Bazzite Dual Boot mit 2 SSDs - OS unabhängiger EFI-Bootloader?

sylvio2000

Lt. Commander
Registriert
Aug. 2001
Beiträge
1.064
Hi.
Dies ist der IST-Stand:
1x Sata-SSD auf der 2x Windows11 installiert ist (wirklich 2x Windows, nicht 2 Benutzerkonten)
1x nvme mit NTFS nur für die (Windows)-Spiele.
Momentan startet der bootloader von Windows und bietet mir beide Windows11 zur Auswahl an.

Nun der SOLL-Stand:
Ich möchte brennend gerne Bazzite ausprobieren und verbaue in den nächsten Tagen eine weitere nvme für Bazzite + Spiele. Ich möchte also neben 2x Windows auch Bazzite als Startoption haben.

Die Frage:
Wie wird der bootloader am elegantesten installiert?
Früher habe ich auch oft auf dem Laptop Windows+Linux im dual boot gehabt. Da war alles auf einer Festplatte und grub hat beides verwaltet. Es gab nie Probleme.
Heute gibt es aber EFI und damit kenne ich mich nicht wirklich aus. Am besten wäre vermutlich die Betriebssysteme über das EFI-Menü vom Motherboard zu starten? Aber das lässt sich imho nicht automatisch beim Hochfahren starten.
Ich möchte halt unbedingt verhindern, dass sich die bootloader von Bazzite und Windows11 irgendwie im Wege stehen.
 
Also ich installiere andere Betriebssysteme immer per VirtManager unter Linux und früher per Hyper-V unter Windows, dort kannst du Laufwerke komplett durchreichen und deine vorhandenen Installationen inkl. EFI bleiben unangetastet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kuristina
Ich habe Refind (CachyOS) installiert der dann auch den Windows Bootloader startet.
 
Klemme alle anderen Laufwerke bei der Installation von Bazzite ab. Betriebssystem kannst du per F8 beim booten wählen.
Somit sind alle bootloader sauber getrennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr. Poe, Crisser67, aragorn92 und eine weitere Person
NameHere schrieb:
Klemme alle anderen Laufwerke bei der Installation von Bazzite ab. Betriebssystem kannst du per F8 beim booten wählen.
Somit sind alle bootloader sauber getrennt.
Ob es F8 ist, sei mal dahin gestellt, bei meiner Hardware wäre es F12 - unabhängig davon wäre diese Vorgehensweise aber für jemanden, der solche Fragen stellt, ebenfalls meine Empfehlung.
 
NameHere schrieb:
Klemme alle anderen Laufwerke bei der Installation von Bazzite ab.
Wenn du das tust, kann GRUB bei der Installation (per os-prober) Windows auf der anderen SSD nicht erkennen, folglich nicht in sein Bootmenü einbinden, und du musst bei jedes mal, wenn du das OS wechseln willst, ins Bootmenü des BIOS gehen.

Wenn du die anderen Laufwerke nicht abklemmst, kriegt Windows einen Bootmenüeintrag in GRUB, und du kannst bei jedem Systemstart entscheiden, in welches OS du booten willst, ohne vorher ins BIOS gehen zu müssen. GRUB kann natürlich auch mit EFI umgehen, falls das dein Bedenken sein sollte.

Musst du selber wissen, was für dich komfortabler ist.
 
