News AMD Epyc 4005 alias Grado: Neue Server-CPUs für den Sockel AM5

proserpinus schrieb:
Entweder Ryzen oder Epyc ...
Verstehe die Aussage nicht, es geht hier doch um Epyc?

Für ein bisschen Input
Wendel wurde ja gepostet :)
 
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Blaze1987 schrieb:
Stimmt. Deswegen gibt es ja auch da ein ASRock Rack für über 600 Flocken und 1x PCIe 5.0 x16, 1x PCIe 4.0 x4, 1x PCIe 4.0 x1 und 4x SATA.... 😁

Ich meine damit auch nur, dass mich die Preise einfach in Relation zur Ausstattung der Plattform nicht ansprechen.
Das bleibt subjektiv und nur meine persönliche Meinung.
Ich habe genau so ein ASRock Rack Board.
Was auf dem Board kostet ist:
  • Remote Management (IPMI)
  • Dual 10G Ethernet (gibt es auch nur mit 1G Ethernet, dann ist es günstiger, ich habe mit 10G)
Beides sind Funktionen die für einen Consumer/Gameing Desktop uninteressant sind.
Im Server Bereich ist IPMI schon eine tolle Sache.
Das ist halt eine Sache der Zielgruppe.

So richtig verstanden habe ich die Epyc Serie aber noch nicht, das sind für mich doch nur mit neuem Namen versehene 9xxx.
Im Artikel wäre schön gewesen, unter den neuen auch die vergleichbaren 9xxx aufzuführen.
 
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JoergB schrieb:
vergleichbaren 9xxx aufzuführen.
Dem stimme ich, vorbehaltlos zu.

Als ich AM5 und Server CPUs gelesen habe, dachte ich sofort an die 1151 Xeon, oder 939 Opteron Zeiten.
Für einen Moment habe ich mich dabei ertappt, mich über mehr Cache und "Features" freuen zu können.

Doch dem scheint nicht so zu sein...
 
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proserpinus schrieb:
Wenn ich "Epyc-Features" benötige, warum sollte ich auf "Ryzen" zurückgreifen?

Mit Dual-Channel und/oder 28 Lanes sehe ich keine wirkliche Relevanz für so eine CPU.
Kleine Server werden auch gebraucht, gerade im Enterprise-Bereich reichen die für viele kleine Anwendungen aus.
 
fox40phil schrieb:
z.B. 4585PX vs 9950X3D
Techpowerup schreibt zur besagten CPU nämlich direkt: "This chip implements 3D V-Cache on one of the two CCDs,"
Wie läuft das dann eigentlich ohne Windows Game Bar? Wird der X3D-Chiplet nur dann benutzt, wenn mehr als 8 Kerne benötigt werden?
 
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proserpinus schrieb:
Wenn ich "Epyc-Features" benötige, warum sollte ich auf "Ryzen" zurückgreifen?

Mit Dual-Channel und/oder 28 Lanes sehe ich keine wirkliche Relevanz für so eine CPU.
Entweder Ryzen oder Epyc ...
Diese CPUs sind insbesondere interessant für Hoster, wo Single-Core Performance wichtig ist (bspw. auch Datenbanken). Da braucht man nicht viele PCIe-Lanes, sondern einfach billige Single-Core Performance mit wenig Stromverbrauch (die man hier bekommt). Bspw. https://www.supermicro.com/en/products/system/microcloud/3u/as-3015mr-h10tnr

Bei so einer Plattform zahlst du für validiertes ECC - bei einem Ryzen mit Gaming Mainboard muss es nicht unbedingt funktionieren (obwohl meine Erfahrung insbesondere mit ASUS und ASRock AM4 Mainboards durchweg positiv war - es ist effizienter die Mainboards zu aufzuzählen, wo es nicht funktioniert). Für ein Unternehmen ist ein "muss nicht unbedingt funktionieren" inakzeptabel, also zahlen sie drauf, damit die Lösung validiert und zertifiziert ist.

Warum diese CPUs auch so wichtig sind: damit Dell, Supermicro, Lenovo, HP und Co. sie vermarkten können. Intel hatte in diesem Bereich Jahrzente lang ein absolutes Monopol (Xeon E3 - Xeon E 2400); erst seit Zen 4/EPYC 4004 zeigen sie überhaupt mal Präsenz in diesem Markt. Für die meisten KMU'ler reicht der kleine Xeon/EPYC.
 
