Auswirkungen der Klimaproteste?

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Erkekjetter schrieb:
Tue ich dann auch. In Bezug auf deine Meinung. Scheint dir irgendwie nicht so zu gefallen. Warum bloss?
Verstehe ich nicht ganz. Wenn dir meine Meinung nicht gefällt muss ich das gut finden? Wie bereits geschrieben, darf jeder gerne seine eigene Meinung haben. Damit muss ich nicht übereinstimmen, ich verzichte aber darauf andere deshalb in eine bestimmte Ecke zu stellen.
Erkekjetter schrieb:
.uNd genau deshalb ist es so sinnlos mit Menschen wie dir zu diskutieren.
Meine große Frage an dich: weshalb tust du es dann, wenn du der Ansicht bist, dass bei mir Hopfen und Malz verloren sind? Hast du nichts Besseres zu tun als deine zeit mit mit zu verschwenden? :confused_alt: (ernst gemeint). ignorelist und gut ist.

Ich bin nicht generell wissenschaftsfeindlich, aber wenn sich "die Wissenschaft" bei einem Thema komplett einig ist, dann lässt das deshalb aufhorchen, weil die Wissenschaft vom Diskurs und unterschiedlichen Meinungen lebt und Denkverbote der Wissenschaft eher schaden als dass sie nutzen.

Hier mal ein längerer Artikel zur Finanzierung der Wissenschaft: https://www.deutschlandfunkkultur.d...-wie-die-wirtschaft-die-wissenschaft-100.html

Am Ende wird zwar ein positives Fazit bzgl. der Drittmittel gezogen (kann an sicherlich machen, ist wie alles Ansichtssache), jedoch finde ich, dass die Kritikpunkte wie insbesondere die mangelnde Transparenz stärker wiegen. Nach dem Motto: dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Gibt noch unzählige andere, in Deutschland scheint der Einfluss noch nicht ganz so weit fortgeschritten wie in den USA, aber wir sind anscheinend auf einem "guten" Weg dahin, so wie wenn Stiftungen die in Pharmaunternehmen investiert sind auch ein großes Wörtchen bei der WHO mitzureden haben.

Fakt ist, dass die Wissenschaft immer mehr von Drittmitteln finanziert wird. Ob man jetzt als Fazit sieht, ob das positiv oder negativ ist, das ist Ansichtssache. Ich sehe das durch die damit einhergehenden wirtschaftlichen Interessen der "Spender" eher negativ, andere wiederum positiv. Klar dürfte imo aber sein, dass die Spender auch erwarten, dass in ihrem Sinne "wissenschaftlich" geforscht wird. Für manche ist das sicherlich schon eine VT, ich erachte das eher als logische Konsequenz.
R.Kante schrieb:
Der Einfluss von Treibhausgasen ist physikalisch eindeutig messbar, der Anteil von Treibhausgasen in der Atmosphäre ebenso. Nicht zuletzt deswegen sind die Folgen unseres Handelns also keine Auslegungssache oder gar eine Meinungsfrage.
Das wird auch nicht bestritten, sondern es geht darum, wie viel davon auf aktuelle Ereignisse zurückzuführen ist, ob sich die Hochrechnungen bewahrheiten und ob denn die teils geschürte Angst und Panik ala "Ich will, dass ihr in Panik geratet" einer Greta Thunberg gerechtfertigt sind. Wenn man Menschen in Angst und Panik versetzt, kommt selten was Gutes dabei raus.
R.Kante schrieb:
Dass hier manch einer der Meinung ist, die Finanzierung von Aktivisten zu kritisieren sei wichtiger als die Lösungsfindung unseres eindeutig feststellbaren Problems, ist doch sehr charakteristisch und lenkt lediglich ab.
Es geht darum, dass der Einfluss und die Macht Einzelner in einer Demokratie nicht zu groß sein sollte. Das zu kritisieren schließt ja nicht automatisch mit ein, dass man sich dem Problem an sich nicht stellen muss. (zumindest bei mir nicht)
R.Kante schrieb:
Diese Art von Meinungsäußerung ist letztlich generisch und zielt offensichtlich darauf ab, Menschen, die nicht gefallen, zu diskreditieren. Bei den Impfstoffen gab es diese Ich-äußer-doch-nur-meine-Meinung-Mentalität, ebenso wie bei FridaysFor Future-Diskussionen und wahrscheinlich auch bei vielen vorangegangenen Bewegungen.
Die Texte sind letztlich genauso gleich wie der fehlende Inhalt.
Diskreditieren von Meinungsäußerungen im Zusammenhang mit Impfstoffen? Stimmt, da war ja mal was. Da musste man auch feststellen, dass starken Druck ausüben und der Zwang Menschen eben nicht dazu bringt, dass sie das tun, was man gerne möchte. Genauso ist es auch bei diesem Thema. Man erzeugt nur das Gegenteil und das ist auch das, was ich den sogenannten "Klimaklebern" ankreide.
R.Kante schrieb:
Die offensichtlichen und zum Teil menschenverachtend negativen Äußerungen wie sie hier zum Teil getätigt werden, sind eindeutig den Personen zuzurechnen die sie tätigen, nicht etwa den Menschen die sich irgendwo in Berlin oder München und anderswo an Dinge kleben. Dass man wegen eines Staus auf die Idee kommt, andere Menschen tätlich anzugreifen sollte denjenigen zu denken geben, die solch einen Impuls verspüren.
Also menschenverachtende Äußerungen habe ich hier zu den Aktivisten habe ich hier noch nicht gelesen. Evtl. habe ich diese auch überlesen, habe jetzt nicht jede einzelne Seite der Diskussion durch. Kannst du ein paar Beispiele geben?
 
Andy8891 schrieb:
Bin ich voll dafür.
Dann solltest du zumindest die Ziele der Klimakleber unterstützen.

