Beamer zum Spielen

sonata

Ensign
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Hallo.

Bin jetzt schon einige Zeit auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen Panasonic 900E. Dies ist noch ein HD-Ready Beamer und ich möchte jetzt gerne auf Full-HD umsteigen.

Der Beamer soll überwiegend zum Spielen (xbox, PS 4) benutzt werden. Evtl. ab und zu mal für einen Film. Er sollte Lens-Shift, Zoom und natürlich Full-HD haben. Eine 3D Unterstützung wäre auch nicht schlecht, ist aber kein Muss. Aufgrund des RBE-Effekts würde ich einen LCD - anstelle eines DLP Beamers bevorzugen.

Je mehr ich mich in die Materie einlese und immer, wenn ich mich fast schon für ein Modell entschieden habe, lese ich wieder andere Sachen, die mich wieder neu überlegen lassen.

Zuerst hatte ich mich für den Epson TW 3200 entschieden. Der Beamer wurde gut bewertet, aber dann wurde mir abgeraten, da dieser schon zu alt sei und nicht zukunftssicher. Kein 3D, keine Zwischenbildberechnung usw.

Dann wirds schon schwierig, denn die nächsten Modelle mit Lens-Shift usw. liegen schon eine Preisklasse höher, wie der Epson TW 7200. Der hat auch 3D und noch einige andere Sachen mehr. Da hieß es dann wieder, er hat keine Zwischenbildberechnung, die für Filme, auch 3D und Spiele besonders wichtig wäre.

Wieder 200 € mehr, gibt es Modelle von Epson, Sony, JVC, die diese Sachen haben und teilweise auch wieder ganz andere Techniken haben. Da liegt man dann aber schon wieder paar hundert Euro teurer.

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht mehr, für welches Modell ich mich entscheiden soll und was denn nun genau für meine Einsatzzwecke des Beamers wichtig ist. Klar, perfekt wäre ein Gerät, welches alles unterstützt, aber das ist wohl kaum bezahlbar.

Was konkret ist denn jetzt für das Spielen wichtig? Bei schnellen Szenen, soll das Bild natürlich immer noch ordentlich sein, nicht nachziehen und es sollen keine Lags entstehen. Ist beim Spielen eine Zwischenbildberechnung notwendig, bzw. muss der Beamer dies unterstützen oder ist das nur für Filme in 2D und 3D notwendig?

Einsatzzweck schätzungsweise 90% Spiele, 10% 3D Filme (aber nur, wenn 3D auch gut läuft und es keine Probleme mit Ghosting usw. gibt). 3D Nutzung könnte sich dann evtl. noch erhöhen, wenn man es erstmal hat. Wie gesagt, ist aber kein Muss, Hauptnutzung sind Spiele.
 
Kommt mir alles bekannt vor. Ich hatte dann das Glück und konnte mir einen Epson 5900 bei mir zuhause anschauen. Ich war damit sehr zufrieden und so habe ich mir einen 6100w bestellt - ohne Lens Shift und ohne Zwischenbildberechnung. Für mich reicht das. Ich finde den Beamer absolut klasse. Aber das ist natürlich mein persönliches Empfinden. Aber ich wollte auch nicht noch mehr für Lens Shift und ZBB ausgeben.

Brauchst du Lens Shift? Wenn du den Beamer vernünftig anbringen kannst, benötigt man kein Lens Shift.

Ich schaue ausschließlich Filme und Serien. Ab und an, je nach Film, in 3D. Spiele spiele ich nicht auf dem Beamer.
 
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sonata schrieb:
(...)
Zuerst hatte ich mich für den Epson TW 3200 entschieden. Der Beamer wurde gut bewertet, aber dann wurde mir abgeraten, da dieser schon zu alt sei und nicht zukunftssicher. Kein 3D, keine Zwischenbildberechnung usw.

"Zukunftssicher" ist in dieser kurzlebigen Branche relativ.

"Kein 3D" würde ich persönlich nicht als Manko ansehen, und wie du selbst sagst ist es für dich auch kein Muss.

