Audiostreaming - brauche ich ein NAS? NAS selbstbauen?

Broni

Ensign
Dabei seit
Jan. 2017
Beiträge
215
Ich brauch mal ein paar Empfehlungen auf einer strategischen Ebene, bevor es konkret um bestimmte Hardware geht.
Zurzeit sieht meine Konfiguration so aus:

Netzwerk.jpg



Rechner im Arbeitszimmer:
Asus H81T, 8 GBbyte Hauptspeicher, i5-5670T @2,30GHz, SSD 860 EVO 1TB, SSD 840 EVO 120 GB mSATA, passiv gekühlt

Bei diesem Setup habe ich immer wieder Probleme beim Streaming der Musikdateien quer durch die ganze Wohnung und bekomme das nicht richtig in den Griff. Beim Musikhören gibt es immer wieder Aussetzer. Server und Fritzbox sind per WLAN verbunden, ich kann und möchte keine Kabel quer durch die Mietwohnung legen. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, einen Server für die Musikdateien ins Wohnzimmer zu stellen. Dann müsste wie gesagt nicht mehr quer durch die ganze Wohnung gestreamt werden. Der Server und der Raspberry würden beide per LAN an der Fritz Box hängen.

Ich gehe mal davon aus, dass das dann weniger Störanfällig ist.

Daher überlege ich die ganze Zeit, ob ich den Rechner im Arbeitszimmer ausmustern soll und daraus eine NAS machen. Das Gehäuse ist ja schon passiv gekühlt, wäre also schön leise bei Musikhören. Der Haupteinsatzzweck ist Musikstreaming, deswegen müssen zwingend darauf Programme wie
Logitech Media Server, Twonky Server, Minim Server usw. laufen können.

Außerdem würde ich mir gerne die Option offenhalten, darauf einen Roon Core laufen zu lassen, damit ich auf eine Software festgelegt bin und rumprobieren kann, was mir am besten zusagt.

NAS selber bauen oder fertig eine kaufen? Ist das sinnvoll mit dem Rechner?

Was sind eure Meinungen dazu?
 

john.smiles

Commander
Dabei seit
Mai 2014
Beiträge
2.630
Kommt auf die Größe der Musikdateien an, wenn alles auf eine SD-Karte passt, würde ich einfach dem PI eine große SD-Karte spendieren und ihn als Storage benutzen. Picore hab ich nicht mal mehr im Gedächnis, aber Volumio bringt gleich vorkonfigurierte Samba Ordner mit. USB-SSD oder HDD am PI geht natürlich auch, macht aber die Kiste gleich so fett und sieht vergleichweise unfertig aus.
 

Broni

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Jan. 2017
Beiträge
215
Für die erste Variante muss der LMS auf dem RPI laufen. Habe ich schon probiert, läuft zäh. Macht keinen Spaß.
Volumio habe ich auch probiert. PiCore Player war bei mir deutlich stabiler.
 

DeusoftheWired

Fleet Admiral
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
11.503
Spricht etwas gegen einen (großen) USB-Stick mit den Audiodateien an der FRITZ!Box? Die Leserate via USB ist für Audio mehr als ausreichend. Kannst den Spaß sogar gleich als DLNA-Server freigeben. Ansonsten halt normales SMB.
 

Broni

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Jan. 2017
Beiträge
215

TechX

Lieutenant
Dabei seit
Mai 2014
Beiträge
534
Ich gehe mal davon aus, dass das dann weniger Störanfällig ist.
Stell den Rechner halt einfach mal testweise so auf - dann siehst Du ja, ob das tatsächlich was bringt oder nur eine Hoffnung ist, weil das Problem woanders liegt.
Dein "Server" wird wohl auch als normaler PC genutzt - gibt es da einen Zusammenhang?

Generell rate ich immer zu einem dedizierten NAS, wenn verschiedene Endgeräte auf die gleichen Dateien zugreifen können sollen - somit ist einerseits der Zugriff wahlfrei möglich u. die Datensicherung vereinfacht sich ungemein, da es nur noch 1 Gerät gibt, dessen Backup tatsächlich sinnig u. notwendig ist.

Den "Server" als reines NAS einzusetzen würd ich jetzt eher nicht machen - diese Leistung bräuchte ein NAS nicht u. wäre eher Schade drum.

Eine Fritzbox als NAS einzusetzen könnte man im Notfall machen - das wäre aber die allerletzte Option, die ich in Betracht ziehen würde - einfach nur lahm u. auch wenig flexibel u. mit einer "echten" NAS-Lösung im Prinzip nicht wirklich vergleichbar.

Falls Du einen NAS-Kauf in Betracht ziehen würdes, dann sieh dir unbedingt vorher die unterstützten Packete an u. denke daran, das gerade die Einstiegsmodelle (z.B. SE/J von Synology) äußerst schnell an ihre Grenzen kommen - die eignen sich wirklich nur als Datengräber u. sonst nichts.

Kommt man mit seinen Ansprüchen Richtung der +-Modelle wird eine DIY-Lösung sehr schnell interessant, da man für etwas weniger/gleichem Invest wesentlich mehr Leistung u. Flexibilität bekommen kann. Bequemer sind u. bleiben die Kaufprodukte dabei aber alle mal.
 
Zuletzt bearbeitet:

DeusoftheWired

Fleet Admiral
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
11.503
Ja, die FB kann keine Tags bei FLAC auswerten, es werden auch keine Cover angezeigt.
Dann binde den Stick als SMB/CIFS-Freigabe am Raspi ein und laß eine Medien/Musikserversoftware die Dateien darauf indizieren. Du könntest den Stick auch direkt an den Raspi anschließen, mußt aber dann die Freigabe auf ihm einrichten, damit er befüllt werden kann, weil ab- und anstöpseln doch etwas nervig sind.

Eine Fritzbox als NAS einzusetzen könnte man im Notfall machen - das wäre aber die allerletzte Option, die ich in Betracht ziehen würde - einfach nur lahm u. auch wenig flexibel u. mit einer "echten" NAS-Lösung im Prinzip nicht wirklich vergleichbar.
USB an der FRITZ!Box ist lahm, ja, aber die Frage ist, was man mit der 1-G-Anbindung eines echten NAS soll, wenn ohnehin nur Musik darüber streamt wird. Das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Mit dem Asus H81T und i5 noch viel mehr.
 

TechX

Lieutenant
Dabei seit
Mai 2014
Beiträge
534
Top