News Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung

Danke für die Norm, die mich nicht weiter bringt - ging mir durch den Kopf. Leider frage ich mich immer wieder, den Schnellschuss für Balkonkraftwerke vor einigen Jahren, konnte ich durch das "Schnell" nachvollziehen. Nach den Jahren danach und aktuell, hätte ich mir in diesem Thema mehr EU gewünscht, sodass die deutsche Regierung, EU und die "Norm-Gesellschaften" mehr "Einheit" geschaffen hätten. Seit Jahren stelle ich mir die Frage, warum in Deutschland dieser Weg gegangen wird - in der Energiewende. Es sollte die "Unabhängigkeit" im Mittelpunkt stehen, die andere Länder - z.B. Irland, Holland und auch Österreich gehen, beim Thema Solar. Die Einfachheit des berüchtigten "Grünen Punkt" war anscheinend für die Verbraucher zu einfach und für die "Wirtschaft", die "Kommunen" und der Bundesregierungen zu schwer - dabei waren die Grundideen von der CDU! Tja, ich dummer Bürger!

Sorry, falls zu viel Offtopic :freak:
 
@Weyoun
Ich würde eher vermuten, dass die Anforderung halbwegs willkührlich ist. Es gab u.a. von staatlicher Stelle etwas Druck, dass Balkonkraftwerke einfacher installierbar werden sollen. Also wurde eine halbwegs willkürliche Grenze gezogen, die eine vereinfachte Installation zulässt. Darüber hinaus war man sich aber einig, dass die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Wielanddose und Fachkraftzwang erhalten bleiben sollte.
Wobei ich vermuten würde, dass die Grenze von 960W so gewählt wurde, dass aktuelle Solarmodule da darunter liegen (bei zwei Modulen), die Entwicklung hin zu >500W Panelen aber absehbar ist.
 
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Samurai76 schrieb:
Falsch. Solange der Verbaucher mit 4,4kW und das BKW an einer Sicherung sitzen, hast du irgendwo im Kreis mindestens eine Übergangsstelle, wo mehr wie 16A fließen. Wo die Leitung dann im Haus anfängt zu schmoren, ist im Grunde egal.
Ergänzung ()
Und warum kann dann mein Backofen mit Schuko Stecker 4,8 Kw bei der Pyrolyse ziehen, ohne das was passiert? Das ist von Siemens so "gewollt"...Der Shelly steigt wegen Überlast aus, die Sicherung nach 3h nicht
 
Incanus schrieb:
Welcher Ofen macht das? Ich kenne nur einen Außenleiter für den Backofen, und die beiden anderen auf jeweils zwei Kochplatten.
Manche Ofen-Kochplatten-Kombinationen haben wohl einen gemeinsamen 3-Phasen-Anschluss.
Je nach Szenario werden die Phasen dann intelligent untereinander verteilt, z.B. 3 Phasen nur für die Kochfelder, wenn man auf mehreren Feldern im "Turbo-Modus" kocht (höher als Stellung "9") oder eben zwei Phasen für die Kochplatten und eine Phase für den Ofen, wenn man "normale" Sachen bäckt oder aber auch eine Phase für die Kochplatten und zwei Phasen für den Ofen (während der Pyrolyse mit mehr als 3.680 Watt oder wenn im Ofen die Heizung plus Grill gleichzeitig aktiv sind).

Aber die Mehrzahl der Geräte sollte in der Tat fix zwei Phasen für die Kochplatten und eine Phase für den Ofen bereitstellen.
Wenn man zudem statt 16A derer 20A oder gar 25A für die drei Phasen zur Verfügung hat, reicht auch für die stärkste Pyrolyse eine Phase locker aus.
 
Blutschlumpf schrieb:
Je strikter die Regeln desto mehr Kohle landet bei der eigenen Gruppe, klassischer Interessenkonflikt halt.
Was glaubst du eigentlich wie viele Elektro-Buden sehnsüchtig auf die Installation einer Wieland Steckdose warten? Exakt null.
 
Zhenwu schrieb:
Da die meisten Balkone mit dem Wohnzimmer zusammen hängen, ist da noch ziemlich viel Luft.
Ich kann nicht nachvollziehen, dass hier manche zwar selber schreiben, dass ihre Prämisse nur für "die meisten" Installationen zutreffen, aber dabei offenbar nicht verstehen, dass die pauschale Freigabe der BKW "für alle" Installationen passen muss.

