Aufbau eines Heimkinosystems mit hohem Anteil an Musikwiedergabe

Memocrime

Cadet 1st Year
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Feb. 2013
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11
Hallo zusammen,

ich habe vor, ein neues Heimprojekt zu starten mit folgendem Ziel:

Aufbau eines Heimkinosystems, über das gleichzeitig auch Musik
abgespielt wird, wobei derzeit der Schwerpunkt noch mehr auf Musik
liegt

Randbedingungen:
- Netzwerkfähig, da die Musik in Kürze auf einer neu erworbenen
Synology-NAS liegen wird
- wenn möglich über iPad, iPhone steuerbar (möchte gerne TV auslassen
für die Musikauswahl)
- SAT-Receiver XTrend ET 6000 über HDMI anschließen
- Anschluss einer Wii
- Anschluss weiterer Spielekonsolen in Zukunft (Junior wird auch mal
größer, hehehe)
- Anschluss DVD-Player
- TV ist ein ca 9 Jahre alter Sharp Aquos
- musik querbeet (Metal, Hardcore, Klassik, Pop, je nachdem ob die
Chefin oder ich hören)

Zunächst hatte ich an ein Komplettsystem gedacht, aber als ich dann
das Forum hier gefunden hatte, habe ich diese Idee sehr schnell wieder
verworfen. Lieber baue ich das System langsam auf, habe dafür am Ende
etwas gut klingendes. Soll heißen, AVR mit zumindest 2.0 oder 2.1 als
Start. Ausbau in Richtung 5.1 angedacht. Derzeit habe ich kein System!

Derzetiges Budget für den Start ca 500-600,- €

Die Fotos zeigen die derzeitgem räumlichen Gegebenheiten. Der Raum ist
insgesamt ca 30m2 groß, Couchbereich vor dem TV ungefähr die Hälfte.
Boden ist Laminat.

Nun benötige ich Eure Expertise. Denn ich habe nun so viele Systeme
vorher schon im Internet gesehen und auch hier Beiträge gelesen, dass
mir nun der Kopf raucht. Der Übersichtsbeitrag von kammerjaeger1 ist
prima und ein guter Startpunkt. Es wäre cool, wenn man ähnliches auch
für 2.0 und 2.1 machen könnte. Denn dann kann man als Newbie wirklich
sich hinsetzen und auch alleine nach und nach ein System
zusammenbauen. Mir fehlt hier einfach die Erfahrung, ob ein Sub
notwendig ist oder nicht. Ebenso verhält es sich mit den AVRs.

dann bitte ich nun um tatkräftige Hilfe. Vielen Dank schon jetzt.
Foto 1.JPGFoto 2.JPGFoto 3.JPG
 
Schwerpunkt Musik? Definitiv 2.0 und dann ev. auf 4.0 (oder 5.0 für Filme) erweitern.
Ein Sub taugt nur was für Techno und Co.
IMO.
 
Ich bin in selbiger situation und spare noch ein wenig um mir dann 2.0 standboxen zu kaufen. Um 1000€ + AVR solltest du schon was cooles finden.
 
Für Metal brauchst du gute Mitten und Höhen, ausser du magst Nu Metal, wo der Bass mehr im Vordergrund steht. :evillol:
 
Bei Redcoon gibt es schöne Sets mit den Jamo S606 inkl AVR. Die beiden Standsäulen klingen ausgezeichnet, gerade bei Musik, lassen sich später durch Center und Rear zu einem vollwertigen 5.0 System erweitern.
Innerhalb deiner finanziellen Planung bewegt sich das ganze auch.
http://www.redcoon.de/B152899-Jamo-S-606-Apfel-Dunkel-Paar_Stand-Lautsprecher
Passend dazu Beispielsweise der Pioneer VSX-527-K.
http://www.redcoon.de/B383921-Pioneer-VSX-527-K-Schwarz_5-Kanal-AV-Receiver


http://www.areadvd.de/hardware/2008/jamo_s606_hcs3.shtml
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwar eine Ecke teurer als die Jamo S606 aber auch klanglich überlegen - KEF iQ70. Sie sind nicht so bassstark wie die Jamo, lösen aber feiner auf. Ein weiterer Vorteil ist meiner Meinung nach die abgerundete Form - die Lautsprecher wirken dadurch nicht so klobig.
Bei Nubert könntest Du dich auch mal umsehen.
 
