Berufsschulprojekt Vernetzung eines Unternehmens

PatrickSt.

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Guten Tag,

wir sitzen hier gerade in der Berufsschule für IT-Systemelektroniker und machen diese Woche ein Projekt. Unsere Aufgabe ist es ein Unternehmen mit neuen Rechner, Druckern, Servern usw. auszustatten. Dabei teilt sich das Unternehmen in zwei Standorte auf. Das eine Büro befindet ich im Erdgeschoss und auf der gegenüberliegenden Seite das zweite Büro in einem der Obergeschosse (nicht näher angegeben).

Was für eine Methode für die Vernetzung würdet ihr wählen? Eigene Leitung verlegen oder lieber Leitungen anmieten? Als Beispiele sind Richtfunk, WLAN und Infrarot angegeben.

Außerdem haben wir jetzt einige Komplettsysteme zusammengestellt, weshalb ich nicht genau wusste in welchem Forum dieser Thread richtig ist.

Serverkonfiguration auf dem 25 Mitarbeiter die CAD-Bearbeitung machen ihre Daten ablegen:

2x AMD Opteron 8 Core 6128 2,0 GHz, 12MB Cache
16 GB DDR3-RAM
12x2000 GB als RAID 5-System
Windows Server 2008 RS als Betriebssystem

--> 6612 Euro

Server für 3 weitere Abteilungen auf den im Schnitt 2-10 Mitarbeiter zugreifen (z. B. Personalabteilung, Vertrieb usw.:

AMD Opteron 4-Core 4122 2,2 GHz
4 GB DDR3
2x2000 GB als RAID 1 System

--> 2206,50 Euro



Workstations für CAD-Abteilung:

Intel Core i7-960 3,2 GHz, 8 MB Cache
8 GB DDR3
64 GB SSD
2x 24" Monitore

--> 3043 Euro pro Gerät (mit Tastatur, Maus, Monitor)

Vorgabe ist vor allem Zukunftssicherheit und Datensicherheit (was wir denke ich durch die RAID-Server ganz gut erreichen).

Was sagt ihr zu den Systemen, sollte hier noch etwas verbessert werden?
 
Das ist eine Berufsschule, die ist dazu da, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Also macht die Fehler und lernt dadraus und lasst euch nicht die perfekte Lösung von Profis vorkauen, das könnt ihr im Beruf auch nicht mehr machen. (Außerdem ist das kein Hausaufgabenforum).
 
Was ist, wenn der Server ausfällt?
Mit Datensicherheit ist wahrscheinlich Redundanz (Ersatzserver) gemeint. Wenn ein Server ausfällt, darf die Arbeit im Unternehmen nicht stillstehen.
Was ist mit Backups?
 
Bezüglich der Leitung: VPN über Internet
Bei den Workstations fällt mir auf dass mit der Bestckung der Tripplechannel Betrieb verhindert wird. -> 6 9 oder 12 GB Verbauen.

Von Datensicherheit sehe ich noch gar nix.l Weder Streamer noch einen dedizierten Server für Backups. RAID erhöht nur die Verfügbarkeit außerdem sind Backups zumindest in Österreich gesetzlich vorgeschrieben.

MfG
 
Hallo,

Workstations für CAD-Abteilung:

Intel Core i7-960 3,2 GHz, 8 MB Cache
8 GB DDR3
64 GB SSD
2x 24" Monitore

--> 3043 Euro pro Gerät (mit Tastatur, Maus, Monitor)

ist einbisschen zu teuer. Die brauchen kein High-End PC und eine ganz normale HDD reicht vollkommen aus. Auch 4GB DDR3 RAM reichen vollkommen. Mehr sag ich aber nicht.
Ist schließlich eine Berufschule, wo man fragen stellen kann.
 
Trotzdem noch kurz:

Datensicherheit: Backup
Datenverfügbarkeit: RAID

Nicht verwechseln.

VG,
Mad
 
"Infrarot"
lol^^
ja, nee, is klar. Also ich persönlich würde ne strippe ziehen, zur not noch richtfunk, aber das is auch nicht das wahre wenn man eine stabile verbindung möchte (bzw kommt auf die überbrückte distanz an). aber die aufgabenstellung is so typisch für die bs, dass ich glaube, sie wollen richtfunk hören.
im zweifelsfall haben die lehrer aber eh nich so den plan und du musst die entscheidung nur fundiert begründen.

was mir noch aufgefallen ist: cad workstations OHNE Grafik?! wie soll das teil denn rechnen? steck da noch was rein, entweder ne NVIDIA Quadro oder ne ATI FirePro. und 2x 24" monitore lassen sich auch besser definieren (stichwort farbraum und farbtreue!)
 
