Aufrüsten von Mini-PC

Juri-Bär schrieb:
Der Celeron G 3900 (Skylake) ist die Empfehlung von ComputerBase für z.B. den idealen 275€ Mini-ITX-PC. Der kostet 2,50 € weniger als der 100 MHz höher taktende G 3930 (Kabylake). Und er kostet 8 € weniger als der AMD A6-7400K Black Edition, 2x 3.50GHz, boxed (AD740KYBJABOX) ab € 38,40 mit durchaus vergleichbarer Rechenleistung aber drastisch höherer Grafikleistung. Mit miniITX-Mainboard und RAM ist das AMD-Kaveri-System aber insgesamt nicht teurer als das Intel-Sky-/Kabylake-System, das aber von der Plattform her "moderner" ist.

Ein A6-9500 für 45 € auf AM4 überholt die Celerons auch in der Rechenleistung und der Quadcore A8-9600 für 53 € macht aus ihnen Hackfleisch. Aber AM4-miniITX-Bretter sind leider rar und derzeit erst ab 98 € lieferbar, so dass daran die Budgetlösung scheitert.

Ich würde gerne für jemanden noch einen Office/Internet PC zusammenstellen. Ich finde dieses J3455 Board schon praktisch. Wäre durch einen Celeron G3900 oder den vorgeschlagenen A6-7400 ein deutlicher leistungsunterschied bei Office und Internet (live streaming) zu merken?
Machen 8 GB auf J3455 evtl auch Sinn?
Kann eine SSD eigentlich alt werden, dh. an Geschwindigkeit einbüssen, mit der Laufzeit?
 
larska schrieb:
Machen 8 GB auf J3455 evtl auch Sinn?
Mehr RAM schadet nie und zu wenig RAM bremst immer gewaltig.
larska schrieb:
Kann eine SSD eigentlich alt werden, dh. an Geschwindigkeit einbüssen, mit der Laufzeit?
Wenn sie getrimmt wird, sollte sie das nicht, aber das Filesystem kann auch auf SSDs fragmentieren und auch SSDs werden bei vielen kurzen statt weniger langen Zugriffen eben langsamer, wenn auch weit weniger als HDDs. Von daher können sie schon gefühlt langsamer werden, aber bei einer solchen Office Kiste dürfte dies keine Rolle spielen.

Wichtig ist aber, dass man eine ordentliche SSD mit DRAM Cache nimmt, denn eine ohne DRAM Cache wird bei realen Anwendungen schnell langsam, da sie ständig Teile der Mappingtabelle nachladen müssen, da nur ein kleinerer Ausschnitt in das internen SRAM des Controllers passt. Genug um die Mappingtabelle für ein paar GB zu halten über die bei den meisten Benchmarks wie AS-SSD oder CDM nur gebencht wird, weshalb die Werte in den Datenblättern und Preisvergleichen dann auch ganz gut aussehen. Es reicht das Fazit des Reviews von 11 solcher SSDs zu lesen um zu wissen das man die paar Euro mehr für ordentliche SSD ausgeben sollte.
 
Holt schrieb:
Mehr RAM schadet nie und zu wenig RAM bremst immer gewaltig.
Wenn sie getrimmt wird, sollte sie das nicht, aber das Filesystem kann auch auf SSDs fragmentieren und auch SSDs werden bei vielen kurzen statt weniger langen Zugriffen eben langsamer, wenn auch weit weniger als HDDs. Von daher können sie schon gefühlt langsamer werden, aber bei einer solchen Office Kiste dürfte dies keine Rolle spielen.

Wichtig ist aber, dass man eine ordentliche SSD mit DRAM Cache nimmt, denn eine ohne DRAM Cache wird bei realen Anwendungen schnell langsam, da sie ständig Teile der Mappingtabelle nachladen müssen, da nur ein kleinerer Ausschnitt in das internen SRAM des Controllers passt. Genug um die Mappingtabelle für ein paar GB zu halten über die bei den meisten Benchmarks wie AS-SSD oder CDM nur gebencht wird, weshalb die Werte in den Datenblättern und Preisvergleichen dann auch ganz gut aussehen. Es reicht das Fazit des Reviews von 11 solcher SSDs zu lesen um zu wissen das man die paar Euro mehr für ordentliche SSD ausgeben sollte.

es ist eine ssd von Samsung, preis damals knapp 200 Euro... sollte also okay sein

aber nochmal generell die Frage, für einen neuen Internet/Office PC, wäre von einem z.B. G3900 ein deutliches Leistungsplus zu erwarten (im vgl zum J3455...?
 
