Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Ich würde gerne eine bestimmte Aktie kaufen (Ten Square Games), jedoch gibt es diese nicht bei Trade Republic, meinem bisher einzigen Broker. Wie finde ich heraus, über welche Broker die handelbar sind?
 
Meist reicht bei solchen Firmen die Börse Frankfurt oder Stutgart als Börsenplatz aus, wenn Du keinen Zugang zur heimischen Börse hast.
Bei Degiro kriege ich sie in Warschau in Zloty und bei Consors bspw. in Euro in Frankfurt.
 
Meine Frau hat mir am Wochenende folgenden Bezahlartikel von der SZ geschickt

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/etf-geldanlage-msci-world-1.5019539?reduced=true

Grob geht es darum, dass der MSCI World das Problem hat, dass er entgegen seines Namens mittlerweile zu 66% aus US-Unternehmen besteht, die aber nur für ca. 25% der Wirtschaftsleistung verantwortlich sind. China ist überhaupt nicht enthalten, obwohl sie zu 16% zur Wirtschaftsleistung beitragen.

Wer wirklich die derzeitige reale Weltwirtschaftsleistung in seinem Portfolio nachbauen möchte, sollte wie folgt investieren:

26% MSCI USA
41% MSCI World Emerging Markets
27% MSCI Europe
6% MSCI Japan

Damit riskiert man aber auch eine höhere Volatilität, die vor allem in Schwellenländern häufiger auftritt. Es wird daher lediglich als Alternative, nicht als der richtigere Weg genannt.

Finde es aber wichtig, dass man sich das vor Augen führt, denn viele Anleger sind ja ohnehin der Meinung, dass Tech-Giganten wie Tesla, die einen großen Anteil des MSCI World ausmachen, derzeit massiv überbewertet sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nero1
Ich hab mein Portfolio auch so aufgebaut, dass die USA etwas untergewichtet ist. Die Gewichtung nach BIP bringt aber auch eigene "Probleme" mit sich. Primär, das man versucht die Wirtschaftsleitung eines Landes/einer Region über die Marktkapitalisierung der an der Börse notierten Unternehmen abzubilden.
Man müsste also jedes Unternehmen einzeln kaufen und nach dessen Anteil am BIP gewichteten, denn die MSCI Indizes sind ja weiterhin nach Marktkapitalisierung gewichtet. So ist im MSCI EM Süd-Korea stärker vertreten als Indien, obwohl Indien das höhere BIP hat.
Anderer Fall wäre Deutschland, hier wird viel der Wirtschaftsleitung von nicht an der Börse gelisteten Unternehmen erbracht. Man müsste also häufiger rebalancieren um das ggf. auftretende auseinanderdriften von BIP und Marktkapitalisierung auszugleichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oft empfohlen wird ein Verhältnis von 70% MSCI World und 30% Emerging Markets. Ich für mich finde die US Übergewichte nicht so schlimm, solange man noch etwas anderes beimischt.

An China kommt man momentan nicht mehr wirklich vorbei, die haben mit Tencent, Alibaba, JD.com dem neuen IPO Ant Financial wirklich Schwergewichte im Ring. Da bietet es sich an vielleicht in Einzelwerten oder eben in Form von ETFs auch mit zu gehen.

Und wie immer lautet das Fazit Diversifizierung. Das schöne ist aber an der Börse, jeder kann tun was er will, es gibt viele Möglichkeiten und noch mehr Meinungen 😂
 
Eine BIP Gewichtung ergibt keinen Sinn, ich lese immer wieder, dass Leute mit diesem Vorschlag um die Ecke kommen. BIP und Rendite (p.a.) konvergieren nicht, es gibt Situationen die gut für das BIP und schlecht für die Rendite sind oder anders herum. Nur weil ein Land ein hohes BIP hat, bedeutet es nicht, dass dieses Land propotional zum Anteil an der Wirtschaftsleistung eine Über- oder Unterrendite liefert.

