Anfänger-Kauf: Bambu Lab P1S, Creality K1C/K2 oder etwas anderes?

Ich habe zwar keinen Anycubic, aber an sich sind die Geräte nicht schlecht. Leider schwanken da nur die Ausbaustufen. Gefühlt wurde jedes Modell von einem anderen Team konstruiert.

Such mal auf Youtube nach mpox und schau seine Videos an. Da findest alles und sehr detailliert zu den Geräten. Inklusive Probleme oder Schwachstellen.
 
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Ich habe selbst den Anycubic Kobra S1. Ich hatte/habe aktuell nach ca. 300 Stunden Druckzeit meinen ersten Defekt: Bei der Extruder-Plastikabdeckung ist ein Clip gebrochen. Ich habe es am Samstag dem Support gemeldet. Mal schauen, war immerhin Eigenverschulden. Ersatz lässt dich aber auch drucken .

Ansonsten: Ich komme von einem Ender 3 S1. Kann den Anycubic soweit empfehlen. Das OEM-Hotend wurde durch ein 08/15-Upgrade-Hotend von AliExpress ersetzt, da passen die günstigen P1S-Düsen rein; das Set kostet keine 10 €, also Hotend mit Düsen. Materialtechnisch frisst das Ding so ziemlich alles – von PLA über PETG zu ASA hin zu PET-CF und schlussendlich TPU; im Prinzip geht alles, nur halt nicht alles über das ACE.

Der Slicer ist, sorry für die Wortwahl, idiotensicher. Das Anycubic-Filament mit Chip gibt es in der Regel für 10 € das Kilo. Der Slicer unterstützt Linux. Ersatzteile/Upgrades gibt es bei Amazon und eBay für einen schmalen Taler.

Naja, aber einen Defekt hatte ich jetzt: Der Filament-Sensorstift war bei meinem noch aus Plastik. Nach ein paar Kilo Glow-in-the-Dark war nicht mehr viel davon da, aber es gibt Metall-Ersatzteile für ein paar Euro.

Kann ihn also ruhigen Gewissens empfehlen, je nach Preis .
 
areiland schrieb:
Sowas ist nämlich durchaus auch üblich, damit man die Stützen leicht abbekommt und deshalb dafür ein Filament verwendet, das mit dem anderen Filament keine Verbindung eingeht.
Du druckst die Stützen mit dem gleichen Material wie das Objekt. Nur der Kontaktlayer wird mit dem anderen Material gedruckt.
Ansonsten dauert der Druck ja ewig, weil ständig gewechselt werden muss.
Ergänzung ()

Feanixx schrieb:
Nicht übel aber keiner als Combo. Dementsprechend dann mit AMS teurer als der Anycubic.
Hab doch eine Refurbished P2S Combo gleich in Beitrag #3 verlinkt
 
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Schwobaseggl schrieb:
Das OEM-Hotend wurde durch ein 08/15-Upgrade-Hotend von AliExpress ersetzt, da passen die günstigen P1S-Düsen rein; das Set kostet keine 10 €, also Hotend mit Düsen
Was bringen die gegenüber OEM? Wenn die so günstig ist?
Ergänzung ()

SaxnPaule schrieb:
Du druckst die Stützen mit dem gleichen Material wie das Objekt. Nur der Kontaktlayer wird mit dem anderen Material gedruckt.
Macht sowas der Slicer eigtl. Von alleine, wenn man es entsprechend einstellt? Oder ist das eher umständlich?
 
Zum Thema Poop bei Filament-Wechsel:

Wenn man keinen Poop Tower druckt, sondern im Infill pooped, dann hält sich das sogar ziemlich in Grenzen.
Beim Kobra X z.B. ist das Bisschen was rausgedrückt wird nur noch minimal. Wenn das Objekt aber wegen Farbmix oder anderem Material nicht im Infill die Reste verstecken kann, dann kann es je nach Modell leider doch einiges sein.

Gerade wenn man z.B. TPU oder transparentes Material nutzt, will man da nicht auf einmal anderes Material im Infill haben.
Alternativ kann man auch in andere Objekte Poopen, falls dort die Farbe egal ist. Also wenn man eh noch andere Dinge drucken will.
 
Feanixx schrieb:
Was bringen die gegenüber OEM? Wenn die so günstig ist?

zum einen ist die nozzle ein Verschleißteil, die muss irgendwann so nach 1000 Druckstunden mal ersetzt werden.

Zum anderen kann man anstelle des Messings eine härtere Edelstahlnozzel verwenden. Das ist von Vorteil wenn man härteres Filament (zB. mit Carbonfasern) druckt.
 
