BlueScreens und ständig defekte Sektoren

wurstmuffin

Lt. Commander
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Hallo Leute. Ich wende mich an euch, da ich mit meinem Latein am Ende bin. Das Problem ist, dass ich mit meinem Rechner seit etwa 2-3 Monaten ständig Bluescreens habe :'(
Das Profil in meiner Signatur ist zum größten Teil aktuell.

Die meinsten Daten liegen auf drei 1,5TB WD Green Edition Platten verteilt.

Das OS war nun schon auf drei Festplatten installiert: 500GB Seagate (ST3500320AS), 500GB Maxtor (STM3500320AS) und aktuell 500GB Seagate (ST3500620AS). Alle Platten sind eigentlich schon recht alt. Die letztere Platte war bei Seagate auch schon in der Reparatur. Den Grund weiß ich nicht mehr. Entweder war die gar nicht mehr ansprechbar oder es waren ein paar Sektoren defekt. Da die repariert zurück kam, denke ich mir, dass die nur die defekten Sektoren ausgeschloßen haben. Auf der ist aktuell das OS (Win7 Pro x86) drauf. Es lief auch einen Monat lag alles gut, aber nun geht es bergab. Bei allem Platten gab es BlueScreens. Alle habe ich mit dem Seagatetool repariert, also einen langen Sebsttest laufen lassen und die defekten Sektoren reparieren lassen. Danach kamen die Bluescreens trotzdem und auch wieder defekte Sektoren. Bei der ST3500620AS sehe ich neuerdings im Windowsbetrieb nach 15-30 Minuten wie Fehlermeldungen bezüglich E/A-Fehler und Speicherzugriffe kommen und erst dann sich das OS verabschiedet. Die ST3500320AS und STM3500320AS hatte ich nebenbei im Betrieb. Mal wurden bei Hochfahren die erkannt, mal nicht. Die habe sich auch mal im laufenden Betrieb verabschiedet.

Ich hoffe einfach mal, dass es wirklich nur an den Platten liegt. Dann würde ich mir ne WD Cavier Blue oder Black holen und fertig. Schade halt nur die drei Platten wegzuschmeissen.

Es könnte aber vll auch an dem Netzteil liegen oder an dem Board. Ich kann mir leider nicht leisten alle drei Komponenten zu erneuern :(. Kann ich das die Fehler irgendwie eingrenzen?

Wenn ich noch größere Mengen an Daten von einer Platte auf die andere kopiere, dann nimmt die Systemperformance deutlich ab und ich kann kaum noch mit Windows arbeiten.

Komisch ist auch, dass meine externe 2,5" WD Black Scorpio (7200rpm) nicht mehr über eSATAp erkannt wird. Vor ein bis zwei Wochen wurde die noch sofort erkannt. Nun muss ich nach dem eSATAp Kabel (Kombo aus eSata und USB) noch das USB kabel anschliessen, dann geht. Vermute mal, dass die Leistung eines USB Ports nicht für so eine Platte ausreicht oder?

Würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen könnte. Will endlich, dass mein Rechner einfach wieder funktioniert.

PS: Könnte es sein, dass der Sata Kontroller ab vier Platten schon überlastet ist? Ich dachte mir, wenn da sechs Anschlüße dran sind, dann muss er auch mit sechs Platten klar kommen ^^
 
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Ich glaube nicht, dass die Festplatten wirklich defekt sind. Meiner Meinung nach liegt es entweder am Netzeil oder am RAM. Ein Defekt oder auch nur Teildefekt des Mainboards ist zwar auch möglich, aber unwahrscheinlicher.

Den RAM kannst du beispielsweise mit Memtest86+ überprüfen. Sollte das Programm Fehler anzeigen und du mehrer RAM-Riegel verbaut haben, teste jeden einzeln (also alle anderen ausbauen und nur jeweils einer eingebaut lassen). Möglicherweise ist nur einer defekt. Alternativ kannst mit einem Packer, wie beispielsweise WinRAR, unter Windows ein großes Archiv erstellen und anschließend entpacken. Treten dabei CRC-Fehler auf ist es mit Sicherheit der RAM.

Beim Netzeil könntest du erst mal die Spannungen überprüfen. Entweder kannst du sie direkt im BIOS auslesen oder mittels eines Monitoring-Tools (z.B. HW-Monitor) unter Windows.

