Austausch unter IT-Professionals - Erfahrungen, Tipps, Fachsimpelei

xexex schrieb:
die Liste der verknüpfter Software.
Guter Punkt. Im Exchange sind auch ggf. verknüpfte Geräte sichtbar.
 
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In den Geräten und Apps hatte ich schon geschaut, da war nichts drin. Aber danke für den Hinweis :)
 
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Ich habe heute Gerüchte gelesen, dass Broadcom die vSphere Standard Lizenzen zeitnah abschaffen möchte. Es wurde z.B. bereits Ende Juli als End of Sale Datum genannt. Andere sprachen davon, dass vSphere Standard für die Version 9.0 nicht mehr angeboten werden soll und somit spätestens zusammen mit dem EOL von Version 8 (aktuell Oktober 2027) verschwindet oder sobald man auf 9 upgraden möchte.

Dann soll es wohl nur noch vSphere Foundation oder die große Cloud Foundation Lizenz geben.

Für unsere kleineren Kunden wäre das der späteste Zeitpunkt wo dann auf Proxmox oder ähnliches gewechselt werden müsste.

Beispielkunde mit 3 Hosts je 2x 16 Cores kam immer super mit dem Essentials Plus Kit klar. Dort hatte er nach der ersten Anschaffung von ca. 5.000€ nur noch jährliche Kosten für Supportverlängerung von ca. 500€. Aber das wurde ja bereits vollständig gestrichen.

Mit der Umstellung auf jährliche Lizenzen durch Broadcom sind diese Kosten dann schon von 500€ auf ca. 5.000€ jährlich gestiegen.

Und falls die Standard Lizenz nun wegfallen sollte, steigen die Kosten nochmals auf ca. 20.000€ jährlich. Das können wir Kunden dann auch nicht mehr schön reden.

Hat jemand zu diesen Gerüchten evtl. handfestere Infos? Dann würden wir Kunden wo demnächst eine Verlängerung ansteht jetzt schon mal langsam drauf vorbereiten.
 
Ich habe keine Infos dazu, aber das klingt ja echt bitter. Bin echt froh das wir mit Enterprise Lizenzen von dem ganzen Drama weitestgehend verschont geblieben sind (zumindest bisher).
 
Wir intern im RZ Betrieb haben auch die Cloud Foundation Lizenzen. Die haben wir aber auch teuer bezahlt, aber da noch 2 Jahre Ruhe.

Aber so ziemlich alle unsere 0815 Standard Kunden mit 2-3 Hosts werden da noch Probleme bekommen. Teilweise haben die Kunden eh schon "Ärger" wegen 2 Hosts mit je 2x 8 Kernen und jetzt müssen ja je Sockel minimum 16 Kerne lizenziert werden. Also schon mal doppelter Preis für etwas was sie gar nicht nutzen können.

Beim nächsten Hardware Refresh werden dann vermutlich viele Kunden in Richtung Proxmox mit CEPH gehen.
 
Hab da auch keine Info zu aber gerade so kleine Kunden mit 3 Vhosts stehen ja so oder so auf der Abschussliste von Broadcom, von daher würde ich mich da eh nach einer neuen Virtualisierungsplattform umsehen. Btw. falls da schon Windows Server virtualisiert werden, kann man sich auch mal Hyper-V anschauen. MS will ja für die Virtualisierungsplattform selber nur einmalige Lizenzkosten haben.
 
Wobei auch größere Kunden wohl VMware immer mehr den Rücken kehren da Broadcom die Preise anzieht.
 
Gibt ja auch Alternativen.
Hyper-V, Proxmox, Nutanix ... bin zwar nicht im Virtualisierungsumfeld, aber das sieht alles irgendwie danach aus, als würde man mit allen Mitteln so viel Geld wie möglich damit scheffeln zu wollen, ohne zu bedenken, dass man sich so die Kunden verkrault
 
Stock86 schrieb:
Für unsere kleineren Kunden wäre das der späteste Zeitpunkt wo dann auf Proxmox oder ähnliches gewechselt werden müsste.
Ich frage mich aus welcher Grund, du überhaupt auf biegen und brechen bei kleinen Kunden eine Drittanbieterlösung benötigst. Jeder der Windows Server im Einsatz hat, und davon gehe ich bei kleineren Kunden fast schon aus, ist mit Hyper-V bestens bedient.

So sehr mir die Politik mit den VMware Produkten missfällt, muss ich jedoch trotzdem zugestehen, die kleinen Pakete machen prinzipiell relativ wenig Sinn, weil deren Umfang oft einfacher mit vorhandenen Mitteln erfüllt werden kann.
 