Chriz schrieb:
Zum anderen kann man anstelle des Messings eine härtere Edelstahlnozzel verwenden. Das ist von Vorteil wenn man härteres Filament (zB. mit Carbonfasern) druckt.
Ja das weiß ich. Gibt es die auch für "so günstig" bei AliExpress? Also kann man die dort getrost kaufen?
 
ich bin bisher immer bei original anycubic Ersatzteilen geblieben. das Original hotend kostet bei amazon 12€. Das erste hielt gut 1000 Druckstunden (viel PLA) bis es erste Verschleißanzeichen zeigte. Das zweite ist derzeit verbaut und hat nun knapp 700 Druckstunden. Das zeigt jetzt, überwiegend PETG, leichte Unterextrusion.

Ich hatte mal so eine billo-Druckplatte, die hat sich beim ersten Druck direkt abgelöst. die nächsten zwei Platte (smooth-plate und PET) waren wieder Anycubic....
 
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@Chriz Solange die Preise der Original Teile in Ordnung sind, kann man die ja auch kaufen.
 
Ich drucke seit knapp 2 Monaten auf den Anycubic Kobra S1 mit Ace Pro.
Vor drei wochen ist mein ACE PRO kaputt gegangen. Meine Support Erfahrung war super. Habe zwei neue Motoren bekommen und das ACE PRO funktioniert wieder.

Dir sollte klar sein das bei jeden 3D Drucker Probleme auftreten werden. Auch defekte gehören dazu.

Ich werde mir eventuell dieses Jahr noch den Kobra X holen, da ich einen Drucker haben will der beim Filament Wechsel flotter ist. Für einen Drucker mit 4 Druckköpfen möchte ich aktuell noch kein Geld ausgeben.
 
Chriz schrieb:
Wenn Du was drucken möchtest, geht das nur mit dem BambuSlicer, der sendet die Druckdaten zum Bambu Lab Server und der Server schickt es dann an Deinen Drucker.
WIe lange ist das so? Hab meinen Bambu seit gut einem Jahr nicht mehr genutzt. Hab damals noch problemlos Orca benutzt.
 
Wunderbar, Ich kann hier Erfahrungen mit einem Anycubic Cobra X beisteuern: Der offene Bettschubser arbeitet hier seit gut 330 Betriebsstunden konkret problemlos. Gedruckt (bisher nur PLA) wird über den Slicer, direkt am Drucker oder den USB-Stick.

Bislang hatte ich keinerlei Probleme. Das Ding funktioniert einfach! Auch die offen herumhängenden Spulen stören nicht. Allerdings hatte ich bei zwei Frendfabrikaten den Fall, dass das Filament direkt an der PTFE-Tube gebrochen ist, beim Anycubic-Filament hatte ich das noch nie. Aktuell sind etwa 50% Luftfeuchtigkeit im Raum, die gelagerten Rollen sind bei 20%.

Der Kobra X hat ja einen Druckkopf mit vier Filament-Zuführungen und kann daher mit weniger Abfall (und schneller) mehrfarbig drucken, aber dennoch geht je nach Modell mehr als die Hälfte des Filaments in den Abfall, die Supports eingerechnet.

Ich bin sehr zufrieden mit ihm.
 
Welcher Bauraum soll es denn sein? Du schreibst zwar, du hättet das schon angegeben, aber bitte wo - ich finde dazu in deinen Beiträgen nichts.

Toolchanger wurden ja bereits genannt. Auch wenn es dein Budget sprengt, nenne ich mal den Snapmaker U1 mit vier Druckköpfen (aktuell noch 849 EUR). Der ist mittlerweile aus dem Kickstarter raus und wird normal verkauft. Der Bauraum ist 270 mm³. Während viele Drucker die großen Mengen an poop einfach in den Bauraum sch(m)eißen, hat dieser einen Auffangbehälter für die sehr geringe Abfallmenge. Man kann sich auch einen Abfallbehälter mit getrennten Fächern pro Druckkopf drucken. Für einen geschlossen Bauraum gibt es einen Deckel. Wer es preiswert haben will, kauft sich eine bestimmte IKEA-Box und druckt sich dafür den Adapterrahmen. Als Slicer gibt es den Snapmaker Orca als Fork.
 
Janoe schrieb:
WIe lange ist das so? Hab meinen Bambu seit gut einem Jahr nicht mehr genutzt. Hab damals noch problemlos Orca benutzt.

Bambu Lab hat irgendwann mal ein Authentifizierungs-Tool eingeführt, damit konnten man keine drittanbieter-Software mehr verweden.
Orca und die user haben sich dagegen gewehrt, auch weil die Vermutung aufkam, dass Bambu irgendwann mal ein Abo-modell einführen möchte - Wer drucken will, muss monatlich was zahlen.


