benötige dringend Rat - nach Einsatz mit Testdisk ist Partition "nicht zugeordnet"

muhkuh1337

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Hallo Forumsmitglieder,

ich bin mir nicht sicher wie schwerwiegend mein Problem ist aber ich bin leicht optimistisch dass es relativ einfach gelöst werden kann :-) im Forum gibt es sehr hilfreiche Beiträge die aber nicht genau auf meinen Fall zu passen scheinen weshalb ich diesen Post mache.

Leider habe ich wohl etwas beim Umgang mit Testdisk 6.13 falsch gemacht so dass nun meine Partition mit meinen Daten in der Datenträgerverwaltung als „Nicht zugeordnet“ angezeigt wird! Da ich die Daten benötige will ich nun auf Nummer sicher gehen bevor ich noch mehr kaputt mache… von daher versuche ich den Sachverlauf nun möglichst genau wiederzugeben:

1. Auf einer 500 GB Festplatte hatte ich 2 NTFS Partitionen (Partition 1 mit dem Namen „S 500 Nr 2a“ und 146 GB Größe; Partition 2 mit dem Namen „S 500 Nr 2b“ und 319 GB Größe). Windows 7 64 Bit ist als einziges BS auf einer komplett anderen Festplatte installiert.

2. Da ich die 146 GB große Partition nicht mehr benötigt habe wollte ich sie mit der 319 GB großen verbinden. Dafür habe ich in der Windows Datenträgerverwaltung die 146 GB große Partition gelöscht damit ich die 319 GB große Partition mit dem Befehl „Volume erweitern“ erweitern konnte. Dabei kam eine Meldung von wegen dynamischer Datenträger welche ich (voreilig) bestätigt habe.

3. Soweit sogut… im Explorer hatte ich nur noch eine Platte und die Daten waren auch noch da. In der Datenträgerverwaltung war aber immer noch zu erkennen dass es sich um 2 „verbundene“ Partitionen handelt. Beim googlen hab ich dann mehrere Beiträge gefunden wo von dynamischen Datenträger abgeraten wurde. Deshalb wollte ich aus den verbundenen Partitionen wieder einen verbundenen Basisdatenträger machen.

4. Ich habe dafür Testdisk runtergeladen und es nach der Anleitung hier versucht: http://www.wintotal.de/tipparchiv/?id=1432 leider ist die verwendete Testdisk Version in der Anleitung etwas älter weshalb nicht alles genau so aber ähnlich funktioniert hat. Nach einem Reboot kam nun aber das Problem… die 146 GB Partition ist wieder einwandfrei als Basisdatenträger da aber die 319 GB Partition steht als „nicht zugeordnet“ in der Datenträgerverwaltung… (siehe Anhang1)

Nun meine Frage: was muss ich tun um an die Daten der 319 GB Partition zu kommen und am besten auch gleich die beiden Partitionen zu einem Basisdatenträger zu verbinden???

Vielen Dank schon einmal für alle hilfreichen Antworten!!
Ergänzung ()

Wenn ich die Testdisk Analyse auf der Festplatte laufen lasse sieht das so aus (siehe Anhang2). Das Interessante ist dass dort sogar noch der richtige "alte" Name der 319 GB "nicht zuordbaren" Partition steht.
Ergänzung ()

Wenn die Testdisk Analyse fertig ist sieht es so aus (siehe Anhang3). Mit der Meldung "The following partition cant be recovered" :-(
 

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Ernst@at

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wie soll ich sagen?
Du bist Opfer Deiner höchst selbstständigen Problemlösungsstrategie geworden.
Vor Deinem Eingriff mit Testdisk wäre das noch ganz einfach rückgängig zu machen gewesen.
Denn Testdisk ist nicht geeignet, mit "spanned" oder "concatenated" Partitions umzugehen, die Du da geschaffen hast, bloss mit "simple volumes" auf einer dynamic disk.
Jetzt herrscht Verwirrung, weil ein NTFS-Filesystem ab 146GiB beginnt und 465GiB groß ist, was aber auf einer 500GB Platte im Basisformat unmöglich ist...
 

muhkuh1337

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Hallo Ernst,

danke für deine Antwort. Jetzt verstehe ich auch so langsam warum dort steht "seems to small" :-(

Im Nachhinein war es natürlich ein Fehler Testdisk laufen zu lassen. Ich dachte ich hätte die richtige Lösung gefunden da ich eigentlich fest davon ausgegangen bin das dynamische Laufwerke immer aus mehreren Partitionen aufgebaut sind... das ist ja scheinbar nicht so weshalb die gefundene "Lösung" dann doch nicht auf meinen Fall gepasst hat...

