Bitte um Meinungen zu dieser miniServer-Zusammenstellung für Kleinstfirma

Holzmichi

Lieutenant
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Guten Abend,

ich habe kein Forum für Serverkonfigurationen entdeckt, daher poste ich es einfach mal hier...

In einer kleinen Firma sollen 5 Rechner betrieben werden. Da kein ActiveDir. oder sonstige Serverrollen benötigt werden, möchte ich einen kleinen "Server" auf Windows 7 Professional-Basis einrichten mit folgender Hardware:

Es steht bis auf ein Gehäuse, Netzteil, Monitor und Eingabeperipherie keine ausreichende Hardware zur Verfügung, daher ist eine Neuanschaffung scheinbar notwendig.

Betrieben werden soll auf dem Server Buchhaltungs-, Anlagen- und Sicherungssoftware mit Anbindung an ein NAS für die Backups. Darüber hinaus, wie mir gesagt wurde, ziemliche Datenberge. Die beiden Festplatten sollen via RAID-1 gespiegelt werden.

Ich bitte um Meinungen, ggf. Verbesserungsvorschläge oder Alternativen.

Danke euch! :D
 
Naja wenn 1TB reicht, dann ist es ein sehr starkes und potentes System. Sicherlich zu Overpowered, aber mit Reserven. Vllt kommt ja noch etwas mehr dazu in Zukunft?!
WD RED würde ich dir empfehlen bei den HDD's.
 
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Vielleicht habe ich ja eine falsche Vorstellung davon, aber: Muss es so ein fetter Prozessor sein, wenn es nur um die Bereitstellung von Daten geht? Oder soll darauf ein rechenintensives Datenbankprogramm laufen? o.O
 
So macht man das nicht. Man kauft keine Consumer Hardware und baut damit einen Server, auch nicht für kleine Umgebungen. Die gängigen Anbieter, wie z.B. HP, Dell, Lenovo, Fujitsu, usw. haben alle auch günstige Server für kleine Unternehmen im Angebot. Und wenn es ganz klein sein soll, dann gibt es z.B. sowas: http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-gen8-712317-421-a962380.html

Da schiebst du dann noch Festplatten rein, allerdings keine Surveillance HDDs, die sind für Videoüberwachung und ähnliche Workloads, und das wars. Diese hier, hier und hier sind, unter anderem, geeignet.

Pro TB sind größere Platten ggf. günstiger, aber je nach Abwägung zwischen absolutem Preis und PLV muss man da halt so oder so entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte aus dem Bauch heraus auch eher zu einer WD RE gegriffen. Die WD Red halte ich für zu anfällig, die von Seagate kann ich nicht beurteilen.
 
DunklerRabe schrieb:
So macht man das nicht. Man kauft keine Consumer Hardware und baut damit einen Server, auch nicht für kleine Umgebungen. Die gängigen Anbieter, wie z.B. HP, Dell, Lenovo, Fujitsu, usw. haben alle auch günstige Server für kleine Unternehmen im Angebot. Und wenn es ganz klein sein soll, dann gibt es z.B. sowas: http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-gen8-712317-421-a962380.html

Da schiebst du dann noch Festplatten rein, allerdings keine Surveillance HDDs, die sind für Videoüberwachung und ähnliche Workloads, und das wars.

....und was genau ist da jetzt besser?
Und warum keine Surveillance HDDs in einem Server?

@TE: Nimm einen Pentium als CPU. Reicht locker. Den Rest wie gehabt.
 
Reowulf schrieb:
....und was genau ist da jetzt besser?
Und warum keine Surveillance HDDs in einem Server?

Man kriegt Herstellersupport und hat die Option auf erweiterten Herstellersupport, so wie das für einen geregelten Geschäftsbetrieb zwingend notwendig ist.

Und die Surveillance HDDs sind ungeeignet, weil der Workload nicht passt. Diese Platten sind spezifisch auf den Workload in einem Video Recording Umfeld gedacht und nicht als generische HDD für alles in einem System.
 
