News Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung

Piktogramm schrieb:
Also wurde eine halbwegs willkürliche Grenze gezogen, die eine vereinfachte Installation zulässt. Darüber hinaus war man sich aber einig, dass die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Wielanddose und Fachkraftzwang erhalten bleiben sollte.
Also der typische politische Kompromiss, damit niemand als Verlierer dasteht. ;)
Piktogramm schrieb:
Wobei ich vermuten würde, dass die Grenze von 960W so gewählt wurde, dass aktuelle Solarmodule da darunter liegen (bei zwei Modulen), die Entwicklung hin zu >500W Panelen aber absehbar ist.
Sobald erste bezahlbare Perowskit-Module auf den Markt kommen, dürfte die 500-Watt-Grenze von Einzelmodulen fallen. Oder sie müssen von der Fläche her kleiner werden, um unter 480 Watt zu liegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Piktogramm
WinnieW2 schrieb:
Da solltest du einen Juristen befragen ob das unter grob fahrlässiges Verhalten fällt. Diese Frage kann ich dir nicht beantworten.
Ergänzung ()
Wenn grob Fahrlässiges Verhalten versichert ist laut deren AGBs, dann erwarte ich auch, das grob Fahrlässiges Verhalten versichert ist. Vorsatz ist ja was anderes - das ist nicht versichert.
 
theGucky schrieb:
Der Wieland scheint bereits bei vielen Solar Modulen und WR eingebaut zu sein. (Dank Lobby anscheinend.)
Und dann müsste ein Elektroinstallateur einen neuen "Stromkreis" zum Verteiler legen wo der WR direkt angeschlossen wird.
Ich hab noch kein Hardware mit Wieland gesehen, zumindest nicht bewusst.
Der Stecker regelt im übrigen nicht den Stromkreis sondern lediglich dass die Kontakte immer geschützt und nicht freiliegend wie bei Schuko sind. Die kann einfach an die reguläre Schuko-Steckdose mit angeklemmt werden.
 
WinnieW2 schrieb:
Kann ich dir nicht beanworten, weil ich noch keinen solchen beauftragt habe. Vermutlich wird das nach Arbeitszeit abgerechnet, und diese richtet sich nach Anzahl der Räume.
Für gewöhnlich hängt das BKW nur an einem Raum und ja, der Elektriker wird normalerweise pro Stunde bezahlt, außer es wurde pauschal was vereinbart.

Wird aber bei solch einer Aufgabe für gewöhnlich nicht gemacht
 
Stanzlinger schrieb:
Und warum kann dann mein Backofen mit Schuko Stecker 4,8 Kw bei der Pyrolyse ziehen, ohne das was passiert? Das ist von Siemens so "gewollt"...Der Shelly steigt wegen Überlast aus, die Sicherung nach 3h nicht
Schuko? Krass! Unser Ofen hängt mit dem Kochfeld zusammen am separaten 3-Phasen-Anschluss in der Küche.
 
Yosup schrieb:
Wie gesagt, es ist schon verdammt mutig, ohne vorherige Begutachtung der Installation pauschal +3,5 Ampere zuzulassen, zumal das ja nicht alternativlos ist - wer mehr will, lässt halt einfach einen zertifizierten Profi (aka Elektriker oder Solateur) drübergucken und gut ist. Was nutzt es mir, dass Du oder ich ein BKW auch mit mehr Leistung sicher betreiben könnte(n), wenn der Idiot in der Wohnung drunter das eben nicht kann und das ganze Wohnhaus abfackelt?
ZERTIFIZIERT. Ja. Klar. Das Problem ist halt das diese Typen die Hand so weit aufhalten, das sich das kein Mensch mehr leisten kann. Und das ist echt keine Raketentechnik... Wird gerne als das verkauft...
 
Sierra1505 schrieb:
Vertrau mir, es ist wirklich viel banaler als das. Die Wieland-Steckdose bzw. der Stecker wurde von der Namensgebenen Fa. explizit als genormte Einspeisesteckdose mit integriertem Berührungsschutz entwickelt..
Nö, das wurde diese nicht. Die Steckverbindungen der Fa. Wieland wurden ursprünglich für Anwendungen in der Industrie entwickelt. Ein bestimmter Typ eines Steckers und einer Steckdose wurde für Bkw als geeignet ausgewählt, aber es wurden keine solchen speziell für Bkw entwickelt.