Gibt es denn die Möglichkeit das Problem zu beseitigen??? Kann man nicht das "nicht zuordbare" Laufwerk (wird in Windows ja so gefunden) nicht irgendwie wieder initialisieren?

Gruß
 

Ernst@at

Admiral
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ich denk darüber nach...
Such Du mal inzwischen im Installationspfad von Testdisk, ob sich da irgendeine Backup-Datei findet. Ich nehme an, Du hast den MBR (die Partitioninformationen) zurück auf die Platte geschrieben, testdisk ist da so gütig, den vorigen Zustand abzulegen. Voelleicht findet sich auch ein Logfile, aus dem Deine Aktionen nachvollzogen werden können :)
 

muhkuh1337

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Also Anhand der Dateinamen kann ich leider nicht darauf schließen dass ein Backup abgelegt wurde. Und die Logdatei ist ja die "testdisk.log" oder? Wenn ich es richtig gesehen habe wir diese Logdatei bei jedem Programmstart erneuert??!? Das würde bedeuten dass die gewünschten Einträge auch nicht mehr da sind :-(
 

Ernst@at

Admiral
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Au ja! Das macht die Sache doch gleich viel spannender...
Die herkömmliche Methode wäre, die Daten von 2b per Rettungstool auf eine andere Platte zu holen.

Wenn Dir allerdings nach prickelndem Experiment ist, könnte ich am Nachmittag dazu mein Orakel befragen, wie man den Zugriff auf der Originalplatte wiederherstellt.
 
F

Fiona

Gast
TestDisk kann schon helfen bei übergreifende Volumen.
Dazu sollte man wissen wie die Windowsdatenträgerverwaltung als Hilfe eingesetzt werden kann.
Ähnlich hier;
https://www.computerbase.de/2008-12/beratung-datenrettung-mit-testdisk/#abschnitt_wiederaufbau_eines_striped_volume_softwareraid0
Dabei ist es unerheblich ob Softraid, übergreifend, concatenated oder wie auch immer.
Die Partition oder das Volume sollte/muß für eine Diagnose identisch ohne formatieren aufgebaut werden.
Formatieren würde das Dateisystem überschreiben.
Dann hilft Datenrettungssoftware.

Viele Grüße

Fiona
 

muhkuh1337

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OK! Irgendwie hat nun alles geklappt :) :) :)

Nachdem ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen habe hat irgendwann doch wieder alles funktioniert und ich habe nun wieder 2 Partitionen als Basisdatenträger (also wieder der ursprungszustand)! Das schlimmste war immer das stundenlange warten bis die Searches fertig waren ;)

Der Hinweis von Ernst@at sowie dieser Thread ( https://www.computerbase.de/forum/threads/testdisk-dynamische-datentraeger-fehler-the-following-partition-cant-be-recovered.838798/ ) haben mich auf die richtige Fährte gelockt. Nach der Tiefensuche lief es fast wie in dem anderem Thread nur dass auch noch der „Boot Sector“ defekt war. Zum Glück war der „Backup Boot Sector“ aber noch in Ordnung!

Also nochmals vielen Dank Ernst!

Auch wenn ich nun fast keine Lust mehr habe aber gibt es eine sichere Möglichkeit die beiden Partition zusammenzufügen ohne die Daten zu verlieren und ohne einen dynamischen Datenträger zu bekommen? Verzeiht mir bitte aber nun bin ich sehr vorsichtig geworden ;) (im Anhang ein Bild von dem aktuellen Zustand)

Gruß
 

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Ernst@at

Admiral
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Es lässt sich aus den bisher geposteten Bildern einfach rekonstruieren, was hier abgegangen ist.
Es befanden sich im Basisformat zwei primäre Partitions drauf
- 2a beginnend ab LBA 63 bis 307194929 in der Größe von 307194867 Sektoren,
- 2b beginnend ab LBA 307194930 bis 976768064 in der Größe von 669573135 Sektoren.
Anhand der Alignments ist ersichtlich, dass diese einst unter XP angelegt worden sind.

