xpower ashx
Rear Admiral
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Hiermal ein schöner Artikel dazu: https://boerse.ard.de/boersenwissen...aus-historischen-boersenzyklen-lernen100.html
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Anleihen haben ja in aller Regel eine fest Laufzeit und müssen dann vom Emittenten abgelöst werden, sprich der muss seine Schulden zurückzahlen. Natürlich passiert dies gerade bei staatlichen Emittenten i.d.R. mit Geld welches durch Ausgabe neuer Anleihen erzielt wurde. Die Zentralbank muss ja diese neuen Anleihen nicht zeichnen und damit verschwinden die Anleihen dann mit dem Ablauf selbst oder sie werden vorher auf dem Markt verkauft. Hatte die FED nicht vor Corona schon angefangen das Volumen ihrer Anleihen zu senken?xpower ashx schrieb:Was machen die Zentralbanken eigentlich mit den ganzen Papieren die sie ankaufen, verbleiben die auf ewig in den Bilanzen, werden die irgendwann am Markt wieder verkauft.
Das ist Quatsch, da der Verkauf der Anleihen ja die Geldmenge nicht verändert. Generell sinkt die Geldmenge durch die Rückzahlung von Schulden (also auch Anleihen) und steigt durch die Aufnahme neuer Schulden an, weshalb die Referenzzinsen der entscheidende Hebel sind um die Geldmenge zu steuern. Durch das Aufkaufen von Anleihen blähen die Zentralbanken zwar erstmal die eigene Bilanz auf, erhöhen die Geldmenge aber nicht direkt, sondern allenfalls über den indirekten Effekt das eben Banken dann statt Anleihen zu kaufen, direkt Kredite vergeben um damit ihre Bilanz zu vergrößern.parats schrieb:vermindert die Menge an Zentralbankgeld wieder durch einen Verkauf der Papiere.
Das wird die Frage sein, deren Antwort wir hoffentlich nicht erleben müssen, denn dies könnte unangenehm werden, denn bisher ist dies ja noch nicht eingetreten. Eben auch weil die Zentralbanken durch den Aufkauf von Anleihen dafür sorgen das die neuen Anleihen mit denen alte Anleihen abgelöst werden, immer noch Abnehmer finden. Staaten zahlen ja ihre Schulden nicht zurück, dies könnten sie gar nicht und eine Staatspleite tritt erst ein, wenn der Staat eben keine Abnehmer mehr für die neuen Anleihen findet die er ausgeben muss um die Zinsen für bestehende und die Rückzahlungen für auslaufenden Anleihen tätigen zu können.xpower ashx schrieb:wenn sie Zombie Anleihen kaufen, muss der Steuerzahler am Ende zahlen wenn die Staaten es nicht tilgen können
Dabei schreiben sie dann selbst:
Zwar ist es ja schon immer beliebt gewesen den Überbringer der schlechten Nachricht für diese zu bestrafen, aber er ist ja nicht dafür verantwortlich! Wirecard hat ja nicht erst mit dem Betrug angefangen, nachdem es erste Berichte darüber gab und der Betrug hat Wirecard vernichtet, nicht die Tatsache das er aufgedeckt wurde. Die Aufdeckung ändert allenfalls das Datum wann so ein Kartenhaus zusammenfällt, aber auch hier zeigt das Beispiel von Wirecard, dass der Schaden geringer ist, je früher dies passiert.
Das kann zu langen Diskussionen führen die hier eigentlich Off-Topic sind, Du solltest vielleicht einen Moderator bitte daraus einen eigenen Thread zu machen.BridaX schrieb:Also, es quält mich schon seit längerem die Frage: "Kaufen oder Mieten".