Und Zwischenbildberechnung ist ungefähr das erste was ich persönlich ausschalte. Wie alle anderen "Bildverbesserer" auch. Wenn ich meinen Fernseher in Gaming-Mode versetze (damit er kein 400 ms Input-Lag mehr hat), dann stehen diese ganzen Verschlimmbesserungen sowieso nicht mehr zur Verfügung. Klar manche Leute finden das toll wenn die Elektronik im Fernseher nochmal am Bildmaterial rumpfuscht, aber ich bevorzuge eher eine 1:1 Ausgabe des Quellmaterials ohne jegliche Manipulation. Das Teil wird bei mit der nativen Auflösung und mit angepasster Wiederholrate (24 Hz bei 24 fps Material, 50 Hz bei 25 fps, 60 Hz bei 30 fps etc) betrieben, und alles andere empfinde ich mittlerweile als störend.
 
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Der Beamer steht auf einem Regal direkt über mir und so wollte ich den Neuen auch wieder aufstellen. Die Linse hat einen Abstand zur Leinwand von ca. 2,80m, daher benötige ich Lens-Shift und Zoom.

Habe eine 4:3 Leinwand und eine Bilddiagonale von 2,30m. Weiß nicht, wie ich denn Beamer sonst anbringen sollte, um diese Diagonale zu bekommen.

Mit der Zwischenbildberechnung heißt dann also, dass ich die zum Spielen nicht brauche ist das richtig ?

Es gibt aber auch Gaming-Modi, die nicht diese ganzen "Verbesserungen" ausschalten, sondern die Auflösung runterfahren, das möchte ich natürlich nicht. Wenn der Beamer ganz normal das Bild in Full-HD beim Spielen 1:1 und ohne ruckeln, nachziehen wiedergibt, wäre das genau richtig.

Ich hatte nur gelesen, dass es ohne diese Zwischenbildberechnung zu Rucklern usw. bei Filmen, gerade in 3D kommen könnte. Wenn ich mich nun doch für einen 3D Beamer entscheiden sollte, dann sollte das natürlich nicht vorkommen.

Von daher ging meine Überlegung halt in diese Richtung mit Zwischenbildberechnung.
 
Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass man sich das einfach live anschauen muss um zu beurteilen ob man so Dinge wie Zwischenbildberechnung braucht oder nicht. Ich finde z.B. auch ein DVD Bild trotz 2.70m Diagonale ok. Andere sagen selbst Full HD ist da zuwenig. Das ist halt alles total subjektiv wie bei so vielen Dingen (Audioqualität bei HiFi Systemen bspw.).
 
Ja, mit dem anschauen sollte ich mal machen.

Dann kann ich auch entscheiden, was der Beamer alles "können" sollte und ob ich nun 3D dazunehme oder nicht.

Macht es mir evtl. etwas einfacher.
 
24 fps in 3D dürften in der Tat ruckeln, da du pro Auge ja nur noch die Hälfte davon abbekommst (deswegen gab es den Hobbit in 3D zB auch in 48 fps, damit man pro Auge noch 24 fps hatte). Zwischenbildberechnung kann in diesem Szenario schon helfen. Hier müssten aber eher die Filmstudios angehalten werden, ihr 3D-Material endlich mal mit mehr fps aufzunehmen bzw. zur Verfügung zu stellen. Für Spiele brauchst Zwischenbilder eh nicht wenn von der Konsole konstante 30 oder 60 fps (in 2D) kommen. Und bei 2D Filmen mit 24/25/30 fps finde ich Zwischenbilder eher störend, aber das ist einfach meine persönliche Einstellung.
 
was ich nicht so toll finde, ist dieser "Soap-Effekt", der ja auch durch die Zwischenbildberechnung erfolgt und das Bild "weicher" macht.
Zu starkes ruckeln wiederum ist auch nicht so gut. Ein Mittelweg wäre da prima.

Wenn man sich für 3D entscheidet, wäre da evtl. ein Beamer gut, wo man die Zwischenbildberechnung selber steuern kann. Also, wenig bis stark oder eben ganz ausschalten kann, sodass die Sachen auch 1:1 wiedergegeben werden können.

Ich fasse mal zusammen:

Für Spiele und 2D Filme braucht man keine Zwischenbilder, für 3D wäre es zu empfehlen.

Könnte man es so sagen?
 
Warum eigentlich überhaupt einen neuen Beamer zum zocken wenn man nur ne PS4 und ne Xbox hat die so gut wie nichts ins 1080p darstellen können?
Reicht dir die Bildqualität vom aktuellen Beamer? dann behalte ihn einfach.
Nur wenn du der Meinung bist, dass die Bildqualität nicht mehr ausreichend für dich ist, dann würde ich was neues Anschaffen.

