Alternative für Deutschland

Die Programme zielen aber derzeit nur darauf ab, die Löhne und Preise zu drücken. Und selbst das gelingt nicht. Preise bleiben auf hohem Niveau. Frankreich müsste auch dringend etwas tun in der Hinsicht, aber da kommt nahezu nichts. Italiens Regierung ist derzeit mal wieder mit sich selbst beschäftigt. Hat btw Immobiliensteuer wieder abgeschafft, neues 4 Milliardenloch.

Vor einigen Tagen ging doch die Meldung umher, dass die Eurozone wieder wachse. Gute Zahlen aus Deutschland und Frankreich. Tja, nun erwartet Frankreich für dieses Jahr Minus 0,1 Prozent beim BIP. Kein Wachstum.

Um die Krise wieder in den Griff zu bekommen, müsste investiert werden. Aber das passiert nicht. Wer soll denn auch in ein Land investieren, dem realistisch betrachtet, ein Schuldenschnitt bevorsteht oder das nun mal reformunwillig ist und die Löhne nicht senkt. Das wäre sowohl von anderen Staaten als auch von privaten Unternehmen schlicht verbranntes Geld.
 
Die Löhne senken ist fatal.
Die beste Lösung ist hier eben der flexible Wechselkurs, der uns leider genommen wurde.
 
bubu89 schrieb:


Das ist der Krux und das ist auch vor 20 jahren schon mal bös in die Hose gegangen, als im EWS Raum die Wechselkurse zwischen den Staaten auf relativ enge Schankungsbreiten festgezurrt waren und das ganze Gebilde auseinander flog, als Deutschland an seiner (für Deutschland selber berechtigten) Hochzinspolitik festhielt, die anderen Länder (Frankreich, England) aber in einer Rezession steckten und niedrige Zinsen gebraucht hätten.

Erst ist England freiwillig, weil dringend nötig, ausgeschieden und konnte so das Pfund stärker abwerten, später dann ist das Ganze auseinander geflogen.

Und nun haben wir innerhalb des Euro wieder erhebliche Unterschiede bei der Wirtschaftsstärke der einzelnen Länder, die sich teilweise erheblich auseinander entwickelt haben, bzw. nie überhaupt die Kriterien für den Euro wirklich erfüllt hatten (Griechenland)
Diese Länder müssten eigentlich dringend ihre Währungen gegenüber den aktuell starken Nationen abwerten um wettbewerbsfähiger zu werden.
Geht nur nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
das soll die lösung sein? korruption und schwache wirtschaft lassen und solange das eigene geld entwerten bis es das papier nicht mehr wert ist, auf dem es gedruckt ist? ist euch mal in den sinn gekommen, dass man vllt einfach mal die wirtschaftlichen probleme angehen könnte anstatt die löhne und sparguthaben des volkes solange abzuwerten bis nix mehr da ist?

inflation ist ein instrument, das einen bestimmten grad auf die exporte einwirken kann, aber nur im angemessenen rahmen. was nützt es wenn grichenland für ein paar cent produzieren kann, wenn das fertige produkt nichtmal mehr so viel wert ist, wie die verbauten rohstoffe im import kosten? dann bezahlt die fabrik je einheit 100 euro an rohstoffen und kann das teil dann für 50 euro verscherbeln, weil die dafür verlangten drachme in euro nicht mehr wert sind.

inflation ist keine wunderlösung die alle probleme löst und die korruption und fetternwirtschaft aus dem nichts finanzieren kann.

nur mal so als denkanstoß: den gleichen effekt wie die inflation erreicht man auch, in dem man alle löhne und gehälter sowie renten und sonstige sozialleistungen, kurz alle bezüge der menschen kürzt. das senkt produktionskosten und schohnt das staatssäckel und die unternehmen können billiger exportieren. wenn die griechen dann im ausland urlaub machen wollen oder sich von da was kaufen können sie mit ihren löhnen/renten/erspartem weniger kaufen, egal obs wegen der euro/drachmen-umrechnung ist oder direkt weniger euro da sind. wollt ihr das? die versäumnisse der regierung auf schultern der bevölkerung lasten und so weiterlaufen lassen?
inflation muss im richtigen maße eingesetzt werden, damit es sinnvoll funktioniert. 2 % sind ein sehr guter wert. 3 % sind auch ok. 10 % sind schädlich für die menschen und irgendwann wird auch der rohstoffimport dadurch zu teuer, dass die wirtschaft ebenfalls schaden nimmt.
 