Im Prinzip gebe ich Dir da recht, wenn man wirklich eine Anlage hat die mehr Rendite bringt als man an Zinsen zahlt, dann sollte man im Sinne des Vermögensaufbaus die Abzahlung möglichst gering halten. Aber es ist weder in Stein gemeißelt wie viel Rendite man langfristig mit Aktien einfahren wird noch wie hoch die Zinsen in den nächsten Jahrzehnten sein werden. Man geht bei so einer Betrachtung also schon mal diese beiden Risiken ein, dazu kommt die Frage der Wertentwicklung der individuellen Immobilie, die ja durchaus nach oben wie auch nach unten vom Gesamtmarkt abweichen kann.BridaX schrieb:Bei einem Darlehenszins von 2% macht es durchaus Sinn das Darlehen möglichst lange laufen zu lassen. Der Zinseszins-Effekt am Aktienmarkt schlägt die Zinskosten des Darlehens.
Eben, die meisten wollen schnell reich werden, aber aber nur selten klappt, trotzdem scheinen viele dies nun wieder zu versuchen:
Holt schrieb:Das kann zu langen Diskussionen führen die hier eigentlich Off-Topic sind, Du solltest vielleicht einen Moderator bitte daraus einen eigenen Thread zu machen.
Holt schrieb:Aber es ist weder in Stein gemeißelt wie viel Rendite man langfristig mit Aktien einfahren wird noch wie hoch die Zinsen in den nächsten Jahrzehnten sein werden. Man geht bei so einer Betrachtung also schon mal diese beiden Risiken ein, dazu kommt die Frage der Wertentwicklung der individuellen Immobilie, die ja durchaus nach oben wie auch nach unten vom Gesamtmarkt abweichen kann.
Holt schrieb:Stimmt, da war ich gerade auf dem falschen Dampfer, denn sie schafft ja auch das Geld zum Kauf der Anleihen neu. Der Gedanke ist aber, dass eben Banken die Gelder anlegen müssen, dann nicht Anleihen kaufen, sondern stattdessen Kredite vergeben, wenn sie dies nicht tun, etwa weil es keine vertrauenswürdigen potentiellen Kreditnehmer gibt, so klappt auch die ganze Politik der Anleihekäufe nicht, wie man ja auch in Teilen Europas gesehen hat. Und man sieht es am Immobilienmarkt, da haben die Banken weniger Bedenken Kredite zu vergeben und entsprechend steigen die Immobilienpreise auch weiter.
Zwar habe ich keine Schulden, aber es ist bei den heutigen Hypothekenzinsen zu einfach gedacht. Wer mehr Rendite erzielt als er an Zinsen zahlt, also auch andererseits über Kapital verfügt, so dass ihn die Zinsen nicht drücken, der kann von dieser Regel durchaus auch mal abweichen. Hätte ich damals Ende 2008, Anfang 2009 eine Hypothek auf meine Immobilie aufgenommen und von jeder Aktienposition die damals gekauft habe dann entsprechend mehr Aktien gekauft, so hätte ich eine tolle Rendite einfahren können.steve81 schrieb:"Wer verschuldet ist, sollte zunächst seine Schulden bezahlen."
Die Rendite durch Aktien/ ETFs ist pure Spekulation. Darlehenszinsen sind harte Realität.Holt schrieb:Wer mehr Rendite erzielt als er an Zinsen zahlt
Ja, aber historisch waren sie bisher erwiesenermaßen deutlich höher als die Hypothekenzinsen es heute sind. Die Performance meines Depots habe ich ja offengelegt und so schlecht war die ja nun nicht, aber es bleibt halt natürlich ein Risiko. Hätte ich das damals gemacht, wäre ich bei 10 Jahren Zinsbindung und minimaler Tilgung bei der Ablösung genau in die Schwächephase Ende 2018 gekommen, den Knick 2018 sieht man ja auch deutlich. An der Börse ist es halt immer blöd, wenn man das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt braucht.steve81 schrieb:Die Rendite durch Aktien/ ETFs ist pure Spekulation. Darlehenszinsen sind harte Realität.