News AVX-Taktraten für Skylake-X: Finale Angaben zeigen bis zu 900 MHz Taktunterschied

Volker

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#1

andr_gin

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#3
Schön langsam wird das ganze Thema doch etwas komplex und es bleiben viele Fragen offen:

1.) Wann wird der Basistakt angewendet und wann der Turbotakt. So wie ich das verstehe ist es unter anderem abhängig von der Temperatur, was natürlich die Frage aufwirft, ob die bei den Tests durchgeführten Benchmarks noch repräsentativ sind oder ob die Performance unter Dauerlast deutlich abnimmt, wie es bei den meisten Smartphones der Fall ist.

2.) Ab wann zählt ein Kern zur AVX Gruppe bzw. wie oft wird nachgeregelt. Reicht hier tatsächlich ein einzelner AVX Befehl aus um die ganzen Kern für ein paar Millisekunden deutlich, teilweise sogar unter den Basistakt, herunter zu takten?

3.) Was ist, wenn nur ein Kern AVX Operationen durchführt? Wird dann die gesamte CPU herunter gebremst. Bei 12 Kernen wäre das doch etwas heftig vor allem wenn ich denke, dass diese CPUs ja aus der Serversparte kommen, wo gerne ziemlich stark virtualisiert wird. Heißt das eine Applikation in einer virtuellen Maschine, der nur 1 Kern zugeteilt wurde braucht nur alle paar Mikrosekunden eine AVX3 Operation durchführung und taktet die gesamte CPU gleich um 900MHz nach unten? Da weiß ich schon, wie man sich als Softwareentwickler eines Hintergrundjobs für Server verdammt unbeliebt machen kann :evillol:
 

The_Master

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#5
@Computerbase

ist es möglich in die Liste noch die Anzahl der Kerne einfließen zu lassen. Ich hab mich in die Intel Materie eingelesen muss aber zugeben das ich um sicher zu gehen auch immer nachsehen muss ob cpu a1 xy kerne hat oder cpu a2 yx kerne hat :)
 

webgab

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#6
Kann mir jemand erklären warum die AVX Instructions scheinbar deutlich mehr (elektrische) Leistung benötigen als die klassischen x86 bzw. amd64?

Müssen durch die Nutzung größerer Commands (also z.B. 512 bit instructions) mehr Gates pro Takt geschalten werden, was wiederum mehr Energie pro Takt benötigt?
 
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#7
Die AVX Einheiten werden einfach inzwischen sehr viele Transistoren auf dem DIE einnehmen. Der Bereich für die klassischen x86 und x86_64 Befehle dürfte dagegen winzig ausfallen. Entweder werden pro Takt 64bit bearbeitet oder eben 512bit.
 
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#8
was im Prinzip ja gut ist. Imho ist die IPC beim Einsatz von AVX entsprechend höher. Takt kann man später erhöhen, bzw man hat schlicht mehr Spielraum.

Außerdem gibt es wohl wenig bis keine Anwendung die rein aus AVX Last besteht. Viel eher wird AVX doch eher unterstütztend hinzugeschalten und bringt dann insgesamt bei gemischter Last ein paar % mehr Leistung.

Ich für meinen Teil bin nach den teils schockierenden Berichten zum 7900X direkt überrascht wie vergleichsweise passabel der 8 Kerner wegkommt.
 
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#9
Ich für meinen Teil bin nach den teils schockierenden Berichten zum 7900X direkt überrascht wie vergleichsweise passabel der 8 Kerner wegkommt.
Die Berichte wären nicht annähernd so schockierend, hätte Intel die Daten früher bereitgestellt und hätten die Mainboardhersteller schon zum Start ihre Firmware an Intels Vorgaben angepasst.

Würde man heute den i9-7900X noch einmal testen, wäre das Fazit vermutlich ein ganz anderer. Spätestens mit den noch ausstehenden CPUs, wird man vermutlich auch den 10Kerner nochmal einem Test unterziehen.
 
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#10
Vielleicht diente es aber Intel auch nur, damit die ersten Benchmarks besonders gut ausfallen. Anders kann ich mir das Verhalten (keine Infos an die Board-Hersteller) nicht erklären. Das sollte doch schon zu Produktionsstart festgestanden haben ...
 
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#11
Naja es macht wohl kaum jemand AVX Benches. Der Takt bei normaler Last fällt ja auch so recht hoch aus.
 
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#12
Vielleicht diente es aber Intel auch nur, damit die ersten Benchmarks besonders gut ausfallen.
Nur sind alle Benchmarks besonders schlecht ausgefallen, weil praktisch alle Mainboardhersteller die CPUs in der Defaulteinstellung übertaktet haben und sich nicht annähernd an die TDP gehalten haben. Nicht umsonst gilt der SK-X nun als Hitzkopf und erst der i7-7820X Test zeigt hier ein ganz anderes Bild.
 