Das schöne ist, dass Backtracking lügt ja nicht. Der ACWI einmal regulär und einmal GDP weighted:
https://www.msci.com/documents/10199/a195824c-2ec7-488b-96c2-7d840a7a9186 - Performance seit 15 Jahren. Immerhin hatten wir da 2008 schon mit drin und so kleinere regionale Absacker wie die Euro-Krise/Corona.
Die Werte für ab 2000 sind recht ähnlich (5,xx), das liegt aber an der Überperformance der EM pre 2007.

Das Hauptproblem ist die Übergewichtung der EM, die einfach die letzten 10 Jahre nicht so gelaufen sind. Durch QE wurde soviel Kapital in die Märkte gedrückt, dass in vermeintlich sicherere Häfen wie USA oder Europa investiert worden ist anstatt in die Wachstumsmärkte. Daran wird sich auch nichts wirklich ändern, denn die Zeiten werden eher unruhiger und Liquidität ist viel wichtiger als früher.

Eine Übergewichtung der USA ist nicht schlimm, eher im Gegenteil. Größter Anker ist und bleibt der US Dollar - Riesiger Währungsraum, Leitwährung dazu haben die USA mit der NASDAQ und NYSE Börsen mit extrem hoher Liquidität.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Krisenzeiten wird auch Kapital aus solchen Märkten schnell abgezogen oder nicht weiter investiert. Mit aufnehmen ins Depot, unbedingt aber mit Augenmaß wie man heute zu sagen pflegt.
 
Exakt. Ich habe als Hauptvehikel einen simplen FTSE AllWorld, der hat nur 11% EM, damit lebe ich aber. Dafür ist er günstig und liefert mir im Schnitt solide Rendite. Für Überrendite kann ich mich an Einzelaktien oder sonstigen Anlageformen auslassen.
 
Ich fahre da ähnlich. Ich bespare den MSCI World mit Momentum-Faktor zu 60%, den MSCI Europe Small Cap zu 20% und einen MSCI China zu 20%. Hauptsächlich auch um die Übergewichtung der USA aufzuweichen.

Das Argument, dass eine höhere Volatilität negativ ist, sehe ich (in meiner Lebenssituation) komplett kontrovers. Eine hohe Vola bietet in vielen Fällen eine langfristige Outperformance zu vergleichbaren Produkten und bietet zudem bessere Kaufgelegenheiten.

Momentum ist mMn. die Strategie der Zukunft. Hier Versucht der ETF die Aktien aus einem Index zu Gewichten, die Aktuell einen Aufschwung/Trend/Hype erleben - man nutzt das Momentum einer Aktie. Das hat in den letzten 10-20 Jahren gut funktioniert, hingegen der Value-Ansatz schlecht abgeschnitten hat. Ob das so bleibt - keine Ahnung. Ich finde den Gedanke aber klasse.

Mal zwei MSCI World ETFs im Vergleich (ein krasser Unterschied in der Gesamtperformance, wie ich finde):

Xtrackers MSCI World 1C

1602495603668.png



Xtrackers MSCI World Momentum 1C

1602495614215.png
 
Zuletzt bearbeitet:
bumbklaatt schrieb:
Meine Frau hat mir am Wochenende folgenden Bezahlartikel von der SZ geschickt

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/etf-geldanlage-msci-world-1.5019539?reduced=true

Grob geht es darum, dass der MSCI World das Problem hat, dass er entgegen seines Namens mittlerweile zu 66% aus US-Unternehmen besteht, die aber nur für ca. 25% der Wirtschaftsleistung verantwortlich sind. China ist überhaupt nicht enthalten, obwohl sie zu 16% zur Wirtschaftsleistung beitragen.
Ist das etwa die Quintessenz des mit "Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen" betitelten Artikels?
Der MSCI World ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index von Industrienationen. Oder genauer gesagt von Nationen, die MSCI als Industrienationen klassifiziert. Nicht mehr und nicht weniger. Das sollte eigentlich jedem ETF-Investor klar sein. Welchen Anteil USA man im Portfolio haben möchte muss jeder selbst entscheiden. Das lässt sich ja auch kinderleicht mit zusätzlichen ETFs steuern.
 
Wer ruhig schlafen will:
60% Msci world
40% Msci em

Mehr braucht es nicht für 7% p.a.
 
