Bilder automatisch im Netzwerk speichern

nico1991

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Feb. 2008
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Hallo zusammen,

zur Prozessdokumentation nutzen wir eine kleine Digitalkamera. Das klappt soweit auch sehr gut, das einzig nervige ist das ständige an und abstecken der Kamera oder der Speicherkarte, um die Bilder von der Kamera auf den Rechner/das Netzwerk zu bekommen.

Gibt es mittlerweile WLAN fähige kleine Kameras, die automatisch Bilder sofort nach dem Aufnehmen auf beispielsweise einen freigegebenen UNC Pfad im Netzwerk schieben können?

Danke!

Nico
 
Ich glaube fast, dass da ein Smartphone mit Dropbox o.ä. die einfachere Lösung sein wird.
 
Ich hätte es gleich dazu schreiben sollen: Keine Smartphones. Einfach eine Digicam mit WLAN funktion, die Bilder nicht nur auf Ihrem lokalen Speicherkartenpfad, sondern auch in einem Netzwerkpfad speichern kann.

Danke!
 
BFF schrieb:
Gute Idee! Hier noch ein Video wie so etwas funktionieren kann, wenn auch hier mit anderer Anwendung:

Edit: Oh, die in dem Video gezeigte Karte passt wohl in keine Kamera :D
 
Schade kein Smartphone.
Könnte man super mit OneDrive (Business) verbinden.
Gemachte Bilder verschiebt kopiert es gleich dorthin.
 
commandobot schrieb:
Das für dich relevante Stichweort lautet Tethering. Das ist mittels USB-Kabel möglich.
Das Kabel ist genau das lästige hier in dem Fall:
"das einzig nervige ist das ständige an und abstecken der Kamera oder der Speicherkarte"

Diese WLan SD Karten (falls es sie noch gibt) sind meist auch unbrauchbar, da extrem langsam und mit geringer Reichweite. Und natürlich übertragen sie nur Daten, so lange die Kamera den Slot nicht in den Standby versetzt.

Ob eine normale WLan-Option in der Kamera dann für sowas wie hier gewünscht geeignet ist, muss man vermutlich erst im Handbuch erraten und dann selber Testen. Meist dient das nur zum Zugriff auf die Kamera oder mit Glück zur Übertragung nach Auswahl der Bilder auf der Kamera. Aber klar, es gibt auch Kameras, die jede Aufnahme automatisch auf einen FTP-Server oder u.U. auch auf einen Share ablegen können. Wobei ich das nur von älteren Profi-DSLRs von Nikon kenne.

Tethering geht zwar auch per WLan/BT (je nach Kamera), aber auch dafür muss man in der Regel über den PC/Laptop/Tablet auslösen.

Das m.M.n. sinnvollste wäre hier, eine Kamera zu finden, die sich wenigstens per WLan ansteuern/auslesen lässt und dann per PC und Funk regelmäßig auf der Kamera nach neuen Bildern zu suchen.

nico1991 schrieb:
Ich hätte es gleich dazu schreiben sollen: Keine Smartphones. Einfach eine Digicam mit WLAN funktion, die Bilder nicht nur auf Ihrem lokalen Speicherkartenpfad, sondern auch in einem Netzwerkpfad speichern kann.
Das wird halt extrem schwierig, da sehr selten:
  • Kompaktkameras sind schon fast am Aussterben
  • brauchbares WLan darin dann erst recht (je nachdem, was man unter "brauchbar" versteht)
  • und die Funktion, jede Aufnahme automatisch zu übertragen, ist m.M.n. keine, die viele Heimanwender suchen, womit sich also werben lässt.
Klar, für den Anwender klingt das trivial, aber Kamerashersteller leben seit Jahrzehnten in ihrer nahezu funklosen Blase und bauen lieber Optionen aus, die früher mal das Leben der Anwender vereinfacht haben. Oder warum sonst haben viele Kameras nur unnötiges PTP und sind nicht (alternativ) einfache Massenspeicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also bei Panasonic scheint automatisches Cloud Backup zu funktionieren.
Da benötigt man eine Bluetooth LowEnergy Verbindung zwischen Smartphone und Kamera und beide Geräte müssen im Lokalen WLAN sein.
Quelle: Betriebsanleitung (mit Bild)

Wie zuverlässig das funktioniert und was es mit "Lumix Club" auf sich hat, kann ich nicht sagen.
 
menace_one schrieb:
Da benötigt man eine Bluetooth LowEnergy Verbindung zwischen Smartphone und Kamera und beide Geräte müssen im Lokalen WLAN sein.
Was ein Konstrukt obwohl die Kamera den Upload anscheinend (gemäß dem Bild) selber durchführt.

Das wäre hier aber wohl auch ungeeignet, weil jeder Mitarbeiter dann wieder ein dienstliches Smartphone benötigt (Start des Backups nur über die App). Da kann man die Kamera gleich durch ein Smartphone ohne SIM-Card ersetzen und die Bilder mit irgendeiner App auf den Share hochladen lassen.

Bei der Nikon D4/D5 gibt man einfach in der Kamera den FTP-Server an und sie macht den Rest (teilweise unverschlüsselt, wenn sich jemand in das WLan hackt).

Man könnte auch (mit etwas Basteln) einen RaspPi Zero W dauerhaft mit der Kamera per USB verbinden, diesen die Kamera pollen und dann durch den RaspPi auf den Share übertragen lassen.
 
Automatisiertes kopieren der SD im Rechner ist keine option?
Ich mein hey, Slot auf, Karte raus, ab in Rechner, Doppelklick, fertig.
Daten werden übertragen, nach erfolgreichem kopieren gelöscht und die Karte ausgeworfen. Find ich vertretbar.
Aber gut, irgendwann automatisieren wir uns alle weg :D
 
Wirklich zuverlässig (also ohne 20 Eingriffe in der Woche, weil was hängt oder nimmer geht) wird sowas nur mit einer professionellen Kamera (muss ja nicht das neueste sein, eine 1DX oder so) mit Ethernet und FTP - arbeiten wie die Sportfotografen bei Olympia und direkt auf einen Server schreiben. Kein Funk, keine Bastellösungen, keine Pfuschereien…
 
Guten Tag zusammen,

ich muss den Thread nochmal nach oben pushen.
@M.Ing: Wenn ich das richtig verstehe brauche ich den Wireless File Transmitter WFT-E6 von Canon und kann die Bilder dann sofort auf einen ftp Server schießen? Das wäre natürlich ein Traum für meine Dokumentation.

Grüße
Nico
 
Du musst Dir halt ganz genau im Handbuch ansehen, was exakt Deine Kamera mit dem dazu gehörigen WLan Transmitter in der Firmware unterstützt. Bei der EOS 80D finde ich nichts zu FTP spondern nur eine ominöse Connect-Station, die sich Canon mal wieder extra vergolden lässt. Oder man muss Canons Image Gateway nutzen (=Webservice). U.U. gibt es aber auch Open Source SW, die das ohne all diesen Mist direkt kann.

Die Profi DSLRs (vermutlich 1DX und aufwerts) können halt mehr, inkl. Schreiben auf den FTP-Server, das ist bei Nikon auch nicht anders.
 
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