Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Viele Nachrichtenportale stützen sich auf Berichte von Presseagenturen wie bspw. Reuters, AFP, DPA oder auf Netzwerke wie DGAP, die entsprechende Pressemittelungen veröffentlichen. Insofern rezipieren sie lediglich den Inhalt der Agenturen für ihre Leserschaft. Das ist grundsätzlich nicht verwerflich, allerdings ist man als Konsument eben immer der "letzte" der so eine Nachricht mitbekommt.

Natürlich sollte man Nachrichten verfolgen, aber aus den täglichen 15 Minuten Tagesschau leitet man keine Investments ab. Wie auch dein Vorredner, darfst Du gerne dieser Meinung sein, auch wenn sie leider falsch ist.
Aktienmärkte sind eine der effizientesten Mechanismen um Nachrichten zu verarbeiten und dies spiegelt sich in den Kursbewegungen wieder.
Quartalszahlen oder Personaländerungen auf Schlüsselpositionen auf Micro-Ebene beeinflussen direkt den Kurs des Unternehmens und je nach Tragweite den Sektor auf der übergeordneten Ebene. Noch schlimmer sind Macro-ökonomische Nachrichten wie bspw. eine Ausweitung des QE Programms der Notenbanken, die monatliche FED-Sitzung samt Ausblick, die US Arbeitsmarktdaten in Corona-Zeiten oder, leider Gottes, der Twitteraccount von Donald Trump. Jede Nachricht, die der breiten Öffentlichkeit bekannt wird, ist binnen weniger Sekunden in den Kurs eingepreist. Natürlich ist die Art der Nachricht ausschlaggebend für die Wichtigkeit und ein explodierendes Lager im Hafen von Beirut ist für die Weltwirtschaft wohl deutlich irrelevanter als geopolitische Spannungen und der Ban asiatischer Netzwerke wie TikTok in den USA. Das Spiel gegen Algorithmen gewinnt man nicht.

Genau da setzt die EMT eben an, denn einige Leuten glauben einen Informationsvorsprung zu haben und diesen in Rendite umwandeln zu können, das stimmt schlicht nicht. Ein einzelner Teilnehmer eines Marktes ist idR. nicht informierter als der Gesamtmarkt, wenn die Informationsbasis öffentlich zugänglich ist.
 
Man sollte nicht vergessen dass die Markteffizienzhypothese, immer noch eine Hypothese ist. Beweisen kann man diese nicht. Ich sehe es aber ähnlich wie @parats - der Markt ist, zumindest langfristig, effizient.

Anhaltende Trends und menschlichen Emotionen, die (kurzfristig) zu Unter- oder Übertreibungen neigen, spielen sicherlich auch eine große Rolle und spiegeln sich im Kurs wieder. Letztendlich liegt es bei jedem selbst, die vorliegenden Informationen zu interpretieren und darauf zu spekulieren.

Man sollte sich nur nicht einbilden mehr zu wissen als alle anderen - Insiderwissen hat der Privatanleger nicht.

Ich würde sogar behaupten, dass eine breite Diversifikation das sammeln und interpretieren von einzelnen Informationen überflüssig macht. Die daraus gewonnene Zeit lässt sich wesentlich gewinnbringender in das eigene Humankapital investieren.
 
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BridaX schrieb:
der Markt ist, zumindest langfristig, effizient.

Anhaltende Trends und menschlichen Emotionen, die (kurzfristig) zu Unter- oder Übertreibungen neigen
Genau umgekehrt, die aktuellen Informationen fließen schnell in die kurzfristigen Marktbewegungen ein, aber die Emotionen und irrationale Effekte fließen un die mittel- bis langfristigen Über- und Untertreibung ein. Man saht es im Februar, als nicht wenig Analysten von Corona als schwarzen Schwan gewarnt hatten, die Märkte aber auf neue Höchststände kletterten, bis die Stimmung Mitte Februar gekippt ist und es steil nach unten ging. Dabei gab es am 27. Januar den ersten Fall mit dem neuen Coronavirus in Deutschland und in den USA schon an 22. Januar. Die Märkte haben dies 3 Wochen lang ausgeblendet um dann umso stärker zu reagieren.
BridaX schrieb:
Ich würde sogar behaupten, dass eine breite Diversifikation das sammeln und interpretieren von einzelnen Informationen überflüssig macht.
Die Diversifikation ist sowieso unerlässlich wenn es kein Glücksspiel sein soll und wie intensiv man die Informationen verfolgen sollte, ist auch eine Frage des Anlagehorizonts. Bei einer langfristig erfolgreichen Firma muss man nicht jede Meldung verfolgen, wenn man diese über ein Jahrzehnt und länger hält und wer breit in ETFs investierst ist, der wird auch nicht alle News zu allen Unternehmen in dem abgebildeten Index verfolgen, zumal er sowieso keinen Einfluss auf die Gewichtung hat, sondern eher die globalen Tendenzen der Wirtschaftsentwicklung.
 