Nur mit den Boxen kann er aber nix anfangen MichaelMros. ;)

Da fehlt denn noch der AVR wo die Einstiegsmodelle auch schon um die 250,00 Euro +-20,00 Euro starten + Lautsprecherkabel. Also mal voll über seinem Budget.



@perfectsam:

In jedem Heimkino ist ein Sub unerlässlich. Standlautsprecher kommen nie soweit runter das sie solche Tiefeneefekte wiedergeben können wie es ein Sub kann. Da die Filme eine eigen Tonspur nur für den Bass haben ist er ein Bestandteil einer jeder 5.1 Anlage und daher Pflicht. Gucke Dir mal Transformers, Battleship, 2012 und co (die richtig viele Effekte auf dem LFE Kanal haben) einmal mit und einmal ohne Sub an und Du wirst merken Dir fehlt ohne Sub was. Deshalb ist Deine Verallgemeinerung ja mal sowas von falsch das man einen Sub nur für Musik braucht. Bei Musik kommt es eher darauf an wie das Chassie aufgehängt ist und wie schnell die Amplidude abgebaut wird wenn viel Kickbass im Musiktitel drinne vorkommt.



Was madtyson schreibt stimmt so schon. Maximal 600,00 Euro sind schon arg wenig für 2.0 oder 2.1 Set. Die Set´s von Redcoon sind schon gut aber meistens sind da die AVR´s unterdimensioniert.

Hast Du bei Dir in der Nähe einen HiFi Laden (kein Saturn, MM, Expert und co) wo Du Probe hören kannst? Weil es kann sein das Dir klanglich die Jamos gar nicht zusagen. Deshalb solltest Du vorher schon Alternativen gehört haben damit Du weisst wo die Reise hingeht. Bestellst Du die Sachen einfach so hast Du ja keine Referenz zu anderen Lautsprechern und hälst Dein Set folglich für das beste weil Du ja nix weiter gehört hast. Deshalb ab in den nächsten HiFi Laden und Probehören.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Sub taugt nur was für Techno und Co.
Das ist doch schlicht und ergreifend nicht war. Ein Subwoofer ist in aller erster Linie ein Tieftonspezialist. Insbesondere bei 2-Wege-Lautsprechern ist auch für den vollen Musikgenuss ein Subwoofer durchaus sogar notwendig. Man denke nur an Orgelkonzerte, Jazz... oder bei Musik mit sehr großen Trommeln... zudem spielen viele Lautsprecher viel befreiter, wenn man ihnen die Last der untersten Oktave durch einen Spezialisten abnimmt.
Es braucht zwar nicht jeder Lautsprecher zwingend eine Subwooferunterstützung... aber die wenigsten sind wirklich in der Lage linear bis 40-30Hz zu spielen... geschweige denn 16Hz (bei einer großen Orgel durchaus vorkommend) ... was dann bei 2-Wegern mit dem Mittelton passiert kann sich jeder selbst ausmalen.

Ansonsten gilt wie immer: Probehören... schaun welche Lautsprecherart, Marke einem am ehesten Zusagt... dann gezielt nach Angeboten oder Schnäppchen ausschau halten.

Wider der meisten Gerüchte sind moderne AVRs auch voll Stereotauglich... und bei ungünstigen akustischen Bedingungen sogar von Vorteil (dank Einmessung, DSP, Presets etc.). Man sollte aber dann nicht unbedingt in der untersten Klasse einsteigen, sondern zumindest auf die Mittelklasse zielen. Wirklich eklatante Unterschiede zw. den großen Marken gibt es nicht (bis auf Sony, die fallen immer negativ auf), so dass man nach Angebot/Ausstattung und Optik entscheiden kann.
Bei der Verwendung von AVRs für den Stereo-Betrieb sollte man auch den Wirkungsgrad der Lautsprecher nicht ganz außer acht lassen, wobei leistungsstarke Stereoverstärker auch eine richtige Stange Geld kosten.

Bei Subwoofern wird es teuer, wenn sie gut sein sollen (rechne hier wenn sie Musiktauglich sein sollen mal eher mit 500€/Stück) und generell ist es bezüglich Raummoden/gleichmäßige Raumanregung immer besser mind. 2 Subwoofer zu verwenden (können aber problemlos Mono betrieben werden).

