Revolution schrieb:
Warum sollte die Nachfrage nach Sat Karten geringer sein als die von Kabel? Du hattest keine Sat karte ich hab mich danach schon zu tode gegoolte und mir ist nicht auch nur eine über den weg gelaufen.
Doch... es gab DEFINITIV analoge Sat-Karten. Ich hab mich mal etwas durch's Internet-Archiv gewühlt und auf der Technisat-Seite vom Jahr 2000 die "MediaFocus PC-Karte" gefunden. Die wurde sogar vor kurzem bei eBay angeboten:
http://cgi.ebay.de/TechniSat-MediaFocus-PC-Karte_W0QQitemZ230419593791
... und ist mit absoluter Sicherheit eine analoge Sat-Karte! Die Dinger sind aber ausgestorben... und ich vermute(!), dass es am mangelnden Interesse lag. Die Ausstrahlung per DVB-S war halt meines Wissens zuerst da (erst später boten Kabelanbieter DVB-C an... und noch viel später folgte DVB-T). Sprich: wer um die Jahrtausendwende eine Sat-Karte kaufen wollte, hatte noch die Wahl zwischen analoger und DVB-S-Karte. Da zusätzlich "schlimmstenfalls" der Kauf eines neuen LNBs anlag, griffen die meisten wohl zu DVB-S-Karten. Wurde ja schließlich auch immer wieder betont, dass im digitalen TV-Empfang die Zukunft liegt. Daher behaupte ich mal, dass einfach keiner mehr die analogen Pendants kaufte und daher die Produktion und der Verkauf eingestellt wurden.
Revolution schrieb:
Völlig egal was das für ein LNB ist sobald du analoges Sat reinbekomsmt kann man auch den digitalen Reciver anschliesen. Auf Deutsch drüfen aber noch weniger senden da sein als du sagtest ich kann mich nur noch an Bibel TV errinnern mehr war vor einem Jahr nicht auf deutsch.
Ich richte mich dabei nach dieser aktuellen Transponderliste:
http://www.lyngsat.com/astra19.html
Dort kann man sehen: unterhalb von 11,7 Ghz finden sich ein paar Kanäle aus dem "ARD Digital" Paket (10,744 Ghz, horizontal), die HD-Promo-Kanäle von ARD, ZDF und ARTE (11,362 Ghz, horizontal) und Anixe-HD (10,832 Ghz, horizontal). Das dürften die einzigen deutschsprachigen Kanäle sein, die man dann empfängt. Der Rest ist entweder nicht Deutsch, verschlüsselt, oder bringt nur Werbung.
Bei MTV hab ich mich aber leider geirrt (hab's wohl versehentlich mit dem analogen verwechselt) - das liegt im High-Band. BibelTV übrigens auch (auf 12,552 Ghz, vertikal) - kann sein, dass es früher mal als einer der wenigen digitalen Kanäle im Low-Band-Bereich ausgestrahlt wurde... inzwischen wurden aber viele Kanäle mehrfach "rumgeschoben", so dass das nicht mehr gilt.
Revolution schrieb:
Einen digitalen Reciver an ne Analoge schüssel geht mit sicherheit auf Deutsch bekommst du dann glaub ich Bibel TV rein. Grundsätzlich wird das Signal erst nach dem Reciver Digital oder Anloge davor ist alles eine Freuqenz also analog,
Trotzdem ist es natürlich nicht egal, ob man ein "digitaltaugliches" Universal-LNB oder kein Universal-LNB hat. "Digitaltauglich" bzw. "Nicht-Digitaltauglich" ist dabei etwas irreführend, da man ja in jedem Fall digitale Kanäle damit empfangen kann (daher hab ich das auch immer in Anführungszeichen gesetzt):
Wikipedia schrieb:
Technische Umsetzung
Grundsätzlich erfolgt die Umsetzung der Signale im steuerbaren Aktivteil der Antenne (LNB). Da ein Koaxialkabel bei den hohen Satellitenfrequenzen im SHF-Bereich eine sehr hohe Dämpfung aufweist, konvertiert der LNB die Signale auf die tieferen SAT-ZF-Frequenzen (950–2150 MHz).
Satblock-Verteilung
(...)
Der komplette Sat-Frequenzbereich (10,7–12,75 GHz = 2 GHz) passt nun nicht in das ZF-Band (950–2150 MHz = 1,2 GHz). Deshalb wird er in zwei Bereiche unterteilt, das Low-Band mit 10,7–11,75 GHz und das High-Band mit 11,75–12,75 GHz. Die LNBs älterer Satellitenanlagen konvertieren häufig nur das Low-Band. Dieses ist meistens mit analogen Signalen belegt. Digitale Signale sind dagegen hauptsächlich im (neueren) High-Band bis 12,75 GHz zu finden.
Deshalb benötigen digitaltaugliche Anlagen einen neueren sogenannten Universal-LNB, der wahlweise das obere oder das untere Band in das SAT-ZF-Frequenzband umsetzt. Die Wahl des Empfangsfrequenzbands bei einem solchen LNB, an dem direkt ein Receiver angeschlossen werden kann, erfolgt über ein weiteres Schaltkriterium, ein aufmoduliertes 22-kHz-Tonfrequenzsignal. Wird dieses Signal vom Receiver ausgegeben, schaltet der LNB ins High-Band, fehlt es, fällt er ins Low-Band zurück.
Die Bezeichnung „digitaltauglich“ für den LNB ist dabei eigentlich irreführend, da jeder LNB analoge wie digitale Signale in die entsprechenden Frequenzen umsetzt. Sie rührt daher, dass auf dem älteren Low-Band hauptsächlich Analogsignale zu finden sind, während das später hinzugekommene High-Band vorzugsweise mit digitalen Programmen belegt ist.
Aber NUR ein Universal-LNB ermöglicht das Umschalten zwischen High- und Low-Band per 22Khz Signal. Sprich: alte LNBs erlauben nur den Low-Band-Empfang!