Die Aktionsformen sind diskutabel ... und genauso diskutabel ist die deutsche Standardreaktion auf Demonstranten ... "geht lieber arbeiten".
Die Klimakleber werden für ihre Aktionen bezahlt ... das IST also Arbeit. Zum Teil wird das Einkommen aus diesem Nebenjob sogar versteuert oder aufs Bafög bzw,. die Stütze angerechnet.
Aber mit "geht lieber arbeiten" ist ja auch eh nur gemeint, "lass mich mit deinem Scheiß in Ruhe".

Viele andere Demonstranten, die die gleiche Ignoranz entgegenschlägt, arbeiten sogar und opfern Urlaubstage, um an einer Aktion teilnehmen zu können ... teilweise würden die von ihren Forderungen nichtmal profitieren ... da muss einem Kapitalisten doch eigentlich direkt das Hirn implodieren ... da setzen sich Menschen für Dinge ein, die auch ihren Wohlstand schmälern könnten.
Natürlich haben die gute Gründe dafür ... aber da die nicht wirklich viel mit den Gewinnchancen des nächsten Quartals zu tun haben, sind die für Kapitalisten eben unsichtbar. Was interessieren mich denn Ewigkeitskosten (bei fossilen Brennstoffen oder der Atomkraft) ... ICH werde ohnehin nicht ewig leben und daher sehe ich es natürlich auch nicht ein, auch nur einen cent beizusteuern ... oder für eine vielleicht bessere Zukunft, die man eh nicht erleben wird, auf nur einen cent zu verzichten.

Das Diemma das Gemeinguts ... alle nutzen es gerne und finden es wichtig, dass es das gibt ... aber niemand fühlt sich dafür verantwortlich, dass es das auch in 30 Jahren noch gibt.
Warum sollte das beim Weltklima anders laufen, als bei öffentlichen Toiletten oder Parks? Auch da fühlen sich hin und wieder mal einige Menschen verantwortlich ... viele tun dann aber nmichts, weil sie nicht die Einzigen sein wollen.
 
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NedFlanders schrieb:
Damit muss ich nicht übereinstimmen, ich verzichte aber darauf andere deshalb in eine bestimmte Ecke zu stellen.
Das tust du ohne unterlass. oder was ist das, was du mit Getty und Soros etc. tust?
NedFlanders schrieb:
weil die Wissenschaft vom Diskurs und unterschiedlichen Meinungen lebt und Denkverbote der Wissenschaft eher schaden als dass sie nutzen.
Die Meinung ist hier nur nicht so einhellig, weil es Denkverbote gibt... Du horchst also auch auf beim Thema die Erde ist Rund, weil sich die Wissenschaft da auch einig ist? Oder horchst du eben dann doch nur da auf, wo es von deiner Meinung abweicht?
NedFlanders schrieb:
Verstehe ich nicht ganz.
Merkt man. Ich meinte, dass du dich darüber aufregst, dass ich der Meinung bin, dass du verschwörungstheoretische Gedanken hast und dich damit in eine Ecke stellen würde, in du du nicht gehörst.
NedFlanders schrieb:
Hier mal ein längerer Artikel zur Finanzierung der Wissenschaft:
wieder ein Strohmann. Ich habe gar nicht behauptet, dass Wissenschaft nicht auch druch NGOs, Wirtschaft und Co finanziert wird. Nur eben nicht hauptsächlich. Mal ganz davon abgesehen, das daraus eben nicht zwingend die Unabhängigkeit gefährdet wird. Steht auh beides so in deiner Quelle. Dort steht nicht, dass man Wissenschaft per se anzweifeln muss aufgrund ihrer Finanzierung. ganz im Gegenteil. Dort steht, dass es in einzelfällen so ist, nicht das es zum Großteil so ist, oder generell. Witzigerweise steht dort sogar explizit das: "Andere Organisationen hätten nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine Professur zu finanzieren – etwa im Bereich Umweltschutz oder fairem Handel." Als grad wenn es Umweltschutz (Klima) geht, trifft das, was du vorwirfst, laut deiner eigenen Quelle gar nicht zu.
NedFlanders schrieb:
Für manche ist das sicherlich schon eine VT,
Nächster Strohmann. VT ist deine generelle Aussage dazu. Nicht das es das generell nicht gibt.
NedFlanders schrieb:
Also menschenverachtende Äußerungen habe ich hier zu den Aktivisten habe ich hier noch nicht gelesen.
Klar, konnte man mit der ideologisch gefärbten Brille schnell überlesen, dass hier mehrfach geschrieben/gefragt wurde, dass man die Demonstranten ja am liebsten überfahren würde. Oder wom Asphalt reißen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Das tust du ohne unterlass. oder was ist das, was du mit Getty und Soros etc. tust?
Wie gesagt, ich denke dass es Soros & Co nicht juckt was ich von ihnen denke, wenn man hier einen User direkt anspricht, ist das eine andere Sache. Ich stelle Soros und andere zudem nicht in eine Ecke oder diffamiere sie mit entsprechenden Ausdrücken ala "reicher Sack" oder "menschenverachtend", sondern teile meine Meinung mit, dass ich ihnen das Gutmenschentum nicht abnehme. Das sehen manche halt anders.
Erkekjetter schrieb:
Die Meinung ist hier nur nicht so einhellig, weil es Denkverbote gibt... Du horchst also auch auf beim Thema die Erde ist Rund, weil sich die Wissenschaft da auch einig ist? Oder horchst du eben dann doch nur da auf, wo es von deiner Meinung abweicht?
Natürlich horche ich da auf, wo es mir persönlich merkwürdig vorkommt, wo auch sonst? Oder willst du mir unterstellen, dass ich generell Wissenschaft ablehne? Jeder ist unterschiedlich geprägt, also horcht auch jeder bei unterschiedlichen Themen der Wissenschaft auf.
Erkekjetter schrieb:
Merkt man. Ich meinte, dass du dich darüber aufregst, dass ich der Meinung bin, dass du verschwörungstheoretische Gedanken hast und dich damit in eine Ecke stellen würde, in du du nicht gehörst.
Stimmt, Bedenken zu äußern, dass zu viel Macht & Geld auf Einzelne verteilt nicht unbedingt positiv für eine Gesellschaft und Demokratie sind, ist definitiv verschwörerisch. Gibt auch in der gesamten Geschichte der Menschheit kein einziges Beispiel, dass Einzelne nicht gut mit zu viel Macht & Geld umgehen können...
Erkekjetter schrieb:
wieder ein Strohmann. Ich habe gar nicht behauptet, dass Wissenschaft nicht auch druch NGOs, Wirtschaft und Co finanziert wird. Nur eben nicht hauptsächlich. Mal ganz davon abgesehen, das daraus eben nicht zwingend die Unabhängigkeit gefährdet wird. Steht auh beides so in deiner Quelle. Dort steht nicht, dass man Wissenschaft per se anzweifeln muss aufgrund ihrer Finanzierung. ganz im Gegenteil. Dort steht, dass es in einzelfällen so ist, nicht das es zum Großteil so ist, oder generell. Witzigerweise steht dort sogar explizit das: "Andere Organisationen hätten nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine Professur zu finanzieren – etwa im Bereich Umweltschutz oder fairem Handel." Als grad wenn es Umweltschutz (Klima) geht, trifft das, was du vorwirfst, laut deiner eigenen Quelle gar nicht zu.
Habe ich auch geschrieben, dass dort ein positives Fazit gezogen wird, ich jedoch eher die dort negativ aufgezeigten Punkte sehe. Diese Verquickungen hast du aber überall: https://www.welt.de/wirtschaft/arti...e-unterschaetzte-Macht-der-gruenen-Lobby.html

