[AM4] Ryzen CPU Defekt?

M

micha`

Gast
Hallo zusammen,

ich bin mit meinem Latein am Ende - ich hoffe, dass ihr mir weiter helfen könnt.
Vorhin habe ich meinen PC heruntergefahren, da mein neuer Monitor endlich angekommen ist. Ich habe lediglich das Displayportkabel vom alten abgestöpselt und vom neuen angestöpselt. Und nun: nichts geht mehr, der PC bootet nicht. Blackscreen. Alle lüfter drehen, aber der PC bootet nicht. Sofern ich den Anschalter betätige, geht die Kiste auch sofort (!) wieder aus. Heißt also, dass auch im Hintergrund nicht gebootet wird.

Ich habe bisher versucht:
Alles unwichtige abstöpselt (SSD, FrontUSB etc.)
Grafikkarte bei einem Freund eingebaut: läuft einwandfrei, kann also gestrichen werden.
Mainboard gewechselt (!): keine Besserung, gleiche Symptomatik. Kann also gestrichen werden.
RAM Riegel einzeln getestet: keine Besserung.
Speaker angeschlossen: Es kommt genau 1 Beep.

Die Null Methode funktioniert leider unter AM4 nicht mehr. Daher kann ich es nur auf CPU, RAM oder Netzteil reduzieren. Das Mainboard und die Graka fallen ja raus, alles andere ist abgestöpselt.


Kann mal jemand seine Glaskugel auspacken und mir nen Tipp geben?


Hardware:

Ryzen 1600x
Asus prime b350 Plus bzw. MSI B350 Gaming pro Carbon (läuft mit beiden nicht, gleiche Symptomatik)
Crucial Ballistix Tactical 3000 (2* 8GB)
Palit GTX 1060
Bequiet Straight Power 10
 
Mal mit einer Live-(Linux)-CD oder USB-Stick versucht?
 
Bringt ja nix, soweit komm ich garnicht. Die Kiste bootet nicht. Es drehen sich nur alle Lüfter und die LEDs leuchten. Mehr passiert nicht.
 
Ich hatte das, als ich das erste Mal Display Port nutzte. Musste den Monitor auf DP umstellen, weil der Sack das nicht automatisch machen wollte und dann ging es.
 
Mal ein Bios-reset versucht?

Vielleicht mal die Bios-Batterie abklemmen und den Rechner 5 Minuten vom Strom nehmen.
 
Geht der PC sofort wieder aus oder nicht? Was du da geschrieben hast, finde ich nicht ganz schlüssig. Lüfter drehen, er geht aber sofort aus?!

Hast du vllt. die Möglichkeit einen Bildschirm an den alten VGA-Ausgang des Mainboards zu hängen?

/edit: Korrektur: Ein Piep bei Asus bedeutet: Keine Tastatur. Hast du eine Tastatur dran?! :confused_alt:
https://www.asus.com/de/support/FAQ/1029959/
 
Zuletzt bearbeitet:
Es sind AM4 Mainboards. Ryzen haben keine IGPU.

Mit direkt aus meine ich, dass wenn ich den Schalter ERNEUT betätige geht der Rechner aus. Sonst läuft er ewig mit drehenden Lüftern.

Bios reset gemacht, aber nochmal: ich habe 2 Mainboards getestet!
 
Hast Du ein HDMI-Kabel? Dies würde ich als erstes ausprobieren.
 
Moin...
hört sich für mich nach dem Netzteil an!
Hatte mal das selbe Problem mit einem Be-Quiet! Netzteil!
Hat auch lange gedauert bis ich drauf gekommen bin...da der Rechner
auch noch Saft bekam und sich die Lüfter drehten!

Probeweise am besten mal ein anderes probieren!

Gruß!
 
Hmm, jo. Rechner steckt ganz offensichtlich im POST fest. Ansonsten würde er nicht direkt wieder runterfahren bei Bestätigung des Powerbuttons. Auch wenn kein Monitor angeschlossen ist, sollte der Rechner wenigstens booten, wenn alle Komponenten funktionieren. In meiner Glaskugel kommt da meistens RAM, aber das hast du ja schon probiert.

Check mal bitte Folgendes: AM4 ist ja ein PGA-ZIF-Sockel. Falls du einen Custom-Kühler nutzt, prüf mal bitte, ob dieser richtig fest angebracht ist und die CPU, falls dein PC steht, nicht leicht aus dem Sockel zieht. Ich hatte es schon, dass jemand bei einem ZIF-Sockel einen schweren Kühler nicht richtig angebracht hat, aber reichlich Wärmeleitpaste genutzt hat, wodurch quasi an der CPU gezogen wurde. Wenn er mal ging hat jede kleine Erschütterung zum Absturz geführt.

Mein Vorschlag ist daher, die CPU noch einmal rauszunehmen, erneut sorgfältig in den Sockel zu setzen und mit wenig Wärmeleitpaste den Stockkühler (falls du ihn hast) zu nutzen. Dann den PC einmal seitlich legen, so dass der Kühler nach oben schaut und versuchen, den Rechner mit jeweils einem RAM-Riegel zu starten.
 
wenn das mit dem netzteil nicht funktioniert, kannst du mal probieren alle teile auseinander zu nehmen und einen tag liegen zu lassen - der trick ist, dass in der cpu auch kondensatoren sind, die spannung speichern - ggf. hat sich hier ein "bug" eingespeichert. durch das offene herumliegen entlädt sich der zustand und wenn das der fehler war, kann die cpu dann wieder funktionieren.

irgendwo hatte schonmal jemand so ein problem und hats so gelöst.
 
micha` schrieb:
Es sind AM4 Mainboards. Ryzen haben keine IGPU.