Die defekten Sektoren können durch die Abstürze verursacht worden sein. Das sind dann aber keine tatsächlich defekten Sektoren sondern sogenannte Soft-Bads. Die lassen sich mittels Diagnose-Tools oder auch mit Wiping-Tools "reparieren". Mach doch bitte mal einen Screenshot von den Smart-Werten. Beispielsweise kannst du mit Crystal Disk Info (bitte unbedingt vorher von Hex auf Dec umstellen) die Smart-Werte der Platten auslesen.

/Edit
Sollte der Rechner noch übertaktet sein, stelle erste mal alles auf den Standardtakt zurück. Sollten die Probleme dann immer noch vorhanden sein, kannst du das oben beschriebene durchgehen.
 
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Aahrg, der Ram, daran hab ich gar nicht gedacht :( Wird gleich getestet.Paar Stündchen später folgt der Rest :)

PS: Das Sys ist nicht übertaktet. Schaffe es schon so nicht den Rechner auszulasten :D
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So, der Memtest läuft. Werd die Riegel zunächst einzeln testen, dann zusammen. Wie lange solte man Memtest eigentlich laufen lassen? Einen Test durch oder eher ein Stündchen? Nach 15 Min sind 85% durch...
 
Besser eine Stunde oder mehr. Beim ersten Auftreten von Fehlern kannst du den Test eigentlich abbrechen.
 
Der erste Riegel hat jetzt zwei Durchgänge und knapp eine Stunde fehlerfrei hinter sich.
Mir ist gerade aufgefallen, dass der FSB bei nur 333MHz liegt, der Speichertakt aber bei 400. Schade, dass die asynchron laufen, auch wenns eigentlich egal ist :D
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Der zweite Riegel sowie die beiden zusammen sind fehlerfrei durch.

Die Werte für das Netzteil:

CPU: 1,184-1,192V
3,3V: 3,328V
5V: 5,064V
12V: 11,872V
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Hier noch die SMART Werte.
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Und hier noch die Daten vom HW Monitor.
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Beim Kopieren + Primce95 Torture Test geht die Spannung auf der 12V Leitung auf 11,65 runter.
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Hier noch der Screen von dem HW Moni.
 

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Das Problem ist halt, dass die Festplatten im Betrieb rausfliegen. Die Seatage sowie die Maxtor sind mir im laufenden Betrieb abgeschmiert, wurden quasi getrennt. Nach dem Neustart waren die aber wieder da. Ich glaube, das gleiche passiert auch mit der ST3500620AS. Deswegen kommt bei mir auch dann ne Meldung wegen E/A bla und dass Windows auf gerade genutzte Dateien nicht zugreifen kann. Dann, etwa 10-15 Sekunden später kommt der Bluescreen. Entweder kriegen die Platten nicht genug Saft von meinem Netzteil oder das Board ist hin. Könnte aber vll. auch ein Treiberproblem sein, was ich aber bezweifle, da ich das OS schon drei mal neu drauf gemacht habe. Vll sind die Platten aber auch wirklich hin.

Ich muss noch erwähnen, dass früher ein Raid5 mit den drei WD Platten sowie Raid1 mit der ST3500320AS sowie mit der STM3500320AS betrieben wurde und da hatte ich regelmäßig Probleme. Entweder ist der Raid5 oder Raid1 in Reparatur gewesen, weil wohl eine Platte sich ständig verabschiedet hat. Hoffe, dass bringt evtl. die Lösung näher ans Licht. Ich persönlich vermute das Netzteil.
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Habe jetzt, um das Netzteil auszuschliessen, die 88GT gegen die Ati 3450 getauscht. Musste danach das BIOS reseten. Da ist mir eine Einstellung aufgefallen und ich frage mich ob ich die richtig gesetzt habe? Siehe Screens.

Habe auch die WD Platten abgehängt. Wie externe WD Platte wird wieder per eSATAp erkannt, aber das war auch gestern schon der Fall. Wenn man die allerdings auswerfen lässt und wieder dran macht, dann wird sie nicht erkannt. Erst ein Neustart bringt Abhilfe.

Überlege einen BIOS Update zu machen, falls es ne neue Version für mein Board gibt, aber das werde ich gleich nachgucken.
 

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Die Messwerte der Spannungen des Netzteils und die Smart-Werte sehen eigentlich ganz normal aus. Die 11.65V bei Last bewegen sich noch innerhalb der Toleranz.

Ansonsten hilft eigentlich nur systematisches Ausschließen möglicher Ursachen. Baue alles aus, was nicht unbedingt notwendig ist. Betreibe den Rechner also nur mit einer Minimalausstattung. Sollte der Rechner nun stabil laufen baue ein Teil nach dem anderen wieder ein und schaue jeweils ob sich an der Stabilität was ändert. Teste auch verschiedene Steckplätze des Mainboards. Vielleicht ist ein Steckplatz defekt. Überprüfe ob alle Kabel richtig sitzen und schau sie dir an ob sie normal aussehen.

