News Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung

Weyoun schrieb:
Sobald erste bezahlbare Perowskit-Module auf den Markt kommen, dürfte die 500-Watt-Grenze von Einzelmodulen fallen. Oder sie müssen von der Fläche her kleiner werden, um unter 480 Watt zu liegen.
Richtig, und deswegen finde ich auch die 960W ziemlich dämlich gewählt. Eine Preissuchmachine zeigt Module mit 440, 445, 450, 455, 460 Watt an, usw. also 5W-Schritte. Warum man da jetzt Module mit 485 W und mehr rauskanten musste kann ich nicht nachvollziehen. Klar, irgend eine Zahl muss man halt nennen, aber 2*520 Watt hätte zumindest noch die Fortschritte der nächsten Jahre erfasst, ohne nennenswert Risiken zu steigern. In 2030 ärgert man sich doch, wenn man dann Module von Stand 2025 kaufen muss, weil alles aktuelle halt >480W ist (und auf ein Modul runtergehen ist ja oberkäse, zumindest solange die sich nicht ihrerseits den 960 Watt annähern ;))
 
WinnieW2 schrieb:
Weil wenn ein Elektrofachbetrieb die PV-Anlage anmeldet, dann entfällt die Beschränkung auf 800 Watt Einspeiseleistung...
Naja, es gehört deutlich mehr dazu. Für eine "echte" PV-Anlage muss oft der Zählerschrank auf den neusten Stand gebracht werden, dazu gehören Dinge wie SLS-Schalter, ÜSS, RfZ und zRfZ. Das geht schnell ins Geld. Und ohne diese Dinge wird der Netzbetreiber die Anlage nicht abnehmen.
 
Ok, dass die Elektroinstallation dann auf den Stand der Zeit gebracht werden muss, das hatte ich nicht erwähnt. Deshalb enstehen dann weitere Folgekosten.

Deshalb gibt es in Deutschland ja recht viele nicht angemeldete PV-Anlagen... Die Leute kaufen sich mehrere Bkw, schließen diese an unterschiedliche Stromkreise an, und melden diese nicht an.
 
Zhenwu schrieb:
Bei autarken Systemen hängt der Backofen oft an der Schuko und sollte dementsprechend nur die Leistung haben, die eine 16A sichert.
Also bei Pyrolyse (dauert mehrere Stunden mit 400 bis 500 °C) würde dann die notwendige Power fehlen, weil man dann den Schuko nur mit 10A belasten sollte (16A sind nur für 60 Minuten Dauerbetrieb ausgelegt). Selbst bei 25A Absicherung im Keller und fetten Leitungen wäre dann der Schuko-Stecker das schwächste Glied in der Kette.
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
Weil, wenn das so wäre (ich bezweifel, dass dein Ofen konstant 5kW über 3h zieht) dein Sicherungsautomat defekt ist.
Vielleicht ist die Sicherung des Ofens ja mit 20A oder 25A abgesichert. Das ändert aber nichts daran, dass der Schuko-Stecker selbst dann überbelastet wird (schwächstes Glied der Kette). Das kann gutgehen, muss es aber nicht.
 
Yosup schrieb:
Natürlich sind sie zertifiziert. Ein Meisterbrief ist auch ein Zertifikat.

Und ja, und zum wiederholten Mal: Das Wissen, was man zur Überprüfung einer bestehenden Installation braucht kann man sich sicher auch privat anlesen. Das machen vielleicht Du und ich, aber eben nicht alle. Und die Norm ist eine Pauschalgenehmigung für alle. Logisch?

PS: Werd halt Elektriker, wenn es so lukrativ ist. Wenn das genug machen, dann sinken halt irgendwann auch die Preise.
Ich weiß das eine Meisterprüfung ein "Zertifikat" ist. Wenn ich mir anhöre was die Jungs da inzwischen alles bei den Prüfungen machen. Ich sag nur Handy. Aber ja. "WERD DOCH DAS UND DAS WENN ES SO VIEL GELD BRINGT". Was für ein DUMMES Argument. Klar. Nur weil ich nicht 12.000€ für einen neuen Zählerschrank blechen will weil Elektriker halt mal für einen 800€ Hagerschrank 4500€ berappen, nur weil dir jeder Elektriker in einem Altbau ALLES NEUMACHEN will, weil er ja nicht sichergehen kann ob die Leitungen bisher in Ordnung sind (Klar. Wer kenn nicht das verschimmelnde Kupferkabel das nach 70 Jahren auf einmal in FLAMMEN AUFGEHT) soll ich jetzt Elektriker werden.

