Beruf - Studium - Beratung?

Klueze

Commander
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Sep. 2007
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Hallo Leute.

Ich mache derzeit ein Praktikum in einer Softwareentwicklungsfirma, um danach mit meinem ,dann vollständigen, Fachhochschulabschluss an einer FH zu studieren.

Das Praktikum an sich gefällt mir ganz gut, da es viel mit Computern zu tun hat, wo mein Hauptinteressengebiet liegt, nur sitze ich mir dabei zu viel in einem Raum. Ich würde gerne raus und draußen auch etwas machen.

Nun meine Frage: Ich suche also ein Studium was mich zu einem Beruf befähigt, wo ich mit Menschen und Computern gleichermaßen was zu tun hab als auch gute Berufschancen und die Hoffnung auf ein hohes Gehalt mir bewahren kann. Welches währe das?

Ich höre immer wieder das es ein reines Informatikstudium nicht bringt, aber was dann? Ich weiß garnicht so wirklich welche Richtungen es gibt und was ich damit Anfangen kann und in welche Richtung ich mich orientieren sollte.

Würde mich freuen wenn ihr mir ein paar Hinweise geben könntet.

Mein Abschluss ist im übrigen nicht ganz so brilliant, hab gerade mal nen Durchschnitt von 2,0
 
Ein reines Informatikstudium ist wie ein reines Mathematikstudium..
Es ist nicht sinnlos, aber Jobchancen sind teilweise ein wenig schlechter als bei mehr praxisbezogenen Studiengängen.

Was deinen gewünschten Berufszweig angeht, so fällt mir nichts ein. Du arbeitest mit einem PC, wie soll der draußen stehen?

Ingenieure, die auch mal Vor Ort sein sollen, geht ja noch, aber bei Informatikern?
Höchstens bei Kundenkontakt und so.
 
Hmm naja Ingenieur hatte ich mir auch schon überelegt, aber da habe ich halt keine Ahnung welche Richtungen es gibt und wie gut man da sein muss
 
Wenn Du sowas machen willst, wäre wohl Wirtschaftsingenieur oder direkt MB Ingenieur (FH) nicht schlecht für Dich. Sind aber dann keine IT-Aufgaben mehr. Man ist halt USER (für CAD, Mail, Office, etc.) aber wirklich Informatik ist das nicht...
 
Du musst heutzutage überall "gut" sein ... ;)

Check doch einfach mal die Ingenieur-Zweige der nächsten Uni und guck dir die Studieninhalte an.
Die Uni Stuttgart hat zum Beispiel eine sehr breit gestreute Fakultät...
 
@porn()pole: Sagte er nicht was von FH? Bei fachgebundener Hochschulreife wird Uni-Stuttgart wohl schwierig werden, oder bin ich da nicht mehr auf dem neuesten Stand?
 
Da würde sich doch dann Technische Informatik anbieten, war früher der Elektroingenieur Fachrichtung Automatisierungstechnik.

Ansonsten kannst Du ja mal die großen Zeitungen oder Fachzeitungen nach Stellenangeboten durchsuchen, dann siehst du ja was Du für welche tätigkeiten am besten studierst.
 
Genau darum geht es ja, ich blicke da nicht durch was man wobei machen muss ..

Und ich habe nur einen Fachhochschulabschluss, ergo is nix groß mit Uni, muss ne FH sein!
 
kannst ja mal über medizin-informatik/biomedizin nachdenken! is ein super interessantes gebiet und da hast du informatik und wenn du willst auch kundenbezug wenn du in den vertrieb gehst!
 
ich empfehle irgendwas mit informatik erstmal zu machen. vielleicht IT-System-Kaufmann, oder Informatikkaufmann. da lernst du erstmal die grundlagen in der berufsschule und als kaufmann hat man so oder so mit kunden zu tun. und wenn du in der firma eingesetzt bis kannst du dich nachher je nach belieben mehr in die technische richtung bewegen oder mehr in die kaufmännische. kundenbesuche und installationen stehen da auch auf dem programm.

ich bin zufälliger weise auch gerade dabei IT-System-Kaufmann zu werden.
zudem werden bei der ausbildung von den schulen kurse angeboten z.b. von cisco etc., welche sehr interessant sind. also kannst du da schonmal deine interessen eingrenzen und dich spezialisieren.
 
Genau darum geht es ja, ich blicke da nicht durch was man wobei machen muss ..

Gibt ja auch noch das BIZ wo man sich beraten lassen kann. Letztendlich ist man mit den meisten Studiengängen eh nicht auf ein paar wenige Berufe festgelegt. Die meisten technischen Studiengänger können von der Entwicklung bis zum Vertrieb und Management eingesetzt werden. Viel Geisteswissenschafteler (kommt für FHler nicht in frage) finden sich ebenso an Konzernspitzen wie Volks und Betriebswirte.

Also ich denke mit einem Naturwissenschaftluichen Studium ist man ganz gut aufgestellt und kann in vielen bereichen später Arbeiten.
 
