Onkelhitman schrieb:
Ich glaube also nicht, dass das Klimaneutraler ist. Ausrechnen wird das aber einfach niemand können.
Doch. Man geht davon aus, dass alleine Abbau und Transport zu einer schlechteren (fossilen) Energie- und CO2-Bilanz führen als Gaskraftwerke.
getexact schrieb:
Lustig, dass hier alle von Subventionen sprechen, wo doch die EE auch subventioniert werden, dennoch ist es ein Irrglaube vieler, dass die Lagerung vom Staat bezahlte werden, und die Energieversorger nix damit zu tun haben, dass die energierversoger seitjeher Rück´stellungen für die Lagerung bilden müssen, das ist wohl vielen nciht klar.
Die direkte Subvention von Atomstrom beträgt zur Zeit etwa 4Cent/kWh und ist damit viermal höher als bei erneuerbaren Energien.
[sauba] schrieb:
Außerdem liefert ein AKW ein sehr konstante Leistung (und ist damit gut planbar und grundlastfähig) und ist nicht so extrem schwankend wie Wind- oder Solarkraft.
Gilt nicht im Sommer. Schon bei den Temperaturen in Deutschland wird die Kühlung stark beansprucht und der Wirkungsgrad sinkt (ist auch klar, wenn man sich die dt-Ausgleichskurve anguckt. Siehe Physik-Unterricht.) Planbar - ja. Konstant - nein (Jahreszeitenabhängig)
[sauba] schrieb:
Des Weiteren sind Atomkraftwerke bei uns extrem sicher. Tsunamis und Jahrhunderterdbeben kombiniert werden bei uns wohl kaum auftreten.
Tsumanis haben wir erstmal nicht zu erwarten, das stimmt. Jedoch ist die Sicherheit einiger Kraftwerke nicht so hoch, wie man es gerne hätte und während eine durchschnittlich hohe Sicherheit schön ist, reicht jedoch ein Unfall in nur einem Kraftwerk, um eine Katastrophe auszulösen. Es gab auch in deutschen Kraftwerken genug Zwischenfälle und Strahlenopfer in der Bevölkerung.
[sauba] schrieb:
Gerade im Bezug auf eMobilität extrem zukunftsweisend, falls diese Fehlentscheidung des Ausstiegs zurückgenommen wird.
E-Mobilität hätte gerade den Vorteil, dass die hohe installierte Leistung der erneuerbaren Energien zum Laden vieler Batterien verwendet werden könnte.
Aber nun zu einem Vorteil, der mir noch so einfällt:
AKWs sind genau der richtige Erzeuger für unser derzeit noch vorwiegend unidirektional ausgelegtes Verteilernetz, d.h. es gibt eine eindeutige Zuordnung von Erzeuger und Verbraucher, der Leistungsfluss findet nur in eine Richtung statt, dafür eben in großen Mengen. ->zentrale Energieerzeugung.
Damit eng verbunden ist die ortsnahe Erzeugung. Bestimmt jeder hat schon von der Überlastung der Netze gehört: ab 400km Übertragung wirds knifflig, das Problem hat man beim "AKW um die Ecke" nicht.
Eine Information, die vielleicht noch hilfreich für deinen Text sein könnte:
-es gibt Verfahren, die bereits wirtschaftliche Anwendung finden, in denen das abgeschiedene CO2 aus Kohlekraftwerken mithilfe von Wasserstoff in Methan (Erdgas) umgewandelt wird. Das lohnt sich in dem Augenblick, wenn Wasserstoff aus der "Überschussmenge" der EE gewonnen wird. Der Wirkungsgrad der Energiewandlung beträgt hierbei etwa 75%. (Zum Thema "Abhängigkeit von russischem Gas" - es ist zwar keine Möglichkeit, den ganzen Bedarf zu decken, aber schon, um ihn abzufedern)