News Amazon goes nuclear: Das nächste Big-Tech-Unternehmen setzt auf neue AKW

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Arboster schrieb:
Dann ab nach Frankreich wenn dir deren Politik besser gefällt.
Keine Ahnung, ob mir die ganze französische Politik besser gefällt. Aber Energiepolitik können sie definitiv besser. So ein Harakiri wie in Deutschland ist jetzt auch nicht grad Vorbild.

Ich habe absolut nichts gegen erneuerbare Energie, aber ohne sinnvolles Backup ist das halt extrem dumm alles abzudrehen und die Strompreise nach oben schießen zu lassen. Wenn du den Weg super findest, dein Ding. Ich bin der Meinung es ginge deutlich besser ohne diese enormen Stromkosten die wir jetzt haben.
 
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_Cassini_ schrieb:
Ich bin der Meinung es ginge deutlich besser ohne diese enormen Stromkosten die wir jetzt haben.
ja, aber mit AKWs wird das schwer möglich, außer man subventioniert sie, wodurch man die tatsächlichen Kosten aber nur versteckt
 
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_Cassini_ schrieb:
ohne diese enormen Stromkosten die wir jetzt haben.
Mit AKWs wären die höher.
Aber natürlich nur, wenn man die Gesamtkosten berücksichtigt.
 
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_Cassini_ schrieb:
Keine Ahnung, ob mir die ganze französische Politik besser gefällt. Aber Energiepolitik können sie definitiv besser. So ein Harakiri wie in Deutschland ist jetzt auch nicht grad Vorbild.
Ich sehe das (finanzielle) Harakiri da eher in Frankreich?!?

Im laufenden Jahr werden Zinszahlungen und Schuldentilgung eine Höhe von 67 Milliarden Euro erreichen, warnte Finanzminister Éric Lombard. Das ist mehr als alle Ministerien zusammen ausgeben. Schon jetzt fließt also mehr als die Hälfte alle Staatsausgaben in Frankreich in den Schuldendienst mit Zins und Tilgung! In drei Jahren könnte dieser Betrag auf 100 Milliarden steigen, warnte Lombard. Das gefährdet Investitionen und das wirtschaftliche Wachstum in Frankreich.

Zu diesem riesigen staatlichen Schuldenberg trägt der Staatskonzern EDF (Électricité de France) erheblich bei. Seine Schulden von etwa 50 Milliarden Euro belasten den Staatshaushalt stark. Seit 2023 ist EDF vollständig im Besitz des Staates. Dieser musste das Unternehmen komplett übernehmen, da EDF andernfalls der Konkurs gedroht hätte.

EDF hatte im Jahr 2007 mit dem Bau des Reaktors in Flamanville begonnen. Ursprünglich sah der Plan vor, dass er 2012 ans Netz gehen sollte. EDF veranschlagte damals Kosten von rund 3,3 Milliarden Euro. Der veröffentlichte Bericht des französischen Rechnungshofes beziffert die Gesamtkosten des Baus jedoch auf 23,7 Milliarden Euro – mehr als das Siebenfache des ursprünglichen Budgets. Faktisch musste alles aus dem Staatshaushalt bezahlt werden, ebenso wie die vielen Milliarden an Kostensteigerungen der beiden von EDF gebauten Atomreaktoren im britischen Hinkley Point und finnischen Olkiluoto.
 
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KitKat::new() schrieb:
Das Minusgeschäft haben sie schon gemacht
Dann war es ja noch dümmer unsere AKWs abzudrehen. Wir hatten funktionierende AKWs.

M@tze schrieb:
weltweit mit Bauzeiten von über 10 Jahren gerechnet wird
China baut die Teile teilweise in sieben Jahren oder drunter. Ging in Deutschland auch mal, Emsland war nach 6 Jahren Bau am Netz. Was die geplanten angeht, sind das schon sehr konkrete Pläne, bei denen schon Genehmigungen laufen und/oder Finanzierung durch ist, heißt natürlich nicht, dass die nicht noch gestoppt werden können.
 