Und es gibt z.B. Stecker und Steckdosen von der Fa. Neutrik welche die techn. identischen Anforderungen (ebenfalls) erfüllen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weyoun schrieb:
Schuko? Krass! Unser Ofen hängt mit dem Kochfeld zusammen am separaten 3-Phasen-Anschluss in der Küche.
Bei autarken Systemen hängt der Backofen oft an der Schuko und sollte dementsprechend nur die Leistung haben, die eine 16A sichert.

Würde gerne mal das Typenschild des Backofens sehen, das @Stanzlinger erwähnt hat
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Knighty
Stanzlinger schrieb:
Und warum kann dann mein Backofen mit Schuko Stecker 4,8 Kw bei der Pyrolyse ziehen, ohne das was passiert?
Weil, wenn das so wäre (ich bezweifel, dass dein Ofen konstant 5kW über 3h zieht) dein Sicherungsautomat defekt ist.
 
Stanzlinger schrieb:
Wenn grob Fahrlässiges Verhalten versichert ist laut deren AGBs, dann erwarte ich auch, das grob Fahrlässiges Verhalten versichert ist. Vorsatz ist ja was anderes - das ist nicht versichert.
Nun es gibt Tätigkeit im Handwerk, wie z.B. Elektroinstallationen, für welche der Meisterzwang gilt. Mal als Einwand meinerseits dazu. Bedeutet: Nur ein Meisterfachbetrieb darf in Deutschland rechtlich legal Elektroinstallationen durchführen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Zhenwu
Weyoun schrieb:
Sobald erste bezahlbare Perowskit-Module auf den Markt kommen, dürfte die 500-Watt-Grenze von Einzelmodulen fallen. Oder sie müssen von der Fläche her kleiner werden, um unter 480 Watt zu liegen.

Was heißt könnte Fallen? 500Wp sind bereits jetzt eine der wirtschaftlichsten Panelgrößen, wobei die chinesischen Hersteller angekündigt haben, dass die 2m² Panele in Masse produziert werden. Entsprechend ist die überarbeitete Norm ein riesen Haufen Scheiße.

Edit: Abweichende Modulgrößen bedeutend ganz fix mindestens Faktor drei beim Preis je installierter Leistung.

Screenshot 2025-11-17 at 17-31-30 Stromerzeugung & -speicherung Solarmodule mit Modulanzahl 1 ...png
https://geizhals.de/?cat=bmsesmo&xf=743_1*2&pagesize=100&offset=0&sort=r&promode=true&hloc=de
 
floh668 schrieb:
ZERTIFIZIERT. Ja. Klar. Das Problem ist halt das diese Typen die Hand so weit aufhalten, das sich das kein Mensch mehr leisten kann. Und das ist echt keine Raketentechnik... Wird gerne als das verkauft...
Natürlich sind sie zertifiziert. Ein Meisterbrief ist auch ein Zertifikat.

Und ja, und zum wiederholten Mal: Das Wissen, was man zur Überprüfung einer bestehenden Installation braucht kann man sich sicher auch privat anlesen. Das machen vielleicht Du und ich, aber eben nicht alle. Und die Norm ist eine Pauschalgenehmigung für alle. Logisch?

PS: Werd halt Elektriker, wenn es so lukrativ ist. Wenn das genug machen, dann sinken halt irgendwann auch die Preise.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Incanus
Piktogramm schrieb:
Entsprechend ist die überarbeitete Norm ein riesen Haufen Scheiße.
Geht es bitte such ohne solche Fäkalsprache? Zudem nur weil man für andere Anwendungen zwei m² große Panels einsetzen kann, bedeutet das doch nicht, dass man das auch bei Penny im 249€ Balkonkraftwerk-Paket bekommt.
 
floh668 schrieb:
Beispiel 1: Netz -> 3,6 KW Ladeziegel -> 800 Watt Föhn -> BLKW | Kein Problem. Der Föhn holt sich seinen Strom vom BKW, der Ladeziegel vom Netz, kein Teil der Leitung ist überlastet.

Beispiel 2: Netz -> BKW -> Ladeziegel -> Föhn | Die Leitung zwischen BKW und Ladeziegel ist überlastet.
Viele Ladeziegel sind vom Hersteller freiwillig auf 10A begrenzt, um bei 24-stündigem Dauerladen Überhitzungen zu vermeiden.
 
Blöde Frage aber wenn man sich nochmal 3 Leitungen legen lassen würde könnte man dann mehr Einspeisen oder gilt das wirklich strikt pro quasi Grundstück?
 