Vernetzung über größere Entfernung: VPN.
Kurzstrecke evtl WLAN wobei die Datensicherheit enorm wichtig ist.
Mit Richtfunk kenn ich mich nicht genug aus und Infrarot(Transferrate, Störfreiheit, Reichweite viel zu gering) wird wohl quatsch sein.
 
Ich stimme hier allen zu. Es ist eine Schule, ihr sollte eure Ideen abgeben. Der Lehrer sollte es mit seiner Musterlösung abgleichen und auf Fehler hinweisen. Alles andere macht keinen wirklichen sinn. Und wenn Fragen sind einfach stellen.

Nur leider ist das Niveau in Berufsschulen sehr unterschiedlich. Würde mich nicht Wundern wenn die Lehrer eine Lösung mit UltraSCSI320 präsentieren ;) Kann aber auch sein, dass die eine Lösung auf VMWare SSD und DRBD präsentieren....
 
UltraSCSI320 ist aber auch schon wieder veraltet. Ich würde da noch eher SAS2 6GBit erwarten.
 
Ich finds auch net so dolle danach zu fragen... aber warum nicht... in der BS lernt man sowas normalerweise nicht.

Serverkonfiguration auf dem 25 Mitarbeiter die CAD-Bearbeitung machen ihre Daten ablegen:

2x AMD Opteron 8 Core 6128 2,0 GHz, 12MB Cache
16 GB DDR3-RAM
12x2000 GB als RAID 5-System
Windows Server 2008 RS als Betriebssystem

--> 6612 Euro

Fileserver mit 2x8 Kern und 16GB RAM - wofür? Nen Fileserver hat fast nichts zu tun. Dazu kommt, Fileserver weg, Daten weg. Also davon schonmal 2 die Spiegeln - in welcher Form auch immer.
RAID5? Ja, aber nur mit einer HOTSPARE. SATA okay, bei den Datenmengen kann man das machen - solange du da keine Datenbaken drauf laufen lässt.

Server für 3 weitere Abteilungen auf den im Schnitt 2-10 Mitarbeiter zugreifen (z. B. Personalabteilung, Vertrieb usw.:

AMD Opteron 4-Core 4122 2,2 GHz
4 GB DDR3
2x2000 GB als RAID 1 System

--> 2206,50 Euro

Also auch nur Fileserver? Selbes wie zum anderen Server.


Warum nicht nur 2 Server? FS-1 und FS-2. FS-2 ist der Spiegel von FS-1. Im Falle eines Ausfalles von FS-1 änderst du nur Namen und ip des FS-1 auf die von FS-2 und fertig.

Andere - bessere, aber sehr viel teurere Lösungen - wären ein Cluster oder VM mit SAN. Wenn euer Budget das zulässt size ne VM Lösung mit virtuellem SAN Spiegel.

Ausserdem:
Da oft große Datein verschoben werden sollte das Netzwerk schnell sein, evtl. LWL to DESK

edit:
Baue das auf jeden Fall so auf das in jedem Büro ein Serverraum ist mit identischer Hardware - redundanz.
Was für eine Methode für die Vernetzung würdet ihr wählen? Eigene Leitung verlegen oder lieber Leitungen anmieten? Als Beispiele sind Richtfunk, WLAN und Infrarot angegeben.