_Cassini_ schrieb:
Dann war es ja noch dümmer unsere AKWs abzudrehen. Wir hatten funktionierende AKWs.
Dumm wärs nur, wenn man die AKWs wegen den variablen Kosten abgeschaltet hätte, was ja nicht der Fall war
 
@KitKat::new() 50Mrd Schulden? Davon fast die Hälfte durch ein fehlkalkuliertes Projekt. Da ist definitiv das Management schuld und nicht die Atomkraft.

KitKat::new() schrieb:
Dumm wärs nur, wenn man die AKWs wegen den variablen Kosten abgeschaltet hätte
Schlauer ist es sich in eine stärkere Abhängigkeit von Gas und Öl zu manövrieren und die kostengünstigen AKWs abzuschalten und damit auch die CO2 Bilanz und den Strompreis zu opfern?
 
Unsere AKWs hatten mit 35Jahren eh ihre geplante Nutzungsdauer erreicht.
Die Franzosen sind da viel fahrlässiger unterwegs, da sind die Meiler 40-60 Jahre alt!

Diese Abhängigkeit wurde aber erst nach dem geplanten Atoms aus prekär. Das größere Problem ist dass unsere Regierung nichts aus den Abhängigkeiten gerlernt hat. Früher kam das Gas von Buddy Putin, jetzt kommts halt vom Kumpel Trump 🤡
 
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_Cassini_ schrieb:
@KitKat::new() 50Mrd Schulden? Davon fast die Hälfte durch ein fehlkalkuliertes Projekt. Da ist definitiv das Management schuld und nicht die Atomkraft.
Bezug?

_Cassini_ schrieb:
Schlauer ist es sich in eine stärkere Abhängigkeit von Gas und Öl zu manövrieren und die kostengünstigen AKWs abzuschalten und damit auch die CO2 Bilanz und den Strompreis zu opfern?
Letztenendes ist war es eine Risikoabwägung von daher gibt es kein objektives Richtig oder Falsch.

Festzuhalten ist jedoch, dass wir weit mehr als durch das AKW aus nötig von Gas und Öl abhängig sind.
Ähnliches gilt bzgl. CO2 Bilanz.

Die aktuelle Regierung ist auch fleißig dabei dafür zu sorgen, dass das auch so bleibt.
 
_Cassini_ schrieb:
Schlauer ist es sich in eine stärkere Abhängigkeit von Gas und Öl zu manövrieren und die kostengünstigen AKWs abzuschalten und damit auch die CO2 Bilanz und den Strompreis zu opfern?
AKWs können doch gar kein Gas und Öl ersetzen? Oder wie funktioniert das im Sinne von Heizungen?
 
Den meisten geht es doch nur um günstigen Strom, der aus der Steckdose kommen soll und um möglichst geringe Kosten auf der Endabrechnung. Quelle? Egal.

Nachhaltig und schlau ist das nicht gerade, auch wenn finanzieller Druck für Haushalte, insbesondere solche mit geringem Einkommen, nicht von der Hand zu weisen ist. Das günstiger Strom aus AKW über einen staatlichen Garantiepreis gesichert werden muss (siehe bspw. Großbritannien), der aus Steuergeldern finanziert wird... egal.

Ausnahmen Laufzeitverlängerung. In einer Konvergenz-Phase sicherlich sinnvoll.

Wenn ich das richtig erinnere, könnte innerhalb von 10-15 Jahren und mit einem Budget von ca. 15 Milliarden Euro eine Durchschnittsleistung Solar und Wind nach Kapazitätsfaktor (nicht Peak) von ca. 8 GW zugebaut werden. Stand heute. Das AKW (EPR) käme auf ca. 1,5 GW Dauerleistung. Selbst wenn Integrations- und Aufbaukosten für Smartgrids, Zwischenspeicher und Digitalisierung eingerechnet werden, wären es immer noch das ca. 2,5fache an Leistung im Vergleich zu einem AKW.

