Autoradio gesucht.

Han ist Solo

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Ich bin auf der Suche nach einem singel DIN Autoradio.

die Auswahl ist ja riesig. Ich hoffe auf Eure Hilfe.

Was hätte ich gerne:

-echte Stationstasten von 1-6.
-Geschwindigkeitsabhängige Lautstärkenregelung. Gibt`s das noch?
-Display, oder Stationstasten in rot. Damit es zu restlichen Cockpit passt.
-Lautstärkeregler
-Display dimmbar. ZB. Unterschied zwischen Tag und Nacht! Oder ist das Standard.


Die Marken Autoradios starten ja schon bei knapp 50€. Man ließt zB. auf Amazon, das die klanglich schon recht gut sein sollen! Sind dies aktuellen Modell vom Klang deutlich besser, als mein 6 Jahre altes Blaupunkt Radio?
Was bleibt von zB. 4X50W. Ist das nur Werbung? Was ist ein MOSET?

Könnt Ihr mir helfen?






Gruss
 
Hallo.

Falsch ausgedrückt.
Was macht das Radio durch einen MOSET besser, als früher? Wenn es doch so beworben wird.

Ja, ich weiss, das ich das Rechtecksignal vom Tacho brauche.
 
cartridge_case schrieb:
die abhängige lautstärke geht auch nicht einfach so... da musst du das radio ja mit dem tach iwie verbinden...

Die gängigen Navigationssysteme berechnen die aktuelle Geschwindigkeit basierend auf den GPS-Positionsdaten und deren Zeiten. Das ist zwar nicht perfekt, sollte aber wohl für eine geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeregelung ausreichen.

Auf der anderen Seite dürfte das wohl eher ein seltener Wunsch an ein Autoradio sein und somit schwer zu finden sein.
 
Han ist Solo schrieb:
-Display dimmbar. ZB. Unterschied zwischen Tag und Nacht! Oder ist das Standard.
also bei meinem (alten) blaupunkt ging das im vw polo 6n, da lag dann ein kabel vom tachodimmer mit im din-stecker und das radio dimmte etc sowie licht an war und je nachdem wie der der dimmer gedreht war

in meinem aktuellen auto (gleiches radio) - ist kein solches kabel belegt und hab selbst auch nicht den drang eins nachzulegen, denn das radio blendet mich davon ja nicht gleich :D



ob das "so" standard ist: kA, sollte es aber meiner meinung nach sein - wenn das radio aber nicht über ein signal mitgedimmt wird/werden kann, sollte es mMn aber über die konfiguration idr möglich sein
 
das mit dem dimmen geht locker, da via ISO/DIN stecker auch das licht vom radio in der nacht "bemerkt" wird und das radio das display dimmt. wenn du aber auch tags mit licht fährst, dann wirds da schwierig mit der lesbarkeit. EDIT: @elesde; ok, dass das signal nicht immer anliegt ist mir neu!

das mit dem tachosignal geht meist nur bei radios der kfz-herstellers. so zB bei BMW. aber wenn du eh nen lautstärkergler willst, wozu dann noch die adaptive lautstärke? ^^ ich hab aber auch noch nie nen händler gefunden, der originale BMW-kofferradios anbietet.
 
MahatmaPech schrieb:
EDIT: @elesde; ok, dass das signal nicht immer anliegt ist mir neu!

kurz und schmerzlos erklärt: evtl kennst du die aufteilung von display und radio bei opel
die werksradios sind ohne eigenes display und das autoradio hat die anzeige im TID/MID
das bekommt das dimmsignal (egal ob radio an/aus)

entsprechend wird auch kein licht-signal zum radio-din stecker gelegt ;)


bezüglich tachosignal: das frisst mein blaupunkt auch
bei meinem vw lag das signal auch (da wurds meines wissens mal nachgerüstet, wegen einem einbau navi, dass geflogen ist, als ich das auto bekam)
 
Die Geschwindigkeitsregelung hatten hauptsächlich Werksradios und diese bekamen vom Tacho ein Geschwindigkeitssignal. Bei neueren Fahrzeugen werden aber diese Zusatzsignale (Tacho, Dimmer, Zündung ein) über den CAN Bus übertragen und sind nicht mehr so leicht abgreifbar.

Da es den Autoradioherstellen wohl zu aufwändig ist hier ein System zu entwickeln das auch mit allen Autoherstellern kompatibel ist findet man kaum mehr diese Funktion. Eher noch ein System das mit einen Mikrofon die Umgebungsgeräusche bewertet und die Lautstärke danach regelt.