Das Problem bei Hyper-V ist nicht die Virtualisierung an sich sondern die Tools drum herum. Bei manchen Dingen brichst du dir bei Hyper-V einfach die Finger weils nicht so einfach geht wie bei der VMware Welt. Zudem hast auch das Problem viele wollen gar nicht umschulen. Ich hab mich neulich mit einem IT Leiter ausgetauscht, der ganz klar gesagt hat. Dann schlucken wir die Kröte und bezahlen. Das waren vielleicht 10 ESXI. Wenn du den Hypervisor anpackst, musst auch das Backup Konzept anfassen. Manche wollen / können hier mehr Geld locker machen. Genau auf das zielt ja Broadcom ab. Die faulen und die wo nicht können oder wollen zu melken.
Für so manchen Windows Admin ist halt Proxmox nicht so ideal da manches doch per CLI/Bash erledigt werden muss und dann bist auf einmal in der Linux Welt unterwegs. Das schreckt so manchen ab. Es gibt genug Firmen die eine Windows only Strategie fahren.
 
Der Leiter vom Infra-Team bei uns bekommt beim Gedanken an Hyper-V direkt einen Würgreiz... aber abgesehen von der kleinen Hürde können das die meisten im Infra Team und auch viele außerhalb.

Aber eine wirklich große Umgebung würde darauf glaube ich keiner aufbauen wollen.

konkretor schrieb:
Für so manchen Windows Admin ist halt Proxmox nicht so ideal da manches doch per CLI/Bash erledigt werden muss und dann bist auf einmal in der Linux Welt unterwegs. Das schreckt so manchen ab.
Beim Arbeitgeber bei mir ist das Hauptproblem mit Proxmox die Kompatibilität mit bestehender Software.

Citrix supportet Proxmox nicht, Veeam (als bevorzugte Backup-Lösung) supportet es auch bisher nur mit minimaler Funktionalität... was eher bescheiden ist. Für die großen Kunden mit ausgiebiger Nutzung von VDI* kann man damit Proxmox nicht verwenden.
Dass Proxmox noch immer keine native Unterstützung für Fibre Channel hat, kapier ich auch nicht. Ich hatte das dann zum laufen gebracht mit multipathing Befehlen aus irgendwelchen Blog-Einträgen, aber für ein gutes Gefühl sorgt sowas nicht. Das war reiner Zufall, dass das überhaupt aufgefallen ist weil das SAN das grade für die Teststellung verfügbar war mit FC-Netzwerkkarten ausgestattet war...

Aktuell geht bei uns die Tendenz ein bisschen hin zu ESXi für die Verwaltungs-VMs usw. und Citrix Hypervisor für die VDIs. Das ist günstiger und im Zweifelsfall auch offiziell supportet.
Hyper-V wie immer und weiterhin für die Kleinkunden, wo man eine Kiste hinstellt die alles machen soll weil alles andere dem Kunden viel zu teuer ist.


*Hier meine ich mit dem Begriff spezifisch virtuelle Desktops für Enduser, also Terminal Server oder bereitgestellte Desktop VMs. Wahlweise auch mit dedizierter Grafik wenn dies benötigt wird, z.B. für CAD Anwendungen.

konkretor schrieb:
Zudem hast auch das Problem viele wollen gar nicht umschulen. Ich hab mich neulich mit einem IT Leiter ausgetauscht, der ganz klar gesagt hat.
Vorurteil: Der kam aus der internen IT von einem Unternehmen.

Als Dienstleister / Systemhaus kann man es sich garnicht leisten, nur eine Lösung zu kennen.

konkretor schrieb:
Wenn du den Hypervisor anpackst, musst auch das Backup Konzept anfassen.
Veeam kann beides, kein Problem :D
Und Proxmox ist auch in Arbeit.

Das interne Backup von Proxmox kann man leider in die Tonne schmeißen, so wenig wie das kann.
 
