News Auto-Notrufsystem: NG eCall mit LTE-Unterstützung geht bei Netzbetreibern online

Northstar2710 schrieb:
kann aber muss nicht. Und es wäre immer noch besser als garkein ecall. und warum muss kabeltechnisch verbunden sein, eine wlan bluetooth verbindung wäre ja auch möglich. genauso eine passende halterung für das handy wo es nicht beim kleinen aufprall aus dem fenster fliegt. di tust gerade so das es unmöglich wäre.
Dann nutz doch das Handy, mir doch egal. Es hat seinen Grund, dass das so gelöst wurde und das habe ich schon oben geschrieben. Den Sinn finde ich gut, den Zulassungszwang eben nicht.
 
metoer schrieb:
Es gab ja in den letzten Jahren schon Autos bei denen eCall mit LTE funktioniert, eine handvoll Daten per Mobilfunk zu übertragen sollte ja jetzt kein großes Problem sein.
Auf welche Quelle beziehst du dich da?

Es geht ja nicht nur darum "eine Handvoll Daten zu übertragen". Es gibt definierte Schnittstellen für die Kommunikation mit den Leitstellen, und die für eCall definierten Schnittstellen sind in einem reinen IP-Netz nicht vorhanden.

Jede Quelle die ich kenne macht eine klare Unterscheidung zwischen eCall für "Circuit-swicthed" Mobilfunknetzen (2G, 3G) und NG eCall für reine IP-Mobilfunknetze (4G, 5G). Siehe z.B. hier oder hier.

P.S.: Genauer gesagt nutzt eCall eine Datenübertragung über den "leitungsgebundenen" Sprachkanal. "Voice and Data in one phone call session", wie es hier vor 20 Jahren als Vorteil dargestellt wurde. Die ganzen Schnittstellen (Fahrzeug-Mobilfunknetz und Mobilfunknetz-Leitstelle) basieren auf diesem System. Diesen Sprachkanal gibt es ab LTE nicht mehr. Damit ist das ganze Konzept hinfällig. Mit NG eCall wird auf das IMS (IP Multimedia Subsystem) gewechselt, welches mit LTE eingeführt wurde.
 
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Dr. MaRV schrieb:
@Augen1337
Die KI sagt dazu folgendes:

Die wichtigsten Konsequenzen und Entwicklungen im Jahr 2026:
  • Funktionsverlust: Ohne 2G-Netz können betroffene Fahrzeuge bei einem Unfall keinen automatischen Notruf mehr absetzen und keine Standortdaten an Rettungsleitstellen übermitteln.
  • TÜV-Problematik: Da das eCall-System seit 2018 für alle neu typgenehmigten Pkw-Modelle gesetzlich vorgeschrieben ist, gilt ein defektes oder funktionsloses System bei der Hauptuntersuchung (HU) als erheblicher Mangel. Schätzungen zufolge könnten bis zu 5,5 Millionen Autos in Deutschland betroffen sein und ohne funktionierendes System keine TÜV-Plakette erhalten.
  • Einführung von NG eCall: Seit dem 1. Januar 2026 müssen neu typgenehmigte Fahrzeuge mit dem Next Generation (NG) eCall ausgestattet sein. Dieses modernisierte System nutzt die 4G- und 5G-Netze, die heute (Januar 2026) bereits von den großen deutschen Netzbetreibern (Telekom, Vodafone, O2) für den Notruf freigeschaltet wurden.
  • Zeitplan der Abschaltung: In Deutschland planen die Telekom und Vodafone die endgültige Abschaltung des 2G-Netzes voraussichtlich für Mitte 2028, wobei einige Anbieter sukzessive bis 2030 umstellen.
  • Nachrüstung: Derzeit gibt es keine generelle gesetzliche Verpflichtung für Hersteller, Nachrüstlösungen für alte 2G-Systeme anzubieten. Die EU-Kommission arbeitet jedoch an Verfahren, um eine technische Anpassung auf modernere Funkstandards zu ermöglichen.
Konnte ja keiner Ahnen. Die EU-Kommission hätte auch einfach mal vorher mit dem Denken anfangen können, statt immer erst hinterher. Die Lösung wird so aussehen, kaufen Sie sich ein neues Auto, am besten eines mit Batterie, dafür bekommen sie ein paar Euro Förderung.
4G gibt es seit 2010 in Deutschland. Keine Ahnung wie man so dämlich sein kann, 2018 ein System zur Pflicht machen, dass einen 24 Jahre alten (2018) Netzstandard nutzt. Wohl wissend, dass der Nachfolger seit 8 Jahren (2010) in Betrieb ist und dessen Nachfolger in 1 Jahr (2019) kommen wird.
Nicht alles, was eine KI halluziniert für bare Münze nehmen. Solange das eCall-System technisch funktionsfähig ist, besteht logischerweise kein Mangel. Nirgendwo wird gefordert, dass das System Netz hat.
Der TÜV stellt allein auf die technische Ausrüstung des Kraftfahrzeuges ab.
 