Das kommt aber auch wiederum mit neuen Herausforderungen, wie die benötigte Infrastruktur aufzubauen, eine evtl. neue Abhängigkeit von ausländischen Produkten, bspw. Solarpanels, Software, Grundstoffe für Speichertech, Cybersecurity in der digitalisierten Netz-Steuerung etc.

Weil das alles über eine langfristige Strategie umzusetzen ist, die idealerweise zudem auch Faktoren wie Geothermie, Fluss-Wärmepumpen, Fernwärme, Integration von Rechenzentren in die Wärmeproduktion etc. einbindet, die den Strombedarf zur Wärmeproduktion reduzieren, wird es aktuell schwierig, das als Vision und Konzept über mehrere Generationen umzusetzen und durchzuhalten.

Also einfach geht anders.

Daher fällt es den Steinzeit-Leuten aus der Öl-, Gas-, AKW- und Kohle-Ära auch leicht, mit Störfeuer und Fehlinformationen einen zügigen Wandel zu verhindern oder zumindest auszubremsen. Nicht weil es um einen gesellschaftlichen, generationenübergreifenden Dienst geht, sondern um das eigene Geld.

Um zum Topic zurückzukehren: Also dedizierte, neue AKW für Rechenzentren? Nicht am öffentlichen Netz? Na klar. Wie teuer darf es denn werden? Und was hat das mit der öffentlichen Stromversorgung zu tun?
 
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Vigilant schrieb:

Nicht ganz: NIMBY (not in my backyard), was wahrscheinlich mit der Hauptgrund für die meist irrationale Abneigung von Windkraft ist. Windräder sieht man ja quasi fast immer, sobald man aus dem Fenster schaut. Und das ist ungewohnt, sowas will man natürlich nicht. Nach einem Gas- oder Kohlekraftwerk musst du schon weiter schauen und ein Atomkraftwerk haben vermutlich die meisten Deutschen noch nie im Leben bewusst wahrgenommen.

_Cassini_ schrieb:
Schlauer ist es sich in eine stärkere Abhängigkeit von Gas und Öl zu manövrieren

Brennstäbe wachsen aber auch nicht auf Bäumen. Und eigene Uranvorkommen hat Deutschland ebenso quasi kaum, die Rohstoffe wurden großzügig aus dem Ausland importiert.

Gleichzeitig hat sich die Abhängigkeit von Gas und Öl aber seit dem Abschalten der letzten bzw. der maroden (!) Kernkraftwerke gar nicht in dem Ausmaß verstärkt, wie immer wieder behauptet wird. Zwar hat der Stromimport ingesamt zugenommen, aber auch unsere Nachbarländer bauen Regenerative aus.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/03/PD25_091_43312.html

Moderativer Hinweis:
Und wenn ich schon gerade dabei bin: der Ton einiger hier ist auch emotional etwas aufgeladen - muss das sein?
 
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_Cassini_ schrieb:
China baut die Teile teilweise in sieben Jahren oder drunter. Ging in Deutschland auch mal, Emsland war nach 6 Jahren Bau am Netz.
Ich denke nicht, dass Du ein altes Konvoi Kraftwerk mit einem mordernen EPR vergleich kannst, was Komplexität angeht. Außerdem sind auch die Anforderungen, gerade beim Thema Sicherheit, seit den 80er Jahren massiv gestiegen, was die Bauzeit nicht kürzer macht. Klar, China ballert sowas vielleicht in 5 Jahren raus, denen ist aber auch das ganze Drumherum egal, wie die eigene Bevölkerung usw.
Ergänzung ()

Kurz gesagt, der Zug ist für uns abgefahren, jede Diskussion darüber sinnlos. Neue bauen ist völlig unrentabel und die alten Dinger wieder flott bekommen genauso. Niemand will dafür die Rechnung und die Garantien übernehmen - weder die ehemaligen Betreiber, noch der Bund.

