Bestes Audioformat...

Hallo Frank,

es ist schon witzig, als ich vor nem knappen Jahr das 1. Mal auf diese "komischen" MP3s aufmerksam wurde, hatte ich mal in ein paar Foren nachgefragt, der Interesse halber. Und alle Antworten waren ähnlich wie deine, geht nicht, gibts nicht, unmöglich!;)

An deinen Ausführungen sehe Ich, das du auf dem Gebiet was drauf hast, will Ich dir auch nicht absprechen.

Aber schon an dem Schnipsel kann man hören, das die für 96 kbit eine sehr klare und definierte Höhenwiedergabe hat. Und das steht doch im Widerspruch zu dem MP3-Codec, der ja Unterhalb 160 kbit die Höhen auf (glaub ich:) ) 12 khz begrenzt, was sich ganz klar als "muffige" Höhen raushören lässt.

Ich bin ja wißbegierig, bitte versuch doch diesen Wiederspruch mal aufzudröseln! Hab das ja wie gesagt auch schon mit Kollegen getestet, und die waren alle(!) sehr erstaunt über diese klare Wiedergabe! Das kann man auch ohne das Original heraushören, besonders beim Vergleich mit anderen "normalen" 96ern. Deswegen auch meine Frage diesbezüglich.

Können denn so "alte" codecs wie mp3 noch wirklich spürbar verbessert werden ? So das man nach 20 sek den Unterschied hört, ohne 10-malige Wiederholung auf ner High-End-Anlage?;)
Ich würd das halt gerne wissen, hatte ja auch schon gestanden, das ich keinen Plan habe wie und womit. Ich hab halt nur das "Ergebnis" zu hören bekommen!:D

my2cents

PCB

PS: Irgendwie klingst du, als wenn ich in dein Allerheiligstes eingedrungen wäre, Fenster, nun mal langsam, Lobesreden....:cool_alt:
Lass uns doch normal diskutieren, ich denke man kann sehen, das ich nicht "der" Experte bin, der aber gerne was dazulernt! ;)
 
@PCB ;-)
ich bin GANZ DEiNER Meinung ,-)

NUR bedenke - und das ganz allgemein (-:
...das Gute ist immer Feind des Besseren !-(

will in diesem, deinem und auch unserem Fall heissen (-:
mp3 in Ehren - es gibt wesentlich Besseres - ABER halt zugleich auch 'Exoterischeres' in Bezug auf die Verbreitung, etc., etc. ... ,-/
 
Jetzt wird mir einiges klar, und ich denke ich kann das Rätsel auflösen:

Wenn wir von MP3-Dateien reden, die per Webradio gespeichert wurden, aus irgendwelchen Filesharing-Netzwerken stammen oder mit der erstbesten Software encodiert wurden, dann ist klar, dass die sich in der Regel nicht besonders gut anhören werden. MP3 krankt daran, dass es im Gegensatz zu anderen Audioformaten sehr viele Encoder gibt, mit einer Bandbreite von unerträglich bis zu mit AAC/Vorbis/etc. voll konkurrenzfähig (komm ich gleich zu), und diese Codecs meistens auch mehr Einstellungen anbieten als man dem normalen Anwender zumuten sollte. Bei AAC hat man das Problem nicht, da haben die populären Programme wie Nero oder iTunes auch gleichzeitig die besten Encoder.

Mit anderen Worten: Beim Erstellen einer MP3-Datei kann man dagegen viel falsch machen, wenn man sich nicht informiert. Seit Jahren (ca. 2001) ist eigentlich der LAME-Encoder die Referenz in Sachen MP3, aber er wird immer noch nicht von jedem eingesetzt. Seit Jahren erklärt man den Leuten, warum variable Bitraten sinnvoll sind, und viele benutzen sie nicht. Viele kennen MP3 überhaupt nur aus genannten Quellen und haben noch nie eine Audio-CD in die Hand genommen und damit eine MP3 erstellt, oder sie haben eben eine schlechte Software dafür eingesetzt.

MP3 ist ein altes Format, das ist richtig, aber mit dem LAME-Encoder ist es möglich, Ergebnisse zu erzeugen, die weder den Vergleich mit den Konkurrenzformaten noch dem Original scheuen müssen, und die selbst gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Das zeigt zum Beispiel der Hörtest bei ~128 kbps, der Anfang des Jahres innerhalb der im Audiobereich federführenden Community "Hydrogenaudio.org" durchgeführt wurde, in der übrigens auch die Entwickler des Nero-Codecs aktiv sind (sie waren ursprünglich mal Entwickler von OpenSource-Codecs, soll mal einer sagen das wär kein Karrieresprungbrett).