Man findet ja einfach niemanden: Ich kann NICHTS im Haus machen. NULL. Jeder Elektriker will dir gleich alles neumachen weil er ja sonst nicht "sichergehen könnte" wegen der "HAFTUNG". Bullshit. Wenn er meinen Zählerschrank von der Treppe in den Keller verlegt muss er ja natürlich JEDES ZIMMER NEU MACHEN. Habe ich alles schon gehört. Und wer weniger macht, berappt trotzdem so viel als würde er es machen. Ab 7.000€ war das günstigste Angebot. FÜR EINEN TAG ARBEIT. Ja fickt euch und ich mach es selbst. Und ich KANN es. Das dumme ist nur: Viele können es NICHT. Machen es auf Grund der Wucherpreise TROTZDEM. Und das ist 1000x gefährlicher als eine Balkonkraftanlage. Aber keinen Nachwuchs anzulernen ist ja im Interesse der Meister mit betrieb. Treibt die Preise schön hoch und mit wenig Aufwand kann VIEL Geld verdient werden. Die Firmen haben alt wenig Motivation genug Nachwuchs auszubilden bzw. man zahlt einfach so scheiße das keiner kommt, wärend der Chef den 3ten Porsche GT3 als Investitionsobjekt an seinem 3t Wohnsitz parkt.
 
@Weyoun Das strimmt so nicht, google doch mal nach Backöfen mit Pyrolysefunktion, deren maximal Anschlussleistung wird eigentlich nie über 3600W angegeben. Die reichen auch dicke um die Temperaturen zu erreichen.
Edit: meist heißt es, ein Pyrolysevorgang kann bis zu 6kWh verbrauchen. Wenn der 3 Stunden konstant heizen würde, wären das gerade mal 2kW
 
Zuletzt bearbeitet:
Piktogramm schrieb:
Was heißt könnte Fallen? 500Wp sind bereits jetzt eine der wirtschaftlichsten Panelgrößen, wobei die chinesischen Hersteller angekündigt haben, dass die 2m² Panele in Masse produziert werden. Entsprechend ist die überarbeitete Norm ein riesen Haufen Scheiße.
Die derzeitigen >= 500 Watt-Module aus China haben derzeit einen Nachteil: Die darf man aktuell in Deutschland nicht aufs Dach montieren (dafür gibt es Vorschriften und die Fläche eines Einzelmoduls darf einen gewissen Wert nicht überschreiten). Fürs BKW noch okay, aber nicht für die PV-Anlage auf dem Dach.
 
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WinnieW2 schrieb:
An welchen Balkon ist denn bereits eine Wieland-Steckdose vorhanden? Zumindest in Mietwohnungen muss ein Elektriker diese installieren... in Eigenheimen jedoch kräht wohl kein Hahn danach welche Steckdose du benutzt.
Ich sag mal, zu 99,9....% wird kein Vermieter proaktiv auf dem Balkon eine Wielanddose verbauen/verbaut haben, der "gemeine" Mieter hat Geräte die in Schuko passen. Bleibt mehr eine Person, die schon beim Setzen der Dose ein BKW im Sinn hat, oder jmd der von Schuko auf Wieland umrüstet / umrüsten lässt.
Und bei Eigenheimen wie du sagst, nochmal ne andere Situation...
 
floh668 schrieb:
Ich weiß das eine Meisterprüfung ein "Zertifikat" ist.
Selbst mit Meisterbrief darfst du nur anmelden, wenn du beim Netzbetreiber auch aktiv gemeldet bist. Als Renter mit Meisterbrief kannste hier nix anmelden
 
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eSportWarrior schrieb:
Blöde Frage aber wenn man sich nochmal 3 Leitungen legen lassen würde könnte man dann mehr Einspeisen oder gilt das wirklich strikt pro quasi Grundstück?
Es gilt "pro Zähler". Hast du mehrere Zähler (und zahlst für jeden eine Grundgebühr), kannst du auch auf einem Grundstück mehrere Leitungen legen lassen. ;)
 
Nochmal eine ernsthafte Frage.
Eine feste Verbindung statt Wieland Stecker ist vermutlich auch zulässig? Hatte eh schon überlegt das BKW fest anzuschließen aber bislang siegte die Faulheit und der Gedanke, das es auch ganz praktisch ist, wenn man das BKW im Falle eines Falles einfach durch Stecker ziehen abschalten kann.
 
