Alte SSD "aufpeppen"

Elmers

Banned
Registriert
März 2011
Beiträge
1.374
Hi,
Meine 64 GB Supertalent GX hat mir über 2 Jahre treue Dienste geleistet, und musste nun einer 128 GB Cruicical M4 weichen.

Jetzt dachte ich mir, die "alte" SSD ist ja deswegen nicht schlecht, und will die meinem Chef schenken. gelöscht ist sie , und formatiert auch schon. Gibt es sonst irgenwas das man einer SSD gutes tun kann um sie zu ihren Ursprungsleistungen zu bringen, denn ein bisschen langsamer ist sie schon geworden.

Danke / Gruß
Elmers
 
Firmare-Update, Secure Erase (googlen, habe ich selber noch nie gemacht).

Ach ja, und ich würde noch die Gesundheit überprüfen, nicht dass du nach einem Monat den Job verlierst. :D
 
Hm, mir wäre nichts bekannt.

Die Geschwindigkeit lässt nun mal nach einer Zeit nach, kann man halt nichts machen ^^
Wenn sie halt schon EXTREM langsam geworden ist, liegt es vlt. noch an der "alten" Technik

MFG

Yama

PS: Firmware vlt noch, wenn es eine neue gibt
 
@Yamagatschi
wieso sollte die geschwindigkeit it der Zeit nachlassen, wenn er alles löscht?
 
Mit einem Secure Erase löschst du Metainformationen. Danach läuft die SSD wieder wie am ersten Tag.

Nur das Formatieren bringt nicht umbedingt die verlorene Leistung.
 
Irre ich mich jetzt, oder habe ich mich letztens in der CT verlesen, das SSDs mit längerer Beanspruchung langsamer werden, auch wenn man die Daten völlig löscht.#

Jezt müsste ich nur noch wissen, wo das war ...

MFG

Yama
 
Ja das stimmt ist ein physikalisczher-chemischer Zersetzungsvorgang in den NANDS.
Hat damit zu tun, dass viele Schreibvorgänge den Schichten im Chip zusetzen.
 
Irre ich mich jetzt, oder habe ich mich letztens in der CT verlesen, das SSDs mit längerer Beanspruchung langsamer werden, auch wenn man die Daten völlig löscht.#

Ich habs auch gelesen. Eine Platte war nach xx Tb geschriebenen Daten nur noch so schnell wie der billigste USB 2.0 Stick, also ca. 9Mb/s.
 
666eraser666 schrieb:
Ich habs auch gelesen. Eine Platte war nach xx Tb geschriebenen Daten nur noch so schnell wie der billigste USB 2.0 Stick, also ca. 9Mb/s.

Bestimmt eine Sandforce-SSD. Diese Controller throtteln nämlich die Schreibperformance drastisch, wenn so viel geschrieben wird, dass die SSD den Ablauf der Garantiezeit nicht mehr zu erreichen scheint.

badjack schrieb:
Ja das stimmt ist ein physikalisczher-chemischer Zersetzungsvorgang in den NANDS.
Hat damit zu tun, dass viele Schreibvorgänge den Schichten im Chip zusetzen.

Natürlich verschleissen Speicherzellen, das macht sie allerdings nicht langsamer.

Yamagatschi schrieb:
Irre ich mich jetzt, oder habe ich mich letztens in der CT verlesen, das SSDs mit längerer Beanspruchung langsamer werden, auch wenn man die Daten völlig löscht.#

Jezt müsste ich nur noch wissen, wo das war ...

MFG

Yama

Das liegt daran, dass der SSD-Controller ohne TRIM nicht weiss, ob auf einem bestimmten Block noch benötigte Daten liegen, denn das teilt Windows der SSD nur durch TRIM mit.
Wenn ein Block noch nicht als frei markiert ist, aber Daten darauf geschrieben werden sollen, muss die Garbage Collection den Block erst löschen (jetzt weiss der Controller ja, dass die Daten nicht mehr benutzt werden, da Windows diese überschreiben lassen will). Dieses Löschen nimmt etwa gleich viel Zeit in Anspruch wie das Beschreiben selbst, weshalb der ganze Vorgang dann viel länger dauert.

Fragmentierung kann auch noch etwas zu Performanceverlust führen.
 
eightcore die 64 Supertalent GX hat den Indilinx Barefoot.

Elmers schrieb:
Jetzt dachte ich mir, die "alte" SSD ist ja deswegen nicht schlecht, und will die meinem Chef schenken.
Poste bitte mal den Screen von CrystalDiskInfo, aber bitte so, dass alle Attribute und auch die Hex-Werte vollständig sichtbar sind. Die Indilinx haben die unangenehme Eigenschaft die Write Amplification auch im Idle in die Höhe zu treiben, was wohl die Folge der agressivem GC ist. Wenn da schon zu viele P/E Zyklen verbraucht sind, was nach zwei Jahren durchaus nicht selten ist, wäre es durchaus möglich, dass der SSD kein so langes Leben mehr bevorsteht. Dann sollte man mit dem Geschenk an den Chef vorsichtig sein, sonst geht der Schuss nach hinten los, wenn es danach laufend zu Problemen kommt und man muß dann seine m4 als Ersatz nachliefern :D
 

Anhänge

  • Disk info.jpg
    Disk info.jpg
    151,2 KB · Aufrufe: 210
Das hatte ich mir schon gedacht, die NANDs sind mit 10.000 P/E Zyklen spezifiiert und selbst der Minimale Zyklenzähler steht schon auf 10883. Maximal sind es sogar schon 184865, was selbst für SLC eine Menge wäre, bei MLC dann schon extrem viel und ein Zeichen für die hohe Qualität der verbauten NANDs.

Durchschnittlich haben die NANDs schon 16858 Zyklen erreicht, was 1053 TiB in die NANDs geschriebener Daten entspricht und das bei knapp 9 TiB die der Rechner auf die SSD geschrieben hat, was einer Write Amplification vom 120 entspricht. Für 13.000 Betriebsstunden ist so ein Wert bei den Indilinx nicht ungewöhnlich, aber erwartet einfach nicht noch zuviel von der SSD, auch wenn bisher noch keine Programm- oder Löschfehler aufgetreten sind.

Wenn die jetzt weiterhin in einem Rechner eingesetzt wird, der lange durchläuft, wird die Verschleiß so weiter gehen und wenn die in einem Rechner landet, der nur gelegentlich mal benutzt wird, dann kann es passieren, dass die Daten plötzlich weg sind. Nach so viel mehr Zyklen als vom NAND Hersteller spezifiziert wurden, halten die Zellen die Daten nicht mehr sehr lange.

nand_dataretention-png.269640
 

Anhänge

  • NAND_Dataretention.png
    NAND_Dataretention.png
    22,8 KB · Aufrufe: 426
Danke für die ausführliche Antwort.
 
Alternate 2
Zurück
Oben