Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

parats schrieb:
Wenn Du die Performance von zwei Depots vergleichst, dann muss die Einheit identisch sein.
Nö, bei der Performance geht es um ein Verhältnis. Und bei einem Verhältnis kürzen sich die Einheiten raus. Und damit kann ich die einheitenlose Performance von Depot A mit der einheitenlose Performance von Depot B vergleichen.
Und ich muss die Performance eines Depots in GBP mit der eines Depots in Euro vergleichen, sonst sehe ich den Einfluss der Währung ja nicht.
 
Das wäre nicht mein Maßstab um die Performance zu messen. Vielleicht sind da auch unsere Ansichten der Knackpunkt. Wenn ich mein Portfolio gegen einen Benchmark lege, dann gleiche ich eine der beiden Positionen eben an, damit ich das Verhältnis Einheitsneutral beurteilen kann. :)

p.s. ich sehe aber schon, wie nähern uns Post für Post an, ohne den Standpunkt zu verändern. :D
 
Es geht ja nicht um die Performance per se, sondern um den Einfluss des Wechselkurses auf die Performance (des eigenen Depots in Euro).
 
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Nilson schrieb:
Wann hast du denn deine AMD Aktien gekauft? Was haben die da in USD gekostet?

Das war damals noch in Euro, hab nachgeschaut für 2,18 hab ich sie im Schnitt erworben, der erste kauf bei irgendwas mit 2,3x und dann nochmal bei ziemlich genau 2€ nachgekauft :)
Aber ich halte sie noch etwas, dann klappt es mit dem frühzeitigen Ruhestand besser :D

Nilson schrieb:
Anderes Beispiel. Aktie in Pfund, weil der der des Pfund wegen Brexit sich ja relativ stark geändert hat. Beispiel BP. An der Börse London in Pfund, also in der "Heimatwährung" stehen die aktuell bei -48,8 % auf 5 Jahre. An der Xetra in Euro bei -57,6 %. Obwohl das Unternehmen selbst nur knapp 50 % an Wert verloren hat, hast du also Euro-Investor fast 60% verloren.

Bei meinem Beispiel AMD war dies umgerechnet der Selbe Kurs, aber ich denke parats hat es auch gut erklärt. Aber Gegenfrage, wenn du der Meinung bist du machst mit dem Verkauf in Euro Verluste, wieso verkaufst du die Aktien dann nicht in GB? Die Stückzahl ist ja die Selbe...
Klar Verluste sind nie schön, aber ich halte das Wechselkursrisiko hier doch für vernachlässigbar, da gibt es ganz andere Risiken...
 
Denny_Crane schrieb:
Bei meinem Beispiel AMD war dies umgerechnet der Selbe Kurs,
Aber umgerechnet mit dem damaligen Wechselkurs, nicht dem heutigen.
Denny_Crane schrieb:
wieso verkaufst du die Aktien dann nicht in GB?
Weil ich die GBP ja trotzdem noch in Euro tauschen muss, damit ich damit was anfange kann (oder ich kauf mir was auf amazon.co.uk ;))
Denny_Crane schrieb:
Klar Verluste sind nie schön, aber ich halte das Wechselkursrisiko hier doch für vernachlässigbar,
Laut hier tragen "Bei ausländischen Aktien [...] die Wechselkursschwankungen zwischen 16 und 40 Prozent zum Gesamtrisiko von Aktienanlagen bei". Und die 10% Unterschied bei meinem BP Beispiel halte ich auch nicht für "vernachlässigbar".
 
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Wäre mal interessant was die Grundlage für "die Wechselkursschwankungen zwischen 16 und 40 Prozent zum Gesamtrisiko von Aktienanlagen bei" ist.
In dem Artikel wird jetzt erstmal eine Behauptung aufgestellt, allerdings ohne Fundament, oder übersehe ich da Quellen?
Mal davon ab, USD und SFR halte ich für sichere Häfen was Währungen angeht. Bedeutet, dass die Währungsräume im Verhältnis zum Euro stabil bleiben. Der USD unterliegt zwar immer mal Schwankungen, gerade die Trend ab April dürfte Rendite bei US Anlagen von EUR Anlegern gekostet haben, aber über einen langen Zeitraum sehe ich wenig Gefahr in der Währung. GBP ist da deutlich unsicherer, genau wie die Kronen der Skandinavischen Länder.
 
Nilson schrieb:
Aber umgerechnet mit dem damaligen Wechselkurs, nicht dem heutigen.

Verstehe ich nicht was du mit dem damaligen Wechselkurs möchtest? Bei dem aktuellen Kurs ist es egal ob du in Euro oder Dollar verkaufst... Ich bekomme jeweils das Selbe Geld raus. (Beispiel AMD)
Der Gedanke macht ja im Prinzip nur Sinn, wenn man eine Geldmenge x in Euro und Dollar besitzt und jenachdem welche Währung aktuell stärker ist, mit dieser die Aktienkäufe tätigt.
Wobei ich für mich persönlich noch nie feststellen konnte, dass ich einen schlechten Schnitt gemacht habe und ich hab schon viele ausländische Aktien gekauft.