Es gibt auch nicht gerade die größte Auswahl an LCD Beamern mit FullHD: http://geizhals.de/?cat=beam&xf=73_LCD~74_1920x1080&sort=p
 
Die PS4 stellt schon einige Spiele in 1080p dar, die One im Moment noch nicht so viele, aber das kommt in Zukunft.

Bei mir wäre jetzt auch wieder ne neue Lampe fällig und jetzt nochmal 250 € reinstecken wollte ich nicht.

Bei meinem geringen Sitzabstand zur Leinwand kommt Full-HD Auflösung auch gut rüber.

Und wie gesagt, wenn mir das mit dem 3D gut gefällt, schaue ich evtl. auch öfters mal einen Film damit.
 
Ich habe dir ja ne Liste gepostet.

Bei DLP sieht es bei der Auswahlt deutlich besser aus.
Standardempfehlung wäre da der Benq W1070 vor allem in Sachen 3D!
 
Ich habe hier einen Epson TW9000 hängen und bei mir ist die Zwischenbildberechnung in Spielen grundsätzlich AUS, denn wie hier schon richtig geschrieben wurde ist diese dank 60Hz Eingangssignal von der PS4 (bzw 100Hz vom PC) nicht nötig und zweitens verursacht sie einen so enormen Input-Lag, dass der Spielspaß stark darunter leidet. Ganz anders sieht es in Filmen aus, ich kann ehrlich gesagt die Leute nicht verstehen, die unbedingt das Geruckel von 24Hz sehen wollen, auf der einen Seite soll alles so nah wie möglich an die Realität (Auflösung, Farben, Kontrast) aber diese ätzenden und unrunden Bewegungen und abgehackten Kameraschwenks müssen bleiben... Zugegeben hab ich die Zwischenbildberechnung von meinem Epson, die laut User- und Testberichten eine der besten ist nie mir einer "billigen" Version verglichen und scheinbar gibt es hier nochmal ziemliche Unterschiede, was vllt. die Ablehnung einiger erklärt.

Lens Shift ist theoretisch ein Feature auf das man verzichten kann, aber nur dann, wenn der Beamer wirklich perfekt aufgestellt werden kann. Ich hab das bei meinem TW9000 mit Deckenmontage versucht (hatte keinerlei räumliche Einschränkungen und alles möglichst genau ausgemessen) und musste trotzdem noch minutenlang mit Lens-Shift nachkorrigieren bis es für mich perfekt war, andernfalls hätte ich eine Menge Keystone dazu nehmen müssen und das ist so ziemlich das schlechteste was man seinem Bild antun kann! Also für mich wäre Lens-Shift ein absolutes Must-Have, ohne wenn und aber.

Ob du jetzt einen Beamer aus der 1500€ Klasse nimmst oder bereit bist das Doppelte auszugeben kannst du nur herausfinden indem du dir mal in einem HiFi-Laden ein paar davon vorführen lässt, ich fand meinen TW9000 damals noch eine Ganze Ecke besser als ein 1500€ Gerät von Epson (war glaube ich der TW7000, wobei der auch schon ein sehr gutes Bild hatte) und hab mich für das teurere Gerät entschieden, könnte aber jeden verstehen der sich für das immer noch sehr gute aber deutlich günstigere 1500€ Modell entschieden hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte auch nix gegen Filmmaterial mit mehr FPS. Diesen Soap-Opera- und Billig-Effekt den viele beim Hobbit in 48 fps beanstandet haben konnte ich nie nachvollziehen. Und die 24 fps kommen sowieso noch aus einer Zeit als man halt so wenig Bilder wie möglich aufnehmen wollte damit die Filmrollen nicht übermäßig groß sein müssen. Im digitalen Zeitalter könnte man auch problemlos mit beispielsweise 60 fps filmen. Was mich persönlich an der Zwischenbildberechnung stört ist a) Input-Lag (mein Fernseher kompensiert das entstehende offset zwischen Bild und Ton nicht, ganz großartig) und b) dass die Interpolation halt in erster Linie (bei meinem Fernseher) linear zu sein scheint, dh selbst beschleunigte Bewegungen werden in den Zwischenbildern als konstant dargestellt, was irgendwie seltsam aussieht. Das ganze Thema ist natürlich furchtbar subjektiv, ich für meinen Teil komme halt eher mit den 24 fps @ 24 Hz klar als mit den Zwischenbildern. Das "Ruckeln" oder "Stocken" zwischen den Bildern nehme ich zwar auch wahr, aber dadurch dass es komplett gleichmäßig ist stört es mich nicht wirklich. Variable fps finde ich schlimmer, oder wenn zB 24 fps @ 60 Hz dargestellt werden und jedes x-te Frame ein bisschen kürzer dargestellt wird als alle anderen.
 