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@tolga9009 Obendrauf kommt halt noch die Software bspw. von Oracle oder SAP, die in der Regel nur für Systeme mit Xeon/Epic von den bekannten Serverherstellern zertifiziert ist bzw. nur diese Systeme auf deren Supportliste stehen hat. Betreibst du diese Software auf "Servern" mit Desktop-CPUs, bekommt man von den Hersteller letzlich keinen Support.

Weiß auch nicht, ob Microsoft für Windows Server und das ganze Ökosystem überhaupt Support für den Betrieb auf Systemen mit Desktop-CPUs bietet.
 
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tolga9009 schrieb:
Bei so einer Plattform zahlst du für validiertes ECC - bei einem Ryzen mit Gaming Mainboard muss es nicht unbedingt funktionieren (obwohl meine Erfahrung insbesondere mit ASUS und ASRock AM4 Mainboards durchweg positiv war - es ist effizienter die Mainboards zu aufzuzählen, wo es nicht funktioniert).

Anders als bei AM4 ist bei AM5 bei den Ryzen 7000 und Ryzen 9000 ECC ein offizielles Feature, das muss funktionieren. Und anders als bei AM4 unterstuetzen Asrock-Motherboards ECC nicht (Edit: Jetzt wieder einmal geschaut: Anfangs hat kein einziges AM5-Asrock-Board ECC unterstuetzt, inzwischen 25 von 49; alles B850 und X870(E) boards, also hat Asrock mit der neuen Generation offenbar wieder zurueckgeschwenkt). ASUS noch immer.

Naja, jedenfalls haben wir eine Reihe von Servern auf AM4-Basis, bei denen wir diverse Ryzens mit Motherboards kombiniert haben, die ECC unterstuetzen (Asrock und ASUS), darunter auch welche, die "Gaming" im Namen haben. Bei den ersten beiden haben wir noch funktional getestet, ob ECC funktioniert (es hat), bei den spaeteren hat es uns gereicht, wenn der EDAC-Treiber das gemeldet hat.
 
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mae schrieb:
Anders als bei AM4 ist bei AM5 bei den Ryzen 7000 und Ryzen 9000 ECC ein offizielles Feature, das muss funktionieren.
Offizielles Feature ja, aber ob es funktioniert, hängt vom Mainboard ab. Angabe bei AMD Ryzen 7800X3D (https://www.amd.com/de/products/processors/desktops/ryzen/7000-series/amd-ryzen-7-7800x3d.html): "ECC-Unterstützung Yes (Requires mobo support)"

Anders als bei Intel, beschneidet AMD die Ryzen CPUs nicht. Damit stellen EPYC 4004/4005 einfach nur Rebrands der Ryzen CPUs dar. Wo sie sich unterscheiden, sind Anforderungen an OEMs und Systembuilder, da bspw. ECC-Funktionalität anders kommuniziert wird als bei Ryzen. Wenn ich bei einem namhaften OEM ein EPYC 4004/4005 System kaufe, kann ich von ECC-Support ausgehen und dass es mit der Software läuft, für die es beworben wird (ESXi, Oracle, was auch immer). Bei einem Ryzen (auch bei 7000/9000) kann ich das alles nicht.

Ich handhabe das auch übrigens genau so wie du und fahre damit bestens: ich habe die ECC-Funktionalität und -Reporting an das OS mit leichtem Overclocking auf mehreren ASUS AM4 Mainboards bestätigt (künstlich Speicherfehler induzieren) und benutze die Systeme seit Jahren ohne Probleme. Ich hätte auch keinerlei Bauchschmerzen damit, die Systeme für meinen eigenen professionellen Bedarf zu verwenden.

Wenn es allerdings dann darum geht, Systeme bei Kunden in der Industrie etc. aufzusetzen, dann würde ich nie im Leben ein "selbstgebasteltes" ASUS Mainboard + "selbstvalidiertes" ECC hinstellen. Die kriegen was von der Stange mit Serviceverträgen, Zertifizierungen etc. - und für solche Systeme ist der EPYC 4004/4005 genau gedacht. Fairerweise muss man ja auch dazusagen, dass sich AMD den "EPYC" Namen nicht wirklich teuer bezahlen lässt. Finde die Preise sehr fair und angemessen, insbesondere beim Maximalausbau.
 