Ich muß DunklerRabe recht geben! Wenn der Server im Geschäftlichen Umfeld laufen soll, dann kann man schon die kleinen fertigen Modelle nehmen von HP z.B.. Die sind für solche sachen ideal geeignet (haben z.B. auch ECC RAM, finde ich sehr wichtig!).

EDIT:
Selbst bei meinem Homeserver habe ich ECC RAM im Einsatz (ASUS P8C-WS, Pentium G2030, 2x 4GB Kingston ECC RAM).
 
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Und falls es nur um einen Datenspeicher geht würde es bestimmt auch ein NAS tun. Windows 7 als Server ist auch Quatsch.
Für Buha und Co bzw generell Fremdsoftware eignet sich das dann natürlich nicht (lässt sich nicht ganz rauslesen ob das in deinem Fall nur für die Ablage der Datenbank Files wäre oder ob eine richtige Software auf den Server kommt, in dem Fall teile ich die Meinung von DunklerRabe mit dem Fertig Server von einem Hersteller).

Selbst bei meinem Homeserver habe ich ECC RAM im Einsatz (ASUS P8C-WS, Pentium G2030, 2x 4GB Kingston ECC RAM).
Total unnötig m.M.n. für ein Home Server.
 
Zuletzt bearbeitet:
....selten so einen Unfug gelesen.
Der Herstellersupport für ein 200 Öre Gerät ergiesst sich in einem Link auf die Supportseite.
Und was ich in einer solchen Kröte mit ECC RAM soll, muss mir auch erstmal jemand plausibel erklären.
Wichtiger wäre da das vom TE geforderte Soft-Raid. Aber das kann das Teilchen nicht.

Zu den Platten sag ich mal nix mehr, das artet in Grundsatzdiskussionen und Marketinggesabber aus.
 
Reowulf schrieb:
Der Herstellersupport für ein 200 Öre Gerät ergiesst sich in einem Link auf die Supportseite.

Falsch.

Reowulf schrieb:
Und was ich in einer solchen Kröte mit ECC RAM soll, muss mir auch erstmal jemand plausibel erklären.

Der Betriebsstabilität und damit der Verfügbarkeit helfen.

Reowulf schrieb:
Wichtiger wäre da das vom TE geforderte Soft-Raid. Aber das kann das Teilchen nicht.

Falsch.

Details spare ich mir, ist ja eh nur Unfug...!
 
Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten zu so später Stunde.

@nitnoS: Nein, es muss keinesfalls ein so leistungsstarker Prozessor sein. Hast du eine Alternative im Sinn? Ich habe nicht genug Erfahrung damit, wie sehr fünf Leute bei Zugriff auf Daten und dem Aufruf von Buchhaltungsdatenbanken auf dem "Server" diesen auslasten. Bei 186 € für die CPU dachte ich mir jetzt eigentlich nichts, das fand ich in Ordnung.

@DunklerRabe: Den ProLiant MicroServer G1610T mit 4 GB RAM und 1 TB HDD habe ich mir heute auch schon angeguckt. Hab dann nur drüber nachgedacht, ob ich sowas anschaffen soll, wenn ich doch schon alles habe bis auf CPU, MB, RAM und die HDD, die ich wie oben angegeben fast für den selben Preis bekomme und dann doch wesentlich mehr Leistungsreserven hätte. Gefallen würde er mir trotzdem.

@Reowulf: Laut dem HP-Datasheet beherrscht der kleine Würfel Raid 0/1/10, wäre also passend.

Wenn ihr sagt, für den Anwendungsbereich würde auch der HP MicroServer reichen, dann gerne auch der. Wenn ich mich recht entsinne, muss ich ja dann gezwungenermaßen Windows Server 2008 / 2012 R2 kaufen und gleichzeitig berücksichtigen, dass die Software auf dem Server-OS lauffähig ist. Der Vorgänger-Administrator betrieb bis zuletzt 2 Notebooks mit Windows XP drauf als Drucker- und Datenserver. Daher habe ich jetzt erstmal auf Windows 7 Pro als Untersatz gesetzt, da ich wie gesagt nicht plane irgendwelche Serverdienste zu starten und um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, mit Softwareinkompatibilität kämpfen zu müssen.
 