Jeder wird dir hier erstmal seine Lieblingslautsprecher empfehlen... und das hilft dir ja nicht weiter....

Bei 500€ Budget geht eigentlich nur was gutes über gebrauchte Geräte. Wenn gleich viele unterschiedliche Audioquellen incl. Surround verwaltet werden sollen bietet sich ein AVR an... einer ohne HDMI geht gebraucht meist für unter 100€ über die Ladentheke...

Dann bliebe erstmal noch genug für Lautsprecher...

Wenn Selbstbau in Frage kommt, gibt's ne große Auswahl... ansonsten eigentlich nur die üblichen Verdächtigen die gerade als Auslaufmodell verfügbar sind... oder von Haus aus ein sehr geringes Preisschild haben.
Subwoofer würde ich erst ganz am Ende einplanen... die sind eher das Tüpfelchen auf dem i und nicht unbedingt notwendig um Musik und Film zu genießen.

zu spät gesehen:
In jedem Heimkino ist ein Sub unerlässlich. Standlautsprecher kommen nie soweit runter das sie solche Tiefeneefekte wiedergeben können wie es ein Sub kann. Da die Filme eine eigen Tonspur nur für den Bass haben ist er ein Bestandteil einer jeder 5.1 Anlage und daher Pflicht. Gucke Dir mal Transformers, Battleship, 2012 und co (die richtig viele Effekte auf dem LFE Kanal haben)

Stimmt nicht, natürlich gibt es Lautsprecher mit entsprechendem Tiefgang... und wenn die Subs nicht angeschlossen sind, wird der LFE-Kanal eben über die Fronts ausgegeben... oder fehlen bei dir die Stimmen wenn der Center nicht angesteckt wird?!
Und so manche ausgewachsene Standbox kann mehr Tiefgang mit mehr Dynamik als so mancher Einsteiger-Subwoofer. Insbesondere die ganz kleinen glänzen ja nur durch Bumms-Bass ohne Kontur.

Und in aller erster Linie sind auch bei Filmen wie bei Musik die Mitten wichtig... hier liegt die Sprachverständlichkeit und der Großteil der Musik und Geräusche. Das tiefe Blubbern gehört zwar auch dazu... aber ist eben nicht notwendig einen Film überhaupt genießen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Yiasmat schrieb:
Nur mit den Boxen kann er aber nix anfangen MichaelMros. ;)

Da fehlt denn noch der AVR wo die Einstiegsmodelle auch schon um die 250,00 Euro +-20,00 Euro starten + Lautsprecherkabel. Also mal voll über seinem Budget.

Vernünftiges 2.0 - gerade wenn hauptsächlich Musik gehört wird - ist mit ca. 600 € nur schwer zu realisieren, das muss klar sein. Natürlich ist das abhängig von den Ansprüchen. Da Lautsprecher keine Wegwerfartikel sind, sollte man bei der Beschaffung vielleicht den ein oder anderen Euro mehr in Qualität investieren. Wichtig ist immer das Probehören (daheim oder beim Fachhändler).

Das Jamo S606 5.0 Set hatte ich zum Testen daheim, neben den KEF iQ70, den KEF iQ7SE (für die hab' ich mich dann entschieden) und den Nubert nuBox 481.
 
Bei dem Musikgeschmack würde ich auch Richtung Standlautsprecher und Sub tendieren. Die bereits hier mehrfach empfohlenen Jamo´s halte ich bei Metal/Rock für eine nicht ganz so gute Empfehlung (auch wenn diese in den preislichen Rahmen passen). Die Jamo´s haben einen Anstieg im Hochton. Zumal löst der HT auch nur begrenzt auf. Alles mit gezerrter Gitarre kommt da gerne mal "komisch" bzw. verzerrt. Within Temptation, Billy Talent, Tool hören sich auf den Jamo´s anstrengend an. Wird´s ein weniger popiger oder elektronischer, spielen die Jamo´s gut auf. Im Zweifelsfall wie erwähnt unbedingt vorher anhören.

Wie sieht´s mit Selbstbau aus? Da sollte man mit dem Budget was gutklingendes bauen können. Da vll. mal die Regierung fragen, vll. lässt sich diese für ein gemeinsames Deko motibieren? Selbstbau kann im übrigen recht einfach sein (vorgefertigte Bausätze).
 