2a hast Du gelöscht, und um die 2b zu vergrößern, das Volume in ein dynamisches konvertiert.
Da Du das jetzt unter Win7 vorgenommen hast, wurde
- der vorne freie Platz an 1MB Grenzen beginnend ab LBA 2048 in der Größe von 307191808 Sektoren als zweiter Extent der Partition 2b angelegt und dies in Metadaten vorne und hinten auf der Platte sowie in der Registry vermerkt.
- außerdem in den Metadaten der Partition 2b die $BitMap vergrößert, um die Clusterbelegung des 2. Extents abbilden und verwalten zu können
- der Bootrecord an LBA 307194930 auf die neue Größe von 976764943 Sektoren geändert
- dieser als Mirror am Ende des 2. Extents an LBA 307191808 geschrieben.

Mit Testdisk hast Du nun nach herkömmlicher Methode "Rückwandeln eines dynamischen in einen Basis-Datenträger" versucht, diesen Vorgang wieder rückgängig zu machen.
Dazu ist Testdisk aber nicht geeignet , weil das nur bei "simple volumes" funktioniert, daher
- Testdisk zwar im Speicher nach Auffinden des Bootsektors auf LBA 307194930 die Partition mounten kann (und auch säntliche Daten, welche sich im dynamischen Extent 1 oder 2 befinden könnten, per Copy auf ein anderes Medium retten)
- aber beim Rückschreiben der Information "Partitionbeginn 307194930 Größe 976764943"
als primäre Basis-Partitioninformation der Unsinn rauskommt, den Du erfahren hast.

Nachdem Du jetzt offenbar in einem weiteren Testdisk-Lauf die noch vorhandene Information
- von 2a des Bootsektors auf 63 und gleichlautenden Mirrors auf 307194929
- von 2b des Mirrors auf 976768064 auf den Bootsektor 307194930 zurückgeschrieben
- und die beiden Partitioneinträge wieder als Primäres Basisformat in den MBR geschrieben hast
sieht es jetzt -fast- wieder wie vorher aus.

Ein chkdsk auf 2b würde erkennen, dass die $Bitmap falsch ist; was das dann anstellen würde, wenn Du damit schreibend zu korrigieren versuchst, wollen wir lieber nicht ausprobieren. Der Metadaten-Eintrag des Bootsektor-Mirrors zeigt ebenfalls außerhalb der Grenze der physischen Platte, weil das System jetzt keine Information über den zweiten Extent mehr hat.

Da ein Erweitern der Partition im Basisformat(ohne auf dynamisches Format zu konvertieren) nur funktioniert, wenn hinter der Partition ein nicht verwendeter Bereich liegt, kannst Du Dein Vorhaben nur so realisieren (wenn es wegen Platzmangels über den Umweg der Verwendung einer anderen Platte nicht möglich ist):

- löschen der Partition 2a
- neuanlegen und Formatieren einer Partition 2c im vorne freigewordenen Bereich an 1MB-Boundaries
- Kopieren aller Daten von 2b nach 2c (wegen der hirnlosen Copy-Logik und daraus resultierenden endlosen Dauer sollte man das besser mit dem Kommandozeilenbefehl xcopy oder einem Fremd-Tool wie Robocopy oder FastCopy durchführen)
- Nach Kontrolle, ob alles ordungsgemäß und fehlerfrei kopiert wurde: Löschen der Partition 2b
- Erweitern der Partition 2c auf den restlichen freien Platz dahinter.

Nachtrag: Die Verwendung als dynamischer Datenträger mit Partitions in mehreren Extents hat nur den Nachteil, dass man bei bestimmten Zerstörungsmustern kaum mehr eine Möglichkeit hat, mit irgendwelchen Tools noch aktuelle Daten zu retten. Es macht beim physischen Tod der Platte aber keinerlei Unterschied, ob das Basis oder dynamisch war, wenn man kein Backup davon gemacht hat.
 
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