Ja ist auch zulässig, darfst du halt nicht selbst machen. Und sollten Unkundige auch tunlichst nicht tun.
 
Incanus schrieb:
Geht es bitte such ohne solche Fäkalsprache? Zudem nur weil man für andere Anwendungen zwei m² große Panels einsetzen kann, bedeutet das doch nicht, dass man das auch bei Penny im 249€ Balkonkraftwerk-Paket bekommt.
Beim Discounter sind die günstigen Preise genau das was als Massenware in China verfügbar ist. Die Produktionsumstellung auf 2m² Module ist angekündigt. Die kleineren Standardformate werden damit teurer.
Zudem werden die fertigen Pakete sowieso teurer, weil die VDE Schuko nur zulässt, solang das gesamte Paket als ganzes eine Konformitätserklärung besitzt (WR zertifiziert nach Norm, Einzelprüfung jedes WRs, Solarverbinder vom selben Hersteller an Modulen und WR).

Die Fäkalsprache ist Absicht und je länger dich Dinge in Norm bzw. zur Norm lese, desto schlimmer wird es.


eSportWarrior schrieb:
Blöde Frage aber wenn man sich nochmal 3 Leitungen legen lassen würde könnte man dann mehr Einspeisen oder gilt das wirklich strikt pro quasi Grundstück?
Je Messstelle.

Weyoun schrieb:
Gibt es "Adapter" in Form einer "Verlängerungsschnur"? Also auf der einen Seite ein Schuko-Stecker, den man VORHER in eine bestehende Schuko-Buchse steckt und auf der anderen Seite eine WIELAND-Buchse, an die man dann den WIELAND-Stecker eines Wechselrichters anschließen kann? Oder ist sowas nicht zugelassen?
Es ist nur der direkte Anschluss an fest installierten Dosen zulässig!

Weyoun schrieb:
Also bei Pyrolyse (dauert mehrere Stunden mit 400 bis 500 °C)
Backofen haben Vorgaben einzuhalten, wie warm sie an den Außenteilen werden dürfen. Pyrolyseöfen sind entsprechend gut gedämmt und brauchen nur zum Aufheißen viel Leistung. Zum halten der Temperatur reichen 2,3kW locker.
Ergänzung ()

Micha- schrieb:
Nochmal eine ernsthafte Frage.
Eine feste Verbindung statt Wieland Stecker ist vermutlich auch zulässig? [...]
Fester Anschluss ist möglich. Nach Norm soll das die Elektrofachkraft machen und da ein Festanschluss für <=2kW Modulleistung zulässig ist, muss der Stromkreis dafür abgenommen werden und/oder eine Ablastung vorgenommen werden.

TLDR: Das wird teuer!
 
Frank schrieb:
Die neue VDE-Norm für Balkonkraftwerke ist fertig und erlaubt nun offiziell den Anschluss über einen herkömmlichen Schuko-Stecker. Dabei wird die Modulleistung aber erheblich begrenzt. Die entsprechende DIN-Norm DIN VDE V 0126-95, die sich zuletzt stark verzögert hatte, erscheint nun im Dezember 2025.

Zur News: Balkonkraftwerke: VDE erlaubt Schuko-Stecker – bis 960 Watt Modulleistung
Als hätte der VDE überhaupt zu melden, ob Schuko verwendet werden darf. Die Regelung sollte nur eine unnötige Schikane sein: Kosten für den Elektriker sollten vor dem Balkonkraftwerk abschrecken.
 