Endlich mal jemand, der Fotos der Hörumgebung mitliefert. :)

Leider ist es sehr ungünstig, einen Lautsprecher direkt neben die Wand und den anderen frei im Raum zu positionieren. Bei Stereowiedergabe ist eine möglichst symmetrische Umgebung um jeden Frontlautsprecher erstrebenswert.

Das Ergebnis deiner Aufstellung wäre ein dröhnender rechter Lautsprecher, ein dünn klingender linker und eine extrem verzerrte Stereomitte.

Lass dir gesagt sein: Der Raum und die Aufstellung machen mindestens 50% des Gesamtklanges aus (die restlichen 50% sind Aufnahme und Lautsprecher), daher kann ich dir nur zwei Dinge empfehlen:

1. Den Raum anders einrichten, gute Lautsprecher kaufen.

2. Alles so lassen, günstige Lautsprecher nehmen und zufrieden sein.

Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld.
 
Hallo zusammen,

danke erst einmal für das viele Feedback. ich werde später noch auf Euch einzeln eingehen.

@all:
Musikgeschmack ist wirklich querbeet. Es dröhnt also nicht den ganzen Tag Slayer, Tool, usw.. Klassische Sachen sowie auch internationale Musik, türkisch, arabisch werden ebenfalls gehört. Es geht halt nichts über einen breiten Geschmack :)

@PeterPlan:
Du meinst vermutlich mit der Aufstellung, dass der eine LS dann in der Ecke steht, während der andere auf der linken Seite des TV eher im Raum steht. So wie ich es verstehe, sollten entweder auf beiden Seiten der Boxen eine Wand sein oder aber beide freistehend.
Da ich nicht ewig in dieser Wohnung bleiben möchte und auch nicht unbedingt mit dem Mobiliar verheiratet bin, besteht Grund zur Hoffnung auf einen besseren Klang in Zukunft.
Was würdest Du denn für Variante 1 und für Variante 2 jeweils vorschlagen?
 
l_uk_e schrieb:
Was ist das denn für ein dummes getrolle?
Wenn man keine Ahnung hat...

was bist du denn fürn Bird..
mir solls egal sein wenn sich die Leute irgendwelche billigen 5.1 Riesenboxen und nen 0815 AVR zum Musikhören kaufen

.. wenn du etwas davon verstehen würdest hättest du wissen können das diese kleine Anlange musikalisch erstklassig klingt.. und für diese Ansprüche reicht.. allein das Budget von 600€ ist lächerlich. .da muss man halt Abstriche machen.. aber es wird nicht besser dann aus Verzweiflung irgend einen schlottrigen AVR mit Müllboxen zu kaufen..

ein Mehrkanal AVR zum Stereo Musik hören ist außerdem ebenfalls bescheuert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ctrl schrieb:
was bist du denn fürn Bird..

Noch nicht einmal den Beitrag des TE´s gelesen:

Randbedingungen:
- Netzwerkfähig, da die Musik in Kürze auf einer neu erworbenen
Synology-NAS liegen wird
- wenn möglich über iPad, iPhone steuerbar (möchte gerne TV auslassen
für die Musikauswahl)
- SAT-Receiver XTrend ET 6000 über HDMI anschließen
- Anschluss einer Wii
- Anschluss weiterer Spielekonsolen in Zukunft (Junior wird auch mal
größer, hehehe)
- Anschluss DVD-Player

Aber die anderen Leute hier persönlich angehen. Da kannste so unsachlich argumentieren wie Du willst.
 
FooFighter schrieb:
Noch nicht einmal den Beitrag des TE´s gelesen:

Randbedingungen:
- Netzwerkfähig, da die Musik in Kürze auf einer neu erworbenen
Synology-NAS liegen wird
- wenn möglich über iPad, iPhone steuerbar (möchte gerne TV auslassen
für die Musikauswahl)
- SAT-Receiver XTrend ET 6000 über HDMI anschließen
- Anschluss einer Wii
- Anschluss weiterer Spielekonsolen in Zukunft (Junior wird auch mal
größer, hehehe)
- Anschluss DVD-Player

Aber die anderen Leute hier persönlich angehen. Da kannste so unsachlich argumentieren wie Du willst.