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konkretor schrieb:
Das Problem bei Hyper-V ist nicht die Virtualisierung an sich sondern die Tools drum herum.
Welche "Tools"? Das meine ich keinesfalls negativ. Hyper-V benötigt nicht mal die Hälfte davon, was man für ESX oft noch gebraucht hat. Windows installieren, Hyper-V Konsole starten, VMs einrichten oder konvertieren, "komplex" wird es erst dann, wenn man mehr als einen Hypervisor für ein paar VMs benötigt und davon gehe ich bei einer kleinen Umgebung schlichtweg nicht aus.

konkretor schrieb:
Wenn du den Hypervisor anpackst, musst auch das Backup Konzept anfassen.
Ich hatte bei meinem früheren Arbeitgeber Altaro Software im Einsatz, im unseren RZ und bei diversen Kunden. Der Software ist es völlig wurscht ob du Hyper-V oder ESX einsetzt, mit Hyper-V ergeben sich schlichtweg noch viel bessere/einfachere Möglichkeiten und man muss nicht wie bei Veeam teures Geld für jeden einzelnen Kern bezahlen.
1752250342786.png


Bei Hyper-V einfach den Agent auf die jeweiligen Server installieren und schon kannst du auf ein fast beliebiges Ziel inklusive diverser Clouddienste sichern, bei VMWare war es oft ein Krampf. Für manche mag es ein Fluch sein, aber für kleinere Umgebungen sind Server mit einer echten GUI als Hypervisor ein Segen.

Keine Kompatibilitätslisten, kein Krampf um mal die Firmware der verbauten Hardware zu aktualisieren, kein Kampf um einfach mal die Verwaltungssoftware für den Server zu installieren, alles was unter Windows läuft, lässt sich auch dort nutzen und ausführen. Hyper-V kommt erst dann an die Grenzen und wird kompliziert, wenn es um HA geht oder wenn du virtuelle Netze nutzen möchtest, denn das ist bei VMware um Welten besser gelöst.
 
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Rickmer schrieb:
Als Dienstleister / Systemhaus kann man es sich garnicht leisten, nur eine Lösung zu kennen
Richtig und wenn man bzw sogar die Forma es nicht kann/kennt ist das kein Grund es nicht zu machen. Danach kann/kennt man es. Gibt ja das Internet + Doku zum Selbststudoum
 
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xexex schrieb:
einfach den Agent auf die jeweiligen Server installieren
Ich war früher und bin noch immer sproadisch Backup-Admin und ab 'einfach Agent installieren' hab ich kein Interesse mehr an der Lösung.

Was meinst du wie häufig ich von Kunden-IT oder auch Kollegen neu installierte VMs gesehen habe, die nicht korrekt ins Backup aufgenommen wurden?

Mittlerweile konfiguriere ich Backup-Software ausschließlich so, dass der primäre Backup-Job auf Hypervisor-Ebene alle VMs erstmal erfasst und automatisch ins Backup aufnimmt.
Wenn einzelnde VMs nicht ins Backup sollen oder zu einem anderen Job gehören, wird mit Exclusions für den primären Job gearbeitet. Am besten geht das natürlich, wenn Hypervisor und Backup-Software beide Tags unterstützen und man die VM nur noch taggen muss statt irgendwelche Backup Jobs händisch zu modifizieren.

Außerdem sind Agents eine Qual für Performance wenn die Alternative ist, dass der Backup-Server direkt auf den SAN zugreift für Backup und Restore Prozesse.
 
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Rickmer schrieb:
Mittlerweile konfiguriere ich Backup-Software ausschließlich so, dass der primäre Backup-Job auf Hypervisor-Ebene alle VMs erstmal erfasst und automatisch ins Backup aufnimmt.
Der Altaro Backup Agent wird bei Hyper-V Servern logischerweise auf den Hosts und nicht den VMs installiert. Eine 1000 mal bessere Lösung, die auch problemlos mit Cloud Sicherungszielen funktioniert und die Daten direkt an Ort und Stelle komprimieren und deduplizieren kann.

Wenn ich mir dagegen die ESX Kisten anschaue, so muss es alles über einen zusätzlichen Sicherungsserver laufen und die Daten dann über die Storage-Api geholt werden. Auch bei Veeam fand ich die Lösung schlichtweg eine Katastrophe, denn auch hier brauchte es einen Storage Server.

Der "Kontrollserver" hingegen konnte bei Altaro, auch ein Windows PC sein oder in in der Cloud liegen, die Agents haben die Sicherungen selbsttätig an das Ziel geschoben und die Kiste selbst hatte damit nichts zu tun. Für kleinere Umgebungen eben die "perfekte" Lösung, ein paar Hyper-V Hosts, ein PC wo alle möglichen Konsolen zur Verwaltung drauf sind, ein NAS und/oder die Cloud als Sicherungsziel, fertig.
Ergänzung ()