Nachdem ich bisher nur ETFs habe, habe ich heute meine erste Einzel-Aktie gekauft - sechs Stück CD Project Red.
Ganz nach Christian Röhl nur mal eine Aktie zum miterleben und "mitfiebern". Und CD Projekt als Firma mag ich, gute Spiele und mit gog.com noch ein guten Store dabei.
 
Gaming wird immer attraktiv bleiben, und bei der Geralt Aktie ist man sicher gut investiert 😄

Ich denke die könnte nochmal ordentlich Gas geben wenn Cyberpunk sich gut verkauft.

Ich habe mir gestern eine Watchlist im Gaming Bereich gebaut, bisher sind da nur die üblichen verdächtigen drauf. 😉
 
xpower ashx schrieb:
Ich denke die könnte nochmal ordentlich Gas geben wenn Cyberpunk sich gut verkauft.
Ich denke die könnte abstürzen wenn das Spiel den Hype nicht gerecht wird. Der Erfolg/Hype wird vermutlich zu großen Teil eingepreist sein, aber Misserfolg?
 
Wäre auch meine Vermutung. Wobei das auch Phasen haben kann. Ein Spiel kann den Erwartungen nicht gerecht werden aber wirtschaftlich trotzdem erfolgreich sein.
Insofern mal abwarten, wenn die Erwartungen nicht ganz erreicht werden, kann nach den ersten Zahlen zum Umsatz schnell der Dreher kommen.
 
Ja richtig aber man soll es ja langfristig denken, gut möglich das der Titel floppt (meins ist Cyberpunk auch nicht).

Es folgt ja auch noch ein neues Witcher Game, das wird aber dauern. Und den Geralt und die Ciri wird's wahrscheinlich auch nicht geben 😭

Ich glaube trotzdem das Cyberpunk sich wie geschnitten Brot verkaufen wird, wir werden es sehen. Die Leute sind eh wegen Corona zuhause, da kommt doch in diesen fiesen Herbsttagen so ein Game wie gelegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mein Paradox hat mit CK3 ein gutes Beispiel gegeben wo es hingehen kann. Den richtigen PDX Veteranen wie ich ist es zu einfach und es fehlt noch Tiefgang, da man CK2 gewöhnt war. Aber für die Masse war es der Durchbruch, das zeigt auch der Aktienkurs. Leider habe ich meine schon damals bei 200SEK verkauft. :(
 
Hallo zusammen,

ich habe eine Newbie Frage zur Versteuerung von Aktien gewinnen.
Angenommen ich kaufe heute für 10000 Euro Google Aktien und verkaufe sie morgen für 12000 Euro. Mein Depot ist bei der ING und die ING behält bei der Auszahlung dann gleich ca. 25% Steuer (Kapitalertragsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) von meinem Gewinn ein, also bekomme ich ca. 11500 Euro auf mein Konto.
Wars das dann schon, oder habe ich bei der Steuererklärung / sonstwie später noch weitere Abzüge, wenn ich angebe hier die 2000 Euro Gewinn mit Aktien gemacht zu haben?

Danke, ntloader
 
@ntloader im Prinzip stimmt so ganz grob. Die Bank sofern sie in Deutschland ist, zieht alles richtig ab. Also:

  1. Wechselkurs beachten. USD - EUR
  2. Provision beachten bei also 0.25%+x also min 50,- kassiert die Bank
  3. US Quellensteuer 15% werden in DL verrechnet (bei Dividenden)
  4. Kapitalertragssteuer, Soli, Kirchessteuer
Ein Gewinn bei Aktien kann mit Verlusten bei Aktien verrechnet werden. Außerdem wird der Freistellungbetrag beachtet. usw.

Edit: Ob Google derzeit ein Kauf ist, angesichts des gerade eingeleiteten Kartellverfahrens steht auf einem anderen Blatt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ntloader wie @cgs schon erwähnt hat, musst du ggf. noch den Freistellungsauftrag beachten. Wenn du die Kompletten 801 € auf das ING Depot legst, zahlst du nur ca 300 € Steuern, hast also am Ende 11700 €.
 
Zurück
Oben