Anfängerfrage, Nvidia Treiber in Zorin OS 18 Core installieren

zombie schrieb:
Es hieß nur, mach lieber Linux drauf und alles ist mindestens gleichwertig oder besser und so ist es, zumindest in meinem Fall, wohl nicht.
Richtig, in deinem Fall. Natürlich ist sowas immer einzelfallabhängig. Ein Mac ist beispielsweise auch nicht immer besser als ein PC, je nachdem, was man braucht und möchte halt.
Ergänzung ()

zombie schrieb:
probiere ich noch aus, danke
Das kannst du dir sparen, wird nicht gehen. 470 unterstützt deine GPU nicht.
 
zombie schrieb:
Dann lasse ich halt noch Win10 das eine Jahr laufen und hole dann neue Hardware
Zumindest bis Oktober besteht ja nun kein Zwang. Ggf tut es ja dann auch eine etwas jüngere und gebrauchte Grafikkarte um Linux mal ernsthaft zu testen.
Mir erzählt aber auch keiner, das Windows ab Geburt von jedem beherrscht wird. Diese Lernzeit muss man beim Umstieg einfach auch investieren. Ist man dafür nicht bereit, ist es keine Sünde bei Windows zu bleiben (was man ja nu schon kennt).
Wobei ich Windows seit Win 3.11 nutze und in den Einstellungen von Windows 10/11 auch öfter mal per Google Einstellungen suchen muss. Das war auch schon mal einfacher und besser;-) P.S: ich nutze es auch nicht mehr täglich, vielleicht liegt es auch daran.
 
Grimba schrieb:
Das kannst du dir sparen, wird nicht gehen. 470 unterstützt deine GPU nicht.
Würde es mit dem 390er noch Sinn machen, bekomme ich den in Zorin installiert und würde der dann noch die Hardwarebeschleunigung aktivieren?
Ergänzung ()

mibbio schrieb:
Ist es in der Regel auch, zumindest wenn man keine Nvidia-Karte benutzt. Denn das Problem ist halt Nvidia mit deren proprietären Extrawürsten.
Welche Grafikkarten laufen besser unter Linux, Radeon, Intel ?
 
zombie schrieb:
Welche Grafikkarten laufen besser unter Linux, Radeon, Intel ?
Nach meinen Erfahrungen laufen Radeons mit Linux mit Abstand am besten.

Laut Steam Survey haben die meisten Linuxnutzer AMD-Grafikkarten, wenn man die explizit genannten Grafikchips aufsummiert, aber auch Intel kommt besser weg:
  • AMD: ≈ 44–45%
  • NVIDIA: ≈ 34–35%
  • Intel: ≈ 13–14%
  • Andere: 7.0%

Damit ist die Situation auf Linux umgekehrt als die auf Windows, wo die meisten Leute Nvidia-Karten benutzen. Natürlich liegt das auch am Steam Deck, das ungefähr ein Viertel aller Linuxnutzer ausmacht, aber selbst ohne Steam Deck ist der AMD-Anteil deutlich größer als auf Windows.

Auf Windows dominiert Nvidia:
  • NVIDIA: ≈ 72–73%
  • AMD: ≈ 15–16%
  • Intel: ≈ 2.5–3%
  • Andere: 8.88%
 
zombie schrieb:
Würde es mit dem 390er noch Sinn machen, bekomme ich den in Zorin installiert und würde der dann noch die Hardwarebeschleunigung aktivieren?
Wie ich vorhin schon schrieb, hast du da das Problem, dass alles höher als Kernel 6.5 damit nicht mehr ohne weiteres funktioniert, und das ist bei Zorin aktuell der Fall. Da müsstest du speziell gepatchte Varianten des Treibers finden, damit die sich installieren lassen, oder ältere Kernel installieren. Beides ist nicht trivial. Es gibt Distributionen, die sowas machen, aber Zorin/Ubuntu ist keine davon.
 
