Arbeitszeugnis - Detailverbesserungen

subtrahierer

Lieutenant
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Ich habe heute den Entwurf meines Arbeitszeugnisses bekommen mit der Frage, ob ich mit den Formulierungen einverstanden bin. Ich denke Detailverbesserungen sind da noch drin, ich würde mich über Anregungen und Bewertungen freuen.

Kurz zum Background: Ich habe dort 12,5 Monate gearbeitet und wurde vom Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen entlassen.


Herr ... war in unserem Unternehmen im o.g. Zeitraum als IT-Servicetechniker eingestellt.

Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit war Herr ... verantwortlich für
• Fehlerdiagnose von PC-Problemen
• Erarbeitung von Problemlösungen und Umsetzung dieser Lösungen
• Unterstützung des Teams in der täglichen Arbeit (Kundenberatung, Auftragsannahme, telefonischer Kundensupport)
• Betreuung von Firmen-Netzwerken (vor allem Windows Server 2003, 2008 inkl. Clients und Peripherie)

Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Seine fachlich kompetente Art machte ihn bei unseren Kunden zu einem geschätzten
Ansprechpartner. Herr ... arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft. Er bewältigt die
an ihn gestellten Anforderungen selbständig und sicher, fand gute Lösungen und brachte
neue Ideen ein.

Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Kunden war jederzeit einwandfrei.

Für die weitere Zukunft wünschen wir Herrn ... alles Gute und viel Erfolg.

Meine Ansätze:

"Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er stets zu unserer vollsten Zufriedenheit."

"Sein Verhalten gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und Kunden war jederzeit einwandfrei." (Allerdings versteht sich der Chef eher als Kollege, dennoch kann das der potentielle neue Arbeitgeber nicht wissen)

Schlußfloskel noch um Bedauern erweitern.



Habt ihr weitere Anmerkungen oder Anregungen?

Danke im Voraus.
 
"...Anforderungen selbständig und sicher, fand gute Lösungen und brachte
neue Ideen ein."

Fehler :)


Edit: Bitte :)
 
Zuletzt bearbeitet:
zusätzlich zu den bereits genannten punkten - insgesamt etwas "dünn", da könnte man etwas mehr substanz reinbringen.

ebenfalls gaaanz wichtig: die schlussformel... etwas übertrieben ausgedrückt: "... wünschen wir Herrn ... alles Gute und viel Erfolg." = wir sind froh, das wir den trottel los sind.

für einen wirklich geschätzten mitarbeiter würde hier in nahezu herzzerreissender weise stehen, wie unersetzlich der verlust für das unternehmen ist.
 
hallo, in der Zeugnissprache wo die Personalchefs zwischen den Zeilen lesen ist es sehr wichtig und von bedeutung daß immer zuerst der Vorgesetzte und dann die Kollegen genannt werden, wenn zuerst die Kollegen und dann der Chef steht, bedeutet es daß es zwischenmenschliche Probleme gegeben hat. Weiß ich aus eigener Erfahrung.

Gruß
 
Setze den Vorgesetzten vor den Kollegen. Und hast du dich irgendwo im besonderen Maße engagiert? Teamleiter / Abteilungsleiter oder sowas? Das mit den sehr bedauern und den betrieblichen Gründen sollte natürlich mit rein. Anstelle den betrieblichen Gründen wäre ein anderer Grund allerdings besser da der Satz zu wenig aussagt.

z.B. aus wirtschaftlichen Gründen da die Nachfrage gesunken ist oder weil wir den Standort schließen. Aus betrieblichen Gründen kann auch sein, weil du schlecht gearbeitet hast...

Und ich schließe mich an, das Schreiben ist etwas mager. Wie gesagt hinter der Aufzählung deiner Tätigkeiten fehlt noch die Auflistung wo du gut warst und wo du dich besonders hervorgetan hast. Im Moment klingt das nach. Er hat seinen Job von 8 - 17 Uhr gemacht und das wars...
 
Zuletzt bearbeitet:
Herr ... war in unserem Unternehmen im o.g. Zeitraum als IT-Servicetechniker eingestellt.

Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit war Herr ... verantwortlich für
• Fehlerdiagnose von PC-Problemen
• Erarbeitung von Problemlösungen und Umsetzung dieser Lösungen
• Unterstützung des Teams in der täglichen Arbeit (Kundenberatung, Auftragsannahme, telefonischer Kundensupport)
• Betreuung von Firmen-Netzwerken (vor allem Windows Server 2003, 2008 inkl. Clients und Peripherie)

Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Seine fachlich kompetente Art machte ihn bei unseren Kunden zu einem geschätzten
Ansprechpartner. Herr ... arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft. Er bewältigt die
an ihn gestellten Anforderungen selbständig und sicher, fand gute Lösungen und brachte
neue Ideen ein.

Durch seine Geselligkeit trug er zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Er bewies ein umfassendes Einfühlungsvermögen für seine Kollegen.

Für die weitere Zukunft wünschen wir Herrn ... alles Gute und viel Erfolg.
 
Suxxess schrieb:
Setze den Vorgesetzten vor den Kollegen. Und hast du dich irgendwo im besonderen Maße engagiert? Teamleiter / Abteilungsleiter oder sowas? Das mit den sehr bedauern und den betrieblichen Gründen sollte natürlich mit rein. Anstelle den betrieblichen Gründen wäre ein anderer Grund allerdings besser da der Satz zu wenig aussagt.

Die Firma hat 8 Mitarbeiter. Also eher nix dergleichen. Ich werde mir aber nochmal Gedanken zur Schlußfloskel machen müssen.
 
Hotshady schrieb:
Durch seine Geselligkeit trug er zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Er bewies ein umfassendes Einfühlungsvermögen für seine Kollegen.
Bist du sicher, dass das keine glatte 5 - 6 ist? Das klingt nach, er ist ein Schwätzer und arbeitet nicht. Er macht lieber Raucherpause und schleimt sich ein...

Ich kann das nicht ganz beurteilen, aber Geselligkeit ist in diesem Zusammenhang nicht gut. (Meiner Meinung nach)

@subtrahierer
Wie gesagt das sieht nach einem 0815 Zeugnis aus, und das ist in der Zeugnissprache = schlecht.
Wenn dein Chef ohne versteckten "Code" arbeiten möchte dann sollte recht weit oben darauf hingewiesen werden, dass das Zeugnis so geschrieben wurde wie es gemeint ist und das kein versteckter Code enthalten ist.

Und was spricht dagegen dich zum Teamleiter deiner Abteilung zu machen und die dir übertragende Verantwortung besser zu betonen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hotshady ist ein richtig lustiger Geselle. Was er in Farbe geschrieben hat bedeutet "Säufer und schwul".

subtrahierer
Kann es sein, dass dein Chef dich nicht leiden konnte? Kann mal meiner Meinung nach so raus lesen.
 
@shadow: Nein, nicht dass ich wüsste. Woran machst du das fest? Mein Ausscheiden aus der Firma hat allerdings neben dem deutlichen Rückgang der Auftragslage sicher auch mit längerer Krankheit zu tun.

@Suxxess: Was meinst du mit "was spricht dagegen..."? Ich war es einfach nicht. Soll ich dennoch auf eine solche Aussage im Zeugnis bestehen? Wie würde ein Hinweis auf Ausschluß des "Geheimcodes" aussehen? Das ganze Thema Arbeitszeugnis ist doch eine Farce *seufz*.
 
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