Barcodes = Sicherheitsrisiko

Ensinger

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Weiß nicht wie ich den Titel richtig benennen soll und ob das hier der richtige Bereich ist 😅

Aber ich hab gerade was bemerkt und wĂŒrde gerne Meinungen dazu hören. Habe gerade bei unserer örtlichen KFZ Autowasch-Welt online eine WĂ€sche gekauft. Vermutlich im Sinne der Prozessoptimierung sind online gekaufte WĂ€schen gĂŒnstiger als vor Ort am Schalter gekaufte.

Im Anschluss erhÀlt man einen stinknormalen Barcode. Bedenklich ist, dass das eine fortlaufende Zahl ist.

Vor paar Monaten hab ich bspw zwei WĂ€schen zusammen gekauft und 100005467 und 100005468 bekommen. Heute dann 100009432.

WÀre es nicht viel geeigneter irgendeine zufÀllige Ziffernfolge zu generieren und vor Herausgabe halt abzugleichen dass diese nicht schon existiert ?

WĂ€re ich böswillig könnte ich jetzt einfach aus der Zahl 100009431 einen Barcode generieren, damit zur Waschstraße fahren und die WĂ€sche einlösen die irgendeiner vor mir online gekauft hat
 
Bei so plumpen Barcodes mĂŒssen diese vermutlich vom Kassensystem aktiviert werden und erst dann reagiert die Waschanlage darauf.
In der Zeit vom Kauf bis zur Einlösung kannst du dann vermutlich dazwischen grÀtschen.

Ist denn der Inhalt des Barcodes, wenn du ihn mit dem Handy o.Ă€. scannst, identisch mit der menschenlesbaren Nummer?
 
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Kann sein, dass die fortlaufende Nummer einen anderen Inhalt und einen anderen Zweck hat als der Barcode.

In solchen System braucht es oft eine fortlaufende Nummer.
 
Hinter der laufenden Nummer ist ja im Systeme deine WĂ€sche gespeichert! Wenn du deinen eigenen code generiert, kann es zwar funktionieren, das du die WĂ€sche von jemand anderen bekommst, oder eben auch nicht.
 
Security by obscurity.
Du mĂŒsstest halt dafĂŒr sorgen, dass weder der Code bereits eingelöst wurde noch bereits erstellt wurde, quasi direkt eien FĂ€lschung erstellen nachdem du deine Sachen in Auftrag gegeben oder abgeholt hast.
Kommt man auf die Zahlen "einfach so"?
 
h00bi schrieb:
Bei so plumpen Barcodes mĂŒssen diese vermutlich vom Kassensystem aktiviert werden und erst dann reagiert die Waschanlage darauf.
So funktionier das ganze ja auch mit den ganzen Guthabenkarten bei Netflix, Apple, Google usw.
Die werden erst aktiv, wenn die eingescannt wurden.
Wenn du da eine mitnimmst und den Pin aufrubbelst ist die erstmal useless
 
Ich schließe mich den Gedanken von den Anderen an. Es wird nur eine Nummer sein, die sich auf einen gebuchten Posten bezieht, damit das System weiß, was hinter dem Posten steckt. Wahrscheinlich wird dieser Posten nach einmaliger Aktivierung sofort gesperrt und der Barcode ist nutzlos.
 
Shark1705 schrieb:
Wahrscheinlich wird dieser Posten nach einmaliger Aktivierung sofort gesperrt
Darum gehts doch gar nicht.

Du bestellst dir online eine WĂ€sche und bekommst 100009431 als Ticket.
Der TE geht in die Tanke rein und kauf eine WĂ€sche mit 100009432

Nun spekuliert der TE, dass irgendein OnlinekÀufer (du) noch nicht da war.
Also generiert er sich Barcodes fĂŒr:
100009431
100009430
100009429
100009428
...

und checkt ob er damit eine WĂ€sche starten kann. Seine 100009432 hebt er sich auf fĂŒrs nĂ€chste mal.

Wenn du dann mit deiner 100009431 kommst, sagt die Waschanlage: Nö, is schon eingelöst.
Daraufhin wirst du natĂŒrlich in die Tanke rein und dich beschweren, dass dein Ticket nicht akzeptiert wird.

Wenn das mehrfach reklamiert wird, wird der Betreiber irgendwann seine Überwachungskameras checken.
 
