Anfänger-Kauf: Bambu Lab P1S, Creality K1C/K2 oder etwas anderes?

Feanixx

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Hallo!

ich möchte in das Hobby 3D-Druck einsteigen und habe mir bereits ein paar Drucker angesehen.
Mein Budget liegt bei etwa 300–400 €, gerne auch weniger.
Für den Anfang wünsche ich mir eine möglichst einfache Bedienung und ein zuverlässiges Gerät, bei dem ich nicht ständig herumbasteln muss. Mit der Zeit möchte ich mich natürlich auch intensiver mit der Technik beschäftigen.
Mehrfarbdruck ist für mich zunächst nicht notwendig. Es wäre aber schön, wenn sich ein entsprechendes System später nachrüsten ließe.
Bisher habe ich mir folgende Drucker angesehen:
Bambu Lab P1S
Creality K1C
Creality K2
Besonders interessant finde ich auch die Combos, bei denen der Drucker zusammen mit einem Mehrfarbsystem günstiger ist als beim Einzelkauf. Das wäre für mich ebenfalls eine Überlegung wert.
Meine Fragen:
Welcher dieser Drucker ist am zuverlässigsten und für Anfänger am einfachsten zu bedienen?
Wie unterscheiden sich die Ökosysteme von Bambu Lab und Creality hinsichtlich Software, Bedienung und Wartung?
Lohnt sich ein Combo-Angebot bereits beim Einstieg, oder sollte ich zunächst nur den Drucker kaufen?
Gibt es in dieser Preisklasse andere Drucker, die ihr empfehlen würdet?
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen!
 
ich werfe mal noch den Anycubic Kobra S1 combo in den Ring.

Ich habe den kobra S1 und bin eigentlich ganz zufrieden.
Zuerst habe ich mich über dem Bambu Lab P1 nformiert, bin dann aber doch beim anycubic gelandet, da diese komplett losgelöst von der Herstellercloud funktioniert. Das war für mich kaufentscheidend.

...das geht bei Bambu Lab bedingt auch, wenn Du mit einem USB-Stick umher hantierst und alle Daten nur per USB-Stick übertägst. Bei Anycubic gibt es hierfür den Local-LAN-mode.


Um die Drucker von Anycubic gibt eine community und eine modifizierte Firmware bzw. Firmwareerweiterung, bei welcher man dann unterschiedliche funktionen und apps (open Source) nachrüsten kann - stichwort "rinkhals".

Damals als ich mich mit dem Thema beschäftigte, war das bei Bambu Lab nicht so. Ob das heute immer noch ist weiß ich nicht...




Btw würde ich immer zur combo raten!
auch wenn du keinen Filamentwechsler benötigst, haben die Kisten eine Filamenttrocknungsfunktion - zumindest der Anycubic. Die Trocknungsfunktion ist bei PTFE gold wert! feuchtes Filamet "zieht fäden" - das will man vermeiden.

Hast du kein AMS (Bambu Lab) bzw ACE (Anycubic), benötigst Du auf kurz oder lang einen Filamenttrockner.
 
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https://www.mydealz.de/deals/bambu-...wert-ca-250eur-refurbished-3d-drucker-2851206

AMS kannst du problemlos für 200 EUR verkaufen. Ich würde es dir auch abnehmen ;)

Wenn du nur PETG oder PLA druckst brauchst du auch keinen Trockner. Außer du wohnst in einer Tropfsteinhöhle.

Chriz schrieb:
da diese komplett losgelöst von der Herstellercloud funktioniert. Das war für mich kaufentscheidend.
Geht bei Bambulab auch. Musst halt den Entwickler- und LAN only Modus aktivieren. Dann hast du halt nur noch aus dem lokalen Netzwerk und nicht von Unterwegs Zugriff.
 
Hi, es gibt aktuell eine Diskussion darüber, dass Bambu Lab seine Systeme immer weiter "schließt", also den dirkten Weg ohne deren Server einschränkt. Abgesehen davon kann ich von meinem Einstieg in das Hobby vor zwei Jahren mit dem Bambu Lab A1 mini nichts schlechtes berichten. Eher das Gegenteil. Spottbillig, (170 Euro oder so) Besonders wenn es "einfach funktionieren soll" zu Beginn und man sich zunächst eher an den fertigen Modellen in deren Portal bedient, (dort gibt es schon wirklich fast alles) dann gelingt das mit den Profilen für deinen Drucker einfach.
Fehldrucke hatte ich eigentlich immer nur, wenn ich Hand angelegt habe ;)

Also um "rein zu kommen" mit Erfolgserlebnissen, wird Bambu Lab liefern. Die Konkurrenz und deren Ökosystem kann ich aber nicht einschätzen.
 