Das sind aber soweit ich weiß nur Gerüchte - bisher ist das noch nicht so und ob das kommt bleibt abzuwarten.

Interessant ist aber, dass Bambu bei Bussiness-printern wie den H2D Pro die offene LAN-Schnittstelle explizit bewirbt. Da sie das bei den günstigeren consumer-Geräte nicht machen, interpretieren das manche als bevorstehende Abriegelung der Schnittstelle...

Ich selbst weiß nichts dazu, ich bin nicht so tief in der Bambu Lab Szene verwurzelt und lese das alles nur am Rand mit :confused_alt:

https://www.china-gadgets.de/bambu-lab-orca-slicer-news/

https://www.deskmodder.de/blog/2026...kommen-ist-wie-es-dem-geschaeftsmodell-dient/
 
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blubberbirne schrieb:
Dir sollte klar sein das bei jeden 3D Drucker Probleme auftreten werden. Auch defekte gehören dazu.
Na klar. Solange der Support gut ist, stört mich das nicht. Auch reparieren oder tüfteln wäre für mich kein Problem. Nur fürn Anfang ist halt PlugNPlay erstmal schön.

gforce4711 schrieb:
Welcher Bauraum soll es denn sein? Du schreibst zwar, du hättet das schon angegeben, aber bitte wo - ich finde dazu in deinen Beiträgen nichts.
Ist geht weniger um die Größe, als um ein geschlossenen Drucker. Die sind ja alle ungefähr in einer Größe Richtung. Also alle besprochenen. Und ich brauche keinen Drucker, der super schnell Filament wechseln. Multifarben drucken ist mir nicht so wichtig. Wichtiger ist da eher die mit enthaltene Trockenlagerung + unterschiedliche Farben pro Druck.
Der von dir genannte Drucker sprengt maximal den Preisrahmen.
 
@Feanixx
Thema "Upgrade" hotend.
Sie heizen schneller auf, sind kostengünstiger und waren zu Beginn besser verfügbar. Ich würde allgemein sagen, dass die gedruckten Teile optisch ansprechender/besser sind, auch wenn ich dafür abgesehen von meiner persönlichen Einschätzung keine Beweise liefern kann.

In meinem Drucker verwende ich im Alltag eine 0,4-mm-Bimetall-Düse. Sollte ich Glas- oder Kohlefaser drucken, kommt die 0,6-mm-Bimetall-Düse zum Einsatz.

Das Upgrade ist also keine Notwendigkeit, bietet jedoch durchaus Vorteile. Für gewöhnliche PLA-Drucke sind Standarddüsen absolut ausreichend, zumal es sich dabei, wie bereits erwähnt, um Verschleißteile handelt. Bei Düsen gibt es leider keine „eierlegende Wollmilchsau“, da man sich stets zwischen verschiedenen Eigenschaften entscheiden muss: Messingdüsen sind kostengünstig und für hohe Geschwindigkeiten geeignet, weisen jedoch bei ungeeigneten Materialien eine vergleichsweise geringe Haltbarkeit auf, die teilweise nur wenige hundert Gramm beträgt. Edelstahldüsen sind ebenfalls günstig und langlebig, allerdings eher für langsamere Druckgeschwindigkeiten ausgelegt. Wolframcarbiddüsen hingegen sind sowohl schnell als auch verschleißfest, dafür jedoch deutlich teurer. Dieses Auswahlverfahren lässt sich beliebig fortsetzen.

Was den Kauf bei AliExpress betrifft: Das war vor den aktuellen Steuerregelungen recht unkompliziert. Dort werden die Teile regelrecht verramscht: PEO-Druckplatten (diese Hologramm-Optik) für 9 €, zwei Hotends mit Bimetall-Düse für 12 € oder ein einzelnes Hotend mit Düse für 7 €.

Hab eben nochmal in der App geschaut, bin bei ca. 850h 20kg Filament.
 
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Schwobaseggl schrieb:
Was den Kauf bei AliExpress betrifft: Das war vor den aktuellen Steuerregelungen recht unkompliziert. Dort werden die Teile regelrecht verramscht: PEO-Druckplatten (diese Hologramm-Optik) für 9 €, zwei Hotends mit Bimetall-Düse für 12 € oder ein einzelnes Hotend mit Düse für 7 €.
Vielen Dank für die Infos. Hört sich gut an.
Ja, aber auch trotz der Steuerregelungen sollte es dort ja noch ganz gut sein.