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hamju63 schrieb:
Erst ist England freiwillig, weil dringend nötig, ausgeschieden und konnte so das Pfund stärker abwerten, später dann ist das Ganze auseinander geflogen.

Ist nicht danach die halbe britische Exportwirtschaft (speziell die Automobilindustrie) unter anderem am im Vergleich zum Euro und Dollar viel zu starken Pfund zugrunde gegangen?
Jetzt hängen die Briten praktisch komplett von der Finanz-/Bankenbranche ab und stehen hoffnungslos unter dem Daumen dieser Lobby, in deren Auftrag sie alle Versuche der EU blockieren, die für die letzten Krisen mitverantwortliche Finanzbranche irgendwie unter Kontrolle zu bringen.

Ergänzung:
Ich muss mich etwas korrigieren. Ich habe nochmal nachgeschaut, ob ich mit korrekt erinnere: Das Pfund ging gegenüber dem Euro zwar stark runter, aber das hat die britische Industrie auch nicht gerettet. Sie ist trotz autonomer Währung den Bach runter gegangen und sie macht nur noch 1/6 des BIP aus.
 
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Wieso sollte es Rot-Grün helfen, wenn du AfD wählst? Wenn die AfD die 5%-Hürde nimmt, wird Rot-Grün noch unwahrscheinlicher, als es jetzt schon ist und es wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ne große Koalition geben.
 
Du kannst auch nur die Zweitstimme abgeben, erste brauchst du nicht ankreuzen.

Ob die AfD selbst regierungsfähig ist, darum geht es im Moment eigentlich garnicht, es geht vielmehr darum, dass es zunächst mal ein Gegengewicht zum Euro-Rettungswahnsinn gibt.
In unserem scheindemokratischen Marionetten-Staatssystem haben schließlich alle Parteien für die sogenannte Euro Rettung gestimmt, was nichts weiter ist als ein Raubzug der großen Banken unter falschem Vorwand.
 
ToniMacaroni schrieb:
Ob die AfD selbst regierungsfähig ist, darum geht es im Moment eigentlich garnicht, es geht vielmehr darum, dass es zunächst mal ein Gegengewicht zum Euro-Rettungswahnsinn gibt.

Genau so ist es!
Ich selbst hoffe, das diese Partei möglichst stark wird.
Alleine schon um den Politikern mal klarzumachen, das die Bevölkerung eben nicht ALTERNATIVLOS hinter der jetzigen Politik steht.
Hier ein sehr interessanter Videobeitrag, man sollte die Zeit investieren:

http://www.youtube.com/watch?v=kz1FnBoRwkk
 
Viele AfD-Wähler befürchten eine große Koalition, wenn die AfD in den Bundestag kommt Zu Recht.

Aber: Da schwarz-gelb keine Bundesratsmehrheit hat, gilt für die nächste Zeit erstmal: Große Koalition in vielen Gesetzesvorhaben so oder so.

Die Überlegung wäre, ob die AfD eine ähnliche Funktion wie die Linkspartei erfüllen könnte: Als Druckmittel gegen CDU/FDP, nicht zu sehr in die Mitte zu regieren.
 
Eine große Koalition gibt es praktisch in jedem Fall. Wir Wähler entscheiden nur noch darüber wer in der Opposition sitzt und wie stark diese wird.
 
Ich werde auch mit der Erststimme die CDU wählen und mit der Zweitstimme die AfD :king:
 
Die AfD ist in einer weiteren Umfrage (INSA) von heute auf 5% gekommen.