WS-TT-Klimalobby4-ks-jpg.jpg


Erkekjetter schrieb:
Klar, konnte man mit der ideologisch gefärbten Brille schnell überlesen, dass hier mehrfach geschrieben/gefragt wurde, dass man die Demonstranten ja am liebsten überfahren würde. Oder wom Asphalt reißen.
Entweder bin ich ideologisch gefärbt, oder ich habe (wie ich auch geschrieben habe) nicht alle Seiten gelesen und daher um Beispiele gebeten. Gewalt gegen egal wen ist nie gut.

Btw. weshalb setzt du mich nicht einfach mal auf ignore, wenn ich dir anscheinend dermaßen auf den Geist gehe? :confused_alt:
 
NedFlanders schrieb:
Die Wissenschaft wird natürlich mit Geld beeinflusst.
(Gesunde Zigaretten in den 50ern...)
Heute kann man sich natürlich genauso Studien kaufen.

Wer hat denn ein Interesse daran die Klimafolgen klein zu reden?
Das ist doch eindeutig die Öl Lobby.
Da sind Milliarden einfach nur Spielgeld.
Wenn jetzt ein Akteur Studien kauft, um den Klimawandel viel schlimmer darstehen zu lassen, Dann würde die Öl lobby garantiert die Studie in der Luft zerreißen.
Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die Umwelteinflüsse tendenziell ehr herabgespielt werden.
Geht auch viel einfacher, dann hat man kein schlechtes gewissen und muss nichts ändern.

Gerade beim Klima kommt aber wie von Erkekjetter erwänt nocht die Warscheinlichkeit der großen zahlen zum tragen. Du kannst 100 Wissenschaftler kaufen, du kannst 1000 Wissenschaftler Kaufen, du kannst 10.000 Wissenschaftler kaufen. Du kannst aber nicht 100.000 Wissenschaftler kaufen. Irgendwann ist die Faktenlage einfach so erdrückend, dass man die ergebnisse nur noch sehr schlecht beeinflussen kann.

NedFlanders schrieb:
Da geht es um ein paar Millionen.
Wenn VW einmal hustet, bekommen die ein paar Milliarden...
 
NedFlanders schrieb:
Wie gesagt, ich denke dass es Soros & Co nicht juckt was ich von ihnen denke, wenn man hier einen User direkt anspricht, ist das eine andere Sache.
Ach so! Na das ist aber praktisch.
NedFlanders schrieb:
Natürlich horche ich da auf, wo es mir persönlich merkwürdig vorkommt, wo auch sonst?
Das hier aufhorchen synonym für stelle ich einfach mal in Frage gemeint war, ist ziemlich deutlich. Wir halten also fest, da du nur selektiv das in Frage stellst und nicht anerkennst, was dir halt in den Kram passt. Nicht das, was wirklich in Frage zu stellen wäre aufgrund mangelnder Faktenbasis oder dergleichen. Dein Urteil basiert also ausschließlich auf Meinung nicht auf Recherche die du oder andere betreiben.
NedFlanders schrieb:
Stimmt, Bedenken zu äußern, dass zu viel Macht & Geld auf Einzelne verteilt nicht unbedingt positiv für eine Gesellschaft und Demokratie sind, ist definitiv verschwörerisch.
Du äußerst nicht die Bedenken, dass das schlecht wäre, du unterstellst, das dem so ist. Die reinen Bedenken, und da sind wir wieder mal beim Strohmann, teilt nämlich jeder, der sich an Fakten und Wissenschaft hält. Letzteres hingegen nicht, sofern man keine Beweise dafür hat.
NedFlanders schrieb:
Habe ich auch geschrieben, dass dort ein positives Fazit gezogen wird, ich jedoch eher die dort negativ aufgezeigten Punkte sehe.
Ja hast du. um dann eben zu sagen, ich sehe das aber anders. Ohne weitere Fakten zu liefern die das begründen. Im Gegensatz zu dem Beitrag, der zu jeder seiner Kritikpunkte konkrete Fakten geliefert hat. Und du hast völlig ausgeblendet, dass deine Quelle im entscheidenden Pukt in Bezug auf diesen Thread ganz einfach widerspricht. Nämlich das beim Thema Umweltschutz genau das nicht passiert, diese Einflussnahme, da dies nicht finanziert werden kann durch die entsprechenden Bewegungen.
NedFlanders schrieb:
Btw. weshalb setzt du mich nicht einfach mal auf ignore, wenn ich dir anscheinend dermaßen auf den Geist gehe?
Damit du deine "Meinung" ohne Widerspruch und Korrektur/Widerlegung stehen bleibt? Kann ich mir gut vorstellen, dass dir das lieber wäre. Bei soviel Meinung sind Fakten immer sehr störend.
 