Rickmer schrieb:
Ich war früher und bin noch immer sproadisch Backup-Admin und ab 'einfach Agent installieren' hab ich kein Interesse mehr an der Lösung.
Was du sicherlich meinst sind Agents die man auf jedes einzelne System installieren muss, wie bei Symantec Backup Exec, aber das meinte ich nicht. Es gibt zwar von der Firma eine Zusatzlösung um "Blech" zu sichern, aber die braucht man für VMs nicht.
1752258338223.png
 
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xexex schrieb:
Der Altaro Backup Agent wird bei Hyper-V Servern logischerweise auf den Hosts und nicht den VMs installiert.
Hmm, interessant. Muss ich mir bei Zeit mal anschauen.

xexex schrieb:
Eine 1000 mal bessere Lösung, die auch problemlos mit Cloud Sicherungszielen funktioniert und die Daten direkt an Ort und Stelle komprimieren und deduplizieren kann.
Wenn ich mir den durchschnittlichen Kunden denke, dann ist das Daten zu Bandbreite Verhältnis in nur sehr wenigen Fällen wirklich für alleiniges Cloud Backup geeignet... die meisten Standorte haben kein Glasfaser.
 
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Rickmer schrieb:
Wenn ich mir den durchschnittlichen Kunden denke, dann ist das Daten zu Bandbreite Verhältnis in nur sehr wenigen Fällen wirklich für alleiniges Cloud Backup geeignet...
Es kommt drauf an! Wenn sich bei einem Server kaum Daten ändern, dann werden mithilfe der Deduplizierung auch nur ein paar Megabyte gesichert. Tödlich können natürlich Datenbanken sein, wenn sie mit vollständigen Log konfiguriert werden oder Exchange Server der ständig in den Datenbanken rödelt, aber reine Datensicherung ist meist kaum der Rede wert, es werden ja nur geänderte Sektoren gesichert.

Oben drauf speichert diese Lösung alle Daten nur einmal. Hast du zehn ähnliche Server, so werden nur die Unterschiede in der Sicherung gespeichert, nicht jedoch Bereiche die auf allen Servern gleich sind.
Not only does this method make it so you’re only storing one copy of each block, it also becomes more efficient with each new workload you add to the solution! Remember, there are similar files and data within the operating system of each server. If you have 10 Windows Server 2012 R2 machines, you’ll only have to backup 1 copy of the similar OS related files for all the protected VMs.
It’s also worth noting that this process occurs inline, and does NOT happen as a post process job. However, before I go too much further on that, maybe a small definition is in order to further show the differences between inline deduplication and post-process deduplication:
https://virtualizationdojo.com/hyper-v/new-altaro-vm-backup-v7-augmented-inline-deduplication/

In meinen Augen definitiv die beste Sicherungslösung auf dem Markt, leider mit weit geringerem Werbebudget als Veeam. Letztendlich kann ich jedem nur empfehlen sich es mal anzuschauen, auch wenn ich schon seit ein paar Jährchen mit diesem Bereich nichts mehr zu tun habe und die Firma die Altaro übernommen hat sitzt sogar in Deutschland.
 
Rickmer schrieb:
wenn Hypervisor und Backup-Software beide Tags unterstützen und man die VM nur noch taggen muss statt irgendwelche Backup Jobs händisch zu modifizieren.
Ja, das ist Bombe. Nutzen wir in der Kombination Veeam und VMware. Zusätzlich sichert Veeam auch noch auf Tape (ja ich weiß, sollte dann eigentlich wieder eine andere Lösung machen - ich habe aber lieber eine Lösung mit der ich 100% klar komme als 2 bei denen es dann nicht mehr so ist).

Bei uns ist es tatsächlich so das uns der Hypervisor grundsätzlich egal ist, Veeam muss er halt können.
 
konkretor schrieb:
Wenn du den Hypervisor anpackst, musst auch das Backup Konzept anfassen.
Nicht nur Backup. Wenn deine gesamte Umgebung auf ESXi aufbaut und du damit Backup- und Patchmanagement erledigst, die CMDB mit VM Daten fütterst und zeitgleich die CMDB für das VM-Deployment nutzt, willst du einfach nicht weg von dieser Lösung. Außer die Lizenzkosten überschreiten erheblich die Entwicklungs- und Migrationskosten, die dich die Implementation eines anderen Virtualisierers kosten würde.
 
Wie geht ihr aktuell mit credential guard und VBS im Windows Umfeld um? Unter VMware ist das ja kaum umsetzbar, selbst eine VM mit 6 Kernen und 16 GB RAM mit Windows 11, ist so elends langsam. Da ist noch nichts installiert drauf.
VMware Version 8.0. 3E im Einsatz
 
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