Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Diversifizierung ist das wichtigste, deswegen sind ETFs auch meiner Meinung nach am besten geeignet für den Einstieg. Ein kontinuierlicher Sparplan bietet sich an, und es ist kein grosser Aufwand.

Mit Einzelaktien hat man definitiv mehr und höhere Kursschwankungen in beide Richtungen, damit muss man am Anfang lernen umzugehen 😂

Bei mir kam beispielsweise alles zusammen, angefangen zu investieren habe ich im Januar, dann Corona Crash, Öl Krise und on Top auch eine kleine Spekulation auf Wirecard die nach hinten los ging.

Das hat sich alles mal gar nicht so gut angefühlt, verkauft habe ich allerdings nix, sondern weiter fleissig zugekauft. Gut Wirecard hab ich noch bei -75% verkaufen können, es war mir eine Lehre.

Wenn man sowas mehrfach miterlebt erkennt man auch irgendwann die Psychologie des Marktes und bleibt gelassener.
 
Man darf das ganze aber auch nicht zerdenken.
Der einstieg ist ja kinderleicht.
Online Broker aussuchen.
MSCI World ETF aussuchen.
Monatlich besparen. Fertig.
 
Für den Start empfehle ich grundsätzliche den Kommer "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs", damit deckt man zumindest mal die Basics. Bitte physisch als Buch und nicht als Hörbuch oder E-Book - du möchtest in dem Buch auch Passagen/Begriffe anstreichen, die Du nicht verstanden hast und später nachlesen.
Normalerweise sucht man sich erst seinen ETF und dann den passenden Broker dazu aus. Im Endeffekt läuft es in den meisten Fällen auf ein World/EM (Bezugsverhältnis je nach Risikobereitschaft) hinaus oder Stumpf ein ACWI, der ca. 11% EM hat.

Für den Einstieg sind ETFs deutlich sinnvoller, da einem die Diversifizierung bei den den oben genannten abgenommen wird. Mit Einzelaktien kann man das Ganze auch ganz gut auf die Beine stellen, allerdings deutlich zeitaufwendiger.
Youtube-Kanäle wie Finanzfluss etc. sind super, wenn man gezielt Begrifflichkeiten sucht. Für den Start erschlägt einen das Angebot aber, Bücher nehmen einen da an die Hand und sind idR. so strukturiert aufgebaut, dass am Ende die Zielsetzung der Fachlektüre erfüllt werden sollte.

Alles steht und fällt aber mit der persönlichen Risikotoleranz, erfahrungsgemäß korreliert die aber mit der Erfahrung. Vergiss niemals, dass der größte Hebel zur Vermögensbildung das eigene Wissen ist. Wer sich breit informiert und durchaus auch kleinere Risiken eingeht, auch mit etwaigen Totalverlusten der Positionen, der lernt maximal dazu (damit meine nicht ein Montasgehalt in ein KO-Zertifikat mit 35er Hebel auf Tesla zu wetten).
 
Guten Morgen.... wow früh aufstehen 2 stunden youtube und KOpfweh... :D

Ich habe mich momentan auf diese ETFs etwas fokusiert da man wohl als Anfänger hier gut dabei ist. Jetzt wäre meine Frage.
Es gibt ETFs die Jährlich/Quartalsweiße Dividende ausschütten und SchwesterETFs die das nicht tun.

Wenn ich jetzt 300 Euro im Monat in eins von beiden einzahle. Wie genau berechne ich dann was ich nach 1/5/15 jahren an Dividende bekomme bzw bei den normalen ETFs an Wertanlage habe?

Auch und ich meinte natürlcih P2P kredite... das sind keine Aktien aber scheinbar mit genügend Diversikation auch eine ganz gute möglichkeit mittelfristig etwas Kapital zu machen.
 
Bei den ETFs unterscheidet man zwischen ausschüttenden und thesaurierenden. Ausschüttung heißt du bekommst Kohle aufs Konto, bei Thesaurierung werden die Dividenden genommen um weitere Aktien zu kaufen, das Geld verbleibt im Fond.

Wenn du dir ein Depot eröffnest denke auch an den Freistellungsauftrag wegen Steuern, das geht fix, entsprechende Dokumente stellt der Broker zur Verfügung, und du brauchst natürlich deine Steuernummer.

Zum Thema P2P habe ich keine eigenen Erfahrungen, ich persönlich würde es nicht machen, das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Ich bespare den Vanguard ACWI in der ausschüttenden Variante, den MSCI World und den MSCI Emerging Markets in der thesaurierenden Variante.

 
gibts irgendwie nen Rechner Online wo man mal grob überschlagen kann wie sich die einzahlungen in den nächsten jahren so entwickeln.. Kann mir null vorstellen was da nach ein paar jahren bei rumkommt.
 
naja anhand der letzten jahre muss ja zumindest eine grobe Prognose zu erstellen sein. Sonst kann ich ja gleich in Spekulatives investment gehen oder?
Ergänzung ()

Ich habe jetzt mehrfach ConsorBank als broker empfohlen bekommen und in den Rezesionen das hier gefunden.

2. Durch die Investmentsteuerreform 2018 hat sich die Performance meines Sparplans (und dem restlichen Depot) drastisch verändert, da fiktive Einstandskurse angezeigt werden. Ich sehe nicht ein, dass ich als Kunde jetzt selbst meine reale Performance berechnen muss. Ich hane ein anderes Depot bei einer anderen Bank mit einem anderen ETF-Sparplan. Hier hat sich an den Einstandskursen NICHTS geändert. Daraus folgere ich, dass die Consorsbank hier weniger kompetent ist, als andere Banken. Den dazugehörigen Einträgen hier im Forum kann man entnehmen, dass nicht wenige sehr unzufrieden sind.

ist das etwas worauf man achten sollte oder kann ich das als anfänger ignorieren?
 