NedFlanders schrieb:
Hier mal ein längerer Artikel zur Finanzierung der Wissenschaft:
Und hier ein etwas längerer Abschnitt aus deinem Artikel, der dich widerlegt:
Bis in die 1990er-Jahre erhielten die staatlichen Hochschulen fast ihren gesamten Etat von den Bundesländern. Seither ist ein immer größerer Anteil an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) umgeleitet worden. Die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft ist heute der größte Drittmittelgeber. Sie verteilt Geld aus den öffentlichen Haushalten, um das die Hochschulen mit konkreten Forschungsvorhaben konkurrieren müssen. Das war auch die politische Idee hinter dem Umbau des Finanzierungssystems.

"Ein Hochschulkonzept, das vor allen Dingen darauf abzielte, die Hochschulen auch wettbewerbsfähiger zu machen, international wettbewerbsfähiger. Und das ging davon aus, dass die Hochschulen eben ihre Forschungsleistungen mit Partnern erbringen sollen. Oder aber in einem Wettbewerb um öffentliche Förderung. Und das gleiche gilt natürlich auch für die Partnerschaften mit der Wirtschaft, die ja auch eine Art Wettbewerb sind."


Aus den Unternehmenskassen flossen 2018 laut Statistischem Bundesamt 1,3 Milliarden Euro in Forschungsprojekte staatlicher Hochschulen. Das entspricht einem Fünftel aller Drittmittel für die Forschung. Auch um dieses Geld müssen sich die Wissenschaftler bewerben. Während DFG oder öffentliche Stiftungen oft Grundlagenforschung finanzieren, konzentrieren sich die Industrie und deren Stiftungen auf anwendungsnahe Forschungsprojekte aus dem technischen oder medizinischen Bereich.
20% der Drittmittel kommen aus der Privatwirtschaft, der Rest kommt von der DFG und aus Stiftungen der öffentlichen Hand. Die DFG ist eine Selbstverwaltung der Hochschulen und hat tatsächlich nicht viel mit der Wirtschaft zu tun.
20%. Das bedeutet, das gerademal jeder 5. Forscher an einer Universität Geld aus der freien Wirtschaft bekommt.

Ich habe viele Forschungsprojekte erlebt, in denen man die Mitarbeiter auch nach "Erfahrung in der Werbung von Drittmitteln" rekrutiert hat ... und diese Projekte bewarben sich ALLE bei der DFG.
Aus der freien Wirtschaft kam da nicht ein Cent, denn die DFG verteilt Steuergelder ... daran hat die Wirtschaft allenfalls einen gewissen Anteil, aber der berechtigt eben nicht zur Einflussnahme auf die Verwendung der Gelder.

Das aktuelle Finanzierungssystem der Hochschulforschung ist das Ergebnis einer langen Debatte über die hohen Kosten der rein staatsfinanzierten Hochschulforschung ... also ein Teil des Thatcherismus. Bis in die 1990er hinein war die Finanzierung der Hochschulforschung noch zu 100% Bund- und Ländersache. Aber man wollte eben Wettbewerb und hat dabei darauf gesetzt, die Hochschulen um einen viel kleineren Topf kämpfen zu lassen.
Das Ergebnis dieser Reform hattet ihr alle in der Tasche ... denn ungefähr in dieser Zeit wurde auch die Einkommenssteuer von 53% auf 42% gesenkt.

Wenn die Hochschulforschung heute nicht mehr ganz so frei agieren kann, wie noch Anfang der 1990er, dann liegt das vor allem daran, dass so viele damals halt lieber mehr Netto vom Brutto haben wollten.
Jetzt ist die Forschung halt etwas billiger ... aber das ist dann auch wieder nicht recht (nebenbei kommt deine Argumentation gut 30 Jahre zu spät ... heute kann man gegen die Ökonomisierung des Hochschulwesens nicht mehr viel machen ... und DAS ist der eigentliche Feind von Unabhängigkeit und Freiheit).

Sich jetzt darüber zu beklagen, ist ähnlich sinnvoll, wie wenn man sich gleichzeitig über Unterbesetzung in Krankenhäusern UND über hohe Beiträge zu KK und PV beklagt.
Wer erwartet, dass Krankenhauskonzerne für bessere Personalschlüssel auf Profit verzichten, der hat einfach nicht verstanden, wie Wirtschaft funktioniert ... die Wirtschaft hat kein eigenes Geld, sondern gibt nur das Geld aus, welches man sich beim Kunden wiederholen kann ... am besten mehrfach.
 
florian. schrieb:
Da geht es um ein paar Millionen.
Wenn VW einmal hustet, bekommen die ein paar Milliarden...
Das sind dreistellige Millionbeträge und nicht ein "paar" Millionen. Und wie schon gesagt: Selbstverständlich bewegt VW mit Geld die Politik, genau wie es die Koch-Brothers "of Doom" (die sind wirklich schmerzfrei) und andere tun - hier aber bei den ganzen Klimabewegungen genau die einzige Ausnahme zu machen, das Geld keine Meinungen bildet und die Politik nicht bewegt, ist doch vollkommen abwegig.