Aber damit werde ich mich dann nach meinen ersten Druckerein auseinander setzen
 
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ich bin kein Experte, hier meine Erfahrungen als "Anfänger und gebranntes Kind".

vor 4 oder 5 Jahren habe ich mir einen Creality CR10S-Pro gekauft.
kurz: der reine Horror!
das war kein Werkzeug um 3D-Drucke zu erstellen, sondern der Weg war das Ziel! Die einzige Daseinsberechtigung dieses Druckers bestand darin, sich mit ihm selbst zu beschäftigen. Board Leveln, FW aktualisieren, Tipps und Tricks aus dem Netz suchen usw. usf.

seit einer Woche steht hier jetzt ein K2 Pro Combo und druckt seitdem quasi rund um die Uhr!
ein völlig neues Gefühl, das ich vorher so noch gar nicht kannte. Man sucht sich ein Modell aus dem Netz, lädt es in die Creality Software (Slicer), überträgt es zum Drucker und lässt es drucken. Dann geht man ins Bett oder und Büro und wenn man wieder zum Drucker geht, liegt das fertige Modell drinnen :)

ich(!) wollte:
- Druckfläche >= Din-A4.
Klingt komisch, aber ich habe hier schon einige Dinge gedruckt (z.B. Transport Box für Drohne inkl. Goggles, Fernbedienung usw.), die mit 300x300x300mm möglich waren, mit den üblichen 260x260mm nicht funktioniert hätten
- geschlossener Bauraum
ich weiß noch vom offenen CR10, dass selbst ein Fenster auf Kipp den Druck ruinieren kann. Diesen Fehler wollte ich nicht nochmal machen und diesmal sollte er auch beheizt sein, um bei der Filament Wahl noch freier zu sein
  • solides Design, voll Metall
  • komplett, alles aus einer Hand, keine Bastellösung. Wenn ich höre, dass man bei einigen Modellen als erstes Teile drucken soll/muss, die zum Vervollständigen des Druckers dienen, dann ist das definitiv NICHT mein Drucker!
edit: alleine wenn ich hier schon wieder "Upgrade HotEnd" usw. lese, komme ich wieder zum dem Punkt: der Drucker soll das WERKZEUG sein, nicht das "Baby" um das man sich kümmern muss!

ich(!) würde auf gar keinen Fall auf das "einfache" Combo (Mehr-Farb-System mit nur einem HotEnd) verzichten!
ca. 50% aller Drucke bisher waren mit mehreren Farben. Der "Ausschuss" hält sich in Grenzen (wenn man es nicht übertreibt) und auf die neuen "HotEnd Wechsler" wollte ich erstens nicht warten und zweitens rechne ich in absehbarer Zeit nicht mit Preisen von deutlich unter 1000€ für ein Gerät, das alle meine o.g. Anforderungen erfüllt. Und ich traue neuer Technik nicht und lasse die erstmal "reifen".

alleine die Möglichkeit mehrere Rollen im CFS (zumindest temporär) "lagern zu können" und die automatische Erkennung per NFC Tags (habe auch alle fremden Rollen "beschriftet") ist die Anschaffung meiner Meinung nach wert. Man lädt sich ein Modell in die Software, der Slicer "weiß" vom CFS welche Filament Sorten/Farben vorhanden sind und die weist man dem Modell zu -> Druck (ohne zum Drucker gehen zu müssen oder gar zuhause sein zu müssen (VPN)).

leider hat auch der K2 Pro Combo noch ein paar Nachteile:
  • Lautstärke (speziell der Gehäuse Lüfter) ist schon recht hoch (wie gesagt, das Teil druckt hier (im Moment noch) fast rund um die Uhr)
  • zweimal WLAN Abbrüche/Ausfall. Seitdem ich Kanal 12&13 im 2.4GHz Band gesperrt habe, sind die nicht wieder aufgetreten. Der Pro hat leider nur 2.4GHz, der Plus hätte auch 5GHz aber es gibt auch noch RJ45 für Kabel.
  • das CFS (Mehr-Farb-System) hat keine Heizung, man braucht noch einen Trockner
  • am meisten ärgert mich, dass das CFS kein TPU verarbeiten können soll (vielleicht probiere ich es einfach mal?)

ich habe keinen Vergleich zu anderen Druckern in dieser Preisklasse und kann nur vermuten, dass der K2 (ohne Pro und Combo) grundsätzlich genauso gut funktioniert wie meiner jetzt. Den würde ich mir nach meinem jetzigen Wissenstand aber sofort wieder kaufen, einfach weil es tatsächlich "Plug&Play" ist, 3MF rein -> fertiger Druck raus!
 
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