Wenn du sowohl mit Menschen, als auch mit Computern zu tun haben möchtest, dann versuch doch dein Glück als Freelancer in der Software und Consulting Branche.

Dann ziehst du dir in Eigenregie Aufträge an Bord und bist je nach Länge der Aufträge bei vielen verschiedenen Kunden. Mobilität und Flexibilität sind hier unerlässlich.

Kannst dir aber ne "Zuhälter"-Firma beauftragen, dich mit Projekten zu versorgen, z.B. Harvey Nash und solche Firmen machen das.


Da du aber immer als Freiberufler arbeitest, bist du auch selber für deine Buchhaltung verantwortlich. Vom relativ hohen Bruttogehalt bleibt also doch weniger übrig, als man das erstmal so vermutet. Stichwort Fortbildungskosten, Steuerberater, ggf. Miete für Unterkunft in fremder Stadt...etc. pp.

VIele Grüße und viel Glück ;-)
 
Das mit dem Freelancer hört sich ja gut an, aber ne Ausbildung vorher wäre doch bestimmt nicht schlecht :freak:

Denke, da greifst Du etwas arg voraus!
 
Paktoon schrieb:
kannst ja mal über medizin-informatik/biomedizin nachdenken! is ein super interessantes gebiet und da hast du informatik und wenn du willst auch kundenbezug wenn du in den vertrieb gehst!

Das klingt gut ... aber gibt es nicht fast überall nen Vertrieb?
 
naja am Ende hat easy aber recht

als Informatiker kommt man selten raus, außer man wird selbstständig und richtet Netzwerke, Software bei Firmenkunden ein
alternative dazu is halt Servicemann bei einer großen Software/Hardwarefirma

Informatikstudium ist halt schon sehr trocken, viel Mathe
von wo kommst du Klueze? BA-Studium wäre vielleicht ne alternative, is praxisbezogener, gibts aber net überall
 
Der Erfolg als Freelancer hängt ganz stark davon ab, auf was man sich spezialisiert hat. Wenn man kein Spezialthema hat, dann muss man verdammt gute Referenzen und Kontakte aufweisen können, um auf sich aufmerksam zu machen. Ohne Ausbildung kommt man hier nicht weit.

Wenn du allerdings Spezialist in einigen Themen bist, dann brauchst du keine wirkliche Ausbildung, da diese ehr allgemeiner Natur sind. Ein heutiger Arbeitskollege von mir hat beispielsweise auch keine einzige Ausbildung und hat sich SQL und SMS bis zum letzten Bit selber beigebracht. Mit diesen Spezialkenntnissen hat er dann einen Job bei PSS bekommen (Premier Support Ship von Microsoft für Großkunden). Dies hilft ihm heute noch als Referenz um bei weiteren großen bundesweiten Firmen Jobs und Projekte zu bekommen.

Ohne Spezialisierung auf ein Thema geht meiner Meinung nach heute nichts mehr. Man braucht halt ein Alleinstellungsmerkmal, weil die Branche leidergottes von Klicksi Klacksis überflutet ist. Und von diesen gilt es sich mit Spezialkenntnissen abzuheben.

Gruß
 
Was bitte ist ein BA-Studium? Ich komme aus NRW

Und sorry easy.. das was du da vorschlägst ist mir etwas zu "unsicher" .. hätte gerne nen normalen werdegang
 
ein BA studium wird vom betrieb finanziert und verbindet studium und praxis in einem betrieb. ist sehr begehrt, aber wenn mans geschafft hat hat mans geschafft. die bilden natürlich aus um dich denn zu übernehmen.
 
Also ich mache momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung und studiere gleichzeitig an der FOM Wirtschaftsinformatik (berufsbegleitendes Studium, was sich beides sehr gut ergänzt). Die FOM ist eine private Uni. Studiengebühren belaufen sich leider auf 290€ im Monat. Bei mir bezahlt das zum Glück der Arbeitgeber, aber bei einem Freund von mir, der das auch macht, bezahlt der Arbeitgeber zumindest die Hälfte. Ich poste nachher nochmal einen Link, habe aber momentan keine Zeit dafür.

Kannst ja mal überlegen, ob das nicht auch was für dich wäre, da man so auch nachher sehr qualifiziert ist, und auch gut Kundenkontakt hat (wie ich im Moment schon).
Der Studiengang wird auch für die Fachinformatiker - Systemintegration empfohlen.
 
Jaaa, aber wenn se dich net übernehmen stehst Du nicht so gut da, wie mit einem FH Studium. Bist halt auch sehr auf den Betrieb spezialisiert, hast ja immerhin die hälfte der Zeit dort verbracht und "nur" 1,5 Jahre an der Schule.
Ich denke, vorallem in BaWü ist BA im Moment sehr überlaufen. Soviele Leute wollen die Betriebe gar nicht übernehmen, wie sie BA Studenten einstellen. Da sichern sie sich halt ne relativ große Auswahl.
 
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