Man sollte bei Finanzströmen immer kritisch sein, egal ob es ein lächelnder Ökoaktivist mit Biokarotte ist oder ein Öl-Lobbyist im Ford Mustang 69, denn egal in welcher Lebenssituation, die Realität ist immer das wer die Rechnung zahlt auch (mit)entscheidet, ob indirekt oder direkt.
 
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The_waron schrieb:
die Realität ist immer das wer die Rechnung zahlt auch (mit)entscheidet, ob indirekt oder direkt.
Ganz genau.
Forschung, die niemand finanziert, findet auch nicht statt und bringt damit noch viel weniger Erkenntnisgewinn, als Forschung, mit der lediglich privatwirtschaftliche Interessen verfolgt werden.
Letztere haben im wissenschaftlichen Diskurs ohnehin keine besonders hohe Lebenserwartung, denn spätestens da entscheidet eben nicht ein einzelner Geldgeber über wahr oder falsch, sondern eine Gemeinschaft von Interessengruppen die als Minimalkonsens die wissenschaftliche Methode anwendet.
Diese wiss. Methode ist ein langfristig ziemlich zuverlässiger bullshit-Filter.

Ich vertraue nicht der Wirtschaft oder einzelnen Wissenschaftlern ... ich vertraue auf die Selbstreinigungskräfte des wissenschaftlichen Diskurses.
 
Erkekjetter schrieb:
Damit du deine "Meinung" ohne Widerspruch und Korrektur/Widerlegung stehen bleibt? Kann ich mir gut vorstellen, dass dir das lieber wäre. Bei soviel Meinung sind Fakten immer sehr störend.
Na dann viel Spaß noch beim Stören & Aufregen. :)
florian. schrieb:
Wenn jetzt ein Akteur Studien kauft, um den Klimawandel viel schlimmer darstehen zu lassen, Dann würde die Öl lobby garantiert die Studie in der Luft zerreißen.
Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die Umwelteinflüsse tendenziell ehr herabgespielt werden.
Geht auch viel einfacher, dann hat man kein schlechtes gewissen und muss nichts ändern.
Na klar, das kommt immer drauf an, um welches Thema es geht und wer welche Interessen hat. Das führt aber immer mehr dazu, dass wir uns von der eigentlichen "Wahrheit" immer weiter entfernen, je mehr Geld und Interessen im Spiel sind.
florian. schrieb:
Gerade beim Klima kommt aber wie von Erkekjetter erwänt nocht die Warscheinlichkeit der großen zahlen zum tragen. Du kannst 100 Wissenschaftler kaufen, du kannst 1000 Wissenschaftler Kaufen, du kannst 10.000 Wissenschaftler kaufen. Du kannst aber nicht 100.000 Wissenschaftler kaufen. Irgendwann ist die Faktenlage einfach so erdrückend, dass man die ergebnisse nur noch sehr schlecht beeinflussen kann.
Du sprichst wahrscheinlich von den berühmten 97% nehme ich an. Diese haben den Ursprung in der Studie aus 2013 von John Cook und weiteren: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024
We analyze the evolution of the scientific consensus on anthropogenic global warming (AGW) in the peer-reviewed scientific literature, examining 11 944 climate abstracts from 1991–2011 matching the topics ‘global climate change’ or ‘global warming’. We find that 66.4% of abstracts expressed no position on AGW, 32.6% endorsed AGW, 0.7% rejected AGW and 0.3% were uncertain about the cause of global warming. Among abstracts expressing a position on AGW, 97.1% endorsed the consensus position that humans are causing global warming.
Also so ganz haut das mit der in Stein gemauerte Zahl von 97% als Gesamtzahl nicht wirklich hin. Die 97% beziehen sich auf die insgesamt 32,6% der wissenschaftliche peer-to-peer Studien, die den Klimawandel für menschengemacht halten. 66,4% insgesamt haben aber keine "keine Position" zu dem Thema, stimmen dem also nicht komplett zu. Es sind zwar keine ganz aktuellen Zahlen, aber für mich sieht es eher so aus, also ob man die berühmten 97% ein bisschen falsch interpretiert hat. Mittlerweile dürfte die Anzahl sicherlich etwas gestiegen sein, aber ob das mittlerweile 97% sind, darf imo bezweifelt werden. Auch wenn dann 97% sich irgendwann einig sind, wird es wohl kaum 100%tge Einigkeit darüber geben, wie hoch denn der Anteil des Menschen ist.

Auf der anderen Seite gibt es da z.B. das ECRN: https://ecr.network/european-climate-declaration/ Eine Vereinigung von ca. 750 Klima (und anderen) Experten, die das Thema völlig anders sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade das die Kleber immer am Arm / Schulter gepackt werden. Man müsste sie an den Ohren packen und zur Seite ziehen.
 
Und wieder unterschlägt er das, was ihn widerlegt bzw.ein anderes Licht auf seine Aussagen wirft:

" In a second phase of this study, we invited authors to rate their own papers. Compared to abstract ratings, a smaller percentage of self-rated papers expressed no position on AGW (35.5%). Among self-rated papers expressing a position on AGW, 97.2% endorsed the consensus"

Das zeigt eigentlich nur, dass die "abstrakten" Bewertungen offensichtlich sehr scharf waren, wenn es darum ging, ob eine Studie sich zum Menschengemachten Klimawandel äußert oder nicht.

Letzten Endes haben sich somit weit über 50% der Studien, die sich mit dem Klimawandel befasst haben, den Menschen als Verursacher bestätigt.
 
NedFlanders schrieb:
Auf der anderen Seite gibt es da z.B. das ECRN: https://ecr.network/european-climate-declaration/ Eine Vereinigung von ca. 750 klima (und anderen) Experten, die da Thema völlig anders sehen.
Um das mal eben einzuordnen:

Die "WorldClimateDeclaration" (Früher 'The European Climate Declaration' with 500 Scientists) ist eine reine Klimawandelleugner basierte Declaration.