Ein MOSFET ist ein Transistor der sich leistungslos steuern lässt. Damit hat man weniger Verlustleistung und kann Verstärker mit einen höheren Wirkungsgrad bauen, was gerade bei den geringen Platz in einen Autoradio ein wichtiger Vorteil ist.

Ohne MOSFET's gäbe es keine solch leistungsfähigen PC-Netzteile mit so hohen Wirkungsgrad.

Was bleibt von zB. 4X50W.

Wenn man als Vergleich hier das Verstärker IC TDA 7850 heranzieht bleiben noch 4x 25-30 Watt übrig.
4x 50 Watt max an 4 Ohm
4x 30 Watt bei 10% Klirrfaktor
4x 25 Watt bei 1% Klirr.
Diese IC's mit ähnlichen Leistungswerten werden von vielen Herstellern günstig angeboten, so das es für einen Autoradiohersteller heute kein Problem mehr darstellt ordenliche Leistung im Autoradio anzubieten.

Abgesehen von der geschwindigkeisabhängigen Lautstärkeregelung hast du mit den übrigen Ausstattungsmerkmalen kein Problem und jede Menge Auswahl. Sieh dich einfach mal bei Kenwood, Pioneer, JVC, Clarion usw. um. Technisch und klanglich sind die Unterschiede bei den Markenherstellern sehr gering wenn man in der gleichen Preisklasse bleibt.
 
Hallo.

Danke für Eure schnellen, ausführlichen Antworten.

Jetzt kann ich mir gut vorstellen warum auto. Lautstärke nicht mehr angeboten wird.
An Bus-System habe ich ja gar nicht gedacht.
Das war früher überhaubt kein Problem. Man musste nur einen Schaltplan haben.

Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke......
Die modernen Autos habe ja auch keinen Geber mehr im Getriebe. Geht alles mit den Radsensoren vom ABS.

Gut ist halt so. Kenne es noch von Opel.
Ist bei meinen aktuellen, 6 jahre alten Blaupunkt auch so!:(

Werde mich mal umsehen.
Warum sind die asiatischen Radios so.....überfrachtet?
 
Alpine, Clarion. Top Marken. Blaupunkt kann doch schon lange nicht mehr mithalten :)

Und ich könnte wetten, dass auch Blaupunkt outgesourced hat. Ich denke mal, dass kein Radio noch in Deutschland produziert wird.
 
GokuSS4 schrieb:
Und ich könnte wetten, dass auch Blaupunkt outgesourced hat. Ich denke mal, dass kein Radio noch in Deutschland produziert wird.

diese wette gewinnst du bestimmt mit leichtigkeit - vor etwa 5 jahren war da etwas im busch mit den autoradios
 
wo anfangen? ich gehe einfach mal unsortiert durch...

4*50W:
kannst du vergessen! Wenn das Radio selber keinen Spannungswandler verbaut hat (wie in den extra Endstufen) kann man aus 12V und 4Ohm LS nicht mehr als 25W raus holen (U^2/R -> 36W Gleichspannung, bei Sinus geht das noch durch Wurzel 2 -> 25W) Das ist der Idealfall ohne Verluste, in der Realität liegst du meist zwischen 15 und 20W max.

Mosfet:
reiner Marketing Gag, hat absolut nix zu sagen-

Display:
bei meinem Kenwood KD921 kann ich die Farbe im RGB anpassen, für Tasten, Display und Rest getrennt.
Dimmen geht über Licht oder Zeit. Zusätzlich kann man das auch noch mit einer extra Taste überschreiben.

Ich bin mit meinem KD921 sehr zufrieden!
Per Bluetooth kann ich die Navi (iPhone) koppeln und es ist auch gleich eine Freisprech Einrichtung mit hervorragendem Klang.
Apropros Klang:
das Kenwood hat eine Laufzeit Korrektur ohne die ICH keine Musik mehr hören will. Mir ist absolut unklar, wie die Leute einen anspruchsvollen Klang (inkl. realistischer Bühnendarstellung) ohne LZK realisieren wollen?!?
 
Mickey Mouse schrieb:
4*50W:
kannst du vergessen! Wenn das Radio selber keinen Spannungswandler verbaut hat (wie in den extra Endstufen) kann man aus 12V und 4Ohm LS nicht mehr als 25W raus holen (U^2/R -> 36W Gleichspannung, bei Sinus geht das noch durch Wurzel 2 -> 25W) Das ist der Idealfall ohne Verluste, in der Realität liegst du meist zwischen 15 und 20W max.

Das Zauberwort heist "Brückenschaltung", durch zwei gegenphasige Signale am Ausgang erreicht man eine Spannungsverdoppelung. Abzüglich der Verluste erreicht man dann entsprechende Leistungen.