Jetzt sehen schon zwei Institute die Partei im Bundestag, die Mitgliederzahl hat sich nochmals von 15.000 auf 17.000 gesteigert, vielleicht werden die Bürger die Parteienlandschaft also ab Sonntag mit neuen Augen sehen.

Gabriel&Co. haben schon angefangen, die Partei als "rechts" brandmarken zu wollen. Komisch nur, dass die SPD die Linkspartei in vielen Bundesländern hofiert bzw. Koalitionen eingehen. Die ist sicher noch radikaler als die AfD, immerhin toleriert die Linkspartei eine linksextrem-kommunistische Plattform ih ihrer Mitte, deren Mitgliederzahl sich immer weiter erhöht.

Ich glaube, es tut der Demokratie langfristig gut, wenn eine Art Gegenstück zur Linken in den Bundestag käme.
 
Ich glaube, es tut der Demokratie langfristig gut, wenn eine Art Gegenstück zur Linken in den Bundestag käme.
Sehe ich anders, da gibt es doch schon die CSU / CDU / FDP / NPD und letztlich auch die AfD.
Vermutlich kann man die SPD sogar dazu zählen!
Natürlich reihen die sich alle an unterschiedlichen Stellen rechts der Mitte ein, aber das sie rechts der Mitte sind, ist wohl unbestritten.......
 
Bitte nicht die AfD wählen! Ich habe letztens einen sehr bedenklichen Artikel zu dieser Partei gelesen. Er war in der ZEIT in der Ausgabe von vor einer oder zwei Wochen. Keiner der Menschen in dieser Partei würde sich als Nationalsozialist beschreiben, aber die meisten Gedankenzüge entsprechen genau diesen Idealen. Die Partei ist - ohne Frage - national, was persée nicht schlecht ist, aber es gibt einen Trend in Richtung Rassismus und Diskriminierung von Ausländern. Sowas werde ich ganz sicher nicht unterstützen. Von daher stellt die Alternative für Deutschland für mich keine Alternative dar!
 
faraday schrieb:
Bitte nicht die AfD wählen! Ich habe letztens einen sehr bedenklichen Artikel zu dieser Partei gelesen. Er war in der ZEIT in der Ausgabe von vor einer oder zwei Wochen. Keiner der Menschen in dieser Partei würde sich als Nationalsozialist beschreiben, aber die meisten Gedankenzüge entsprechen genau diesen Idealen. Die Partei ist - ohne Frage - national, was persée nicht schlecht ist, aber es gibt einen Trend in Richtung Rassismus und Diskriminierung von Ausländern. Sowas werde ich ganz sicher nicht unterstützen. Von daher stellt die Alternative für Deutschland für mich keine Alternative dar!

So ist es. Die AfD wird nicht zu unrecht als größte Gefahr seit 1933 betitelt...Deutschland ist multikulti und die deutschen können froh sein dass die ganzen hochqualifizierten Sinti und Roma nach Deutschland kommen, falls es noch keinem aufgefallen ist: Wir haben hier Fachkräftemangel...! Außerdem was gibt es schöneres als Vielfalt...wir leben nicht mehr in Hitler-Zeiten...

Und die AfD tut immer noch so als seien das die bösen Zigeuner ganz nach dem Motto "Holt die Wäsche und die Kinder rein, die Zigeuner kommen!" und schürt alte Vorurteile gegenüber den Sinti und Roma...was ne braune Bande diese AFD...oder heulen rum weil hier und da ein, zwei Moscheen gebaut werden. Da könnt ich k-otzen.
 
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Lars_SHG schrieb:
Natürlich reihen die sich alle an unterschiedlichen Stellen rechts der Mitte ein, aber das sie rechts der Mitte sind, ist wohl unbestritten.......
Sehe ich anders, denn bis auf die FDP sind alle Parteien (CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke) links von der Mitte.
Insofern wäre es nicht schlecht, wenn eine Partei mit wirtschaftlichem Sachverstand den Platz rechts von der Mitte im Bundestag besetzt.
 
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