Realsmasher schrieb:
FrankGTL, ist ja toll das du meine Aussagen aus dem Kontext reißt und dann meist mich als dumm hinstellen zu können.
Das spricht allerdings nicht gerade für deine Diskussionsfähigkeiten.
Ich wollte Dich natürlich nicht kompromittieren. Aber ich kann ja wohl zugegebenermaßen nicht alles zitieren, deswegen nur einige Kernpunkte
Realsmasher schrieb:
Hmm, was könnte ich nur gemeint haben, wenn ich schreibe das sich aus Spannung und Stromstärke der Verbrauch ableiten lässt ?
Vielleicht das FrankGTL nicht lesen und verstehen kann ?
In genau dem Post zum Zitat hast Du aber die Frage direkt gestellt und gemeint, Du kennst Dich damit nicht aus und hättest noch nicht gehört, dass Stromverbrauch die TDP senkt
Realsmasher schrieb:
achso, eine extra fab die nur 945 herstellt, aber keine 955 oder 925 usw.
Und deswegen haben auch nur die 945 geringeren stromverbrauch an den gates.
Ja, das macht auch sehr viel Sinn.
Das ist ganz einfach (und wie es meine Vorredner bereits auch mittlerweile schon gesagt haben): Eine Fab stellt die unterschiedlichsten Prozessoren her, nein eigentlich falsch: Es stellt nur eine einzige Prozessorsorte (zumindest zum gleichen Zeitpunkt) her, die Phenom II-Reihe. Die werden dann auf ihre Stabilität, Verlustleistung usw. getestet.
Da werden z.B. vergurkste Prozessoren (z.B. 1 Kern defekt, einige Cache-Lines defekt) aussortiert und diese dann z.B. als Phenom II X3 oder weniger Cache angeboten.
Auch werden die Prozessoren bezgl. ihrer Taktbarkeit bei Einhaltung der Verlustleistung und Kernspannung getestet und entsprechend dann gelabelt.
Bringt ein Prozessorhersteller Prozessoren neu heraus, so kann man davon ausgehen, dass die angegebenen TDPs und Taktraten ungefähr dem entsprechen, was auch drauf steht. Ausnahme stellen natürlich die BE-Versionen dar, die deutlich mehr schaffen (sollen).
Mit zunehmender Produktion der Prozessorreihe steigt allerdings die Ausbeute der Fab, d.h. die Produktionsparameter werden angepasst, Fehler im Produktionsprozess beseitigt usw... Durch die höhere Ausbeute lassen sich a) neue (schnellere) Prozessormodelle anbieten und b) die älteren Prozessormodelle durch bessere ersetzen, aber halt nur, falls der Hersteller auch genügend "sortieren" kann.
Höchstwahrscheinlich verbauchten die X4 945 mit einer spezifizierten TDP von 125W in einigen Fällen schon weniger und waren auch für eine höhere Kerntemperatur ausgelegt, AMD hat diese aber nicht extra gelabelt. Das hat AMD nun qasi mit dem X4 945 mit 95W TDP getan.
Mal zur Info: AMD könnte einen X4 955 mit TDP 125W (der also qualititativ besser sein muss als ein X4 945 mit TDP 125W) wahrscheinlich auch als X4 945 mit TDP 110W labeln. Durch höheren Spielraum wegen der höheren (qualitativ besseren) Fab-Ausbeute ist also ein X4 945 mit TDP 95W möglich geworden.
Ganz schlechte Prozessoren werden z.B. durchaus als z.B. Phenom X2 mit sehr geringem Cache und geringem Takt, aber relativ hoher TDP (z.B. 95W) angeboten. Da kann man mit den zwei abgeschalteten Kernen sowie den Cache-Lines (sowie ein bis zwei HT-Links) eine Menge Strom sparen. Das dürfen die restlichen 2 Kerne somit verheizen, womit diese noch stabil laufen, obwohl die CPU als Vierkerner Schrott gewesen wäre.
Realsmasher schrieb:
und auch hier zeigst du wieder deine Fähigkeit nicht zu verstehen was du liest.
Die Frage war warum cpus bei höheren temps mit mehr Spannung instabiler sein sollten als mit weniger Spannung.
Und NICHT warum kleinere Fertigungsprozesse geringere Temperaturen erlauben.
Siehe mein Beispiel mit 5V. Das war nur anschaulich, hats aber nicht erklärt, muss ich zugegeben.
Erhöht man die Spannung bei einer elektronischen Schaltung, so steigen
a) die Leckströme (-> TDP steigt),
b) steigt der allgemeine Stromverbrauch, da bei einem HIGH-Signal bei dem gleichen Bauteilwiderstand der Widerstand i.A. konstant bleibt: R = U / I --> I = U / R.
c) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass HIGH-Signale bei z.B. Kondensatoren einfach durchschlagen und damit der Kondensator nicht mehr funktioniert (und damit die Schaltung nicht). Damit fließt übrigens zusätzlich wieder ein hoher, nicht gewollter Strom, der die TDP nochmals ansteigen lässt (was aber eigentlich egal ist).
Es gibt noch einige andere Effekte, aber vor allem c) ist dran schuld, dass man die Spannung nicht zu hoch setzen sollte.
Realsmasher schrieb:
erst recht hier :
Die Aussage war das die alten 1,3V bei 70° instabiler seien als der hypotetische neue Wert, der darunter liegen soll.
Und das habe ich angezweifelt.
Leider hast du aber nicht gelesen was da steht, sonst wüsstest du das.
Ist glaube ich nun beantwortet.
Viele Grüße,
Frank