Samurai76 schrieb:
Weil, wenn das so wäre (ich bezweifel, dass dein Ofen konstant 5kW über 3h zieht) dein Sicherungsautomat defekt ist.
Der Shelly PM steigt bei exakt 4,3 Kw Last aus, die 4,7 erfasse ich mit dem 3EM....das ist natürlich keine Dauerlast...in 3h insgesamt max. 4,7 Kwh
Ergänzung ()

eSportWarrior schrieb:
Blöde Frage aber wenn man sich nochmal 3 Leitungen legen lassen würde könnte man dann mehr Einspeisen oder gilt das wirklich strikt pro quasi Grundstück?
Bekloppterweise pro Strohmzähler.....wenn man in einem MFH wohnt, dann muss man jede Anlage ab 800 W anmelden.....installiert aber jeder der 100 Bewohner eine 800 W Anlage, dann ist dies anmeldefrei ^^

Und wenn die alle Mittags nicht da sind, dann ist die Last bei 800 W je Bewohner egal....aber wehe einer installiert 801 W
 
Samurai76 schrieb:
Weil, wenn das so wäre (ich bezweifel, dass dein Ofen konstant 5kW über 3h zieht) dein Sicherungsautomat defekt ist.
Im Normalfall hat der Backofen, sofern getrennt vom Kochfeld versorgt, auch trotzdem eine eigene Sicherung mit eigener, idealerweise 2,5mm² Leitung.
Im genannten Beispiel würde dennoch der Automat fallen, ein Backofen mit mehr als 3,6kW Anschlussleistung hat mit Sicherheit keinen Schuko-Stecker.
Stanzlinger schrieb:
Der Shelly PM steigt bei exakt 4,3 Kw Last aus, die 4,7 erfasse ich mit dem 3EM....das ist natürlich keine Dauerlast...in 3h insgesamt max. 4,7 Kwh
Was denn nun, kW oder kWh? Selbst wenn es kW wären, kann es nur ein kurzer peak sein. Die Auslösekurve eines B16 Automaten kann man sich ja mal angucken... Kenne trotzdem keinen, der mit deutlich mehr als 3600W angegeben würde.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: SaxnPaule, Weyoun und Piktogramm
Weyoun schrieb:
Und was kostet dann die Erbringen des Nachweises, dass die Elektroinstallation "ausreichend" für höhere Einspeiseleistungen ist? ;)
Wenn du In der Industrie eine Elektroanlage baust, die sich nicht an eine Norm hältst, musst du einen baugleichen Zwilling bauen, der dann geprüft wird und bei der Prüfung zerstört wird.
Das macht man bei Serienmaschinen, wenn man sich bei der Umgehung der Normen und hohen Stückzahlen ein Gewinn rauskommen könnte.
In der Industrie sind nicht alle Normen Vorschrift, die sind allerdings dass Regelwerk wonach deine Konstruktion "den Stand der Technik" widerspiegelt, was du hingegen erfüllen musst.
(Das ist jetzt einfach beschrieben)

Wie das im Handwerk und in der Hausinstallation aussieht weiß ich allerdings nicht.
 
Nagilum99 schrieb:
Die kann einfach an die reguläre Schuko-Steckdose mit angeklemmt werden.
Gibt es "Adapter" in Form einer "Verlängerungsschnur"? Also auf der einen Seite ein Schuko-Stecker, den man VORHER in eine bestehende Schuko-Buchse steckt und auf der anderen Seite eine WIELAND-Buchse, an die man dann den WIELAND-Stecker eines Wechselrichters anschließen kann? Oder ist sowas nicht zugelassen?
 
eSportWarrior schrieb:
Blöde Frage aber wenn man sich nochmal 3 Leitungen legen lassen würde könnte man dann mehr Einspeisen oder gilt das wirklich strikt pro quasi Grundstück?
Ähm. Wenn du dir von einem Elektriker neue Leitungen legen lässt, weshalb lässt du dann die PV-Anlage nicht von diesem anmelden.
Weil wenn ein Elektrofachbetrieb die PV-Anlage anmeldet, dann entfällt die Beschränkung auf 800 Watt Einspeiseleistung... weil die Installation dann als separater Stromkreis ausgeführt werden kann, an dem der Wechselrichter als einziges Gerät angeschlossen ist.

Die Grenze von 800 Watt Wechselrichterleistung gilt für die Inbetriebnahme durch Nicht-Elektrofachkräfte.
 
Zurück
Oben