Altersvorsorge - Beratungssuche

Smagjus

Rear Admiral
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Feb. 2011
Beiträge
6.131
Hallo,

ich bin gerade in der Ausbildung und mache mir Gedanken um meine fernere Zukunft. Ich würde mich diesbezüglich gerne verbindlich beraten lassen, aber ich weiß nicht wo. Von den Banken habe ich bisher nichts Gutes gehört, da hier wohl das Interesse der Bank und nicht das des Kunden im Vordergrund steht.

Ich schließe zum derzeitigen Zeitpunkt nichts aus - Bausparen, Riesterrente etc. käme alles theoretisch in Frage.

Im Moment lege ich jeden Monat einfach einen festen Betrag auf mein Tagesgeldkonto. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ich in 50 Jahren überhaupt noch was davon habe.

Weiß jemand Rat?
 
such dir einen unabhängigen Finanzberater und lass dich beraten, dannach am besten nochmal einen und dann vergleichst du die Angebote.Und immer daran denken, nichts abschliessen was du nicht verstehst.
 
Deinen Sparwillen in Ehren, aber als Auszubildender brauchst Du noch keine aktive Altersvorsorge betreiben.

Stecke Deine Energie in gute/bestmögliche Noten bei der Ausbildung, dass ist zu diesem Zeitpunkt die beste Altersvorsorge!

Tagesgeldkonto ist schon ok, erst wenn Du z. Bsp. mehr als 10.000 Euro darauf hast, brauchst Du Dir dann weitergehende Gedanken machen. :)
 
@Hanswurstkenobi
Ich werde es mal mit einem Finanzberater probieren. Etwas abschließen, was ich nicht verstehe, werde ich nicht. Trotzdem danke für den Hinweis ;) Woran erkenne ich einen unabhängigen?

@ThomasK_7
Ich habe jetzt die Zeit, mir darum Gedanken zu machen, also ergibt es für mich auch Sinn, mir jetzt eine Lösung zu überlegen. Ob ich jetzt oder später mit der Vorsorge anfange, kann man dann ja immernoch klären.
 
Was genau meinst du mit Rahmenbedingungen? Ein sicherer Job, Gehalt?

Was qualifiziert dich denn in diesem besonderen Maße oder hast du dich selbst schlau gemacht? Generell habe ich ein besseres Gefühl, wenn ich mich in solchen Dingen kostenpflichtig beraten lasse, da ich dann einen Anspruch auf eine bestimmte Leistung habe. Du könntest mir theoretisch gesehen das blaue vom Himmel erzählen und wärst im trotzdem nicht haftbar.

Trotzdem bin ich dem, was du zu sagen hast nicht von abgeneigt.
 
Guckt der TE z. Bsp. hier und sucht sich was aus.
 
Smagjus schrieb:
Was genau meinst du mit Rahmenbedingungen? Ein sicherer Job, Gehalt?

Zu mir: Ich interessiere mit privat seit längerem für dieses Thema und bin neutral eingestellt. Ich bin seit 10 Jahren an Aktienmärkten aktiv und verfolge auch alle wirtschaftlichen Entwicklungen.

Zu den Infos, die notwendig sind um die AV zu planen: Ein regelmäßiges planbares Einkommen (welchen Beruf wirst du ausüben), ob du Kinder hast/willst und verheiratet bist spielt auch eine Rolle. Wie sieht es mit Immobilie aus? wirst du etwas erben?

Das sind die wichtigsten Fragen, die geklärt sein müssen. Dann natürlich das R² = Risiko und Rendite.

Ich persönlich halte nichts von hohem Risiko bei Altersvorsorge. Das ist aber eine persönliche Entscheidung.

Eines kann ich dir aber schon verraten:

Für Geringverdiener <2500 Euro Brutto gibt es aktuelle KEINE vernünftige Art für das Alter vorzusorgen. Hier kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur empfehlen, das Geld auf ein TGK zu packen und abzuwarten (TGK bewegt sich aktuell ca. auf dem Niveau der Inflation, d.h. du verlierst kein Geld über die Jahre!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist schon unglaublich das man in D heutzutage mit <2500€ Brutto ein "Geringverdiener" ohne Aussicht auf eine gute Rente ist. Dürfte somit ca. 80% aller "Lehrberufe" treffen.
 
Ja ich weiß, es ist traurig, das waren mal 5000 D-Mark. Aber das ist nicht auf meinen Mist gewachsen, es wurde eine aktuelle Studie durchgeführt, die das bestätigt. Bei diesem Gehalt und 35 Jahre Rentenbeitragszahlung bekommst du gerade eine monatliche Grundsicherung von ca. 750 Euro. Davon kann keiner (vernünftig) leben.

Bäcker, Metzger, Dachdecker, Altenpfleger, Verkäufer, Service Kräfte etc. beliebig lang diese Liste, all diese Menschen werden später in Altersarmut enden. Das ist die traurige Wahrheit!
 
Nicht zu vergessen das die 750€ nicht mehr dem Gegenwert von heute haben, sondern nur knapp 300€ entsprechen. Da kann man sich ausrechnen wie man dann im Rentenalter "leben" wird.
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Eine interessante Diskussion habe ich hier angestoßen. Bezüglich der 2500€ wusste ich schon bescheid.

Was haltet ihr eigentlich von einer Betriebsrente? Muss man heutzutage speziell nach Arbeitgebern suchen, die einem eine solche bieten oder kommt da nichts bei rum?
 
Das kommt ganz drauf an.

Ich binde mich selbst auch nicht so lang an eine Versicherung und spare das Geld lieber selbst in Fonds. Betriebsrente habe ich dennoch da einfach zu gut.

Ich zahle 50 Euro brutto mtl. ein und erhalte 75 Euro mtl. oben drauf vom AG(in 2 Jahren 100 Euro und stetig weiter steigend). Da kann man einfach nichts falsch machen. Das ist aber auch das was ich nur mache. Sonst bleibe ich flexibel und leg mein Geld selbst an. Da komme ich wenigstens auch immer ran wenn ich will.
 
Betriebsrente ist wichtig und auch oft lukrativ. Aber auch hier muss man wissen, dass die Steuern im Falle des Rentenbezuges höher ausfallen. Dafür hast du aber in der Ansparphase keine Steuerbelastung.

Es gibt hier je nach Betrieb verschiedene Modelle. Eine pauschale Aussage kann nicht getroffen werden.
 
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