Diese Declaration wurde initiiert von Guus Berkhout (CLINTEL), einem Ex-Mitarbeiter von Shell. Die Declaration tauchte zum ersten Mal 2019 auf. Berkhout schult bis heute Führungsmitarbeiter von Shell.

Diese WorldClimateDeclaration beinhaltet zum Beispiel eine italienische Aktion "90 Italian Scientists", bei der Mitarbeiter der Atomwirtschaft sich für mehr Nuklearenergie ausgesprochen hatten. Aus Frankreich und Italien haben hier viele Lobbyisten unterschrieben.

Ein weiterer großer Teil der Unterzeichner der WorldClimateDeclaration sind "Experts" vom HeartlandInstitute.

https://correctiv.org/aktuelles/202...wie-us-klimaleugner-politik-in-europa-machen/
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaskeptiker-wir-brauchen-keine-klimaforscher-1.6518

Aus Deutschland stehen Leute vom EIKE-Institut als Unterzeichner auf dieser Liste. So z.B. Michael Limburg. Aber auch bekannte Klimawandel-Leugner oder Kritiker wie Fritz Vahrenholt, Werner Kirstein, Ulrich Kutschera. Bei diesen Namen sollte eh schon alle Alarmglocken läuten
 
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Das aufhorchen und kritische Hinterfragen ist halt eben doch sehr einseitig wie man auch daran sieht. Während alles, was der eigenen Meinung widerspricht, akribisch und oft äußerst selektiv hinterfragt wird, wird das, was die eigene Meinung stützt, ohne jede Kritik als wahr angenommen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Letzten Endes haben sich somit weit über 50% der Studien, die sich mit dem Klimawandel befasst haben, den Menschen als Verursacher bestätigt.
Sorry, du hast Recht. Ich hatte den ersten Teil von einer Website, die das ausgelassen hatte. Habe nicht nochmal zusätzlich mit rein geguckt, Danke für den Hinweis. Auch wenn es über 50% sind (habe ja die auch gesagt, dass der Anteil wohl höher sein wird), sind wir da noch deutlich von den vielbeschworenen 97% weg.
Lipovitan schrieb:
Die "WorldClimateDeclaration" (Früher 'The European Climate Declaration' with 500 Scientists) ist eine reine Klimawandelleugner basierte Declaration.
Logisch, abweichende Meinungen sind selbstverständlich Klimaleugner.
Lipovitan schrieb:
Diese Declaration wurde initiiert von Guus Berkhout (CLINTEL), einem Ex-Mitarbeiter von Shell. Die Declaration tauchte zum ersten Mal 2019 auf. Berkhout schult bis heute Führungsmitarbeiter von Shell.
Siehe mein Punkt weiter oben. Genau so etwas hast du auf beiden Seiten. Dort sitzen und beraten Menschen, die von den erneuerbaren Energien profitieren. Da bin ich ganz bei dem was The_waron geschrieben hat:
Man sollte bei Finanzströmen immer kritisch sein, egal ob es ein lächelnder Ökoaktivist mit Biokarotte ist oder ein Öl-Lobbyist im Ford Mustang 69, denn egal in welcher Lebenssituation, die Realität ist immer das wer die Rechnung zahlt auch (mit)entscheidet, ob indirekt oder direkt.
Gehst du ernsthaft davon aus, dass auf der "anderen" Seite keine Interessengruppen sitzen, die entsprechende Studien finanzieren?
Lipovitan schrieb:
Diese WorldClimateDeclaration beinhaltet zum Beispiel eine italienische Aktion "90 Italian Scientists", bei der Mitarbeiter der Atomwirtschaft sich für mehr Nuklearenergie ausgesprochen hatten. Aus Frankreich und Italien haben hier viele Lobbyisten unterschrieben.
So etwas ist für den CO2 Ausstoß besser als die Kohlekraftwerke wieder anzuschmeissen. Wir merken aktuell, dass es nur mit den EE (noch) nicht geht, daher sollte man besser auf Kernenergie setzen anstatt auf Kohle.
Lipovitan schrieb:
Ein weiterer großer Teil der Unterzeichner der WorldClimateDeclaration sind "Experts" vom HeartlandInstitute.

https://correctiv.org/aktuelles/202...wie-us-klimaleugner-politik-in-europa-machen/
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaskeptiker-wir-brauchen-keine-klimaforscher-1.6518

Aus Deutschland stehen Leute vom EIKE-Institut als Unterzeichner auf dieser Liste. So z.B. Michael Limburg. Aber auch bekannte Klimawandel-Leugner oder Kritiker wie Fritz Vahrenholt, Werner Kirstein, Ulrich Kutschera. Bei diesen Namen sollte eh schon alle Alarmglocken läuten
Und mal wieder wird nur über die Menschen gesprochen und sie in eine bestimmte Ecke gedrängt, damit man sich nicht inhaltlich mit dem Thema auseinander setzen muss, alles wie gehabt. Hast du mal ein Buch von einem der besagten Personen gelesen oder ein Interview angeschaut? Ich habe z.B: das Buch von Vahrenholt gelesen: https://www.amazon.de/-/en/Fritz-Va...55011&sprefix=fritz+vahrenholt,aps,440&sr=8-2

Nicht allem, aber doch dem meisten stimme ich zu. Laut Amazon reviews (4,5 Sterne bei 571 Bewerungen) bin ich da wohl nicht der einzige, aber lass mich raten: das sind bestimmt auch alles Klimaleugner.

