AVR durch Vollverstärker ersetzen?

Exit666

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Servus!

Vorab - natürlich ist auch etwas Hobbytrieb zusätzlich zur Frage, ob es Sinn ergibt, dabei. ;)

Aktuell nutze ich einen Yamaha HTR 4065 (baugleich RX V473) und treibe damit meine Quadral Chromium Style 8 (4 Ohm) an. Ergänzt durch einen aktiven Sub (Mivoc Hype G10). Also ein reines 2.1 Setup und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mal Lust auf 5.1 oder mehr bekkomme, geht gegen Null.

Raumkorrektur wird durch einen vorgeschalteten WiiM Pro Plus Streamer erzielt. Mein Profil ist ungefähr 80% Musik und 20% Film. Eher noch mehr Richtung Musik.

Die Funktionen des AVR, welche ich nutze, sind eigentlich nur die Möglichkeit, den linken oder rechten LS leicht lauter einzustellen (da geht es um einen meiner Tonabnehmer der Plattenspieler, welcher eine leichte Kanalungleichheit hat) und gerne mal den Enhancer, den ich als Loudness nutze, wenn ich leiser höre.

Konkret frage ich mich, ob eine Yamaha A-S701 oder der kleinere 501 ein Sidegrade wären oder ein Upgrade (der 701 ist gerade für unter 600€ zu bekommen). Ich habe das Gefühl, dass der AVR den 4 Ohm Quadrals nicht ganz gewachsen sein könnte. Er wird nicht heiß oder schaltet gar ab, ich höre auch nicht sonderlich laut, aber generell kommt es mir manchmal etwas "angestrengt" vor. Vor allem, wenn ich dann doch mal etwas lauter höre.

Es ist schwer zu erklären, ich denke, da spielt auch Psychoakustik mit rein. Vorher hatte ich ein Paar KEF Q350 und nicht diese Gedanken. Ich sitze manchmal da und höre ein Album und irgendwas "stimmt nicht" und am nächsten Abend ist alles wieder tutti. Das meinte ich mit Psychoakustik.

Ich bin da kein Experte, weiß nur, dass Watt nicht alles ist und verstehe auch eingermaßen das Thema 4-6-8 Ohm. Da hört es dann aber auch irgendwann auf. :D

Gedanken hierzu?
 
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Ich bin damals, so vor guten 2 Jahren müsste das gewesen sein, von meinem Onkyo AVR (TX-SR507) auf einen Yamaha A-S501 umgestiegen.

Grund war, dass ich auf hochwertige KEF LS50 umgestiegen bin und einfach das Gefühl nicht losgeworden bin (auch akustisch), dass der AVR die LS50 nicht gut genug antreibt.

Höre auch hauptsächlich Musik, aber auch am TV Netflix unc co... Einen SUB habe ich auch. Ist aber nicht immer an, da ich einfach auch gerne nur das wahrnehmen mag, was die LS50 zu bieten haben.

Also ich kann dir nur sagen, probiere es aus! und falls du das Gefühl hast, dass sich an der Soundstage nichts positiv verändert, kannst ja beim AVR bleiben ;)

Aber qualitätsmässig kann ich die Yamaha- Vollverstärker empfehlen. Achja, was ich auch wieder wollte, waren Drehregler um die Balance, Höhen und Bässe einzustellen, nicht digitale +1, +2, +3 etc..

Hoffe ich konnte helfen
 
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hardcoreCHENGO schrieb:
Das wird letztlich die Quintessenz sein, aber auf dem Papier und aus dem Bauch heraus würde ich diesen Wechsel nicht wagen.

Nicht falsch verstehen, aber das wäre für mich gefühlt vom einen Allerweltsgerät zum Nächsten.

Für 600 Euro gibt es irrwitzige Geräte insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt. Das reicht von ner alten Grundig FineArts (hier muss auf die korrekte Serie geachtet werden) über Parasound hinweg zu ebenfalls schon verlinkten Denon PMA (ältere Serien mit rein analoger Schaltung).

Auch Röhrenverstärker können je nach gehörter Musik schnell interessant werden, daher auch mal die Frage zurück in diese Richtung.

Hell yeah: selbst ein popeliger 30 Euro-Amp im Stile eines modernen TPA-3116D2 kann richtig umwerfend funktionieren.

Auch interessant: welche Plattenspieler und welche Tonabnehmer verwendest du denn? Welchen Vorverstärker?

Gerade, wenn du viel Vinyl hörst, kannst du hier den mit Abstand größten Gain rausholen, wenn da nicht schon entsprechendes Equipment vorhanden ist. Und insbesondere beim Tonabnehmer muss ich aus eigener Erfahrung gestehen, ist die eigene Musikrichtung wichtiger als alles andere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke schon mal für die Antworten.

Gebrauchte Geräte habe ich natürlich auch ins Auge gefasst. Da wird es dann schwieriger mit dem Subwoofer. Ein Subwoofer Ausgang ist eigentlich zwingend.