Budget? Unbegrenzt - dann ne eigene LWL Strecke bei der Telekom mieten (um die 20.000€/Jahr)
Eigen Strecke legen ist nicht immer möglich - kostet aber nur einmal.
Ich würde wohl einmal LWL mieten und einmal Richtfunk aufstellen - redundanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
RAID5 ist in diesem Fall unzureichend. Bei 12x2TB-Platten ist das Zeitfenster nach einem Ausfall einer Platte, das für das Neuverteilen der Parität auf eine Hot Spare Platte notwendig ist, zu lang. Das dauert viele Stunden, wenn nicht sogar Tage. Wenn in diesem Zeitfenster ein weiterer Defekt auftritt, sind alle Daten weg. Zudem sind in den vergangenen Jahren die Platten immer größer geworden, während die Bitfehlerwahrscheinlichkeit bestenfalls gleichgeblieben ist, wenn nicht sogar ebenfalls gesteigen ist (jenach Qualität der Platte). Mit nur einer Parität ist eine Wahrscheinlichkeit gegeben, dass in den 24 TB eine Anzahl von Bits falsch liegt, die nur zusammen mit der Parität korrigiert werden können. Nach Ausfall einer Platte sind diese Sektoren dann bereits nicht mehr korrekt. Auch dort hilft eine doppelte Parität weiter. Lösung: RAID-6

Lesen: http://www.linuxtechnicalreview.de/content/download/336/2523/file/Neue-RAID-Level-im-Ueberblick.pdf

Ohne Backup ist eure Datensicherheit dennoch bei 0. Wo wollt ihr die Daten wieder herholen, wenn jemand Dateien gelöscht hat oder RAID-Volumes defekt sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal zu den Workstations:

Wir haben auf Arbeit sowas hier

CoreI3 540, 8GB RAM und ne NVIDIA Quadro FX580 512MB (die 1GB gabs damals nicht zur Auswahl, sonst wären es wohl die geworden)

Und damit kann man Riesenteile bearbeiten. (1500 auf jeden Fall).

Man meint: Minimalausstattung. Aber bei CATIA kommts eigentlich bloß auf den RAM an. Sobald der voll ist, beginnt der PC auszulagern und dann geht meist nix mehr.

Die Graka langt selbst für komplette Fahrzeuge (aber der RAM nicht), ruckelt zwar bissl, aber das stört nicht weiter, weil der einzelne so gut wie immer in deutlich kleinerem Rahmen konstruiert.

Und Catia (zumindest R19 hier) unterstützt nur einen Kern, der sollte halt möglichst schnell sein. SMT, viele Kerne und so kannste alles knicken. Möglichst viel GHz. wobei die 3GHz vom Einsteigermodell absolut ausreichen. Nur wenn man viele viele viele Muster verwendet, und die als Abzugskörper missbraucht, sollte man noch mehr Takt haben. Aber seeeeehr selten.

Monitore musst du selber wissen, ich hätt auch gern 2x24", aber einer reicht eigentlich. Viel produktiver ist man mit 2 auch nicht. Evtl. lieber ein 30".

Also kostet der PC ohne Monitor ca. 900€. Absolut ausreichend für 90% der Anwender IMO.
 
Hier sind viele wichtige Punkte genannt worden.

Bei der LEitung eine EtherConnect bei der T-Com mieten - mindestens 100MBit. Oder wenns geht eine SingleMode Glasfaser selbst verlegen. Vorteil: Hohe Reichweite bis 10km mit LongHaul Modulen und Gigabit. Die CADler wollen nicht verhungern bis die Daten ankommen.

Datenverfügbarkeit auf jeden Fall Raid6 - siehe Ausführung von Atkala. Dazu einen SAS Controller mit Batterypack!! Der Datenserver - wo willst du denn da 12Platten einschieben? Dazu eher eine 1HE Maschine mit zwei kleinen Platten a 74 oder 146gig im Raid1 nur mit OS und dazu eine Fibrecat mit Fibrechannel Anschluss und einem Fibrechannel Controller im Server.
Zum richtigen Backup empfhle ich ein Disk-to-Disk System. Das ist sehr schnell. Dazu noch ein Serverle wie oben beschrieben, der mit "BackupPC" die Daten nachts holt und auf das Fibrecat schreibt. Dadran hängt noch ein DLT Ultrium Tape mit 400GB Bändern, die eingelagert werden.
 
Vorgabe ist vor allem Zukunftssicherheit und Datensicherheit (was wir denke ich durch die RAID-Server ganz gut erreichen).

Gerade nochmal überlegt... gerade bei den beiden punkten, und (anscheindend) unbegrenztem budget, ist die Lösung mit 4 VM Hosts mit zweiteiligem, angebundenem, virtualisiertem SAN und 4 SAN Switchen die beste Lösung. Dazu 2 Bandlaufwerke alles usv gestüzt.

Hohe Datensicherheit und durch virtualisierung absolut zukunftssicher.
 
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