Ich hatte mich für den Bambulab (H2D Combo) entschieden, da doch der überwiegende Teil im Netz Bambulab für Anfänger empfiehlt. Die Dinger sind echt Anfängerfreundlich und relativ einfach zu bedienen und warten. Man muss aber bedenken, dass Bambulab ihr eigenes geschlossenes Ökosystem haben, ähnlich wie Apple.
Wenn die möglichkeit besteht, immer die Combo nehmen, da ein trockenes Filament das A und O ist.
Eine Garantieabwicklung ist bei Bambu auch nicht so einfach. Die werden ehr versuchen, dir zu erklären, wie das Gerät repariert werden muss. Ersatzteile gibt es dann natürlich Gratis.
Ergänzung ()

SaxnPaule schrieb:
Wenn du nur PETG oder PLA druckst brauchst du auch keinen Trockner.
Bei PlA geh ich ja mit, aber nicht bei PETG. Da merkt man schon den unterschied beim Drucken.
 
H6-Mobs schrieb:
Man muss aber bedenken, dass Bambulab ihr eigenes geschlossenes Ökosystem haben, ähnlich wie Apple.
Was genau meinst du damit? Dass man BambuStudio zum Slicen nehmen muss?

Ansonsten kannst du doch alle beliebigen Modelle importieren und drucken. Unabhängig von der Herkunft.
Ergänzung ()

H6-Mobs schrieb:
aber nicht bei PETG. Da merkt man schon den unterschied beim Drucken.
...mmhhh. Meine PETG Drucke sind astrein und ich lagere das Zeug offen im Regal, genauso wie PLA und ASA.

Nur TPU habe ich in Dosen mit Silikabeuteln.

Bambulab schreibt dazu:
PETG nimmt bei Lagerung in der Umgebung (bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50–60 %) Feuchtigkeit aus der Luft auf. Je länger die Lagerzeit und je höher die relative Luftfeuchtigkeit, desto mehr Feuchtigkeit nimmt das Material auf.

Eine derart hohe Luftfeuchtigkeit habe ich bei mir nicht. Vermutlich liegt es daran.
 
Zuletzt bearbeitet:
SaxnPaule schrieb:
Was genau meinst du damit? Dass man BambuStudio zum Slicen nehmen muss?


Dass der LAN-only-mode abgeschalten wird.
Wenn Du was drucken möchtest, geht das nur mit dem BambuSlicer, der sendet die Druckdaten zum Bambu Lab Server und der Server schickt es dann an Deinen Drucker.

PC direkt an Drucker soll "irgendwann" nicht mehr gehen. Bambu Lab will wissen was Du druckst, es gibt user die vermuten dahinter ein anstehendes Abo-modell.
...davon ist aber schon lange Zeit die rede, ich habe das schon vor drei Jahren mit der MArkteinführung des P1P gelsen. Ob das wirklich mal kommt weiß niemand :confused_alt:



Edit:
PETG trockne ich "immer" vor dem Druck. Gerade die günstigen Fillamente wie z.b. IEMAI kammen bei mir schon "undruckbar" an.
 
Chriz schrieb:
Dass der LAN-only-mode abgeschalten wird.
Den haben sie doch "gerade erst" (Ende 2025?) eingeführt. Warum sollten sie den denn schon wieder abschaffen?

Würde ja auch bedeuten, dass ohne Internet nicht gedruckt werden kann? Damit würden sie sich alle potentiellen Firmenkunden vergraulen. Kann ich mir nicht vorstellen.

Hast du dazu belastbare aktuelle Informationen?
 
Bei den großen Druckern gibt es für professionelle Nutzer / Unternehmen auch den "H2D Pro". Der hat eine LAN- und WLAN-Schnittstelle und soll, zumindest laut Bambu Lab Werbung, für reine Offline-Nutzung vorgesehen sein.
 
Ja, der kostet gut was.