Man darf da keine Äpfel mit Birnen vergleichen!

erstmal ist da sie Bildgröße! Bei meinem 50" Plasma fallen 24Hz gar nicht negativ auf, auch bei langsamen Kamera-Schwenks muss man schon ganz genau hingucken, um die 24fps zu sehen. Auf der 110" Leinwand ist das etwas völlig anderes! Da fallen die 24Hz ohne Zwischenbildberechnung sofort auf.

Die nächste Frage ist, wie gut die ZBB wirklich arbeitet. Ich habe noch den letzten großen 2D Epson (TW5500LPE) und der macht seine Sache extrem gut, ohne ZBB wollte ich keinen Film mehr gucken müssen.

Bei Spielen macht man sie aber lieber aus.
 
Das ist wohl wirklich persönliches empfinden jedes einzelnen. Ich mag diesen "Soap-Effekt" wie bereits geschrieben überhaupt nicht und bin froh, hier erfahren zu haben, dass ich die Zwischenbilder beim Spielen nicht brauche.

Bei Filmen brauch ich das, ehrlich gesagt, auch nicht. Nur bei 3D dachte ich, es wäre auf jeden Fall sinnvoller, wenn nicht sogar ein Muss, dass man eine Zwischenbildberechnung hat. Das Ruckeln könnte sonst zu stark ausfallen und dann macht das schauen auf einer Leinwand auch keine Freude.

Der Benq ist sicher ein tolles Gerät, aber leider ein DLP-Beamer. Ich wollte schon einen LCD kaufen. Und Lens-Shift ist mir auch sehr wichtig.

Habe mir nochmal den Epson TW 7200 und den TW 9100 angeschaut. Beide haben gute Kritiken, der 7200er hat die Zwischenbildberechnung leider nicht. Der 9100er hat sie. Sie ist sogar von schwach bis stark einstellbar. Nur, jetzt kommt der Haken, bei 3D schaltet sie sich automatisch aus. Wurde eben in einem Online Test erwähnt. Das wäre doch Blödsinn.

Denn was soll ich dann damit? Gerade für 3D ist die ZBB ja empfehlenswert. Dann kann man auch gleich zum etwas "günstigeren" Modell greifen.

Wie muss man sich das vorstellen? Bei einem Beamer ohne ZBB habe ich dann ein Bild, welches 1:1 wiedergegeben wird und bei Filmen in 2 und 3D stärker ruckelt und bei einem Gerät mit ZBB habe ich dann, insbesondere bei 3D Filmen ein "weicheres" Bild ohne ruckeln?
 
Was spricht denn gegen einen (single)DLP Beamer? Weißt du dass du die Farbschlieren sehen kannst? Die nimmt ja nicht jeder wahr. Ansonsten gibt es immernoch DLP Beamer die für jede Farbe ein eigenes Array haben und die Schlieren garnicht auftreten weil alle Farben gleichzeitig ausgegeben werden. Ok die sind dann auch etwas kostspieliger. Ich würds auf jeden Fall mal in nem Laden testen ob ich die Schlieren bei DLP überhaupt sehen kann.
 
Ich werde mir auch mal einen Dlp Beamer anschauen und vergleichen.

Aber nochmal konkret, wie wichtig ist denn nun die Zwischenbildberechnung bei 3D?

Ist es ein Muss, damit man 3D Filme ruckelfrei schauen kann oder kann man auch ohne ZBB vernünftig einen 3D Film angucken?

Der Epson TW 7200 hat z. B. für 3D keine ZBB, dafür in diesem Modus eine 480hz Unterstützung. Welchen Einfluss hat das auf die 3D Darstellung?
 
sonata schrieb:
Aber nochmal konkret, wie wichtig ist denn nun die Zwischenbildberechnung bei 3D?

Die Antwort ist wie immer: Schau es dir selbst an. Ich habe es nicht und vermisse nichts. Ich finde die 3D Filme auf dem Epson 6100 gut. Es wird Leute geben, die sich fragen wie man sich das nur ohne ZBB anschauen kann. Von daher...selbst ausprobieren.
 
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