Mosfet:
reiner Marketing Gag, hat absolut nix zu sagen-

MOSFET's haben ihre speziellen Vorteile, aber es ist richtig das es kein Garant für einen guten Klang ist, denn da zählt das gesamte Schaltungskonzept.

Apropros Klang:
das Kenwood hat eine Laufzeit Korrektur ohne die ICH keine Musik mehr hören will. Mir ist absolut unklar, wie die Leute einen anspruchsvollen Klang (inkl. realistischer Bühnendarstellung) ohne LZK realisieren wollen?!?

Da stimme ich die voll und ganz zu, ohne LZK will ich auch kein Autoradio mehr haben. Dann muss man aber schon etwas tiefer in die Tasche greifen und den Radio auch etwas bessere Lautsprecher gönnen.

Mein erstes System mit einer Laufzeitkorrektur war ein Sony CDX C910 mit den Klangprozessor XDP U50. Damals (1996) war der Spass noch richtig teuer (2400DM) und nur mit seperaten Klangprozessoren erhältlich, erst einige Jahre später wurden diese Systeme ins Autoradio integriert. Jetzt habe ich ein Alpine CDA-9853 das hat inzwischen auch schon an die 5 Jahre auf den Buckel aber ein gutes Autoradio wird nicht so schnell alt, zumindest nicht beim Klang.
 
Megatron schrieb:
Das Zauberwort heist "Brückenschaltung", durch zwei gegenphasige Signale am Ausgang erreicht man eine Spannungsverdoppelung. Abzüglich der Verluste erreicht man dann entsprechende Leistungen.

Nee, da machst du jetzt einen Denkfehler!
Brückenschaltung hilft dir auch nur, wenn du eine symmetrische +/- Spannung hast oder dir irgendwie generiert hast.
Die gehen wirklich von 14V, 4Ohm und Gleichspannung aus, dann kannst du halt theoretisch 50W verbraten. Wenn ich z.B. in die technischen Daten von meinem JVC KD 921 (ich hatte unten Kenwood geschrieben, das ist natürlich Schwachsinn...) gucke, dann steht da: max. Ausgangsleistung = 4*50W, RMS = 4*20W. Alleine die RMS Leistung ist aussagekräftig und liegt wie gesagt bei allen normalen Radios bei 20W (und in der Praxis ehe noch leicht darunter).
 
Nein der Denkfehler ist auf deiner Seite.

Nehmen wir einmal eine einfache Verstärkerstufe mit 14V an 4 Ohm.
Ich vernachlässige jetzt auch mal die Sättigungspannungen und rechne mit den max 14V.

Damit erreiche ich dann eine Sinusamplitude von 14 Vss (14V Spitze-Spitze)
Der Effektivwert ergibt sich aus Vs (einfacher Spitzenwert) geteilt durch Wurzel aus 2. = 7V / 1.414 = 4,95V
Aufgerundet auf 5V macht das dann mit U²/R gerade mal 6.25 Watt. Doppelte Spannung bedeutet aber 4 fache Leistung und somit kommt man an die 25 Watt.

Mehr Sinusleistung als 6 Watt ist somit mit einer einfachen Verstärkerstufe bei 14 V nicht möglich.
Ohne Brückenschaltung schaffst du auch deine 20 Watt nicht. Wenn du dir eine seperate Endstufe kaufst z.B. eine 4 Kanal Endstufe erreicht diese gebrückt im 2 Kanalmodus ebenso eine deutlich höhere Leistung. Diese arbeiten zwar intern mit einer höheren Versorgungsspannung (Spannungswandler, damit höhere Leistungen erzeugt werden können), diese Spannung ändert sich aber im Brückenmodus nicht.

Übrigends meine angegebenen Leistungswerte mit dazugehörigen Klirrfaktor stammen direkt vom Datenblatt des IC Herstellers. Entscheidend bei der RMS Angabe ist auch noch der max Klirrfaktor, bei meinen Beispiel (TDA 7850) sind es bei Verzerrungen von max 1% typ 23W und min 20 Watt, setzt man die max Verzerrungen noch geringer an geht die Leistung noch weiter runter. Damit liegen wir aber dann gleichauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Megatron schrieb:
Aufgerundet auf 5V macht das dann mit U²/R gerade mal 6.25 Watt. Doppelte Spannung bedeutet aber 4 fache Leistung und somit kommt man an die 25 Watt.
woher nimmst du die doppelte Spannung? Mit 14V bleibt Spitze-Spitze 14V völlig egal wie (außer man trickst mit einer ChargePump oder sowas). Für eine Brückenschaltung benötigst du eine symmetrische Versorgung, erst dann kannst du auch Vss verdoppeln!