Für mich ist auch correctiv keine seriöse Quelle (https://de.trustpilot.com/review/correctiv.org). Nicht weil ich das von vornherein ablehne, sondern weil ich mir manche Dinge dort selbst durchgelesen habe, um mir meine eigene Meinung zu bilden. Das Framing dort ist einfach nur noch peinlich, ebenso der Anspruch die einzige Wahrheit parat zu haben. Wird zudem von der Bundesregierung mitfinanziert (https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2020_06/698818-698818) und noch von einigen anderen: https://www.einprozent.de/correctiv-das-zensurwerkzeug-der-elite Erwartet man da tatsächlich unabhängige Fakten?

Da sind mir doch Seiten lieber, die sich zumindest zu einem großen Teil aus Spenden finanzieren, um so unabhängig zu bleiben, wie es in der heutigen Zeit soweit geht.
 
NedFlanders schrieb:
Logisch, abweichende Meinungen sind selbstverständlich Klimaleugner.
NedFlanders schrieb:
Und mal wieder wird nur über die Menschen gesprochen und sie in eine bestimmte Ecke gedrängt, damit man sich nicht inhaltlich mit dem Thema auseinander setzen muss, alles wie gehabt.
Ich dränge niemanden in eine Ecke. Das schafft am Beispiel von Herrn Vahrenholt er mit seinen Aussagen schon ganz allein:

Wie dieser Mann wissenschaftliche Fakten verdreht ist hier näher erläutert: https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/klimawandel-vahrenholt-rwe/

Bitte sieh es mir nach, dass ich deshalb auch kein Buch von diesem Herrn lese und ihm auch noch Geld für seinen Blödsinn gebe.
NedFlanders schrieb:
Für mich ist auch correctiv keine seriöse Quelle
Die Seriosität einer Quelle macht man nicht anhand von Trustpilotbewertungen fest. Das scheint meiner Meinung nach auch dein Problem zu sein. Du bist schlicht nicht in der Lage die Seriosität von Quellen einordnen zu können und unterliegst einen Bestätigungsfehler.

Siehe auch deinen Hinweis auf die Amazonbewertungen des Buches von Herrn Vahrenholt um die Qualität des Inhalts einzuordnen.

Thilo Sarrazins Bücher haben dort auch hohe Bewertungen. Klar kommen rassistische Thesen bei seinen rassistischen Lesern gut an und werden hoch bewertet.

Echte Forscher/Wissenschaftler forschen und publizieren ihre Ergebnisse, lassen sie peer-reviewen und veröffentlichen keine "mutigen Streitschriften" auf Amazon.

Die Recherche erfolgte übrigens gemeinsam mit dem ZDF: https://www.zdf.de/politik/frontal/undercover-bei-klimawandel-leugnern-100.html
NedFlanders schrieb:
Da sind mir doch Seiten lieber, die sich zumindest zu einem großen Teil aus Spenden finanzieren, um so unabhängig zu bleiben, wie es in der heutigen Zeit soweit geht.
Na klar, unsichtbare Spender die auf Nachfrage verschwiegen werden machen eine Quelle glaubwürdig. Das dort dann auch nur pensionierte "Forscher" schreiben, also gar nicht mehr aktiv forschen, wird einfach ausgeblendet.

Auf der anderen Seite sitzen dann Menschen die mit dem IPCC Bericht wedeln. Dem Bericht einer internationalen Organisation, die von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und der Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen wurde, um die wissenschaftliche Basis für den Klimaschutz und die Bekämpfung des Klimawandels zu liefern. Der IPCC hat keine eigenen Finanzmittel und auf Finanzierung von der WMO und der UN sowie von staatlichen und nichtstaatlichen Spenden angewiesen ist.

Die Finanzierung des IPCC wird hauptsächlich von den Mitgliedsstaaten der WMO und der UN bereitgestellt, die dazu beitragen, die Kosten für die Arbeit des IPCC zu tragen. Der IPCC kann auch Spenden von nichtstaatlichen Organisationen, Stiftungen und anderen Quellen erhalten, um seine Arbeit zu unterstützen. Die Finanzierung des IPCC wird von einem Finanzierungsausschuss überwacht, der sicherstellt, dass die Mittel effektiv und transparent verwendet werden.

Der IPCC ist bemüht, seine Finanzierung möglichst diversifiziert und transparent zu gestalten, um seine Unabhängigkeit und Integrität zu wahren.
NedFlanders schrieb:
Gehst du ernsthaft davon aus, dass auf der "anderen" Seite keine Interessengruppen sitzen, die entsprechende Studien finanzieren?
Die UN und die WMO sind also deiner Meinung nach "Interessengruppen" die von erneuerbaren Energien profitieren wollen?

Oder sind des die 193 Mitgliedsstaaten die daran ein Interesse haben aber trotz der eindringlichen Empfehlung des IPCC im Nichtstun verharren?
 
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DerOlf schrieb:
Natürlich kann man sich freuen, wenn man für sowas ausnahmsweise mal einen Schuldigen findet, der nicht der eigenen Interessengruppe (Autofahrer) angehört
Ich stimme dir in allen Punkten zu. Dafür hast du auch mehr, als als einen Daumen verdient. 👍 Nur hier geht es leider um Sensationslust und Manipulation welche ich sehe.
Und bitte nimm das jetzt nicht persönlich, es ist auch nicht gegen dich gerichtet:
Es ist meiner Auffassung nach die Presse, die versucht die Menschen gegeneinander auszuspielen.
Und das ist ein Verbrechen.
Die Frage ist leider: Ist die Presse heute noch das, was sie mal war? Also neutral?

Ich habe durchaus Verständnis, ja ich verstehe auch diese Angst der Aktivisten. Wir hier in diesem Forum sind aber leider nicht die Menschen, die letzten Endes darüber entscheiden, wie das Leben weiter gehen wird.