Nähere Informationen darüber, wie da getestet wurde und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind stehen in diesem Artikel im Abschnitt "ABC/HR". Ein Codec gilt als statistisch signifikant besser als ein anderer, wenn er ein höheres Ranking hat und sich die vertikalen Intervalle nicht überlappen. Das ist hier nicht der Fall, und damit wurden alle Codecs als gleichwertig bewertet, MP3 eingeschlossen. Nero nimmt eine Sonderstellung in den Ergebnissen ein, weil nach dem Start des Tests ein Bug entdeckt wurde, der das Ranking verfälscht hätte. Vergleicht man mit früheren Testergebnissen, dann kann man gut die Verbesserungen beobachten, die das LAME-Entwicklerteam im Laufe der Jahre erzielt hat.

Also: Lade dir mal die lame.exe herunter, mit Kommandozeilenencodern kannst du ja umgehen, und erstell dir aus einer WAV-Datei damit eine MP3 mit einem der empfohlenen Parameter, zum Beispiel -V 5 --vbr-new. Oder nimm eine CD zur Hand und konvertier sie nach MP3, dazu bieten sich foobar2000 oder EAC an, in beide kann man den LAME-Encoder einbinden.

PS: Irgendwie klingst du, als wenn ich in dein Allerheiligstes eingedrungen wäre, Fenster, nun mal langsam, Lobesreden....
:rolleyes:

Ich hab viel Zeit mit dem Thema verbracht, das ist richtig.

Verlustbehaftete Formate interessieren mich aber kaum noch, ich setze seit mehr als zwei Jahren auf FLAC.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aha, der PeFi !;) Danke für de Zuspruch, auch wenn ich nicht genau weiß wofür eigentlich (Mal wieder!).;)

Bin nur Neugierig und Frank kann vielleicht auflösen, was es damit auf sich hat! Und siehe da, grad seh Ich seine Antwort!:D

Wow, da haste ja ne Menge Recherchiert, meinen Dank dafür! Werds mir gleich nach dem Essen mal durchlesen, dann sehe ich klarer!:D

my2cents

PCB
 
PCB schrieb:
Danke für de Zuspruch, auch wenn ich nicht genau weiß wofür eigentlich (Mal wieder!).;)
tja (-: GUTE Fragen! verbunden mit ner gewissen Hartnäckigkeit ,-) - das Ergebnis lässt sich doch sehen - odär ?-)

Frank Bicking schrieb:
"Warum setzen sich MP3-Alternativen nicht durch?"
tja - es ist 'traurig' aber bittere Wahrheit (-:
Mittelmass ist auf ALLEN Ebenen und in jeder Situation angesagt ;-/

ALLERdings muss man auch konstatieren, dass Dank LAME das 'Mittelmass' extrem angehoben wurde ,-)

und: es gab mal Zeiten da führten wir die GLEiCHEN Diskussionen über DOS & Windows...
UND: WAS benutzt die Welt von HEUTE ?-/ - AUCH meine unscheinbare Winzigkeit ,-)
UND: ich misse die Zeiten mit dem weltbesten Betriebs-System KEiNE Sekunde !-)
 
@Frank Bicking

Verlustbehaftete Formate interessieren mich aber kaum noch, ich setze seit mehr als zwei Jahren auf FLAC.

Ich würde dieses Tool auch gerne einmal testen. Was gibt es hierbei zu beachten ?

Grüsse Imaginos :)
 
FLAC ist kein Tool, sondern ein Audio-Format. Wenn du dem Link zur Beschreibung des Tools EAC in Post #23 folgst, findest du dort auch eine gelungene Anleitung zum Erstellen von FLAC-Dateien.
 
Wobei hier noch anzumerken ist, dass sich FLAC an einen völlig anderen Anwendungszweck - nämlich Archivierung - richtet, und dadurch nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat, MP3 durch ein effizienteres Format zu ersetzen. FLAC ist etwas für die ganz Anspruchsvollen, die verlustfreie Kopien ihrer CDs auf der Festplatte ablegen und dem ewigen Hin und Her um das bessere Format, Dateigrößen und klangliche Einbußen von vorneherein aus dem Weg gehen möchten, zu dem Preis eines höheren Platzverbrauchs natürlich; Albumgrößen liegen in etwa bei 320 bis 440 MB.
 
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