Nilson schrieb:
Weil ich die GBP ja trotzdem noch in Euro tauschen muss, damit ich damit was anfange kann (oder ich kauf mir was auf amazon.co.uk ;))
Laut hier tragen "Bei ausländischen Aktien [...] die Wechselkursschwankungen zwischen 16 und 40 Prozent zum Gesamtrisiko von Aktienanlagen bei". Und die 10% Unterschied bei meinem BP Beispiel halte ich auch nicht für "vernachlässigbar".

Bei einem Umtausch von Pfund in Euro hast du aber keinen Verlust von 16-40%. Mir scheint dies eher ein hypothetisches Problem zu sein...
Und wenn du wie gesagt mit den BP schlechter wegkommst, wenn du sie in Euro verhöckerst würde ich persönlich dann halt eine andere Währung wählen.
Aber kann natürlich auch sein, dass ich mit diesem Problem nichts anfangen kann, da ich damit noch nie konfrontiert war.

Lock and Load,
Denny Crane
 
Denny_Crane schrieb:
Aber kann natürlich auch sein, dass ich mit diesem Problem nichts anfangen kann, da ich damit noch nie konfrontiert war.
Du hast ständig und jeder Zeit damit zu tun, wenn du in nicht Euro-Aktien investierst. Wenn du dir den Kurs aber immer nur in Euro anschaust, dann bekommst du in der Tat nichts davon mit bzw. hast die Effekte in deinem (Euro-)Kurs einfach mit drin.
parats schrieb:
Wäre mal interessant was die Grundlage für "die Wechselkursschwankungen zwischen 16 und 40 Prozent zum Gesamtrisiko von Aktienanlagen bei" ist.
Hier ist es noch etwas mehr aufgeschlüsselt. In der Übersichtstabelle steigt die Volatilität von 15,1% auf 17,24 % bzw. 19,31 %, Also eine Steigerung um 14% bzw. 27 %. (Ich weis verwirrend, Prozent auf Prozent, weil Verhältnis zweier Prozentzahlen) Ggf war das Zitat von oben daher auch miss zu verstehen.
Denny_Crane schrieb:
Bei einem Umtausch von Pfund in Euro hast du aber keinen Verlust von 16-40%. Mir scheint dies eher ein hypothetisches Problem zu sein...
S.o. Du hast kein Verlust von 16-40%, aber deine Aktie in Euro schwankt um bis zu 40% mehr (nicht um) als die Aktie in ihrer Auflegewährung. (Achtung auch hier wieder, Prozent auf Prozent)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte jetzt eine Quellenangabe aus deinem verlinkten Blog erwartet. Einfach Behauptungen in den Raum stellen ohne Grundlage ist auch für einen Blogger ohne Anspruch relativ gewagt.
Aber gut, dann schaue ich mir den zweiten Link nochmal an.

P.s. ich bin relativ fit was Zahlen angeht, spar dir daher solche Kommentare.
 
parats schrieb:
P.s. ich bin relativ fit was Zahlen angeht, spar dir daher solche Kommentare.
Tut mir leid, wenn ich dir da auf den Schlips getreten bin, war nicht so beabsichtigt. Ich wollte ggf. Missverständnisse verhindern und du bist ja nicht der Einzige, der hier mitlist.
Und du hast natürlich recht, der erste Link geizt etwas mit Quellen. Deswegen hab ich mir eine bessere Quelle gesucht, die meinen Punkt "das Wechselkursrisiko ist nicht vernachlässigbar" besser untermauert.
 
parats schrieb:
P.s. ich bin relativ fit was Zahlen angeht, spar dir daher solche Kommentare.

Kann man so auch an dich zurück geben. Hoffe das weisst du. kleiner Druide.
(Spar dir sowas doch Zukünftig einfach)

Mir düngt es, dass du ab und an falsch liegst, in vielen Hinsichten.

Die Sache ist dass Unternehmen nach Marktkapitalisierung gehandelt werden (hast du ja schon gesagt eine Seite zuvor) und Wenn du ein Unternehmen Handelst, was 600 Milliarden $ wert ist macht es einen Erheblichen Unterschied ob du 1,0981€/$ hast oder 1,1749€/$ hast. Also auch wann du Einkaufst, und wann du Verkaufst. Behauptest du etwas anderes??

Schau mal was du sagst?
Ich hab dich nämlich auch so verstanden, als würdest du ein Währungsrisiko leugnen.

parats schrieb:
Es ist vollkommen egal ob Du eine US Aktie in USD oder Euro kaufst. Facebook an der Xetra in Euro entspricht dem USD Äquivalent an der Nasdaq. An welcher Stelle die Umrechnung stattfindet ist vollkommen egal.
Spread etc lassen wir mal außen vor.
parats schrieb:
Ja, aber der Kurs an der Xetra und zu dem man kauft rechnet auch nur um.
Daher ist es für den konkreten Zeitpunkt vollkommen egal.
parats schrieb:
Das es egal ist ob du BP in Euro oder GBP kaufst/verkaufst. Du verlierst/gewinnst als Euro BP Investor exakt soviel wie als GBP BP Investor.