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Convert schrieb:
Wie läuft das dann eigentlich ohne Windows Game Bar? Wird der X3D-Chiplet nur dann benutzt, wenn mehr als 8 Kerne benötigt werden?
Du kannst selber eine Affinität zuweisen.
Du kannst im BIOS einstellen, ob Takt oder Cache Chiplet genutzt werden soll.
Linux hat erst eine Funktion bekommen, damit die Anwendung selbst sagen kann, was sie bevorzugen soll.
 
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Schade - ein Epyc mit zwei X3D-Chiplets in AM5 wäre interessant gewesen...
 
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Convert schrieb:
Wie läuft das dann eigentlich ohne Windows Game Bar? Wird der X3D-Chiplet nur dann benutzt, wenn mehr als 8 Kerne benötigt werden?
fox40phil schrieb:
@Convert genau das frage ich mich auch.

Linux drauf und gut.
Wobei mir der 3D-Cache auf einem CCD bei kleinen Servern etwas merkwürdig erscheint. Es braucht eine Anwendung, die von lokalem 3D-Cache auf 8C/16T profitiert und gleichzeitig von der begrenzten Bandbreite zum IOD bzw. RAM nicht all zu arg ausgebremst wird.
Alle Anwendungen, die mehr Kerne, Ram, Speicherbandbreite und/oder mehr Cache brauchen gibt es dann als Turin (AMD Epyc mit Zen5) für immer noch kleines Geld[1].

[1]Jaja das sind ein paar Tausender, aber die Kosten je Transaktion/Client die man auf den Dingern laufen lassen kann sind in den letzten paar Jahren extrem gesunken.
 
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Nicht umsonst macht AMD auch mehr als klar, dass der Cache in einer X3D-CPU ausschließlich bei Spielen vorteile bringt. Insofern hinkt der direkte vergleich mit der mehr oder weniger offensichtlich "baugleichen" EPYC CPU. Die Geforce-GraKas von nVidia nutzen ja auch die selben GPUs wie die Quadro-Karten. Dennoch ist die Auslegung eine andere.
Der Sockel AM5 bietet natürlich eine Eintrittskarte in die unteren Preissegmente. Und das macht Intel ja oft auch nicht anderst. Denn während man sich bei der Ryzen und der Epyt AM5-Variante druchaus gedanken machen kann, was das soll, muß klar sein, dass die Octachanel-Anbindung und einige andere Features in einer ganz andere Preisliga zuhause sind. Die entsprechenden SP5-Boards liegen über der 1.000€-Grenze. Und ein EPYC 9174F mit 256MB L3-Cache dürfte sich deutlich über das 2fache kosten lassen.

Das macht schon Sinn so, wie die das machen. Ds heißt ja nicht, dass man dennoch mit einem Ryzen nicht auch einen passablen Kleinserver hinbekommt. Ob der X3D-Speicher sich für diese Anwendung überhaupt anbietet bleibt zu beweisen. Ich glaub der X ist da die sinnvollere Wahl.
 
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tolga9009 schrieb:
Anders als bei Intel, beschneidet AMD die Ryzen CPUs nicht.

Leider doch. Bei den AM5-Ryzen 8000 APUs ist ECC abgeschaltet. Bei den Laptop-Varianten davon und bei den AM5-Pro-Varianten ist es nicht abgeschaltet, aber erstere gibt's nur verloetet, ueblicherweise in Laptops oder Mini-PCs ohne ECC-Unterstuetzung, und letztere sind von AMD nicht fuer den Retail-Markt vorgesehen, es gibt sie daher bestenfalls als Tray-Varianten, und u.U. gar nicht. Wenn es anders waere, haette ich mir ECC fuer meinen neuen PC angeschafft.

Wenn es allerdings dann darum geht, Systeme bei Kunden in der Industrie etc. aufzusetzen, dann würde ich nie im Leben ein "selbstgebasteltes" ASUS Mainboard + "selbstvalidiertes" ECC hinstellen.

Ein ASUS Board ist genauso wenig selbstgebastelt wie eines von Asrock Rack. Und bei Ryzen 7000/9000 ist ECC eben nicht selbstvalidiert, sondern von AMD garantiert. Ja, wenn's das Board kann, dann muss man sich eben eines heraussuchen, das das auch garantiert. P.S.: Und wenn's das Board nicht kann, wird sich das mit dem EPYC auch nicht aendern.