gimmix schrieb:
Wenn du das tust, kann GRUB bei der Installation (per os-prober) Windows auf der anderen SSD nicht erkennen, folglich nicht in sein Bootmenü einbinden, und du musst bei jedes mal, wenn du das OS wechseln willst, ins Bootmenü des BIOS gehen.
Aber das ist doch dann nicht in Stein gemeißelt und man kann die Grub-Config einfach neu schreiben lassen, sobald die andere EFI-Partition wieder im System ist. Das würde auch spätestens beim nächsten Kernel-Update von alleine passieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: @mo, Crisser67, NameHere und eine weitere Person
gimmix schrieb:
Wenn du das tust, kann GRUB bei der Installation (per os-prober) Windows auf der anderen SSD nicht erkennen, folglich nicht in sein Bootmenü einbinden,
Das kann der auch nachher, wenn das GRUB aktuallisiert wird. Voraussetzung für beides ist, das der os-prober überhaupt aktiv ist. Oft ist dieser aus. Es soll Sicherheitsbedenken bezüglich des os-probers gegeben haben und desweg auch meist aus.
gimmix schrieb:
und du musst bei jedes mal, wenn du das OS wechseln willst, ins Bootmenü des BIOS gehen.
In irgendein Menü muß ich sowieso gehen. Mit dem os-prober geschieht es ja auch beim booten, wenn aktiviert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Habicht
@Garmor, so schaut´s aus - zusätzlich noch die Anmerkung, zum einen kann man auch im UEFI die Bootreihenfolge einstellen und das meistgenutzte System an erste Stelle setzen und zum anderen, ob ich jetzt über das Bootmenü oder bspw. Grub 2 ein anderes system anwähle, spielt zeitlich eigentlich keine Rolle
 
Wenn ich es richtig verstehe, wäre es am einfachsten keine Laufwerke abzuklemmen. So wäre auch mein Vorgehen gewesen, wenn ich hier nicht gefragt hätte.
Ich würde dann also Bazzite auf der neuen nvme mit efi-Partition inkl. Bootloader installieren und müsste dann beim Hochfahren ein Auswahlmenü aller Betriebssystem bekommen.

Noch eine Frage: Ein komplett OS-unabhängiger Bootloader direkt im UEFI-Speicher ist nicht möglich oder? Also das dort sozusagen ein EFI-Partition liegt und die Betriebssysteme ihre Einträge direkt dort hinterlegen.
 
sylvio2000 schrieb:
Noch eine Frage: Ein komplett OS-unabhängiger Bootloader direkt im UEFI-Speicher ist nicht möglich oder? Also das dort sozusagen ein EFI-Partition liegt und die Betriebssysteme ihre Einträge direkt dort hinterlegen.
Das hast du doch bereits durch die Nutzung von Efi, nennt sich NVRAM.

Zu deinem anderen Anliegen - wenn du alle Platten drin hast, dann wird bei der Installation automatisch die erste Efi-Partition genutzt, du musst also, wenn du Grub auf deine Bazzite-Platte installieren möchtest, erst mit bspw. Gparted bei allen eventuell vorhandenen Efi-Partitionen das esp-Flag entfernen → machst du das nicht, dann kannst du bei der Installation einstellen was du möchtest, es wird ignoriert.

Der einfachste Weg für dich ist meines Erachtens, wenn du eben doch alle anderen Platten abstöpselst und die Einrichtung des Bootloaders nachträglich angehst.
Oder aber halt einfach beim Bootloader des UEFI bleiben, das macht letztendlich am wenigsten Stress. ;)
 
sylvio2000 schrieb:
Aber das lässt sich imho nicht automatisch beim Hochfahren starten.
Das OS was häufiger bootet fest im Bios als 1. Device eintragen.
Das was Du nur ab und zu startest mit dem Quickboot-Select-Button zum Post starten.
Funktioniert seit etwa 30 Jahren so wenn Du die Bootloader trennst, also den Bazzite-Loader auf eine UEFI-Startpartition auf der neuen SSD packst, und nicht noch in den Windows-Bootloader reinmixt.
An sich hat sich nur die Partitionierung geändert mit dem Schritt von MBR zu UEFI.

Ich kann das ja jetzt schon nur schwer verstehen, warum will ich zum Systemstart JEDES MAL eine Taste drücken müssen um ein OS auszuwählen? Ich will am besten gar nix drücken^^
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr. Poe
Habicht schrieb:
Das hast du doch bereits durch die Nutzung von Efi, nennt sich NVRAM.
Vielleicht verstehe ich hier immer noch etwas falsch ;)
Der EFI-NVRAM ist ein beschreibbarer Speicher auf dem Motherboard. Dieser bestimmt z.B. von welcher SSD zuerst gebootet wird.
ABER: Der NVRAM muss ja wissen, welche Betriebssysteme überhaupt auf den SSDs des PCs installiert sind? Und dafür benötigt er doch die EFI-Partitionen auf den SSDs mit den bootloadern, oder? Somit ist ja der NVRAM auch nicht autark nutzbar.
Noch eine Anmerkung: Wie funktioniert REFInd? Wird das direkt in den NVRAM geschrieben? Ein grafisches Menü fände ich natürlich etwas hübscher als reinen Text ;)
 