Danke, dass wenigstens einer mit liest und mit denkt ^^

Ich habe mein Posting schon genaustens überlegt ^^

Btw gibt es immer noch Selbstbau und da sind die 600€ doch wieder realistisch!
 
Mein Vorschlag wäre das Budget auf ~ 1000 € zu erhöhen. Gerade bei dieser Grenze trennt sich untere von oberer Mittelklasse. Das ließe Spielraum für einen guten Mittelklasse AVR für 300 € (der die Anforderungen aus'm 1. Post erfüllt - z. B. Denon AVR-1713 oder Onkyo TX-NR515, von Pioneer gibts auch passende Geräte) und zwei Standlautsprecher für knappe 350 € das Stück - für das Budget gibts beim Fachhändler auch ausreichend Probehörmöglichkeiten.

FooFighter hatte es bereits angeprochen - die Jamo S606 sind nicht der Knaller (verglichen mit höherwertigen Lautsprechern, Preis-Leistung ist natürlich klasse), das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Selbstbau ist natürlich immer eine Option.

Wenn der Raum leicht kritisch ist wie bei Dir, bieten sich Standlautsprecher mit nach vorn gerichteter Bassreflexöffnung an. Die KEF iQ70 hätten das, die nuBox 481 von Nubert auch. Das Sofa an der Wand ist natürlich nicht optimal wenn die Lautsprecher rechts und links neben dem TV platziert werden sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Thread nimmt den gleichen Kurs wie alle anderen zu diesem Thema... Halbwissen, "mehr brauchst du nicht"-Ausagen, komplett danebengegriffene Empfehlungen die überhaupt nicht dem Wunsch des Threaderstellers entsprechen...


Von daher hier nochmal ganz konkret an Memocrime:

-kommen gebrauchte AVRs für dich in Frage? Insbesondere bei diesem geringem Budget kommst du mit neuen Geräten nicht weit... auch nicht bei neuen Stereo-Verstärkern, denn wenn es nicht absolute Unterklasse sein soll, bist du hier auch locker im 250€+-Bereich, erst recht wenn digitale Quellen verwaltet werden sollen...

-Komm DIY in Frage? Und wenn ja in welcher Form? (was traust du dir zu?)

Ein guter Startpunkt bei diesem sehr kleinen Budget ist immer:

-Gebrauchter AVR: ab knapp 100€ bekommst du gute Modelle.. teilweise ab 150€ sogar mit HDMI... (vor Weihnachten habe ich erst für die Schwiegereltern einen gebrauchten Onkyo 808 erstanden für 170€). Das ist preis/Leistungstechnisch quasi nicht zu schlagen

-Dann hättest du ca. 400-500€ für Lautsprecher... das ist nicht viel, aber eine vernünftige Basis. Als Klassiker könntest du dir das Angebot von Hifi-Atelier mal anschauen: 1 Paar StartAirKit 2S inkl. Gehäuse in Farbe deiner Wahl für 400€ flat out. Das sind sehr hochwertige Einsteigerlautsprecher, lassen sich beliebig auf Mehrkanal erweitern... und stellen in dieser Preisklasse quasi alles Fertige in den Schatten.

Beim StartAirKit 2S brauchst du erstmal auch keinen Woofer (schließlich gehen die durchaus tief genug, dass erstmal nichts fehlt), haben eine saubere Bühne und einen angenehmen, detaillierten Klang. Und nicht abschrecken lassen von den "kleinen" Chassis... diese können weit mehr als man beispielsweise von einer NoBox 381/481, Heco Metas erwarten kann... einzigste Premisse ist: du traust dir zu 4 farblich eindeutig gekennzeichnete Kabel an die Chassis anzustecken und die Weiche und die Chassis im Gehäuse zu verschrauben (hier reichen wirklich IKEA-Skills).

Einer Erweiterung zum vollen Surround steht so nichts im Wege, denn schließlich gibt es aus der StartAirKit-Reihe auch Regal-Lautsprecher und Center.

Ein Subwoofer bräuchtest du dann wirklich erst ganz am Schluß... und hier lohnt sich dann auch echt das Sparen auf ein hochwertiges Gerät...

Und bitte glaube nicht den Leuten die behaupten mit AVRs kann man nicht Stereo genießen... das war vielleicht vor 10 Jahren so (die unsäglichen ProLogic-Zeiten)... aber dies stimmt heute einfach nicht mehr. So lange man nicht das schäbigste Unterklassegerät nimmt, steht auch dem vollem Musikgenuß nichts im Wege.
 