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Z.B: https://www.finanzfluss.de/zinseszinsrechner/
Typische Annahmen wären 5 - 7 % p.a.

Unter "Zinsrechner" findet aber man noch andere.

Ich würde mich nicht zu sehr im Klein-Klein mit den Brokern verlieren. Das macht am Ende nicht viel. Wenn du z.B. 200 € im Monat zu 5% p.a. anlegst macht das nach 10 Jahren 31.056 €. Wenn es nur 197 € sind, weil du 1,5 % Gebühr zahlst, sind es am Ende 30.591 €. Klar etwas weniger, aber immer noch knapp 7000€ mehr, als wenn du gar nicht investiert hättest und das Geld zu 0% auf dem Konto hast liegen lassen.
 
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Sunjy Kamikaze schrieb:
2. Durch die Investmentsteuerreform 2018 hat sich die Performance meines Sparplans (und dem restlichen Depot) drastisch verändert, da fiktive Einstandskurse angezeigt werden. Ich sehe nicht ein, dass ich als Kunde jetzt selbst meine reale Performance berechnen muss. Ich hane ein anderes Depot bei einer anderen Bank mit einem anderen ETF-Sparplan. Hier hat sich an den Einstandskursen NICHTS geändert. Daraus folgere ich, dass die Consorsbank hier weniger kompetent ist, als andere Banken. Den dazugehörigen Einträgen hier im Forum kann man entnehmen, dass nicht wenige sehr unzufrieden sind.

ist das etwas worauf man achten sollte oder kann ich das als anfänger ignorieren?

Das kannst du ignorieren. Bei der Investmentsteuerreform 2018 ist folgendes passiert: Viele Broker (nicht nur die consorsbsank!) haben schlicht den angezeigten Einstandskurs von ETFs einmalig auf den aktuellen Kurs geändert (genauer gesagt gab es eine fiktive Veräußerung und sofort danach wieder einen fiktiven Kauf). Das hatte keinerlei Auswirkungen auf die echte Performance, sondern war nur eine Anzeige-Geschichte. Wenn man also vor 2018 vielleicht "+30%" angezeigt bekommen hatte, hatte man nach dem fiktiven Verkauf eben "0%" angezeigt bekommen. Das haben viele mental wohl nicht so ganz verkraftet :D

Da du ja jetzt erst anfängst, ist das für dich völlig unerheblich. Das war eine einmalige Sache.
 
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Keiner hat eine Glaskugel. Fakt ist aber das egal welchen Zeitraum man nimmt, auf 15 Jahre hat der Index (msci World) selbst im aller schlechtesten Fall noch mehr wie 1% p.a. abgeworfen. Im Durchschnitt hat er etwa 7% p.a. abgeworfen seit 1970. Man kann sich das ja mal auf seinen Anlagehorizont hochrechnen, und Mal mit Werten zwischen 3-7% spielen, das ist mehr wie man jemals auf Tagesgeld oder an Zinsen bekommen würde.

Man sollte aber auch fair bleiben, denn die letzten 10 Jahre seit der Finanzkrise gab es einen sogenannten Bullenmarkt, was bedeutet das die Aktienkurse im Schnitt nur gestiegen sind.

Das viele Geld was während der Krise in die Märkte gepumpt wird und die Nullzins Politik werden unter Umständen diesen Trend weiter unterstützen.

Und zum Thema spekulieren, ja kann man auch machen, es kann einem aber auch schnell die Lust am Finanzmarkt nehmen, und gerade am Anfang ist es nicht empfehlenswert da man praktisch keine Erfahrungen hat.
 
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Danke dann erstell ich dort mal ein Konto für mich fürs erste.
 
Kannst ja bei mehreren Brokern ein Depot eröffnen. Kostet ja außer Zeit bei vielen nichts. Dann kann man sich mit den Vertraut machen und nutz dann das, was einem besser gefällt. Man ist auch flexibler, wenn man mal mit dem primären Depot sein sollte oder z.B. der Aktions-ETF bei einem Broker ausläuft etc.
 
Frage: Gibt es irgendwas auf das ich achten soll bei der Broker Auswahl?
Als einzigen fixen Fond habe ich
Vanguard FTSE All-World UCITS ETF
im Blick, dazu wohl 2-3 Fonds die sich eher auf kleinere Firmen (zB Russell 2000 und Small Caps) spezialisieren, Hauptkauf wird über Sparpläne laufen so 500-700 € pro Monat, eher selten mal zusätzliche manuelle Käufe. Will mich da jetzt nicht wahnsinnig reinfuchsen, sondern einfach die Sparpläne einstellen und eventuell, wenn die Aktien mal abstürzen und Geld übrig ist, nachkaufen.
Aktuell habe ich da
https://smartbroker.de
im Blick.

Einzige Broker der Vangaur aktuell im Angebot hat ist
Scalable Capital Broker
und der ist ihmo ansonsten recht teuer und jeder weitere Sparplan neben dem ersten kostet eine Gebühr. Dafür gibts dann für 3€ eine all-inclusive Möglichkeit, da ich ja doch bisschen streuen will, könnte sich das durchaus lohnen?
 
Such deinen ETF bei JustETF, gehe dann zu "Broker" und schau was dir von den Konditionen zusagt. Der reguläre A1JX52 ist bspw. auch bei Consors handelbar.
 
Hab ich schon gemacht ( naja ok bei https://de.extraetf.com ) da ist Scalable immer an erster Stelle da die der einzige sind, die den momentan im Angebot haben.
 
Also nur die Kosten zu beachten sonst nix? ok
 
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