Grimba schrieb:
alles höher als Kernel 6.5 damit nicht mehr ohne weiteres funktioniert, und das ist bei Zorin aktuell der Fall
Dürfte bei so gut wie jeder "Mainstream" Distribution der Fall sein, da Alle schon neuere Kernelversionen verwenden. Selbst das aktuelle Debian 13 verwendet bereits den 6.12er Kernel.

Bei Debian 12 hätte man noch den 6.1er Kernel, wobei der reguläre Support für Debian 12 im Juni diesen Jahres endet. Für Debian 12 LTS ginge der Support noch bis Juni 2028.
 
Ich würde für die 610 (Fermi) Nouveau nehmen. Die sollten auch grundsätzlich gut laufen.

Nouveau hat aber noch kein automatisches Power Management. Daher muss man manuell hoch takten (via sysfs, Shellscript). Die Karte verbleibt sonst im maximalen powersave Modus. Zum Surfen astrein (alles bleibt kalt), für Spiele/Videos unbrauchbar. Taktet man auf Maximum, dreht sich das Spiel. Die Leistung ist da, aber schon im idle wird die Karte warm. Umschalten zwischen den Modi kostet einen Doppelklick (via Verknüpfung).
https://wiki.archlinux.org/title/Nouveau#Power_management

H/W Videobeschleunigung bringt bei älterer Hardware (ohne 4k, h265, av1) meist kaum Performancevorteile. Sie wird eher aus Stromspargründen eingesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind halt letztendlich einfach Nvidia Probleme, die nur Nvidia (einfach) beheben kann und wo die Schuld bei Nvidia zu suchen ist, wenn man den support für die Hardware vermisst mit deren eigenen Treiberpaket.

Da kann ja nicht einfach jeder Hinz und Kunz dran rumprogrammieren, da hat keiner den Sourcecode außer Nvidia und die wollen das auch nicht ändern.

Ist doof, ist aber so, da sind Kunden in der Proprietären Falle gefangen. Was bleibt? Wurde ja schon geschreieben für ein paar alte Karten gibt es ja noch den offenen treiber, der so garnichts mit Nvidia zu tun hat. Der bietet Funktion an. Wegen nvidias Verschlossenheit und absichtlichen Verrammelung, das keiner mehr daran arbeiten kann (Firmwareverschlüsselung) ist ab einer gewissen Modellreihe mit Offenen Treibern nurnoch äußerst eingeschränkte Funktion zu bekommen. (keine Taktänderungen, also nur idlebetrieb und so...)

Edit:
Für neuere Modelle (kauf dir ne 5090, wenns denn Nvidia sein muss und lebe mit den Nvidia Problemen) ist die Problematik etwas aufgeweicht, weil Nvidia ein Open Source Kernel Modul veröffentlich hat, das sich dann mit dem eigntlichen Nvidia Treiber verlinkt, der eigentliche treiber ist weiterhin komplett verrammelt und Firmware verschlüsselt, keine Anpassung für andere außer Nvidia möglich.
Aber zumindest, das neuere Kernel mit den treibern kommunizieren damit arbeiten können, die Situation wurde durch dieses "offenen adapter" nenne ich es mal verbessert.
 
Uridium schrieb:
Ich würde für die 610 (Fermi) Nouveau nehmen. Die sollten auch grundsätzlich gut laufen.

Nouveau hat aber noch kein automatisches Power Management. Daher muss man manuell hoch takten (via sysfs, Shellscript). Die Karte verbleibt sonst im maximalen powersave Modus.
https://wiki.archlinux.org/title/Nouveau#Power_management

H/W Videobeschleunigung bringt bei älterer Hardware (kein 4k, h265, av1) meist kaum Performance Vorteile. Sie wird eher aus Stromspargründen eingesetzt.