"8 GB auf J3455" machen dann Sinn, wenn man sie nutzt. Für Programme ist das bei Office meist nicht der Fall. Allerdings können ja nach Nutzerverhalten jeweils viele dutzend PDFs, Worddateien, Browsertabs, Tabellen etc. geöffnet sein, die in Summe mehr als die klassischen 4 GB verbrauchen. Wenn das im RAM liegt und man nicht auf Festplatte/SSD swappen muß ist das ein großer Vorteil.

Den Geschwindigkeitsvorteil einer Desktop-CPU gegenüber einem Atom-Prozessor merkt man schon ganz gut. In erster Linie beim Öffnen von Programmen oder Programmfunktionen, nicht so sehr z.B. bei der Textverarbeitung selbst. Rechtschreibprüfung im Hintergrund lastet auch den Atom nicht so aus, als dass es zu einer Verzögerung bei der Entgegennahme von Tastatureingaben käme, aber wenn Du einen 320-Seiten-Text einmal komplett auf Fehler checkst, tun sich in der Bearbeitungsdauer große Unterschiede auf.

Streaming ist ein Sonderfall. Wenn das beim Atom flüssig läuft, dann ist bei den Desktops mehr als flüssig überflüssig. Beim 4K-Rendern können die neueren Atome (Apollo/Gemini), die den H265-Codec in der Grafik beherrschen, den Part sogar besser übernehmen.
 
hab mal einen screenshot des taskmanagers gemacht, ziemlich hohe cpu-auslastung bei geöffneter arte-mediathek, oder? cpu.gif

Das booten dauert, finde ich auch relativ lange... bis die windows oberfläche erscheint dauert es fast 1 minute... ist da nicht mehr von dem system zu erwarten oder kann ich noch etwas anderes einstellen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau besser aus den Resourcen Monitor als auf den Task Manager, wenn Du sehen willst was wie viel Last erzeugt.
 
Holt schrieb:
Schau besser aus den Resourcen Monitor als auf den Task Manager, wenn Du sehen willst was wie viel Last erzeugt.

Ich kenne von Windows 7 die Funktion, den Resourcenmonitor klein in der Ecke zu platzieren, geht das mit Win10 auch?
 
So... ich habe das Mainboard jetzt erstmal wieder ausgebaut und zurückgesendet... anscheinend hat es einen Defekt...

Ich überlege ob es nicht sinnvoll ist, ein ganz neues System aufzusetzen.
Ist die Empfehlung für den "idealen Office - PC" noch aktuell?
Kann mir jemand ein "relativ-leises, kompaktes, für flüssiges Surfen/Streamen" System empfehlen?
 
Demnächst kommen die kleinen Coffee Lake CPUs, auch Celerons und Pentiums mit mehr Takt als die Vorgänger und damit sollten auch die übrigen, günstigeren 300er Chipsätze und die Boards mit diesen Chipsätzen erscheinen. Die Singlethreadperformance ist auch bei Office und Surfen relevant, ein hoher Takt und die schnellen Skylake Kerne sind da den "Atom" Kernen des Apollo Lake J3455 der auch nur bis max. 2,3GHz hochtaktet, weit überlegen.
 
Moin nochmal.
Ich schwanke jetzt zwischen 2 Möglichkeiten:

Variante 1:
Ich behalte das LC Power Gehäuse und die SSD und nehme den
Intel Celeron G4560
das Board: https://geizhals.de/msi-b250i-gaming...-a1558343.html
den RAM: https://geizhals.de/crucial-dimm-8gb...-a1151333.html
und einen CPU -Kühler von Noctua, da der boxed Kühler nicht ein mein Gehäuse passt

Variante 2:
Ich versuche es nochmal mit einem J3455 ITX von Asrock. Kann mir jemand eine passende M2 WIFI Karte dazu empfehlen?
Und noch 4 GB Ram dazu: https://www.amazon.de/Corsair-CMSO4GX3M1A1333C9-Value-Select-1x4GB/dp/B002YU83YO

was sagt ihr dazu?
welche Variante würdet ihr mir empfehlen?
 
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