Memocrime schrieb:
...Mir fehlt hier einfach die Erfahrung, ob ein Sub
notwendig ist oder nicht. Ebenso verhält es sich mit den AVRs.

Das kommt im groben und ganzen auf Euren Musikgeschmack an. Gute Standlautsprecher spielen mindestens bis 60Hz "runter". Hörbar ist Bass bis um die 20Hz. Tiefer wird´s meist mehr spür, als hörbar. Bei Musik ist dieser Tiefgang jedoch erst einmal nicht ganz so von Interesse. Wie Abolis schon schön beschrieben hat, reichen gute Standlautsprecher für ein breites Spektrum der Musikwiedergabe. Stücke von Billy Talent (den nehm ich in der Tat sehr gerne zum Lautsprecher anhören, der wird schnell schrill wenn´s nicht passt), Daughtry, FooFighers, ... profitieren kaum von einem Sub. Bei Linik Park, Limp Bizkit, Within Tempation wird´s schon grenzwertiger. Da kann einem schon mal der Tiefbass ohne zusätzlichen Sub fehlt (zumindest wenn der Lsp nur bis 60Hz spielt). Wirklich unter 40Hz kommt handgezupfte Musik selten, dementsprechend entspannt sich dies mit den zunehmen Kapazitäten (ich meine den Frequenzgang) eines Lautsprechers.

Wichtig ist jedoch auch: Man vermisst nicht, was man nicht kennt. Daher auch Abolis Aussage, d. die Bassisten der "letzte" Schritt sein dürfen.

Nennt vielleicht einige Eurer Lieblingsbands/Stücke. Dann kann man dazu verbindlicher etwas sagen ;)


Abolis schrieb:
...Ein Subwoofer bräuchtest du dann wirklich erst ganz am Schluß... und hier lohnt sich dann auch echt das Sparen auf ein hochwertiges Gerät...Und bitte glaube nicht den Leuten die behaupten mit AVRs kann man nicht Stereo genießen... das war vielleicht vor 10 Jahren so (die unsäglichen ProLogic-Zeiten)... aber dies stimmt heute einfach nicht mehr. So lange man nicht das schäbigste Unterklassegerät nimmt, ...

Mein letzter Beitrag war eigentlich auch ein wenig länger (als auch unhöflicher...). Da hat heute Nachmittag die persönliche FSK (freiwillige Selbstkontrolle :freaky:) vor dem Posting zensiert/gelöscht.

Ich gönne jedem seinen Spass an so einer/mit seiner Micro-Anlage. Für das Jugendzimmer sind solche Systeme auch bestimmt nicht zu verachten. Zumal es diesen Spass ja auch mit Netzwerk & allem drum und dran gibt. Keine Frage.

Im heimeligen Wohnzimmer kommt dabei jedoch kein Kopfschüttel- bis Gänsehautfeeling auf. Und das brauchen Mama & Papa bestimmt auch mal, so als Ablenkung zum ganzen Alltagsstress.

Zumal das Anwendungsscenario nun mal klassisch zu einem AVR passt.

Zur Frage des TE: Der AVR darf gerne aus dem Enstiegssegment stammen. Achte einfach darauf, d. er von einem der namhaften Hersteller kommt (Marantz, Yamaha, Onkyo, Denon, Pioneer ((Teac->gehören zu Onkyo)) und Deine Anforderungen erfüllt (vor allem Anschlüsse). Der Klang kommt eh zum grössten Teil vom Lautsprecher, selbst wenn es ihn geben sollte, einen Verstärkerklang. Technisch sind die Einstiegsgeräte meist sehr nah an den grösseren Brüdern und Schwestern angelehnt. Da wird meist nur die Spannungsversorgung angepasst, mehr Anschlüsse. Leistung sollten selbst die kleineren genug liefern, so riesig ist Euer Hörraum nicht.

Ein oder mehrere feine Bassisten sind in der Tat nicht zu verachten. Bass ist nicht gleich Bass. Genauso wie auch Tiefgang bei Bass nicht alles ist. Hätte ich früher auch nie gedacht. Heute weiss ich das und wie es geht: mehr Bass trotz weniger Pegel und dünnerem Tiefgang.
 
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