Das könnte durchaus sein, weil ich gestern den Eindruck hatte das die Videobeschleunigung besser war und heute schlechter. Hatte den Rechner auch im Standby zwischenzeitlich. Aber da ich Standby oft nutze, wäre eine jedes Mal manuelle Hochtaktung zu umständlich für mich. Weiß nicht was mitsysfs gemeint ist. Bin halt Linux Anfänger
 
Man kann die Taktung vielleicht auch per Tool, also mit Grafischem Interface machen. zumindest ür Radeon gibts auch so Programme, wo man so einstellungen machen kann. Weil Nvidia aber so Kacke (relativ) mit Linux ist hab ich halt Radeon und nutze auch eben Radeon kompatible Tools und schere mich nicht wirklich um die nvidia Seite. Außer es gibt da mal ne news die ich so nebenbei mitbekomme.

Vielleicht kann lact das?
ich nutze jedenfalls lact für meine radeon → Lüfter takt und powerlimit Einstellung. (einmal angepasst und ist bei jedem start dann so)
 
halbtuer2 schrieb:
Es hieß nur, mach lieber Linux drauf und alles ist mindestens gleichwertig oder besser und so ist es, zumindest in meinem Fall, wohl nicht. Danke soweit
Basteln musst du mit Windows auch, wenn du auf so alter Hardware Windows 11 laufen lassen willst.
Ohne Basteln geht es damit nicht mehr. Daher kann man jetzt nicht gerade sagen, dass deine Situation unter Linux schlechter sei, als unter Windows.
So ehrlich muß man zu sich selbst schon sein.

Das Nvidia teilweise problematisch unter Linux ist, weil die sich eben nicht an offene Standards halten und ihre eigenen Lösungen, die nicht öffentlich sind, nutzen, wird auch überall immer wieder genannt.
 
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Alexander2 schrieb:
Aber zumindest, das neuere Kernel mit den treibern kommunizieren damit arbeiten können, die Situation wurde durch dieses "offenen adapter" nenne ich es mal verbessert.
Und die Problematik mit hardwarebeschleunigten De-/Encoding von Videos besteht halt weiterhin. Denn Nvidia setzt immer noch auf die eigenen APIs dafür, während sich die meiste Software unter Linux auf VA-API konzentriert (welches sowohl mit Intel und AMD GPUs nutzbar ist).
 
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zombie schrieb:
Würde es mit dem 390er noch Sinn machen, bekomme ich den in Zorin installiert und würde der dann noch die Hardwarebeschleunigung aktivieren?

Nicht auf dem OS, nein. Sofern du den Treiber installiert bekommst, endet das einfach in einem Blackscreen, da Treiber und Kernerl nicht mit einander kompatibel sind.

Wenn du den letztmöglichen Treiber von nvidia nutzen willst für die GPU (also den 390), musst du ein OS wählen, das auf eine Kernel-Version vor 6.5 zurückgreift, beispielsweise BunsenLabs. Das ist ein Derivat von Debian 12 "Bookworm", also Kernel 6.1.

Wie hier schon öfters erwähnt wurde, gründet dein Problem nicht in Linux. Nvidia unterstützt mit dem Treiber einfach neuere Kernelversionen nicht.
 
Danke für eure Tipps aber da es mit Linux auf diesem Rechner nicht so läuft wie erhofft, werde ich es damit lassen und nutze jetzt noch Win10 für dieses Jahr und dann muss er halt leider weg. Win11 mit viel nicht so legalem gefrickel will ich auch nicht. Das lohnt dann alles nicht für den "guten" alten Rechner.
 
Zumindest Win11, gibts da ja nichts zu frickeln, das läuft einfach nicht. Das wurde ja schon geschrieben.

Ist an der stelle einfach mal nicht kompatibel, ganz echt und nicht nur, weil Microsoft künstlich Softwarechecks einbaut.
 
@Alexander2 Das vorletzte Posting von @SavageSkull wirkte so, als wenn es da "Lösungen" für Win11 gäbe. Darauf bezog sich meine Aussage
 
zombie schrieb:
Danke für eure Tipps aber da es mit Linux auf diesem Rechner nicht so läuft wie erhofft, werde ich es damit lassen und nutze jetzt noch Win10 für dieses Jahr und dann muss er halt leider weg.

Naja, es gibt diverse Distributionen, mit denen du dein Vorhaben umsetzen kannst. Nur auf die Kernel-Version musst du achten.
 
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