Was ist denn mit den Installationen, bei denen da nicht "noch ziemlich viel Luft" ist? Drauf geschissen?
 
gaelic schrieb:
Backofen ist üblicherweise 1 Phase. Kochfelder sind meist 3 phasig.
Und da sind die einzelnen Felder dann aufgeteilt. Bei meinem sind die linken beiden an Phase 1, rechten beiden Phase 2, Kontrolle/Lüftung auf Phase 3
 
Stanzlinger schrieb:
Jede gute Versicherung beinhaltet grobes fahrlässiges Verhalten - dann ist man fein raus
Die Ankündigung der groben Fahrlässigkeit im Internet kann als Vorsatz interpretiert werden. :p
 
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Weyoun schrieb:
Dann braucht man also einen Vier-Phasen-Anschluss in der Küche? ;)
Bei den Kochfelder und Backöfen kommt es stark drauf an, was man sich kauft. Vom 1-Zonen Kochfeld mit 2kW bis 11kW auf drei Phasen gibt es für Endkunden ja alles. Beim 11kW Hobbykochsportgerät sollte für jeden Ofen dann wirklich nochmal ein mit 16A gesicherter Außenleiter liegen.
 
HtOW schrieb:
Und ändert es daran, wenn ich statt Schuko den Wieland Stecker auf das gleiche Kabel anschließe?
Nicht direkt, aber da der Wieland-Stecker mit einer Elektriker-Pflicht daherkommt indirekt schon. Weil dieser eben auch die vorhandene Installation begutachtet und ggfs. die Installation verweigert (oder eben neue Kabel verglegt).

Der Wieland-Stecker ist in dem Fall sozusagen das physische Merkmal, das die Elektriker-Pflicht verdeutlicht.
 
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TheHille schrieb:
@olEn Da stand im Text, für Anlagen mit Akku gelten andere bzw. noch keine dahingehenden Bestimmungen.

Ich habe selbst eine Solarbank2 und warte eigentlich nur darauf, dass ich mehr als 800W einspeisen dürfte...

Das wird nicht passieren.
Das hat einfach den Grund, dass Leitungen nicht mehr können.
 
Samurai76 schrieb:
Falsch. Solange der Verbaucher mit 4,4kW und das BKW an einer Sicherung sitzen, hast du irgendwo im Kreis mindestens eine Übergangsstelle, wo mehr wie 16A fließen. Wo die Leitung dann im Haus anfängt zu schmoren, ist im Grunde egal.
Ergänzung ()


Du gibst es selbst zu, dass es eine solche Gegebenheit durchaus mal sein kann. Das Fackeln der anderen interessiert dich aber nicht, da das nicht auf dich zu trifft, braucht es keinen Schutz davor? Wow...
Nein. Die VDE gibt doch zu das es passieren kann und lässt es zu!?!? Wenn du deiner Argumentation folgst, dürfte überhaupt kein Balkonkraftwerk erlaubt sein.

Und die 4,4 sind doch von der VDE offenbar erlaubt...

Und natürlich ist es relevant wo das BKW angeschlossen ist.

Denn es wird nicht EINEN Verbraucher mit 4,4KW geben. Denn solche Geräte existieren nicht. Es werden immer MEHRERE Geräte sein. Oder nenn mir mal ein einphasiges Elektrogerät das 4,4 KW zieht. Na los,

Kommt der Strom vom Netz, und du hast einen 3,6 KW Verbraucher (z.B. der Ladeziegel meines Auto) und würdest jetzt an die gleiche Leitung nochmal 800 Watt Föhn anhängen -> Sicherung draußen.

Jetzt hast du

Beispiel 1: Netz -> 3,6 KW Ladeziegel -> 800 Watt Föhn -> BLKW | Kein Problem. Der Föhn holt sich seinen Strom vom BKW, der Ladeziegel vom Netz, kein Teil der Leitung ist überlastet.

Beispiel 2: Netz -> BKW -> Ladeziegel -> Föhn | Die Leitung zwischen BKW und Ladeziegel ist überlastet.

Also natürlich macht es einen Unterschied wo das BKW angeschlossen ist.