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Dr. MaRV schrieb:
TÜV-Problematik: Da das eCall-System seit 2018 für alle neu typgenehmigten Pkw-Modelle gesetzlich vorgeschrieben ist, gilt ein defektes oder funktionsloses System bei der Hauptuntersuchung (HU) als erheblicher Mangel.

Das ist falsch. Sieht man z.B. an den GM-Opel-Modellen aus 2018 vor der Übernahme oder bei insolvent gegangenen Herstellern wie e.Go.

Über den TÜV kommt man auch weiterhin.

Mein ID4 hat es z.B. auch mit nicht funktionierendem eCall durch den TÜV geschafft (wobei das vermutlich eher Kulanz war) und da hätte man es sogar reparieren können.

@common
"dafür mussten viele Modelle begraben werden weil die "Cybersicherheit" nicht mehr gewährleistet war..."

Cybersicherheit war vor der Gesetzesänderung einfach kein Kriterium.
Es war absolut gruselig, was man vorher bei vielen Pkw manipulieren konnte, wenn man per Bluetooth oder USB verbunden war. Über die direkten Schnittstellen der Steuergeräte, konnte man dann noch mehr.

Es gab auf dem CCC 2019 einen interessanten Workshop dazu.
 
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Ich bin noch keine 40 aber schon ein Dino

Ich sehe hier massiv missbrauchspotential und möchte eigentlich generell nicht, dass mein Auto online gehen kann :d
 
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Wo ist denn das Missbrauchspotential bei einem System, dass sich erst bei einem Unfall mit dem Mobilfunknetz verbindet?
 
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Notfalls bringt halt irgendwer eine kleine Box mit USB- oder Zigarettenanzünder-Anschluss raus, die dann wie diese Kistchen von den Versicherungen, die das Fahr- und Bremsverhalten aufzeichnen, an die Windschutzscheibe oder das Armaturenbrett geklebt werden, Kollisionen und Unfälle erkennen und den Notruf absetzen. Eingebauter Lautsprecher und Mikro natürlich, damit es wirklich in jedem noch so alten Auto nachgerüstet werden kann.

Das Teil wird dann per Gesetz zugelassen und gilt dann offiziell als vom TÜV genehmigtes eCall-System, und schon ist das Problem mit dem Aufrüsten universell gelöst.
Wenn man mal so überschlägt, was übliche Freisprechkästchen so kosten mit Bluetooth oder FM-Transmitter, noch einen Beschleunigungssensor dazu packt (billig) und ein einfaches Mobilfunkmodul für den Notruf (das dürfte das teuerste sein), bauen einem das die üblichen Verdächtigen auf Amazon für 50€ zusammen.
 
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Dass die Autos mit 2G eCall nicht mehr nutzbar sein würden, wenn die Funktion nicht mehr arbeiten kann, halte ich für ein Gerücht geleitet von german-Angst. Es fahren in D noch mehrere Mio. PKWs mit nem Alter > 20 Jahren, darunter auch Millionen >30 Jahren, die alle diese Funktion nie besaßen.

Es wird so kommen, dass Neuzulassungen ab Bj. X die Funktion nach neuem Standard umsetzen müssen. Wenn ein älteres Fahrzeug das aufgrund der fehlenden Netzinfrastruktur nicht mehr kann, geht das nicht zu Lasten des Verbrauchers.
 
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Warum schaltet man 2G schon 2028 ab?

In der Regel wird ein Auto doch deutlich über 10 Jahre genutzt. Da ist das viel zu knapp.
Da sollten analog zu den Smartphones die Hersteller zu langfristigen Updates verpflichtet werden.
 
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Ich stelle mir gerade die Frage, ist ein Auto, dass noch in der Sachmängelhaftung ist, damit mangelhaft wenn der Hersteller noch ein 2G-System verbaut hat? Immerhin war für den Hersteller absehbar, dass das in kürzester Zeit nicht mehr funktionieren wird.
 
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testwurst200 schrieb:
Ich sehe hier massiv missbrauchspotential und möchte eigentlich generell nicht, dass mein Auto online gehen kann :d

Die Onlinefunktion ist doch für Ladestation suche, Streaming, etc. bei aktuellen Autos sowieso vorhanden.
 
Mein schönes Auto ist 21 Jahre alt und unterstützt kein LTE, 2G, 3G, oder 4G. Vielleicht liegt im Kofferraum noch ein altes Modem. Nein, im Ernstfall wird dann wahrscheinlich meine Apple Watch den Notruf absetzen.
 
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DKK007 schrieb:
Warum schaltet man 2G schon 2028 ab?

In der Regel wird ein Auto doch deutlich über 10 Jahre genutzt. Da ist das viel zu knapp.
Da sollten analog zu den Smartphones die Hersteller zu langfristigen Updates verpflichtet werden.

Warum baut man als Hersteller noch was ein, was sicher abgeschaltet wird? Das 2 G wegfällt ist lange bekannt.

Eventuell gibt es ja eine Lösung. Ich habe beruflich auch mit Meldungen u. Notrufen über 2 G zu tun, da haben die Hersteller div. Lösungen entwickelt um LTE oder 5G nutzen zu können, das reicht von kleinen Modems bis hin zu Zusatzplatinen.