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Szenario: Wenn du eine Einzelaktie (600Mrd$ MK) hast und Montag war ATH bei 390$ bei 1,0847€/$ und nun Freitag ist die Aktie bei bspw. 340$ jedoch bei 1,1847€/$ wärst du Doppelt angeschmiert.
Das verstehst du und da sind wir uns doch Einig, Oder?
 
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Du verstehst es wirklich nicht...
Mein Punkt ist, dass der Xetra Kurs des US Unternehmen den Wechselkurs impliziert und es damit egal ist, ob ich die Aktie in USD oder EUR trade. Deine Quotes meiner Posts sagen alle genau das aus.
Es geht nicht um das wann, sondern um das wo, wenn Du die Posts aufmerksam lesen würdest, hättest Du diese Frage nicht gestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, mal eine Frage zu Portfolio Performance, arbeitet jemand mit Sparplänen und Teilaktien Anteilen, also klappt das? Mir würde es reichen wenn man das auch manuell machen könnte. Ich hab's bisher nicht ausprobieren können und bei ETF's geht's ja ohne Probleme, und das auch genau.

Und hat jemand Sparpläne auf Aktien, wie sieht's da mit den Spreads aus, zahlt man da drauf oder ist das eher zu vernachlässigen? TR bietet ja jetzt auch kostenlose Sparpläne an.
 
Ich habs eben mal probiert. Teilaktien scheinen auch ohne Probleme zu gehen. Sowohl per Sparplan als auch manuell.
Capture.PNG
 
Den PP Teil hat @Nilson ja schon beantwortet.
Generell werden an der Börse keine Teilaktien gehandelt. Wenn du im Rahmen eines Sparplans aber nur Teile einer ganzen Aktie erwirbst, so hat dein Broker die Differenz zur vollen Aktie und rechnet dir nur den Anteil an. Auswirkungen auf den Spread o.ä. hat dies nicht. Denn die Order wird am Markt wie jede andere des platziert und erst danach erfolgt die Aufteilung.
 
Die Antworten reichen mir schon vielen Dank an alle, hatte keine Zeit heute morgen das mal eben auszuprobieren.

Wobei den Sparplan muss ich eh jedes mal nachkorrigieren, macht aber nix.
 
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Zu eurer Diskussion über die Risiken von Wechselkursschwankungen empfehle ich, sich mit RiskMetrics auseinanderzusetzen. Dann wird einem auch klar, woher Aussagen wie „16 bis 40% des Risikos“ stammen - wer in Fremdwährung notierende Aktien hält muss nunmal mit einer höheren Volatilität seines Portfolios leben. Der Value at Risk ist deshalb immer für ein in Fremdwährungen involvierten Anleger größer als für einen der nur in die Heimatwährung investiert ist.
 
xpower ashx schrieb:
Wobei den Sparplan muss ich eh jedes mal nachkorrigieren
Deswegen leg ich die Buchungen immer manuell an. Sind bei mir ja nur drei pro Monat und in Summe weniger arbeit als die Automatischen nachzukorrigieren. Dividenden und so muss man ja auch alle manuell einpflegen.
 
Die Ausgangsfrage bei dem Währungsthema war doch mit welchen Steuern zu rechnen sei, wenn man eine US-Aktie für 10.000€ kauft und für 12.000€ wieder verkauft. Und darauf wurde geantwortet, dass bei der steuerlichen Behandlung der Wechselkurs USD/EUR zu beachten wäre. Das ist natürlich falsch.
Natürlich hat man als Euro-Anleger während der Haltedauer einer US-Aktie das Risiko des USD/EUR-Wechselkurses. Steuerlich relevant ist aber nur der Gewinn in EUR. Und in der Höhe des Gewinns hat sich das Währungsrisiko bereits manifestiert.

Im Grunde ist es doch ganz einfach: Entscheidend für das Währungsrisiko ist die Heimatwährung der Aktie und die eigene "Heimatwährung". Also die Währung, mit der man z. B. seinen Lebensunterhalt bestreitet. Unterm Strich zählt für einen Euro-Anleger immer der Wert der Aktie in Euro. Ob der Wert der Aktie zwischen drin mal in Pfund, Franken oder was auch immer gemessen wird, ist völlig unerheblich. Entsprechend ist es - was das Währungsrisiko betrifft - auch egal an welcher (ausländischen) Börse oder über welchen (ausländischen) Broker man eine Aktie handelt.
Ich kann eine Google an der Börse Warschau in Zloty über einen Broker mit Depotwährung Pfund handeln. Am Ende des Tages kommt das Geschäft in Euro bei mir an. Egal was ich mache: Wenn ich als EUR-Anleger eine US-Aktie halte, trage ich immer nur das Währungsrisiko USD/EUR. Alles was dazwischen passiert sind nur Umrechnungen.

Deswegen begründet sich das Währungsrisiko bei ETFs ja auch ausschließlich in den Währungen der enthaltenen Aktien und nicht in der Fondswährung oder der Währung in welcher der Fonds gehandelt wird.
 
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