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#13
also wenn der avx-basistakt unter den basistakt fällt, was ja nun der fall ist, und darauf nicht explizit hingeiwesen worden ist, was ja auch der fall ist, dann ist das fehlen einer zugesicherten eigenschaft und die berechtigt zum schadensersatz! ist schon ein trauerspiel, was intel da vorführt.
 
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#15
Mich würde mal interessieren, wann endlich sinnvolle Software zur Anwendung von AVX2/AVX512 auf den Markt kommt. Derzeit kenne ich lediglich die Bench-Anwendungen wie LinX 0.7.3., prime95, Vers.27 xx, AIDA64 und y-cruncher.
Das Spiel "GRID" verwendet wohl AXV - und dann hört's auf.
 

cirrussc

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#16
Schön langsam wird das ganze Thema doch etwas komplex und es bleiben viele Fragen offen:

1.) Wann wird der Basistakt angewendet und wann der Turbotakt. So wie ich das verstehe ist es unter anderem abhängig von der Temperatur, was natürlich die Frage aufwirft, ob die bei den Tests durchgeführten Benchmarks noch repräsentativ sind oder ob die Performance unter Dauerlast deutlich abnimmt, wie es bei den meisten Smartphones der Fall ist.

2.) Ab wann zählt ein Kern zur AVX Gruppe bzw. wie oft wird nachgeregelt. Reicht hier tatsächlich ein einzelner AVX Befehl aus um die ganzen Kern für ein paar Millisekunden deutlich, teilweise sogar unter den Basistakt, herunter zu takten?

3.) Was ist, wenn nur ein Kern AVX Operationen durchführt? Wird dann die gesamte CPU herunter gebremst. Bei 12 Kernen wäre das doch etwas heftig vor allem wenn ich denke, dass diese CPUs ja aus der Serversparte kommen, wo gerne ziemlich stark virtualisiert wird. Heißt das eine Applikation in einer virtuellen Maschine, der nur 1 Kern zugeteilt wurde braucht nur alle paar Mikrosekunden eine AVX3 Operation durchführung und taktet die gesamte CPU gleich um 900MHz nach unten? Da weiß ich schon, wie man sich als Softwareentwickler eines Hintergrundjobs für Server verdammt unbeliebt machen kann :evillol:
Ich denke mal, dass dies eben alles mit einfließt. Das heißt: Temperatur, Energieverbrauch und wahrscheinlich eine Art AVX(2/"3") Zeitdurchschnitt pro Bemessungsfenster. So wie ich das verstanden habe, werden die Taktraten tatsächlich auf alle Kerne angelegt. Es müsste ungeheur komplizierter werden, wenn man einzelne Kerne, Kerngruppen oder logische Blöcke einzeln überwachst (das wird man bereits) und einzeln Taktet.
Denn mit Taktänderungen geht doch immer die Anpassung der Kernspannung einher. Diese wird von den VRMs in mehreren Phasen bereit gestellt, welche auf eine Schiene münden - es kann also nur eine gleichzeitige Taktdomain für alle Kerne geben (oder man taktet ohne Spannungssenkung).
Vielleicht kann das jemand bestätigen.

Müssen durch die Nutzung größerer Commands (also z.B. 512 bit instructions) mehr Gates pro Takt geschalten werden, was wiederum mehr Energie pro Takt benötigt?
Wenn du dir die Antwort schon selbst gibst, warum fragst du dann noch? Es ist doch von der Sache logisch. So eine wahnsinnig fette FPU mit 512 Bit breiten Registern und ALUs mit Kerntakt zu befeuern, das MUSS immens mehr Energie beim Steuern der nötigen Gates benötigen.
 
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#17
Da der AVX-Takt in der Regel im UEFI anpassbar ist, ist das ganze eigentlich furz-egal, oder?
 
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#18
Mich würde mal interessieren, wann endlich sinnvolle Software zur Anwendung von AVX2/AVX512 auf den Markt kommt. Derzeit kenne ich lediglich die Bench-Anwendungen wie LinX 0.7.3., prime95, Vers.27 xx, AIDA64 und y-cruncher.
ffmpeg, x264, x265, wirklich jedes moderne Videobearbeitungsprogramm, Blender, quasi jedes CAD Programm, 7zip, Lightroom...
 
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#19
jap aber in einem Umfang die weit weniger AVX Last verursacht und entsprechend auch weniger runtergetaktet wird. Wie hoch taktet ein 7900X innerhalb der TDP bei Handbrake?
 
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#20
Die x264/5 Entwickler haben im Forum von vermutlich 20% Mehrleistung beim Einsatz von avx512 gesprochen. Weiß nicht wie weit die mit der Implementierung sind.

Denke schon, dass avx ziemlich gut ausgelastet wird, daher wird es dann wohl beim Maximaltakt von avx512 laufen.
 
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