Den Faktor zwei bei der Umrechnung von Vss auf Veff habe ich aber tatsächlich (wieder mal) vergessen...

Wenn du dir eine seperate Endstufe kaufst z.B. eine 4 Kanal Endstufe erreicht diese gebrückt im 2 Kanalmodus ebenso eine deutlich höhere Leistung. Diese arbeiten zwar intern mit einer höheren Versorgungsspannung (Spannungswandler, damit höhere Leistungen erzeugt werden können), diese Spannung ändert sich aber im Brückenmodus nicht.

Hier hinkt der Vergleich!
diese Endstufen haben einen Spannungswandler, der eine symmetrische Versorgungsspannung erzeugt. Jeweils ein Ausgangs-Pol von jedem Kanal ist Masse, der andere "zappelt" darum herum, sowohl in positive als auch negative(!) Richtung. Ohne negative Versorgung der Endstufe (egal wie oder woher) geht das aber gar nicht.
Aber nur mit zwei solcher Endstufen die +/- gegen Masse arbeiten kannst du eine Brücke bauen.

Zu dem TDA7850 habe ich auf die Schnelle nur gefunden: "rail to rail output voltage swing", dass dabei aber rail to rail etwas anderes als 0 bis 14,4V ist steht da aber nix, es bleibt also bei der Rechnung oben! Wenn die sich selber eine negative Spannung "basteln", dann ist es etwas anderes.

Auf jeden Fall sind die Angaben von 4*50W komplett an den Haaren herbei gezogen
 
woher nimmst du die doppelte Spannung?

Zwei gegenphasige Signale addieren sich und damit entsteht ein Signal mit doppelter Spannung.

Für eine Brückenschaltung benötigst du eine symmetrische Versorgung, erst dann kannst du auch Vss verdoppeln!

Nicht unbedingt das geht auch mit einer unsymetrischen Versorgung, der einzige Unterschied ist das dabei zwingend Kondensatoren am Ausgang nötig sind. Bei einer Verstärkerschaltung mit 14 Volt (unsymetrisch) liegt die Nullinie für das Sinussignal bei 7 Volt, somit ist auch hier ein Kondensator zur galvanischern Trennung nötig da sonst der Lautsprechen auch ohne Musiksignal ständig eine Menge Leistung verbraten muss.

Durch den Kondensator hast du ebenfalls eine virtuelle Masse die zwischen 14 und 0 Volt liegt. Im Prinzip das gleiche als wenn man mit einer symetrischen Spannung von +/- 7 Volt arbeitet. Wenn ein Lautsprecher in Brücke zwischen zwei Verstärkerstufen liegt dann hat kein Anschluß des Lautsprechers einen festen Bezugspunkt (Masse) sondern der Bezugspunkt schwankt mit den Musiksignal. Wenn jetzt beide Seiten einen max. Spannungshub von jeweils 12 Volt erreichen, addiert sich dieses zu einen Signal von 24 Vss auch wenn die symetrische Stromversorgung "nur" +/- 7 Volt hat.

Was aber mit einer symetrischen Versorgungsspannung funktioniet, geht mit einer unsymetrischen Spannung genauso, vorraussetzung sind nur Kondensatoren zur galvanischen Trennung. Aus Sicht des Lautsprechers schwankt das Signal dann genauso um einen Nullpunkt in positiver und negativer Richtung. Der Hauptgrund warum man eine symetrische Versorgung bevorzugt liegt darin das dann keine Kondensatoren im Signalzweig nötig sind und damit den Klang nicht negativ beeinflussen.

Auf jeden Fall sind die Angaben von 4*50W komplett an den Haaren herbei gezogen

Wenn jemand behauptet er erreicht mit 14.4 Volt 50 Watt Sinusleistung an 4 Ohm dann auf jeden Fall, wenn die 50 Watt aber als Spitzenleistung angegeben wird ist das nicht an den Haaren herbeigezogen.
Das ist erst der Fall wenn man den Spitze Spitze Wert heranzieht und daraus die Leistung errechnet, denn dann kommen satte 200 Watt heraus. Gerne der Fall bei manchen Billighersteller oder PC Lautsprechern wenn dann 50 Watt draufsteht und in Wirklichkeit nur eine Sinusleistung von wenigen Watt erreicht wird.

P.S. Ich habe schon einige Verstärker repariert und verfüge auch über die nötigen Messgeräte und weiß dies nicht nur aus der Theorie sondern auch aus der Praxis.
 
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