1. Mathematik
Mathematik ist grundlegend das Wichtigste für das Informatik-Studium. Dabei ist es fast egal, in welche Richtung du dein Studium ausgestaltest, bei fast jeder Vertiefungsrichtung bekommstdu es mit Mathe zu tun:
Computergrafik -> Mathe
Theoretische Informatik -> Mathe
Compilerbau -> Theoretische Inf. -> Mathe
Kryptographie -> Hardcoremathe
Algorithmen&Datenstrukturen -> Mathe
Digitale Signalverarbeitung -> Mahter
Kodierungstheorie -> Mathe
.....
Also zusehen, dass du hier am Ball bleibst.
Es ist sicher kein Fehler, wenn Du Deinen Abi-(Hoffentlich LK)-Stoff nochmal durchgehst. Obwohl man an der Uni wirklich bei absolut 0 wieder anfängt, ist man nach 2 Wochen Studium über den gesamten Schulstoff hinaus und i.D.R. geht es dann im selben Tempo weiter.
Du solltest Dir auch keinen Kopf machen, wenn du während der Vorlesung dem Stoff inhaltlich nicht folgen kannst. Wichtig ist, dass du, falls es kein Skript, gibt, alles von der Tafel abschreiben kannst. Wenn du in solchen Situationen einfach mal nach links und rechts schaust wirst du feststellen, dass du nicht alleine bist
2. Programmieren
Ich vernehme, dass du noch nicht viel programmiert hast. Ich sage Dir gleich, dass du an der Uni nicht lernen wirst, wie man GUT programmiert. ->GUTES<- Programmieren lernt man fast nur dadurch, dass man es tut, dann Fehler macht, daraus lernt (Schmerzen) und es das nächste Mal besser macht. (Ich sage immer "No Pain, no gain").
Man wird dir vermutlich 1 oder 2 Programmierparadigmen zeigen (z.b. funktional vs. objektorientiert) mit dazugehörigen Sprachen (z.B. Scheme, Lisp, C++, Java). Die meisten Unis machen meines Wissens mittlerweile Java. Eine Vorbereitung in dieser Richtung ist sehr sinnvoll. Wenn du in Richtung Computergrafik was machen willst, dann macht es jetzt schon Sinn sich frühzeitig zusätzlich mit C++ zu beschäftigen, da das dort eher zum Einsatz kommt und eine verhältnismäßig schwer zu lernende Sprache ist.
Wie oben schon gesagt, es wird einem quasi nicht gezeigt, wie man GUT programmiert. Es werden einem die Sprachelemente gezeigt und ein paar Beispielprogramme, um diese zu verdeutlichen. Die Beispielprogramme sind meistens grottenschlecht und haben nur den Zweck eine ganze bestimmte Sache zu zeigen. Nimm Dir lieber ein gutes Buch und probier die Dinge einfach selber aus, da lernst du viel mehr als in der Vorlesung stumpf Schlüsselwörter erklärt zu bekommen.
Wenn du Programmieren üben willst, dann macht es Sinn, dass du alle möglichen Algorithmen, die du in den entsprechenden Vorlesungen kennenlernst einfach mal für dich selbst nachprogrammierst, z.B. Such-Sortier-Algorithmen. Das hilft dir einerseits zu verstehen wie die Algorithmen funktionieren und andereseits auch deine Programmierkünste zu verbessern.
3. Mitstudenten
Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass man ein paar Mitstudenten auf gleicher Wellenlänge findet. So kann man Lerngruppen bilden und sich gegenseitig (Mathehausaufgaben!!) unterstützen. Bei den Programmier und sonstigen Praktika werden Aufgaben normalweise ohnehin immer in Gruppen bearbeitet und abgegeben, allein daher lohnt es sich ein paar Gleichgesinnte zu suchen.
4. Lernen
Es hift wenn man sich spätestens vor Prüfungen in Lerngruppen gegenseitig den Stoff nochmal erklärt, weil man dann mit Sicherheit merkt, wieviel man wirklich verstanden oder viel schlimmer mißverstanden hat.
5. Organisation
Im Gegensatz zur Schule rennt Dir an der Uni keiner hinterherr und organisiert den Tag für Dich. Ganz am Anfang bekommt man vllt. noch einen empfohlenen Stundenplan - damit ist aber meistens nach einem oder zwei Semestern schluß und du musst dir die Volesungen/Praktika selber zusammensuchen. Also nie warten, bis was passiert, sondern frühzeitig selber aktiv werden und Infos einholen.