Das muss die Politik tun. Und im Augenblick habe ich nicht wirklich das Gefühl, dass dort was passiert. Ach, doch! Heute hieß es im Radio: Smartphones und Tablets müssen jetzt immer reppariert werden. Ob was daraus wird, wird die Zeit zeigen. Sind sie reparabel oder funktionieren sie nicht, weil die Software es ihnen verbietet? Das ganze könnte man natürlich auch auf die ganzen Drucker und andere Geräte sowie Glühbirnen/LED-Birnen ausweiten. Aber der Anfang ist ja gemacht.
Ich glaube nur, dass dies einfach untergehen wird, weil wieder niemand davon erfahren hat.

Ich weis nicht genau, wie es weiter gehen wird. Ich sehe Potential, ich sehe aber auch vieles, was einfach nicht gemacht wird, weil irgend ein Lobby-Mensch dagegen ist oder dagegen sein wird. Nicht ohne Grund ist unser Bundestag seit der letzten Wahl explodiert. Viele davon kenne ich gar nicht und ich habe auch noch nie von ihnen gehört. Wer sind die denn alle so?

Es muss mit Vorsicht geschaut werden, weil vieles eben nicht so ist, wie es gekaut wird.
 
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DerOlf schrieb:
Aber mit "geht lieber arbeiten" ist ja auch eh nur gemeint, "lass mich mit deinem Scheiß in Ruhe".
U.U. ist auch einfach "nur" gemeint: verdiene dein Geld auf legale Weise und demonstriere auf die Weise, wie es die Gesetze erlauben. Schließlich erwarten die Protestler ja auch, dass ihre Forderungen ins Gesetz aufgenommen werden und sich dann alle danach richten müssen. Das muss dann auch im Vorfeld gelten.

DerOlf schrieb:
da setzen sich Menschen für Dinge ein, die auch ihren Wohlstand schmälern könnten.
Man kann sich aber so oder so einsetzen. Die einen machen es auf die Weise, wie es die Allgemeinheit vorsieht (Demo anmelden, verursacht u.U. noch viel mehr Stau und Kosten für die Allgemeinheit, ist dann aber vom Gesetz gedeckt), die anderen nehmen sich die Freiheit, die Gesellschaft illegal zu stören oder gar Kulturgüter anzugreifen. Ersteres ist halt für die Proteslter langweilig, weil sich kaum jemand darüber aufregt und man gar auf die Idee kommen könnte, das ganze als zivilisierter Mitbürger zu unterstützen.

Spätetsens seitdem sie angefangen haben, dii Zerstörung von Kulturgütern billigend in Kauf zu nehmen, ist für mich jedes Verständnis vorbei. Da können sie noch für so wichtige Dinge protestieren.

Asznee schrieb:
Schade das die Kleber immer am Arm / Schulter gepackt werden. Man müsste sie an den Ohren packen und zur Seite ziehen.
Einfach kleben lassen. Sie haben sich selber angeklebt, also können sie sich auch selber (also ohne Hilfe Dritter) wieder befreien.

Andy8891 schrieb:
Man hat doch beim Thema Ozonloch und Kühlschränke ein perfektes Beispiel, wie ein Problem gelöst werden muss.

Man hat gesehen, was die Ursache ist und diese wurde kurzerhand verboten.
Was wurde dort verboten? In Neugeräten musste ein schon lange bekannter Ersatzstoff genutzt werden. Niemand musste Altgeräte austauschen und Neugeräte wurden durch die Umstellung auch nicht merklich teurer. Das war also der perfekte Ersatz für den Kunden, der weiterhin einen Kühlschrank zu vergleichbaren Preisen und mit vergleichbarere Leistung kaufen oder gar sein Altgerät noch beliebig lange nutzen kann.

Vergleichbar zum Klimawandel würde man erst einmal akzeptabele Alternativen schaffen bevor man die fossile Energieträger abschafft.

DerOlf schrieb:
Das hat einen Grund ... Ackerflächen unter aufgeständerten PV-Modulen liefern nicht mehr100% Ertrag.
Es gibt nicht nur reine Ackerflächen zur Lebensmitelproduktion. Die Beispiele von Frauenhofer lesen sich ganz gut, und selbst der dort teilweise genannte Ertragsverlust von 10-20% lässt sich wirtschaftlich für die Landwirte durch die PV-Erträge sicher gut kompensieren.
https://www.ise.fraunhofer.de/de/ve...nce-fuer-landwirtschaft-und-energiewende.html

DerOlf schrieb:
Man stolpert über seinen eigenen Effizienzfetisch, bzw. darüber, dass der Landwirt alle seine Flächen mit möglichst hohem Ertrag nutzen können muss, um in DE überhaupt noch kostendeckend landwirtschaftlich arbeiten zu können.
Die Anträge zu solchen Anlagen kamen in den Beiträgen, die ich dazu gesehen habe, von Landwirten. Egal ob das ein paar bewilligte Pilotprojekte waren oder die Ablehnung solcher Anlagen durch die Behörden.

Die Nutzung der Fläche ist bei aufgeständerten Anlagen oft problemlos möglich, bei Weideflächen sowieso, je nach Nutzpflanze ist die Abschattung sogar positiv und gleicht den Nachteil bei der Ernte aus (falls nicht gar Hagelschaden vermieden wird), wenn man nicht gerade tausende HA mit gigantischen Maschinen bewirtschaftet. Die Betriebe werden aber sowieso von der EU am Leben gehalten.
 
gymfan schrieb:
Spätetsens seitdem sie angefangen haben, dii Zerstörung von Kulturgütern billigend in Kauf zu nehmen,
Haben sie afaik nie

gymfan schrieb:
Ersteres ist halt für die Proteslter langweilig, weil sich kaum jemand darüber aufregt und man gar auf die Idee kommen könnte, das ganze als zivilisierter Mitbürger zu unterstützen.
Gleichzeitig dürfte das zivilen Ungehorsam Potential zum Erfolg geben
 
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