Ich stehe selbst vor der Wahl eines Druckers und der H2D gefällt mir sehr gut. Muss mich da aber erst noch weiter informieren, was in dem Ökosystem von Bambu Lab so geht und was nicht.
 
Ich würde auf jeden Fall zum Bambu raten, der dürfte der einsteigerfreundlichste Drucker sein und man muss sich auch nicht unbedingt ans Bambu Ökosystem ketten.

Bitte auch immer dran denken, dass die AMS/CFS Lösungen bei Multifilamentdrucken wahnsinnig viel Abfall produzieren, weil die einzige vorhandene Düse bei jedem Filamentwechsel ausreichend gespült werden muss, damit das zuletzt verwendete Filament restlos rausbefördert werden kann. Das ist eine sehr materialintensive Art des Druckes.

Hier sind 3D Drucker mit Toolchangersystem sehr im Vorteil, weil bei denen das Hotend und die Düse gewechselt werden, wenn ein anderes Filament zum Einsatz kommen soll.
 
Toolchanger sind aber eine noch recht neue Entwicklung und entsprechend teuer. Benötigt man dann noch einen geschlossenen Bauraum mit Kammerheizung wirds noch teurer.

Der X2D ist da schon ein guter Kompromiss mit seinen zwei Extrudern. Aber auch der ist deutlich über dem Budget.
 
Chriz schrieb:
Hast du kein AMS (Bambu Lab) bzw ACE (Anycubic), benötigst Du auf kurz oder lang einen Filamenttrockner.
Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Dadurch kriegen die Systeme natürlich nochmal mehr wert. Nicht nur mehrere Farben, sondern direkt auch Trocknung. Bei meinen 60% vermutlich wichtig. Funktioniert der Anycubic denn trotzdem erstmal PlugNPlay mit der Möglichkeit, wie du es genannt hast, für Erweiterung und Tüftelei? Hat der auch seine eigene Software zum Slicen und Überwachen oder wird da Third Party genutzt?


custin schrieb:
Hi, es gibt aktuell eine Diskussion darüber, dass Bambu Lab seine Systeme immer weiter "schließt", also den dirkten Weg ohne deren Server einschränkt.
Ja das habe ich auch schon gelesen. Es gibt ja scheinbar workarounds, aber auch nicht gerade der goldene Weg Wer weiß, vllt verlangen die ja in Zukunft ne monatliche "Spende" um Zugriff auf die Server zu bekommen.


areiland schrieb:
Bitte auch immer dran denken, dass die AMS/CFS Lösungen bei Multifilamentdrucken wahnsinnig viel Abfall produzieren, weil die einzige vorhandene Düse bei jedem Filamentwechsel ausreichend gespült werden muss, damit das zuletzt verwendete Filament restlos rausbefördert werden kann. Das ist eine sehr materialintensive Art des Druckes.
Um Mutlifarbendruck direkt geht es mir erstmal nicht. Wie schon erwöhnt ist ja ein geschlossenes Gehäuse für die Trockung schon von Vorteil. Und klar, wenn ich mehrfarbig drucke, entsteht mehr Abfall. Das ist mir bewusst.
 
SaxnPaule schrieb:
Benötigt man dann noch einen geschlossenen Bauraum mit Kammerheizung wirds noch teurer.
Das war für mich z.B. der Grund, warum ich mir den x2D geholt habe. Den geschlossen Bauraum und die Heizung benötige ich jetzt eigentlich noch nicht, aber wenn ich in Zukunft dann doch mal Filamente wie ABS oder ASA drucken möchte, dann will ich mir nicht wieder einen neunen Drucker kaufen wollen.
Das gleiche mit dem AMS. Eigentlich brauche ich es jetzt noch nicht, aber kauft man es gleich als Combo spart man dann doch wieder einiges an Geld.
Wenn wirklich erstmal getestet werden soll, ob 3 Druck für einen in Frage kommt, reicht der P1S völlig aus.
Ist eben alles eine Frage des Budget.
 
Feanixx schrieb:
Funktioniert der Anycubic denn trotzdem erstmal PlugNPlay mit der Möglichkeit, wie du es genannt hast, für Erweiterung und Tüftelei? Hat der auch seine eigene Software zum Slicen und Überwachen oder wird da Third Party genutzt?