Momentan preist die Börse dann aber Party sondergleichen ein, so langsam kommen einige Titel bei mir aus dem tiefsten Keller wieder rausgekrabbelt, beispielsweise Walt Disney die ich leider zu Höchstkursen vor dem Corona Thema erwarb, aber da habe ich keine Sorgen, so wie bei W..... Card :p

Wenn man oft genug drüber redet vergeht der Schmerz.
 
xpower ashx schrieb:
Momentan preist die Börse dann aber Party sondergleichen ein
Auf alle Fälle, wobei die vielen Milliarden an Rettungsgeldern und die Aussicht auf noch lange niedrige Zinsen natürlich treiben, aber ebenfalls das wohl viele, vor allem junge Leute neu an den Aktienmarkt gekommen sind. Dazu kommt sich die Hoffnung auf einen Impfstoff, auch wenn ich da skeptisch bin, Russland hat heute einen vorläufig zugelassen, der aber nur einen Test an 50 Personen hinter sich hat und damit bei weitem nicht die internationalen Standards für eine Impfstoffzulassung erfüllt. Dann sind da 3 Start Ups die immer wieder von sich Reden machen, mit entsprechenden Auswirkungen auf deren Aktienkurse, wo aber auch noch längst nicht sicher ist ob sie erfolgreich sein werden.

Sollte es keinen erfolgreichen Impfstoff geben, kann uns das Thema Corona noch ein weiteres Jahr begleiten und dann dürften die Folgen für die betroffenen Branchen und damit die gesamte Wirtschaft entsprechend verheerend sein. Dann kommen noch die Wahl in den USA und der Brexit, dieses Jahr würde sich wohl noch einiges an den Börsen tun.
 
Es gab ja nur Extreme dieses Jahr, voll nach unten und genau so schnell wieder nach oben. Bei Corona sollten sich viele auch ein Besipiel Richtung Asien nehmen. Eine Zukunft wie vor Corona sehe ich noch lange nicht, die Börse schon, gut ich bin auch nicht der Optimist unter dem Herren, und lasse mich in diesem Punkt gerne überraschen.

Und was ich mich dann frage selbst wenn ein Impfstoff flächendeckend verfügbar sein wird, wer glaubt ihr wird sich freiwillig impfen lassen?
 
xpower ashx schrieb:
wer glaubt ihr wird sich freiwillig impfen lassen?
Viele!
Die Leute haben also eine sehr übertriebene Angstvorstellung:
Wobei die Rechnung mit den 0,6% natürlich auch falsch sind, denn erstes muss man eine hohe Dunkelziffer bei den Infektionen annehmen, es wurde ja nicht jeder getestet und viele hatte keine Symptome und zweitens waren ja längst nicht alle der 200.000 offiziell Infizierten tatsächlich schwer bis lebensbedrohlich erkrankt, sondern nur eine kleine Minderheit davon.

Aber so kennt man den Spiegel, der stellt die Dinge immer sehr in einem ganz bestimmten Licht da, wie auch in diesem Artikel:
Der Zeitraum seit Mitte März würde natürlich geschickt gewählt, denn auch wenn ich nicht alle Börsen Lateinamerikas beobachtet habe, so dürfte es auch dort ähnlich wie beim DAX verlaufen sein, also den Tiefsstand Mitte März und danach wieder eine deutliche Erholung gegeben haben und die allermeisten Milliardäre haben ihr Vermögen nun einmal in Aktien angelegt, nicht selten denen der Firmen die sie oder ihre Vorfahren gegründet haben. Hätte man die Entwicklung seit Anfang des Jahres dem Jahreshoch im Februar betrachtet, wäre keine so reißerische Studie rausgekommen, aber vernünftiger Journalist sollte derartig manipulative Studien nicht wiedergeben und damit auch noch unterstützen.
 
parats schrieb:
Deine letzten Beiträge zu diesem Thema sind sehr widersprüchlich. Einerseits hast du dich mehrmals über die für dich dubiosen Rahmenbedingungen negativ geäußert aber wohl dennoch soviel Vertrauen aufgebaut, alles zu übertragen. Verstehe mich nicht falsch, aber was hat deine Einsicht denn geändert, außer dem blinden Lechzen nach günstigen Gebühren?
Da ich mein Bankkonto zum Ende August 2020 gekündigt habe und zu einer anderen Bank umgezogen bin, musste ich mein Depot irgendwohin übertragen. Also habe ich es zum Smartbroker übertragen, weil ich dort ja nun schon mal das Depot eröffnet habe.

Einen Tag nachdem ich die Depotübertragung beauftragt habe, wurde jedoch mein Zugang gesperrt da ich angeblich das Passwort geändert hätte. Dann habe ich einen Antrag auf ein neues Passwort gestellt, der nun endlich Wochen später per E-Mail abgelehnt wurde, weil das übermittelte PDF nicht schreibgeschützt gewesen sei.

Eine andere Möglichkeit wieder ein gültiges Passwort und damit Zugang zu meinem Deport zu erhalten wurde mir leider nicht genannt. Mich wundert sehr, dass die alles tun und verzögern, um mir keinen Zugriff mehr zu meinem Depot zu geben.

