Cronus schrieb:
Zum einen habe Ich gehört, dass solche Großmembran Mikros die komplette Umgebung aufnehmen, was sehr nervig bei der Tastatur sein soll. Kann man dies mit entsprechender Ausrichtung umgehen oder ist ein solches Mikrofon nicht für Teamspeak geeignet?
Die Membran selbst kann zwischen erwünschtem und unerwünschtem Signal nicht unterscheiden. Dabei ist auch die Größe erstmal unerheblich.
Unterschiede ergeben sich eigentlich erst dann, wenn die
Richtcharakteristik verändert wird. Diese beschreibt im Grunde genommen, wo das Mikro am empfindlichsten reagiert. Für Sprachaufnahmen werden für gewöhnlich Nieren-Charakteristika eingesetzt, welche größtenteils an der Vorderseite aufzeichnen und nach hinten hin immer unsensibler werden. Je enger dieser vordere Bereich, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Umgebungsgeräusche mit aufgenommen werden. Bei extremem Hall oder einem im Hintergrund laufenden Rasenmäher sind aber selbstverständlich auch hier Grenzen gesetzt.
So ziemlich alle Großmembraner ("Studiomikrofone") kommen mit Nieren-Charakteristik.
Eine andere Sache wäre die des Aufnahmeabstandes. Je näher man an das Mikro herangeht, desto größer wird die Differenz zwischen den Hintergrundgeräuschen und dem eigentlichen Nutzsignal (in dem Fall der eigenen Stimme).
Diese Eigenschaft machen sich zum Beispiel dynamische Mikrofone oder Ansteckmikrofone an Headsets zu Nutze. Sie werden lauter bzw. näher besprochen und können die Umgebung daher besser ausblenden.
Um schließlich deine Frage zu beantworten:
Ansteck- bzw. Headsetmikrofone sind bei lauten Tastaturen besser geeignet.
Größere "Studiomikrofone" sollten wenn, dann nicht all zu weit vom Mund entfernt stehen.
Abgesehen davon wäre es ratsam, auch die eigentliche Ursache zu bekämpfen.
Die Tasten einer mechanischen Tastatur könnte man mit O-Ringen oder Landing-Pads dämpfen, das Gehäuse hingegen mit Gummifüßen oder generell federnden Unterlagen. Meiner Ducky One TKL mit MX-Browns habe ich ein paar gummierte Füße spendiert und sie auf ein XXL-Stoffpad gesetzt. Die Tasten werden demnächst auch noch gedämpft. Das macht schon einen deutlichen Unterschied in der Aufnahme
Cronus schrieb:
Zweite Frage ist zum Zubehör. Da es keine Halterung gibt, habe ich mir gedacht wäre eine Tischhalterung die Ich vor mir am Tisch festmache mit einem Schwanenhals dran eine recht nützliche und bestimmt günstige Idee. Leider habe Ich kaum etwas zu diesem Suchbegriff gefunden, außer Bilder, sehr teure und ausverkaufte Artikel.
Hier mal ein Bild, damit ihr wisst was ich meine:
[...]
Vielleicht kennt ihr ja einen besseren Suchbegriff für dieses "Ding".
Generell zählt so etwas unter die Kategorie "Mikrofonarm", "Mikrofonstativ" oder einfach "Schwenkarm".
Je nachdem, wie schwer das Mikro + ggf. Spinne + ggf. Popfilter wird, wäre ein massiver Schwenkarm sinnvoller. Schwanenhälse können dem Gewicht bei zunehmender Länge der Konstruktion in der Regel nicht standhalten.
Cronus schrieb:
habe durch viele Youtube reviews zum Auna Mic900 gefunden
Dann hast du wohl leider keine kritischen gefunden, die auf die eher fragwürdige P/L dieses Mikrofons hinweisen.
Auna richtet sich an ein Klientel mit kaum bis gar keiner Erfahrung im Bereich Recording. Dies spiegelt sich auch in der Qualität der Produkte, die auf einem Bausatz beruhen, welcher ohne die USB-Schnittstelle auch schon für um die 15 Euro über die Theke geht.
Gute Einsteiger-Geräte, die auch das Attribut "Studiomikrofon" verdient haben, findest du zum Beispiel bei Audio Technica (AT 2020 oder am besten gleich AT 2035).
Für VoIP und Streaming reicht meist aber schon ein Samson Go Mic oder Meteor völlig aus. Die sind von der P/L her schon ganz gut aufgestellt. Als günstiges Einsteiger-Set mit USB gäbe es auch noch das Neewer NW-7000.