Die kriegen was von der Stange mit Serviceverträgen, Zertifizierungen etc. - und für solche Systeme ist der EPYC 4004/4005 genau gedacht. Fairerweise muss man ja auch dazusagen, dass sich AMD den "EPYC" Namen nicht wirklich teuer bezahlen lässt.

Asrock Rack laesst sich den Namen aber schon teuer bezahlen (ab EUR 373, etwas billiger auf ebay). Ueberhaupt sind die Preise fuer Boards fuer kleine Server in den letzten 7 Jahren gewaltig gestiegen. 2018 haben wir noch ein ASUS P10S-C/4L um EUR 150 gekauft, ein paar Jahre spaeter ein Asus P12R-M/10G-2T um EUR 363 (und was guenstigeres gab's fuer Xeon-E23xx damals nicht mehr). Zum Vergleich: Ich bekomme ein AM5-Board mit ECC-Unterstuetzung ab EUR98.

Klar gibt es Kunden, die diesen Aufpreis gerne fuer zertifizierte Hardware zahlen, und es gibt wohl auch Kunden, die das zwar nicht brauchen, denen man den hoeheren Preis (und die hoehere Marge) aber einreden kann, aber dass das fuer jeden Kunden in der Industrie das richtige ist, daran habe ich meine Zweifel.
 
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mae schrieb:
Zum Vergleich: Ich bekomme ein AM5-Board mit ECC-Unterstuetzung ab EUR98.

Da muss ich dich enttäuschen, denn asus hat bei den 6xx Boards eec Support so definiert, dass eec ram zwar läuft, aber das eec Feature nicht unterstützt wird. Darauf bin ich leider auch reingefallen und hatte mir ein „ASUS Pro B650M-CT-CSM“ bestellt. Bin dann auch auf einige Berichte gestoßen, dass eec auf asus Boards nicht funktioniert.

Ob es bei den 8xx Boards anders aussieht weiß ich allerdings auch nicht . Bei Asrock würde mich auch interessieren, ob die richtigen ecc ab 8xx haben.

Hatte mir dann das Supermicro H13SAE-MF geholt, welches wirklich ecc kann.
 
Zerber schrieb:
Da muss ich dich enttäuschen, denn asus hat bei den 6xx Boards eec Support so definiert, dass eec ram zwar läuft, aber das eec Feature nicht unterstützt wird. Darauf bin ich leider auch reingefallen und hatte mir ein „ASUS Pro B650M-CT-CSM“ bestellt. Bin dann auch auf einige Berichte gestoßen, dass eec auf asus Boards nicht funktioniert.

Das ist enttaeuschend. Andererseits finde ich auch Berichte, dass es ASUS-Boards mit 6xx-Chipset gibt, bei denen es funktioniert (mit der richtigen AGESA-Version):

https://www.reddit.com/r/truenas/comments/10lqofy/ecc_support_for_am5_motherboards/
https://forum.level1techs.com/t/am5...with-full-reporting-and-correcting-ecc/200543

Bei meinem Asus Pro A620M-C steht im Handbuch "DDR5 ECC and non-ECC, Un-buffered Memory" ohne weitere Funktionsbeschreibung (nur dass auch non-ECC-Memory die on-die-ECC-Funktion hat). Aber da AMD die ECC-Funktionalitaet in meinem Prozessor deaktiviert hat, koennte ich das ohnehin nicht verwenden.
 
mae schrieb:
Bei den ersten beiden haben wir noch funktional getestet, ob ECC funktioniert (es hat), bei den spaeteren hat es uns gereicht, wenn der EDAC-Treiber das gemeldet hat.
Durch welche Prozedur, Software oder Befehle in der Kommandozeile zusätzlich zu den Meldungen von EDAC habt Ihr das verifiziert?

Vielen Dank für die Info.
 
person unknown schrieb:
Ob der X3D-Speicher sich für diese Anwendung überhaupt anbietet bleibt zu beweisen. Ich glaub der X ist da die sinnvollere Wahl.
Tatsächlich gibt es einen Markt mit großem Interesse an den AM5-X3D-Epyc: Gameserver. Denn da kommen eben alle diese Anforderungen zusammen
 
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