Ich bin gespannt was die mit den im Depot befindlichen Aktien machen, wenn ich das Depot kündige. Vermutlich fallen die in den Besitz von Smartbroker. Würde mich nach den bisherigen Erfahrungen dort nicht überraschen.
 
Sorry für die direkten Worte, aber du solltest zukünftig beim Thema Finanzen einmal mehr denken...
Wieso kündigst Du ein Girokonto, an dem dein Depot hängt nur um dann im Zugzwang einen Übertrag zu veranlassen, dazu zu einem Broker der dir nicht mal seriös vorkommt?

Das liest sich halt schon selten dämlich, sorry.
Wie willst Du denn jetzt weiter machen? Anscheinend hast Du noch immer keinen Zugang zu deinem Smartbroker Depot, das ist nun aber auch schon zwei Wochen her. Bist du hier überhaupt aktiv oder wartest Du jetzt ab?
 
Nicht nur das. Er stellt sich halt auch einfahc an, informiert sich nicht und stellt ziemlich dumme Vermutungen an anstatt sich zu informieren.

Das Passwort bekommt er ja neu wenn er eine schreibgeschützte PDF verwendet. Warum will er da einen anderen Weg? Warum geht er davon aus, dass das alles unseriös ist und nicht der SIcherheit seines Depots gilt? Wenn man ein PW auf dem Weg zurücksetzen könnte wie er das versucht (oder noch einfacher wie er es sich wünscht) bei dem Broker wäre ich aber sowas von schnell weg.... Noch einfacher könnte man es Dieben ja nicht machen...

Wenn es wirklich unseriös wäre verstehe ich wiederum nicht, wie er sich solange hinhalten lassen kann. Da wäre längst der Anwalt dran. Groß kann das Depot ja eigentlich nicht sein...
 
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Acrylium schrieb:
Einen Tag nachdem ich die Depotübertragung beauftragt habe, wurde jedoch mein Zugang gesperrt da ich angeblich das Passwort geändert hätte. Dann habe ich einen Antrag auf ein neues Passwort gestellt, der nun endlich Wochen später per E-Mail abgelehnt wurde, weil das übermittelte PDF nicht schreibgeschützt gewesen sei.
Willkommen in der schönen neuen Onlinewelt. Ich weiß warum ich mein Depot dort habe wo ich auch in einer Filiale meine Probleme lösen kann. So kann man z.B. bei Comdirect auch in einer Filiale der Commerzbank Probleme lösen und bei MaxBlue in einer der Deutschen Bank.
 
Wobei bei vielen Problemen in der schönen neuen Onlinewelt oftmals das Problem beim achten Layer liegt...
 
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Ich habe mein Hauptdepot bei der Postbank, ja die sind teuer aber Einladungen zu HVs, viel Post und deutschsprachiger Support (Call Center hört sich an als wenn se in Sachsen sitzen), kann mich absolut nicht beschweren.

Bei TR ist es beispielsweise einfach nur billig, und Neulinge werden sicher verleitet viel zu traden. Der Einfachheit des Registrierens wegen, und die günstige Gebühr haben mich dann überzeugt dort ein Zweitdepot zu machen, da ich noch ein paar Positionen aufbaue, ist es mir dann doch zu teuer jedes mal etwas über 10€ zu latzen.
 
Gab es eigentlich schonmal einen ETF Split bei irgendeinem World ETF zum Beispiel?
Also das was gerade Apple macht bloß auf einen ETF.
 
Wieso sollte es sowas geben, bzw technisch ja aber wie sinnvoll?
Gerade wenn diese einen regulären Index abbilden.
 
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Ein YouTuber hatte es nur mal erwähnt, dass es auch ETFs machen können und das hörte sich so ein bisschen an als wäre das schon mal vorgekommen und aus Neugier wollte ich es mal wissen aber habe auf Google nichts gefunden.

Es war übrigens Finanztipp beim aktuellsten Video.

ich habe es so verstanden, dass der MSCI World meistens bei 10-60€ steht und wenn er dann signifikant höher ist, dass die den dann splitten, wegen den Kleinanleger etc.
Kann das ganze aber auch falsch verstanden haben.
 
KamikazeOli schrieb:
Gab es eigentlich schonmal einen ETF Split bei irgendeinem World ETF zum Beispiel?
ETF Split gab es schon mal. Ob jetzt World ETF auch drin sind, hab ich nicht überprüft.
ETF Split.png
https://www.justetf.com/de/tutorial/transaktionen/aenderung-der-stueckelung-von-etfs.html
 
Wer einen ETF (oder eine Aktie) via Sparlan bespart (was in der Regel Kleinanleger sind) kauft sowieso Bruchteile dessen.

ETF kostet 1000€ pro Anteil
Sparlan von 500€ Mntl.
Zukauf von 0,5 Anteilen des ETFs

Das macht die Notwendigkeit eines Splits in den meisten Fällen nicht notwendig.
 
Das mit den Anteilen war mir klar, war ja alles nur aus Interesse :)

Aber bei Aktien kann man doch auch Anteile haben also würde doch da ein Split auch nichts bringen. Der Gedanke kam mir jetzt mal
 
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