sylvio2000 schrieb:
Ich möchte halt unbedingt verhindern, dass sich die bootloader von Bazzite und Windows11 irgendwie im Wege stehen.
Werden sie nicht, auch wenn Du den Bootlader von Bazzite in die schon bestehende EFI Partition integrieren lässt. Dann bietet Dir der nämlich sowohl Bazzite als auch Deine beiden Windows Installationen als Startoptionen an.

Die EFI Partition ist nämlich eine universelle Schnittstelle für den Systemstart und alle dort versammelten Bootlader existieren nebeneinander.

Du musst bei der Einrichtung eines solchen Systems mit Systemen auch auf anderen Datenträgern nur darauf achten, dass Du im UEFI keine Fastbootoption anhast. Denn die schaltet den POST weitgehend ab und das UEFI ermittelt dann nur noch das angegebene Startlaufwerk auf dem sich die EFI Partition befindet. Das System auf dem zweiten Datenträger wäre dann beim Start nicht erreichbar.
 
sylvio2000 schrieb:
Ein grafisches Menü fände ich natürlich etwas hübscher als reinen Text ;)
Und das spielt welche Rolle genau bei der usability?

Man kann für das Szenario eigentlich nur empfehlen keinen Bootloader zu verwenden der versucht beide Welten zu integrieren, noch dazu mit einem schon vorhandenen Dual Boot. Das macht regelmäßig mehr Kopfschmerzen als es nutzen hat, besonders bei Updates etc.

Die Empfehlung das UEFI als Bootmanager zu verwenden und bei der Installation die Windows Platten zu entfernen kommt nicht von ungefähr und ist daher empfehlenswert.
 
sylvio2000 schrieb:
Der NVRAM muss ja wissen, welche Betriebssysteme überhaupt auf den SSDs des PCs installiert sind? Und dafür benötigt er doch die EFI-Partitionen auf den SSDs mit den bootloadern, oder?
Ja und?

Ich persönlich würde nur eine Efi-Partition anlegen - wäre mir danach, dann könnte man da auch 50 Systeme (willkürliche Zahl) reinpacken.
Du kannst aber auch 50 einzelne Efi-Partitionen anlegen, das ist schlechtweg egal - für alle Szenarien gilt, mach es richtig, dann funktioniert es. ;)

Du wolltest Empfehlungen, die hast du bekommen - jetzt mach einfach.
Sichere deine Daten extern und wenn es schief geht, dann hast du was gelernt - das Leben kann so einfach sein. :)
 
Mojo1987 schrieb:
Und das spielt welche Rolle genau bei der usability?

Man kann für das Szenario eigentlich nur empfehlen keinen Bootloader zu verwenden der versucht beide Welten zu integrieren, noch dazu mit einem schon vorhandenen Dual Boot. Das macht regelmäßig mehr Kopfschmerzen als es nutzen hat, besonders bei Updates etc.

Die Empfehlung das UEFI als Bootmanager zu verwenden und bei der Installation die Windows Platten zu entfernen kommt nicht von ungefähr und ist daher empfehlenswert.
Es spielt keine Rolle, aber manchmal darf es durchaus funktional UND hübsch sein.
Aber ich werde mir die Empfehlung zu Herzen nehmen und die andere SSD vor der Installation abklemmen. (hoffentlich kann ich die SSD im UEFI deaktivieren, sonst muss ich erst die GraKa ausbauen)
 
sylvio2000 schrieb:
(hoffentlich kann ich die SSD im UEFI deaktivieren, sonst muss ich erst die GraKa ausbauen)
du kannst sie auch drin lassen und die dort vorhandene Efi-Partition nutzen - du kannst aber auch einfach bei der dort vorhandenen Efi-Partition das esp-Flag entfernen und nach der Installation wieder hinzufügen.

Wie bereits erwähnt, es ist komplett egal - ganz viele Wege führen nach Rom. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sylvio2000, NameHere und areiland
Zurück
Oben