Mit Win 7 bekomsmt du einige Probleme:

- Es sind nur 10(oder waren es 20?) gleichzeitige Verbindungen auf den Server möglich-->die Hälfte der Zeit werden die Leute nicht auf die Resourcen zugreifen können. Es wird ja pro Person nicht nur eine Verbindung aufgebaut.
- Support für Win 7 endet Januar '15
- Du bist Lizenztechnisch nicht abgedeckt

Lösung:
- Wie gesagt: Fertige Server von HP, Dell, etc.
- Server 2012 Essentials. Günstig, Alles drin, 25 CALs mit dabei. Da kannst du dann auch gerne die Buchhaltungssoftware drauf laufen lassen.
- Denk an nen Wartungsvertrag für den Server. Wenn dir das Ding wegraucht und die Firma steht 3 Tage still weil kein Ersatzeil bei kommt, wird man sich wünschen einen zu haben. Die Ausfallkosten übersteigen den Wert der Hardware oder des Vertrages schneller als du "Teuer" sagen kannst.
 
Der Punkt ist dir, dass dir niemand Support auf ein paar lose gekaufte Consumer Komponenten gibt. Support ist für dich als Admin ein Segen, das spart dir auf lange Sicht Arbeit und dem Chef von der Bude spart das Geld. Ab Werk ist bei dem Microserver 1 Jahr Next Business Day Parts Replacement enthalten, bei Bedarf gibt es höherer Servicelevel und/oder Supportverlänegrungen.

Und Leistungsreserven brauchst du halt überhaupt nicht. Beim aktuellen Stand brauchst du noch nicht mal irgendeine Leistung, weil die Anforderungen echt minimal sind, so wie ich das sehe. Und falls sich das doch mal ändert kann man den Microserver mit einer stärkeren CPU und mehr RAM ausrüsten. Diese Microserver sind explizit für so ganz kleine Buden gedacht, die gar keine richtige IT haben und denen daher dafür auch eigentlich das Budget fehlt. Natürlich kriegt man keinen professionellen Server, aber der ist ja auch garnicht gefragt. Trotzdem muss man auf ein paar Mindeststandards nicht verzichten, die Gen8 Microserver bringen jetzt auch direkt iLO mit im Gegensatz zur G7, sodass man den Server remote verwalten kann. Basisfeatures (sowas wie Systeminfos, Remote Power) sind ab Werk freigeschaltet und es gibt zwei Lizenzmodelle (Essentials und Advanced) für weitere Funktionen wie Virtual Media, Remote Console und so weiter.

ECC RAM ist natürlich ein enormer Vorteil für den Serverbetrieb/ Dauerbetrieb, den man gerne mitnehmen sollte. Mit Consumerhardware geht das nicht, der großflächige Support für ECC im Consumerbereich ist leider nicht mehr gegeben. Meiner Meinung nach ein Fehler, aber nun gut. Für Server, auch Entry Level, gibts das zum Glück noch und dann sollte man das auch nutzen.

Beim OS könnte (!) man Windows 7 nehmen, aber empfehlen würde ich das nicht. Für kleine Betriebe gibt es extra eine Windows Server 2012 Essentials Version, die auch nicht viel kostet (im Vergleich zur kompletten Server 2012 Lizenz).

@Zensai: Windows 7 hat Support bis 2020, aber trotzdem hast du natürlich Recht, ist nicht optimal für den Server.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mainstream Support endet bereits 2015. Extended bis 2020 ;-)
 
Völlig richtig, aber der Extended Support ist der wichtige, der umfasst immer noch Sicherheitsupdates ;)
 
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