Knighty schrieb:
Das strimmt so nicht, google doch mal nach Backöfen mit Pyrolysfunktion, deren maximal Anschlussleistung wird eigentlich nie über 3600W angegeben. Die reichen auch dicke um die Temperaturen zu erreichen.
3.680 Watt (16A) in der Tat, aber 2.300 Watt (10A) definitiv nicht. Und mehr als 2.300 Watt verträgt nun mal der Schuko-Stecker nicht über eine längere Zeit (länger als 60 Minuten) Aus diesem Grund wird der Ofen gerne direkt am Dreiphasen-Anschluss in der Küche verdrahtet, damit er auch dauerhaft mit 16A betrieben werden kann. ;)
Knighty schrieb:
Edit: meist heißt es, ein Pyrolysevorgang kann bis zu 6kWh verbrauchen. Wenn der 3 Stunden konstant heizen würde, wären das gerade mal 2kW
Aufpassen! In der Aufheizphase zieht der Ofen den Maximalstrom (45 bis 60 Minuten dauert es locker, den Ofen auf bis zu 500 °C zu bringen). In der Folgezeit muss der Ofen die Temperatur lediglich halten und dank guter Isolierung (die Ofentür hat oft Dreifachglas) benötigt man dafür deutlich weniger Strom als in der Aufheizphase, weshalb eine Pyrolyse in Summe "nur" 6 kWh benötigt.
Ergänzung ()

Piktogramm schrieb:
Es ist nur der direkte Anschluss an fest installierten Dosen zulässig!
Ich hatte es schon geahnt. ;)
Piktogramm schrieb:
Backofen haben Vorgaben einzuhalten, wie warm sie an den Außenteilen werden dürfen. Pyrolyseöfen sind entsprechend gut gedämmt und brauchen nur zum Aufheißen viel Leistung. Zum halten der Temperatur reichen 2,3kW locker.
Das stimmt, aber in der initialen Aufheizphase sind sie halt die reinsten Stromfresser, weshalb ich persönlich da nicht Schuko verwenden würde. Um die 500 °C erst einmal zu erreichen, müssen ja Ober- und Unterhitze sowie der Grill mit Maximalwerten bestromt werden. Beim halten der Temperatur sind die Öfen vermutlich deutlich sparsamer als 2.300 Watt dank Dreifachverglasung der Türen.
 
Stanzlinger schrieb:
Selbst mit Meisterbrief darfst du nur anmelden, wenn du beim Netzbetreiber auch aktiv gemeldet bist. Als Renter mit Meisterbrief kannste hier nix anmelden
Klar. Muss ja alles schön limitiert werden. "Freier Markt" und so
 
@Weyoun
Da es die selben Modelle mit Schuko und Festanschluss gibt.. die werden sich in ihren Verbrauchsprofilen nicht unterscheiden und im Zweifelsfall die Belastbarkeit der Schukodose beachten.

Naja und selbst bei hochwertigen wahrgenommen Marken sind die internen, strombelasteten Verbindungen gern mal mit Kabelschuhen realisiert -.-.

@Moritz Velten
Der VDE ist eine rein deutsche Angelegenheit, die Regularien der EU zum Thema sind wesentlich entspannter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stanzlinger schrieb:
Der Shelly PM steigt bei exakt 4,3 Kw Last aus, die 4,7 erfasse ich mit dem 3EM....das ist natürlich keine Dauerlast...in 3h insgesamt max. 4,7 Kwh
Schon mal was von Anlaufstrom gehört?

Ein B 16A hat einen zulässigen Wert von 3 - 5 fachen seines Nennwertes
Ergänzung ()

Weyoun schrieb:
Also bei Pyrolyse (dauert mehrere Stunden mit 400 bis 500 °C) würde dann die notwendige Power fehlen, weil man dann den Schuko nur mit 10A belasten sollte (16A sind nur für 60 Minuten Dauerbetrieb ausgelegt). Selbst bei 25A Absicherung im Keller und fetten Leitungen wäre dann der Schuko-Stecker das schwächste Glied in der Kette.
B in ich voll bei dir hab auch nicht das Gegenteil behauptet.

Ich möchte lediglich das Typenschild sehen, dass der Backofen so viel Leistung hat.

Ich gehe davon aus, das sein Shelly beim Anlaufstrom aussteigt
 
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