Bei den Phono vor Verstärkern stehen hier 40-48 dB Gain. Da war ich gerne, je nachdem wie laut eine Platte geschnitten ist.

Gebrauchte Geräte hab ich halt auch langsam genug hier. Nicht falsch verstehen, aber bei der nächsten für mich größeren Investitionen, wie diese, würde ich doch gerne mal wieder Neuware kaufen. 🫣
 
also ganz provokant erstmal heraus gehauen:
wer sich einbildet, durch einen Stereo Amp einen "besseren" Klang als mit einem AVR zu erhalten, der bildet sich das wirklich nur ein oder spinnt!

so, bitte nicht zu sehr aufregen, das war erstmal zum warm schießen ;)

aber jetzt mal ein paar "Belege":
die "Königsklasse" wäre ja getrennte Vor/Endstufen. Tatsächlich habe ich eine Yamaha CX-A5100 Vor und die MX-A5000 11-Kanal Endstufe, als was zählt das jetzt? Audio High-End oder AVR Spielkram Müll?

das lustige daran, ich habe auch die Service Manuals zur Endstufe und meinem alten Z-11 AVR. Und was ist wenn man sich die mal genauer ansieht? Die Teile der Schaltpläne für die "Main" Endstufen gleichen sich wie ein Ei dem anderem, das ist exakt der gleiche Aufbau.

noch ein "Schwank aus meiner Jugend":
auf einer Hifi Messe hat jemand am AVM Stand gefragt, wie sie denn beim neuen AVR auf die Pre-Out Ausgänge verzichten konnten, die MUSS man doch haben?
der Presenter: wozu braucht man denn die Pre-Out, die sind unsinnig!
Besucher: für guten Klang muss ich doch eine Endstufe anschließen, z.B. die da (zeigt auf eine Gerät 2m weiter)
Presenter: oh, die Endstufen in den beiden Geräte haben 100% exakt den gleichen Aufbau, der AVR hat nur mehr und dafür auch ein größeres Netzteil. Wenn nur zwei Endstufen genutzt werden, hat er dadurch mehr Reserven und ist dem Stereo Amp theoretisch sogar überlegen.

diese ungeschönte Wahrheit passte so gar nicht in das Weltbild eines High-End Fanatikers ;)

die klaren Vorteile eines AVR liegen in:
  • "richtige" (adaptive) Loudness (YPAO Volume), DAS ist eigentlich das, was jeder haben möchte, der nicht immer mit mindestens 85dB Norm Pegel hört oder hören kann
  • vernünftige Anpassung des Subwoofers an die Satelliten (Laufzeit (dagegen ist der Phasensteller am Sub nur eine Witz), cut-off Frequenzen)

und noch was:
die Stammtischmärchen der schlecht klingenden AVR stammt aus der Zeit, als die digitalen Potis eine Katastrophe waren letztes Jahrtausend). Gute analoge Stereo Potis mit Motorantrieb waren schon sündhaft teuer und hatten bei 2 Kanälen schon Gleichlaufschwierigkeiten, für 5 oder mehr Kanäle kaum bau- bzw. bezahlbar.
da wurden eben diese digitalen Lösungen "aus dem Boden gestampft", haben gerauscht, übersteuert usw.
heute ist das Massenware und High End Hersteller wie Mcintosh setzen digitale Potis in Stereo Geräten ein!
 
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@Mickey Mouse hmmm...dann wären nahzu alle Stereo Vollverstärker obsolet ? Weil ein AV kann ja alles aber noch mehr.

Ein AV ist IMMER ein Kompromiss. Der muss ein Haufen Signale verarbeiten bzw. aufbereiten (Audio, Video) durch sämtliche Schaltungen und DSP`s jagen, und alles mit den allerbesten Bauteilen für 500 € ;-) ist klar.
Ein reiner Stereo Vollverstärker muss sich nur auf die eine Sache konzentrieren. Zwei kanalige Musik möglichst sauber wiederzugeben. Das tut dem originalen Musiksignal "etwas" besser. Nämlich so, wie die Band, der Toningenieur und der Produzent es haben wollen.
Daher sind reine Stereo Verstärker generell vorzuziehen.

z.B
https://www.md-sound.de/Magnat-MR-7...-Hybridreceiver-Bluetooth-Auspackware-wie-neu
oder
https://www.md-sound.de/Yamaha-A-S701-Vollverstaerker-mit-2-x-160-Watt-Silber-Neu

sind leider beide nbissel über 600€. Aber nicht dramatisch..

😉:mussweg:
 
ich habe unter anderem einen yamaha rxv 795 Receiver (frühe 2000er) und das Ding ist mit riesigem Abstand der am schlechtesten klingende Verstärker den ich habe.

bei meinen "guten" Verstärkern sind die Unterschiede untereinander relativ gering, aber mein Yamaha fällt mit einer schlechten räumlichen Darstellung auf, dazu ist der Bass kraftlos und undefiniert und die mitten und Höhen dünn und ohne brillianz, dafür mit einer Tendenz zur Schärfe. u.a. gehört an meinen MB Quart 2200s.

ich habe bspw. auch noch einen komplett neu aufgebauten Yamaha c4 Vorverstärker aus den frühen 1980ern (momentan an einem vincent sp331) und der ist phänomenal.
 