Als die Alten noch im Betrieb waren, hätte man diskutieren können, aber nach Fukushima war das sowieso schwierig. Ein gut gewartetes, modernisiertes und vom TÜV jährlich inspiziertes, deutsches AKW wäre mir auch lieber als ein wandelnder Störfall in Frankreich oder anderen angrenzenden Staaten. Haben wir aber nicht, daher 🤷‍♂️
 
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Ohje, schon wieder diese Diskussion. Ich verstehe die Debatte inzwischen nicht mehr.
Erstes Argument: Die Franzosen machen ja alles mit Atomstrom, warum machen wir das nicht auch? Antwort: Kostet Billionen und ist erst in 40 Jahren fertig. Mal abgesehen davon, dass das französische Stromnetz auch nicht Bullerbü ist.
Zweites Argument: Endlager können die gerne unter meinem Haus / in Bayern / [insert location] bauen. Antwort: Wackersdorf. (Ich gehöre auch nicht mehr zu dieser Generation, aber das sollte Beispiel genug sein)
Drittes Argument: Atomstrom ist klimafreundlich.
Antwort: Jein. Wenn man nur die Emissionen betrachtet, ist Atomstrom auf dem Papier in Ordnung, wenn man kein neues AKW bauen muss (s. Erstes Argument). Dabei lässt man Risiken wie nukleare Proliferation, Endlagerung, Rückbau, Umweltaspekte, Sicherheitsrisiken und die Frage "Woher kommt das Uran eigentlich?" außen vor. Probleme, die man mit Erneuerbaren Energien einfach nicht hat.
 
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Arboster schrieb:
Du weißt also was die Bevölkerung will? Cool.
Natürlich, hat unsere Regierung so entschieden. Diese wurde demokratisch gewählt und somit setzt sie den Willen der Mehrheit um. Da die Parteien wiedergewählt wurden, bleibt kaum noch Spielraum, an den Entscheidungen zu zweifeln.
Ergänzung ()

KitKat::new() schrieb:
ja, aber mit AKWs wird das schwer möglich, außer man subventioniert sie, wodurch man die tatsächlichen Kosten aber nur versteckt
Die Erneuerbaren werden doch mit zweistelligen Milliardenbeträgen subventioniert, wo ist der Unterschied?
 
cookie_dent schrieb:
Die Erneuerbaren werden doch mit zweistelligen Milliardenbeträgen subventioniert, wo ist der Unterschied?
Die Erneuerbaren wurden durch die Subventionen unabhängig von Subventionen die günstigste skalierbare Enerqiequelle und verbreiten sich deswegen weltweit rasend schnell.
 
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d3nso schrieb:
Man muss in keinem Atommeiler gearbeit haben um zu verstehen dass sowohl die Kühlung als auch die Endlagerung des Mülls große Probleme sind.
Ähm doch, denn nur so kann man sich wirklich eine Aussagekräfte Meinung bilden - durch eigene Eindrücke. Alles andere ist nur Theorie und jeder legt die Wahrheit für sich aus. Das tut auch der Diskussion nicht gut.

Es braucht dringend mehr Aufklärung. Aber leider würde das nicht bei jedem was bringen. Das Thema ist zudem sehr umfangreich.

M@tze schrieb:
Dann bin ich anscheinend das "x" hinter "0", da ich (früher) in fast allen AKWs in Deutschland gearbeitet habe und da während der jährlichen Revision mit dem TÜV entweder (von uns in den Monaten zuvor) neu eingebaute Steuerungen getestet habe oder bestehende Systeme überprüft... 😉
Immerhin mal einer, der was erzählen kann - mit realem Hintergrundwissen.
 
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KeLcO schrieb:
Alles andere ist nur Theorie und jeder legt die Wahrheit für sich aus. Das tut auch der Diskussion nicht gut.
Ist halt dann wie Politik? :) Es gibt einfach Themen in denen Menschen nur ihre eigene Meinung als richtig ansehen und andere Meinung nicht akzeptieren.
 
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