Ja klar!
Der Kobra S1 combo ist so in etwa das Gegenstück zum P1S.
Ich hatte damals null Plan. Hab den dann ausgepackt und erstmal ein Benchy (Benchmark-Testdatei) gedruckt welches auf dem Drucker war, weil ich nichts anderes hatte.
Der Anycubic Slicer basiert übrigens auf orca und sieht mehr oder weniger gleich aus wie der von Bambu Lab...


Aber man wächst ja mit den Aufgaben.
Zum PLA-Fillament kam irgendwann mal PETG das getrocknet werden musste, dann kamm die custom-FW und addons....
Der Kobra S1 ist ein Anfängerdrucker out-of-the-Box, aber er bietet Erweiterungspotential...




ich wundere mich aber gerade über die Preise. ich habe meinen Kobra S1 combo damalso beim CyberFriday deutlich unter 400€ gekauft, der Bambu Lab war (wenn überhaupt) vlt. 50€ teuerer...
 
Kombo kaufen Wegs Mehrfarben kannst du bleiben lassen. Du wirst niemals mit einer Düse Modelle drucken, die mehrfarbig sind. Der Abfall ist einfach zu immens.

Daher ist der einzige Vorteil hier ggf der Trockner und das automatische wechseln zwischen Farben.

Alternative wäre auch der Bambu lab A2L, dieser hat ein schönes Volumen. Creality kann ich absolut nicht empfehlen.
 
Ja, aber der Geschmack kommt beim Essen. Bin 12/25 mit dem P2S eingestiegen und habe es Mitte des Jahres bereut nicht gleich den X2D genommen zu haben.

Also lieber ein paar EUR mehr in die Hand nehmen und dann gleich was vernünftiges Kaufen.

Die Dinger wird man im Zweifel ja auch wieder ohne große Verluste los. Ich habe unterm Strich für mein X2D Upgrade gerade mal 150 EUR bezahlt.
Ergänzung ()

RFB18 schrieb:
Daher ist der einzige Vorteil hier ggf der Trockner und das automatische wechseln zwischen Farben.
Und, dass man 4 Farben auf Vorrat startbereit hat ohne zwei+ Stockwerke in den Keller rennen zu müssen. ;)
Einzig und allein aus diesem Grund möchte ich noch ein zweites AMS. Meine Faulheit 🤣
 
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Chriz schrieb:
Aber man wächst ja mit den Aufgaben. Zum PLA-Fillament kam irgendwann mal PETG das getrocknet werden musste, dann kamm dis custom-FW und addons....
Das hört sich gut an. Ja das glaube ich, irgendwann möchte man dann weiter ausprobieren, wie bei allem.


RFB18 schrieb:
Der Abfall ist einfach zu immens.
Von wie viel Abfall spricht man denn hier? Und wie ich bereits gesagt habe, ich habe auch nicht unbedingt vor, immer oder oft Mehrfarbig zu drucken. Stelle mir auch wenig Situationen vor, wo das nötig ist oder gut aussieht.
Budget habe ich genannt, idealerweise so 300-400€, +-.
Gedruckt werden soll erstmal im Zuge der Uni jetzt verschiedene Testprints. Wir erstellen eine große Tabelle, wo wir alle Möglichen Paramter durchtesten.
Und für den Privatgebrauch alles mögliche. Werden erstmal nur Spielereien sein, aber vllt. dann sowas wie kleine Deko, praktische Sachen wie Halter, Klammern und so. Einfach auch Alltagssachen, wo man sich doch öfter sagt, ach, das wäre praktisch.
Erstmal steht der Drucker halt im Zimmer und deswegen wäre ein offener nicht so praktisch.
 
RFB18 schrieb:
Kombo kaufen Wegs Mehrfarben kannst du bleiben lassen. Du wirst niemals mit einer Düse Modelle drucken, die mehrfarbig sind. Der Abfall ist einfach zu immens.


Ich verwende das oft zum "beschriften" - und extrudiert wird im Modellinneren wo man das Fillament nicht sieht. Orca und die darauf basierenden slicer bieten die Option, dass man auf den Extrudierturm verzichtet.




Feanixx schrieb:
Von wie viel Abfall spricht man denn hier?

Mit jedem Farbwechsel - auf jeder Schicht! - ein kleines "Häufchen", google mal nach "filament poop" oder "printer poop".
 
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