Ansonsten wird man es sehen. Der TüV teste den Notruf nicht und die Typgenehmiung sollte man ja dennoch behalten.
Eventuell gibt es Nachrüstlösungen, wobei aber schon ein simpler Defekt der Sim Karte bei Skoda schnell 1000 Euro kostet.
 
Eventer schrieb:
Welche Daten sammeln die Hersteller denn über das ecall System?
zb sexuelle ausrichtung und vorlieben, politische einstellung, gesundheitszustand usw...

mein auto ist betroffen.
finde gut das es nicht mehr funktioniert, dann kann ich auch wieder im auto sprechen oder poppen xD
 
Augen1337 schrieb:
Hab ich jetzt überlesen, was mit dem eCall in bestehenden Fahrzeugen passiert?

Beim Parallelbetrieb passt (natürlich) noch alles und dann sind „alte“ Fahrzeuge plötzlich „zu alt“? Selbst mit Baujahr 2026 bei bestehenden Modellen?
angeblich kann 2028 nur eine teilabschaltung erfolgen, da.

Der entscheidende Punkt: eCall ist rechtlich geschützt​

EU-Rechtslage (sehr wichtig)

Für eCall-Systeme gilt:
  • Fahrzeuge müssen jederzeit einen funktionierenden Notruf absetzen können
  • Solange Millionen Fahrzeuge 2G-eCall nutzen,
    dürfen Netzbetreiber 2G nicht vollständig abschalten

➡️ 2G darf nur so weit reduziert werden, dass eCall weiterhin funktioniert.

Deshalb bleibt:
  • 2G für M2M / Notruf / Industrie erhalten
  • selbst wenn es für normale Handys praktisch irrelevant wird

Das ist auch der Grund, warum:
  • Aufzüge
  • Alarmanlagen
  • Autos
  • Stromzähler
    weiterhin auf 2G setzen dürfen
kann das jemand verifizieren. wäre schon krass wenn mein auto nach 3 jahren nicht mehr einen notrufabsetzen kann. denn abnglich kanne sdas 4g netz nur für daten nutzen weil 2g für noturf vorgschrieben sit, da flächendeckend verfügbar in europa

das schreibt ams

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert deshalb einen Weiterbetrieb des 2G-Netzes. "Bis vor Kurzem war es der Verordnung nach Pflicht, die 2G/3G-eCall-Technik in Fahrzeuge zu verbauen. Vor diesem Hintergrund fordern wir einen flächendeckenden Weiterbetrieb zumindest des 2G-Netzes in den kommenden 10 bis 15 Jahren, sodass der eCall als wichtiges Sicherheitsinstrument in diesem Zeitraum weiterhin zur Verfügung stehen wird", so eine VDA-Sprecherin zu auto motor und sport. "Die Bundesregierung muss die entsprechenden Telekommunikationsnetze für die Funktion gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedsländern sicherstellen, sodass der eCall weiterhin europaweit genutzt werden kann", so der VDA.

Zudem ist im Gespräch, ein nicht funktionierendes eCall-System nicht mehr als erheblichen Mangel einzustufen. Bislang ist jedoch noch unklar, wie das Problem gelöst werden soll.
 
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Kontrapaganda schrieb:
Nicht alles, was eine KI halluziniert für bare Münze nehmen.
Mache ich nicht, darum auch der Hinweis auf KI.

Kontrapaganda schrieb:
Nicht alles, was eine KI halluziniert für bare Münze nehmen. Solange das eCall-System technisch funktionsfähig ist, besteht logischerweise kein Mangel.
Abwarten. Die TÜV-Lobby bearbeitet die Herrschaften im EU-Parlament bereits und drängt auf eine jährliche Prüfung inkl. Funktionstest aller Assistenz- und Bordsysteme. Wenn eCall dann nicht funktioniert, wäre es durchaus ein Mangel. Kommt darauf an, was am Ende in den Richtlinien steht und ob es Ausnahmen gibt.

Wenn es bisher kein Thema ist, ist es gut und man hat sich umsonst gesorgt.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Abwarten. Die TÜV-Lobby bearbeitet die Herrschaften im EU-Parlament bereits und drängt auf eine jährliche Prüfung inkl. Funktionstest aller Assistenz- und Bordsysteme. Wenn eCall dann nicht funktioniert, wäre es durchaus ein Mangel.
Oder vielleicht auch nicht.

"Positiv bewertet der Club zudem die Klarstellung des Rates, dass der Wegfall des 2G/3G-Mobilfunknetzes und die daraus resultierenden Folgen für den eCall keinen Mangel im Rahmen der HU darstellen."

Ist im Grunde auch naheliegend. Bei der Hauptuntersuchung wird der technische Zustand des Fahrzeugs bewertet. Wenn das eCall System im Fahrzeug technisch in Ordnung ist, ist das kein Mangel.
 
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Red_Bull schrieb:
zb sexuelle ausrichtung und vorlieben, politische einstellung, gesundheitszustand usw...

Sowas erkennt das Auto an der Fahrweise?
 
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@DKK007 nein, das wird einfach abgehört.
 
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