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Ensinger schrieb:
WĂ€re ich böswillig könnte ich jetzt einfach aus der Zahl 100009431 einen Barcode generieren, damit zur Waschstraße fahren und die WĂ€sche einlösen die irgendeiner vor mir online gekauft hat
Ja natĂŒrlich, und dort gibt es sicher auch keine Überwachungskamera die dann dein Kennzeichen aufzeichnen wird ;)
 
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Ja, vermutlich könnte das gehen. Ich denke, das ist aber nur theoretischer Natur. Praktisch wĂŒrde sowas auffliegen, oder aber dazu fĂŒhren, das eine neue Sicherheitsebene benötigt wird. Das funktioniert in Deutschland immer super mit mehr BĂŒrokratie.

Einer denke sucht sich eine LĂŒcke fĂŒr den persönlichen Vorteil, ein anderer gönnt diesen Vorteil nicht und schwups haben wir einen Prozess, der schön kompliziert und umstĂ€ndlich ist.

Wie einfach könnte nur unsere Welt sein, wenn man Dinge einfach mal so benutzen wĂŒrde, wie sie gedacht sind. Dann könnte die Waschanlage sogar mit einer Kasse des Vertrauens auskommen.
 
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Ensinger schrieb:
WĂ€re ich böswillig könnte ich jetzt einfach aus der Zahl 100009431 einen Barcode generieren, damit zur Waschstraße fahren und die WĂ€sche einlösen die irgendeiner vor mir online gekauft hat
Dann wirst Du abgewiesen, weil 100009431 vor der 10009432 dran war und jeder Barcode fortlaufend generiert wird. Und wenn man sich nach der Generierung des Barcodes ohnehin in die Warteschlange der Waschstrasse einreihen muss, dann gehts erst recht nicht.
 
Das kann nicht funktionieren, wenn man sich die Tickets wie hier vorab online kaufen kann. Dann ist man ja vielleicht erst drei Tage spĂ€ter an der Waschstraße.

Ob die vor Ort gekauften Barcodes einem anderen Nummernkreis angehören, kann man so jetzt noch nicht wissen.
 
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Ensinger schrieb:

Welches Sicherheitsproblem entsteht hier? Den Schaden hat maximal der Waschstraßenbetreiber. Man könnte jetzt mit VerschlĂŒsselung und Multifaktor und Co das absichern, aber das kostet auch nur wieder Geld.

Ensinger schrieb:
Vermutlich im Sinne der Prozessoptimierung sind online gekaufte WĂ€schen gĂŒnstiger als vor Ort am Schalter gekaufte.

Was musst man an Daten angeben?

Ensinger schrieb:
damit zur Waschstraße fahren

Gute Idee. Ist sicher auch nicht auffĂ€llig auf der VideoĂŒerwachung wenn immer genau dein Auto/Kennzeichnen genau dann auftaucht wenn es Probleme mit doppelten Barcordes gibt. ;-)


Ensinger schrieb:
WÀre es nicht viel geeigneter irgendeine zufÀllige Ziffernfolge zu generieren und vor Herausgabe halt abzugleichen dass diese nicht schon existiert ?

Geschichte nicht aus dem Paulaner Garten: Auf einigen Guthaben Karten war frĂŒher das Guthaben auch direkt gespeichert. Gesichert mit einer "geheimen" PrĂŒfsumme. Um die Sicherheit zu demonstrieren gab es auch den kompletten Sourcecode dazu beim "Anbieter". :-)
 
Sicherheitsrisiko wĂŒrde ich das nicht nennen. Welche Sicherheit soll denn hier gefĂ€hrdet sein? Hier kann maximal der Betreiber einen finanziellen Schaden erleiden. Und auch Reputation, wenn Kunden sich ĂŒber nicht funktionierende Barcodes beschweren.
 
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Ein saubers Auto auf Kosten von jemand anderem. Ok, der macht Stress und bekommt trotzdem seine WÀsche. Könnte klappen, wenn man vorher seine Nummernschilder abklebt :hammer_alt:
 
@aluis Aber vorher eine WÀsche buchen, um den Nummernbereich zu kennen, und dann mit genug Barcodes hinfahren, damit man genug Auswahl hat, weil die ja schon verbraucht sein könnten...
 
@tollertyp ja, richtig. Sein Auto zweimal Waschen sollte klappen :daumen:
 
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In der Praxis ist dieses Szenario ziemlich irrelevant.
Der Kunde mit dem nicht funktionierenden Waschschein im Original wird sich natuerlich an der Waschanlage beschweren. Selbst wenn kein Beleg in dem Sinne vorhanden ist, wird es sicherlich Transaktionslogs geben wenn man bezahlt hat, vorallem wenn das online war sind da ja Identitaetsdaten mit verbunden.
Dann wird in die Logs geschaut wann der Beleg verwendet wurde, man schaut einmal aufs Kennzeichen, und Anzeige ist raus.
 
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