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Hab auch eine Vincent SP331 an Infinity Kappa 90 Renaissance. Traumhafte Kombi.
 
Ich denke Moment für die Zweitanlage in Richtung Advance Paris Playstream A1.
Neu für ca. 400€ zu bekommen, Anschlüsse für Subwoofer und Endverstärker an Bord, digitale Eingänge und Streaming.
 
Die Frage ist noch keine fünf Stunden alt, ein bisschen mehr Geduld wäre da angebracht.
 
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Exit666 schrieb:
Ein Subwoofer Ausgang ist eigentlich zwingend.
Da du am Mivoc G10 alles notwendige regeln kannst, reicht dir ein ganz normaler Line / Main Out.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Die Frage ist noch keine fünf Stunden alt, ein bisschen mehr Geduld wäre da angebracht.
https://www.computerbase.de/forum/threads/avr-durch-vollverstaerker-ersetzen.2268653/#post-31411030

Schau dir halt den Timestamp an ... Er hat doch geantwortet, nur eben nichts BEantwortet. Da ist meine Geduld dann schon sehr überstrapaziert.
 
A) habe ich schon geantwortet. Hab mich da auch für die bisherigen Antworten bedankt.

B) habe ich natürlich alles gelesen, bin aber für mich selbst noch nicht weiter. Was soll ich jetzt also antworten?

C) die Antworten #6 und #7 erachte ich beide als hilfreich und informativ, eben aber auch als gegensätzlich.

@DJMadMax
Ich hab es ja noch spezifiziert. Gebraucht, vor allen Dingen ohne sub Ausgang ist quasi raus.

Edit:
Sorry, das mit dem Main out hab ich überlesen. Also müsste man da nichts über den High pass vom Sub basteln?

Ich sag es mal so, Gebraucht ginge vielleicht auch, dann aber nicht fürs maximal Budget von 600 €.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute, der aktuelle AVR hat keine Pre-Outs. Ansonsten wäre vielleicht eine externe Endstufe interessant gewesen...
 
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@PeterSee

Richtig, diese sind nicht vorhanden. Außerdem wäre das mit dem Subwoofer Management dann auch schwierig geworden, oder? Mit einem Wiim Ultra vielleicht.
 
Lucky#Slevin200 schrieb:
@Mickey Mouse
Daher sind reine Stereo Verstärker generell vorzuziehen.
Wieso generell? Dann nimmt man eben einen etwas teureren AVR. Die digitale Signalverarbeitung ist heute so billig, dass das kaum noch ins Gewicht fällt. Am ehesten vielleicht noch die Lizenzen für das ganze Geraffel mit Dolby & Co.

Natürlich kann man immer auf Sparmaßnahmen stoßen, daher vielleicht nicht die billigste Serie nehmen, aber grundsätzlich ist Verstärkerklang seit Jahrzehnten kein Thema mehr und die gesamte HiFi-Szene stützt sich vor allem auf Einbildung. "Angestrengter" Klang passt da gut ins Bild.

Ausnahme vielleicht die eingebauten Phono-Vorverstärker. Aber gegen korrekt produziertes digitales Material sieht Vinyl qualitativ sowieso kein Land.
 
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Exit666 schrieb:
Sorry, das mit dem Main out hab ich überlesen.
Das mit dem Main / Line Out kam auch erst später.

Interessiert dich sonst echt gar nicht, was ich in meinem ersten Beitrag gefragt habe? Uff... dann kann's ja echt nicht so wichtig sein.
 
RMS_der_Zweite schrieb:
aber grundsätzlich ist Verstärkerklang seit Jahrzehnten kein Thema mehr und die gesamte HiFi-Szene stützt sich vor allem auf Einbildung. "Angestrengter" Klang passt da gut ins Bild.
Sehe ich komplett anders. Ich habe noch einen SC LX 701. An den Infinitys klang es schlicht unentspannt und es hat nach einer Weile genervt. Dann habe ich die Vinvent Endstufe drangeklemmt und, oh Wunder, das waren Welten. Es GIBT Verstärker- bzw. Endstufenklang.
Natürlich müssen die LS auch entsprecht abliefern, dass man überhaupt einen Unterschied hört. Vorher hangen an dem Pioneer ältere Quadral Phonolgue Aurum 5. Da ist mir nichts aufgefallen.
 
@DJMadMax

Du würdest es nicht machen, natürlich habe ich das verstanden.

Stand. Jetzt ist die Quintessenz aller Antworten, dass ich es erst mal bleiben lasse. Zu viele Unsicherheiten für 600 €.
 
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