschweren.
 
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Wird wohl noch eine Weile dauern bis der Prozess komplett digitalisiert ist. :(
Aber die Banken müssen kapieren das es viel schneller gehen muss.
 
Buddy_S. schrieb:
Verkauf doch und Kauf dann neu, Ja bisschen commission, aber dann hast du den Ärger halt nicht.
Habe ich bisher wegen der Steuern gescheut, jetzt wo es nur noch um 2 Einzelaktien geht wären das noch ein paar hundert Euro also könnte man im Notfall verkraften.
Ich denke einmal versuche ich es noch...

Micha- schrieb:
Auch wenn es extrem nervig ist würde ich mich bei der Bafin beschweren.
Ja das habe ich mir auch schon überlegt, muss mal schauen wie genau das läuft.

Timo Lock schrieb:
Aber die Banken müssen kapieren das es viel schneller gehen muss.
Die Dauer wäre mir ja fast egal, was stresst ist dass es halt einfach gar nicht gemacht wird und immer nur nicht überprüfbare Ausreden kommen.
 
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@Magellan: Du kannst auch immer mit einer "Vorstandsbeschwerde" direkt drohen. Wirkt oft Wunder.
Letztmalig Antrag und Unterschrift schicken, Auffordern zur unverzüglichen Durchführung, Frist setzen und Beschwerde beim Vorstand androhen; hilfsweise Übergabe an Rechtsanwalt mit Kosten für DKB. Das kostet dich erstmal nichts und weckt sie meistens auf.

Bin ja erschreckt, wie beschissen die DKB aufgestellt ist. Immerhin verlangen sie ordentlich Gebühren für alles....da hätte ich eine bessere interne Strucktur erwartet. Bin seit 2006 Banking Kunde und hab zwischendurch auch mal Teile vom Depot dort gehabt, aber eigentlich zu teuer für das, was sie leisten....au weia hey. Viel Erfolg für dich!!!! :)
 
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Ich hab nen Kumpel, der heult immer rum wenn die Börse mal runtergeht. Da geht dann direkt seine ganze Welt unter und es wird nie wieder gut und Trump und die kleinen werden verarscht.....boah war das anstrengend gestern im Chat.

Ich hoffe ihr habt trotzdem alle gut geschlafen :)
Bin 30% Cash und hab gestern abend schon wieder ein wenig nachgekauft nachdem ich Mittwoch bereits geschüttelt wurde. Ich konnte aber nen guten Betrag realisieren diese Woche. Blaues Auge bisher nur. Die letzten Wochen liefen sehr gut, fast zu gut :)
 
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Kurzfristig kann Trump mit seinem gepolter natürlich den Kurs beeinflussen.
Langfristig sind die USA und vor allem auch die Republikaner sehr an starken US Börsen Interessiert.
Bei denen basiert ja die ganze Altersvorsorge des Mittelstandes darauf.
Wenn das zu schlecht läuft, ist sicher, dass die Republikaner die nächste Wahl verlieren.

Und bisher hat er abgeliefert, +13% in diesem Jahr.
Uns kommt das nur schlechter vor, durch den starken Euro.
Da ändert auch der gestrige Tag nichts.

Was beim kaufen ja ein Vorteil ist, wir bekommen entsprechend für einen Euro mehr US Aktien
Wer also langfristig Investiert und noch in der Ansparphase ist, für den Ist das Optimal.
 
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florian. schrieb:
Und bisher hat er abgeliefert, +13% in diesem Jahr.
„Geliefert“… das sind in weiten Teilen noch Nachwirkungen Bidens bzw Reaktionen, die normal sind vor dem „Knall“. Man sollte mal Powell zu hören was er zu den letzten Zahlen so angemerkt hat. Die Indikatoren stehen eher schlecht.

ich würd eher sagen, wo stünden wir, wenn nicht Trump sondern ein vertrauenswürdigerer/verlässilicherer Präsident da säße…
 
Mal sehen was morgen passiert, aber spätestens ab Mittwoch würde ich sagen: "Buy the Dip!"
 
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Was ist denn am Mittwoch?

Sehe ich es richtig, dass der AMUNDI MSCI World 2x Leveraged jetzt verfügbar ist?
ISIN FR0014010HV4

Wollte/würde am Montag gerne eine überschaubaren Anteil davon kaufen...
 
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-3% *2 = - 6%

Läuft,würde ich sagen...
 
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