Aber wie gesagt. Die derzeitige Lösung der VDE gibt ja offensichtlich schon Spielraum. Denn auch jetzt kann, siehe Beispiel 2, der Leitungsteil BKW -> Ladeziegel mit 4,4KW überlastet werden.


Also selbst bei 25°C Umgebungstemp, keinerlei Kühlung durch "in der Wand verlegt", kommt man bei 25AMP auf 70°C. Ich sehe schon überall die Häuser abbrennen... Und wie gesagt: Es ist immer noch die Frage WO hängt das BKW im Kreislauf, wie lange ist die Last, etc...
 
Zuletzt bearbeitet:
Yosup schrieb:
Was ist denn mit den Installationen, bei denen da nicht "noch ziemlich viel Luft" ist? Drauf geschissen?
Erklär mir doch bitte wie du alle erdenklichen Konstelationen abdecken willst.

Meister Eder kann sein BKW auch in die Werkstatt hängen, das 3 1,5 mm ist zum Verteiler aber 30 m entfernt....

Was machst du in einem Altbau, wo noch Stoffleitungen verbaut sind und die bereits am Bröckeln sind?
 
CubeID schrieb:
... gibt es für die Wieland-Dose die Auflage, dass da exklusiv ein Kabel zum Sicherungskasten liegen muss?
An welchen Balkon ist denn bereits eine Wieland-Steckdose vorhanden? Zumindest in Mietwohnungen muss ein Elektriker diese installieren... in Eigenheimen jedoch kräht wohl kein Hahn danach welche Steckdose du benutzt.
 
Zhenwu schrieb:
Erklär mir doch bitte wie du alle erdenklichen Konstelationen abdecken willst.
Kann man nicht, aber deswegen muss man sich auch nicht mit Ansage besonders leichtsinnig verhalten.

Zhenwu schrieb:
Was machst du in einem Altbau, wo noch Stoffleitungen verbaut sind und die bereits am Bröckeln sind?
Beten. Ich hab in dem Thread schon zwei Mal geschrieben, dass ich die 800W im Grunde bereits reichlich mutig finde.
 
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dimido schrieb:
Nach den Jahren danach und aktuell, hätte ich mir in diesem Thema mehr EU gewünscht, sodass die deutsche Regierung, EU und die "Norm-Gesellschaften" mehr "Einheit" geschaffen hätten.
Solange es in der EU so viele unterschiedliche Stromnetze, vor allem das Erdungs- und Schutzleiterkonzept ist unterschiedlich (TN, TT und IT), samt unterschiedlicher Steckertypen gibt, wird sich da nichts ändern. Nur Netzfrequenz und Spannung sind harmonisiert, damit der Strom von Land A nach B fließen kann. Der Rest der Stromnetze ist leider ziemlich zersplittert.
Es haben nicht mal alle EU-Staaten ein ausgebautes Drehstromnetz bis zum Endkunden (u.a. Italien). "EIN" europäisches Stromnetz wäre in der Tat ein Träumchen...
 
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Stanzlinger schrieb:
Jede gute Versicherung beinhaltet grobes fahrlässiges Verhalten - dann ist man fein raus
Da solltest du einen Juristen befragen ob das unter grob fahrlässiges Verhalten fällt. Diese Frage kann ich dir nicht beantworten.
Ergänzung ()

Weyoun schrieb:
Und was kostet dann die Erbringen des Nachweises, dass die Elektroinstallation "ausreichend" für höhere Einspeiseleistungen ist? ;)
Kann ich dir nicht beanworten, weil ich noch keinen solchen beauftragt habe. Vermutlich wird das nach Arbeitszeit abgerechnet, und diese richtet sich nach Anzahl der Räume.
 
Yosup schrieb:
Kann man nicht, aber deswegen muss man sich auch nicht mit Ansage besonders leichtsinnig verhalten.
Na ja, der Laie kann nur das machen, was er kaufen darf.
Wenn ich mich mit der Materie auskenne, kann ich es vernünftig machen.
Yosup schrieb:
Beten. Ich hab in dem Thread schon zwei Mal geschrieben, dass ich die 800W im Grunde bereits reichlich mutig finde.
In vielen Fällen sicherlich richtig. Hab aber schon 70-80 Jahre alte Installationen gesehen, die tadellos liefen. Kommt immer auf die Umstände an
 
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