Mit direkt aus meine ich, dass wenn ich den Schalter ERNEUT betätige geht der Rechner aus. Sonst läuft er ewig mit drehenden Lüftern.

Bios reset gemacht, aber nochmal: ich habe 2 Mainboards getestet!

Hattest du dich geerdet als du das Kabel am Displayport angeschlossen hast?

Du könntest vielleicht mal gucken bei dem Initialisierungsfehler, da ist doch manchmal auch ein kleines Display auf dem Mainboard vorhanden der die codes durchgeht.

Ich würde auch nen PC Speaker anschließen, der pippt doch auch je nach fehlerquelle anders.

Vielleicht ist auch der PCI-e anschluss beim MB kaputt gegangen... aber du hattest ja gesagt das du bereits nen anders MB
getestet hast... dann fällt das doch weg.. :/

Noch viel glück beim reparieren.
 
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reVr0x schrieb:
Mein Vorschlag ist daher, die CPU noch einmal rauszunehmen, erneut sorgfältig in den Sockel zu setzen und mit wenig Wärmeleitpaste den Stockkühler (falls du ihn hast) zu nutzen. Dann den PC einmal seitlich legen, so dass der Kühler nach oben schaut und versuchen, den Rechner mit jeweils einem RAM-Riegel zu starten.
Ryzen 1600X haben keinen Kühler dabei!
 
Würde fast sagen, das du alles probiert hast, im Grunde hast du die Kiste ja auch schon komplett demontiert und neu zusammen gesetzt.

Mir fallen höchsten noch 2 Sachen ein, die bereits genannt wurden: Speaker oder eine LED anschließen, um einen möglichen Fehlercode zu bekommen und NT tauschen.

Ist aber alles ziemlich aktuelle Hardware, schließt Defekte zwar nicht aus, aber sind doch eher unwahrscheinlich.

Vor allem ist mir eine defekte CPU lange nicht mehr untergekommen, die haben heutzutage so viele Schutzmechanismen und sind ziemlich wiederstandsfähig, aber auch hier: keine Garantie.
 
Ja, einen schweren Kühler habe ich, den Bequiet Dark Rock Pro 3. Ist aber korrekt montiert.

Der Rechner war jetzt eine Stunde ausgeschaltet, aber am Stromnetz angeschlossen. Jetzt habe ich ihn probeweise mal gestartet und er bootet plötzlich wieder, als wäre nichts gewesen.


Ich denke mal das Netzteil ist hin, alles andere macht keinen Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich zitiere mich mal selber:
duskstalker schrieb:
wenn das mit dem netzteil nicht funktioniert, kannst du mal probieren alle teile auseinander zu nehmen und einen tag liegen zu lassen - der trick ist, dass in der cpu auch kondensatoren sind, die spannung speichern - ggf. hat sich hier ein "bug" eingespeichert. durch das offene herumliegen entlädt sich der zustand und wenn das der fehler war, kann die cpu dann wieder funktionieren.

irgendwo hatte schonmal jemand so ein problem und hats so gelöst.
 
Naja, jetzt läuft die Kiste ja wieder. Das Problem ist, dass ich keinerlei Möglichkeit habe zu überprüfen woran es tatsächlich lag. Kann jetzt halt das Netzteil zu bequiet schicken. Wenns das nicht war, steh ich aber wieder auf Anfang.
 
mein gott, liest du eigentlich meine beiträge?

dieses problem mit gespeicherten "bugs" in der ryzen cpu (als soc) ist real. du musst ggf. garnichts einschicken. bios update draufspielen und mal n paar tage benutzen und sehen, obs wieder auftritt. wenn nicht -> gut. wenn doch, kann man dann weiter sehen.
 
Manchmal verschwinden Fehler einfach und treten nie wieder auf. Hab mir mal einen PC gebastelt und das Ding wollte nicht starten. 4 Werkstattjungs haben sich dran versucht und am Ende den Chef gerufen. Der kam nach paar Minuten, drückt den Startknopf und die Kiste springt an, als ob nix gewesen wäre. Wir standen natürlich saublöd da^^
 
micha` schrieb:
Naja, jetzt läuft die Kiste ja wieder. Das Problem ist, dass ich keinerlei Möglichkeit habe zu überprüfen woran es tatsächlich lag. Kann jetzt halt das Netzteil zu bequiet schicken. Wenns das nicht war, steh ich aber wieder auf Anfang.

tippe auf coldbootbug in kombination mit dem Ram, da gibts probleme das der Memory Controller die Ram Einstellungen nicht richtig setzten kann weshalb der Computer hängen bleibt und nciht mehr bootet.


Ich würde sonst mal testen mit einem Proc-ODT wert von 60 Ohm ( zwischen 40 - 80 Ohm kann man gefahrlos ausprobieren) das hat bei mir geholfen mit dem dem Kaltstart und aktualisiere dein Mainboard UEFI mit Agesa 1.0.7.1 wurden einige "verbesserungen" implementiert da sollte dieser kaum noch aufträten.
 
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