als Webseitenprogrammierer das Studium finanzieren?

JSachse

Cadet 1st Year
Registriert
Jan. 2016
Beiträge
11
Hallo.
Ich programmiere gerne und brauche wahrscheinlich in ein paar Jahren einen Nebenverdienst. Meine Idee ist es zu lernen Websiten zu programmieren - ich habe schon grundlegende Kenntnisse (ich habe schon selber eine einfache Website programmiert).
Dazu habe ich allerlei Fragen:
Wie sieht die Arbeitsmarktlage für Webseitenprogrammierer aus? Kann ich mich damit einfach selbstständig machen? (insbesondere wie bekomme ich Kunden?)
Wo kann ich mich zu diesem Thema informieren? Wo kann ich dies lernen (gibt es gute Ausbildungen)?
Kann ich diese Arbeit während eines Studiums verrichten?
Danke für Antworten!
 
Wie sehen deine grundlegenden Kenntnisse aus? HTML, CSS?

Einfacher geht es wenn du dir Wordpress beibringst sowie in Grundzügen HTML und CSS verstehst. Für Wordpress gibt es zig Themes die dann an die Kündenwünsche angepasst werden können; gibt Themes aus denen kannst du sehr unterschiedliche Websites erstellen, die professionell aussehen. X Theme bspw.

Vor allem Selbstständige, Kleinunternehmer, Handwerksbetriebe, Mittelständler kommen als Kunden in Frage. Alle "Standard" Webseiten lassen sich so gut erstellen. Komplexere Seiten mit speziellen Funktionen überlässt du dann lieber richtigen Programmierern.

An Kunden kommst du durch dein bestehendes Netzwerk aus Bekannten, Freunden und Familie, sowie Kaltakquise. Das Problem --> die Konkurrenz ist sehr groß und es gibt genug etablierte Agenturen. Du kannst du nur über den Preis punkten.

Bedenke, dass du im Studium ein regelmäßiges Einkommen brauchst. Wenn du keine Aufträge hast, bekommst du auch kein Geld. Auch verschätzt man sich am Anfang schnell wie groß der Aufwand für ein Projekt tatsächlich ist, da Erfahrungswerte fehlen.

Du kannst es neben dem Studium als Gewerbe anmelden, zahlst wenn du nicht über den Freibetrag kommst auch keine Steuern.

Ich verdiene so tatsächlich mein Geld neben der Endphase meines Studiums. Beigebracht habe ich es mir selbst, quasi learning by doing. Wenn du generell eine hohe Affinität und schnelle Auffassungsgabe hast was PC Geschichten angeht ist Wordpress leicht zu erlernen. Gibt genug Anleitungen im Netz dazu, auch zur Installation etc. Das ist kein Hexenwerk. Interessant wird es dann wenn du die Seite detailliert gemäß Kundenwunsch anpassen musst. Wenn das Theme das nicht einfach hergibt musst du dann eben doch wieder selbst ein bisschen rumschreiben. Dazu reicht HTML und CSS.

Die Themes nehmen dir zwar die Arbeit ab was so Sachen wie responsive design, etc. angeht, die Funktionsweise dahinter sollte man aber trotzdem grob verstanden haben. Genauso ist es mit SEO, da sind die Guides von Yoast empfehlenswert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte zu Beginn meines Bachelors auch mit Wordpress und Typo3 angefangen, aber merkte schnell, dass es einfach zu viele Agenturen und Freelancer in diesem Bereich gibt. Da musste man anfangs schon sehr etwas am Preis machen, um einen Auftrag zu erhalten. Ich bin dann von Wordpress und Typo3 weg und habe mich auf Drupal spezialisiert. Im Gegensatz zu WP und Typo3 gibt es nur wenige Agenturen, die Drupal anbieten und noch weniger, die es als Kernkompetenz anbieten. So verdiene ich jetzt im Master deutlich mehr und muss dazu sagen, dass Drupal für mich das beste CMS ist, das es derzeit auf dem Markt gibt.

Bedenke auch das Organisatorische, wenn es mal größere Projekte gibt, die auch einen höheren Programmieraufwand fordern oder du dich mit anderen zusammenschließt: Agile Softwareentwicklung z.B. Scrum, Versionieungswerkzeuge z.B. Git und ein Projektmanagementtool z.B. Jira oder als einfaches Tickettool Bugherd.
 
Wenns in ein paar Jahren ist spar doch lieber auf Studium.
Dann kannst du dich wenigstens aufs Studium konzentrieren, und musst dich nicht mit deinem Nebenjob rumärgern.
 
Fujiyama schrieb:
Dann kannst du dich wenigstens aufs Studium konzentrieren, und musst dich nicht mit deinem Nebenjob rumärgern.

Wenn man sich mit seinem Nebenjob "rumärgert", dann ist es nicht der richtige Job :D

Eine Werkstudentenstelle oder neben dem Studium selbstständig ist für einen selber und auch im Lebenslauf 1000 mal besser ;) Man sammelt Erfahrungen, knüpft Konkate, lernt wie man mit Kollegen, Kunden und anderen Unternehmen umgeht. Diese Liste könnte man noch um viele Punkte erweitern.
 
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