Bei mir war es beispielsweise mal eine SATA-Erweiterungskarte von Promise, die defekt war und Bluescreens verursacht hat.

Die BIOS Option "Plug & Play OS" kannst du versuchsweise mal auf No stellen. Aber ich glaube nicht, dass es daran liegt.
 
Ich habe die Option "Computer nach einem BlueScreen nicht neu starten" nicht deaktivert, deswegen kann ich leider nicht sagen, ob sich die Meldungen unterscheiden. Wo werden die Berichte gespeichert? Dann schaue ich da nach. Bisher habe ich den Rechner wenig benutzt und noch lief der ohne Bluescreens. Kann es sein, dass der Intel Sata Controller einfach überfordert ist mit so vielen Festplatten? Es sind zwar sechs Anschlüße da, aber ist der überhaupt in der Lage so viele Platten parallel zu verarbeiten?

Edit: @simpel1970: Habe in deiner Sig die Anleitung zum Debuggen gesehen. Werd das heut abend dann machen und hier nachreichen.
 
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Der Intel Controller ist sicherlich nicht überfordert.

Die Absturzmeldungen werden auch in der Ereignisanzeige gespeichert. Unter Administrative Ereignisse kannst du nach Uhrzeit auf suche gehen. Ist jedoch, um mehrere Meldungen abzufragen etwas mühsam.

Deaktiviere die den automatischen Neustart in den erweiterten Systemeinstellungen, um die Bluescreenmeldungen zukünftig (solange das Problem andauert) im Auge zu behalten.
Ich gehe mal davon aus, dass in den erweiterten Systemeinstellungen die Option "vorhandene Datei überschreiben" aktiv ist. Dies bezieht sich auf des Kernelspeicherabbild (Minidump). In dem Fall kannst du auch "nur" die zuletzt geschriebenen Minidump auswerten.

Sollten die Ursache deiner Probleme ein fehlerhaftes Speichermanagement sein, wirst du mit dem Debuggen nicht viel weiter kommen (das wäre der Fall mit den variierenden Stopfehlercodes).
Schaden kann das Debuggen aber nicht ;).

Mache bitte auch noch ein paar Screenshots von CPU-Z (Reiter Mainboard, CPU, Memory und SPD).

Ist der oben angehängte SMART Text von deiner Systemplatte?
 
Da sind die Standardeinstellungen drin. Werd dann heut spät abends alles nachliefern ;)

Edit: Jep, die SMART Werte kommen von der HDD auf der momentan das OS drauf ist.
 
So, hab die Einstellungen bzgl. des Neustarts angepasst. Bericht vom Debugger und die CPU-Z Screens sind angehängt :)
 

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Alles klar :)
Momentan scheint der Rechner stabil zu laufen. Wenn es der RAM ist, kann ich dann den Absturz zB mit Prime95 forcieren?
 
Nicht unbedingt. Probieren kannst du es.

Sollte der gleiche Stopfehler wieder auftreten, tausche die Kabel der Laufwerke aus (aller Festplatten).
Nach der Auswertung wird ein I/O Fehler Status c0000185 ausgegeben. Dies kann an defekten Kabeln liegen und bei der Auslagerung von Daten auftreten. Liegt die Auslagerungsdatei bei dir auf der Sytemplatte (C:) ?

Im Zweifel die Auslagerungsdatei löschen -> System neu starten -> Festplatte defragmentieren -> Auslagerungsdatei neu anlegen.
 
Jo, die Datei ist auf der selben Platte. Datenkabel sind die neue dran. Mal abwarten. Wenn nach einer Weile nix passiert, dann pack ich die 88GT wieder rein :)

Defragmentieren mit dem Win7 eigenem Tool? Ich traue den ganzen 3rd Party Tools nicht mehr so über den weg.
 
Spannung erhöhen: erledigt.
Auslagerungsdatei löschen, neustarten, defragmentieren, Auslagerungsdatei neu anlegen, neustarten: erledigt.

Rechner läuft bisher noch stabil. Es sind fünf Platten im Einsatz. Die Maxtor habe ich mit dem Seagate Tool "reparieren" lassen. Es gab Fehler bei 14 Sektoren, obwohl SMART nur vier Sektoren gemeldet hat o.O
 
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