anappleaday schrieb:
Um statistisch aussagefähig zu sein müsstest du tausende Freunde haben.
Völlig korrekt, aber darum ging es doch überhaupt nicht und deshalb stand ja explizit "in meinem Umfeld" dabei. Die tatsächliche Statistik habe ich ja genannt. Aber wenn schon jemand behauptet "Keine Sau will Elektroautos", dann reicht nach den Gesetzen der Logik ein singuläres Gegenbeispiel

Wobei die aktuell immense Nachfrage bei gleichzeitiger Lieferproblematik jetzt auch kein großes Geheimnis ist,
siehe hier. Mein eigenes E-Auto könnt ich jetzt auch nach fast 2J immer noch mit Gewinn verkaufen.
accountfuerdown schrieb:
Gewichtsunterschiede (wir reden hier übrigens von ca. 200kg) vernachlässigbar sind.
Gewichtsunterschiede spielen schon eine Rolle (Verbrauch wächst linear mit Gewicht), sind aber ein geschwindigkeitsunabhängiger Anteil am Verbrauch. Also von 2t auf 2.5t zu gehen, steigt den Verbrauch durch den Rollwiderstand um 25%, macht aber je nach Geschwindigkeit nur 1/2 (<50 km/h) bis 1/5 Anteil (130 km/h) am Gesamtverbrauch aus.
accountfuerdown schrieb:
Also wäre der Mehrverbrauch bei 20-30% und wären die Dinger echt >20% breiter als normale Autos, wäre ich ja einverstanden, aber wir reden hier von <10% Unterschieden.
Das stimmt aber auch nur im städtischen Bereich für Verbrenner. Laut
Daten, dann ist der Touareg mit einem cw*A Wert von 0,909 m^2 ganze 45% über den 0,624 m^2 vom A6.
Bei einem Verbrenner, wo sowieso die Effizienz katastrophal ist, im Stadtverkehr, wo der Großteil des Verbrauchs nicht von der Überwindung des Luftwiderstands stammt, fallen die Unterschiede eher unter den Tisch. Bei einem E-Auto hast du dagegen eine Effizienz im Bereich von 90%, da hat du mit der Form des Autos und der Fahrweise viel mehr Kontrolle über den tatsächlichen Verbrauch.
Ich hab die reinen cw*A Werte gerade mal in einer Modellsimulation getestet, bei 70 km/h hast du schon einen Mehrverbrauch von 13%, bei 130 km/h sind es schon 30% Mehrverbrauch, nur durch den cw*A-Unterschied. Also eigentlich ist es eher umgekehrt, bei E-Autos wirken sich typische SUVs noch gravierender aus.
KitKat::new() schrieb:
https://www.umweltbundesamt.de/them...ung/strom-waermeversorgung-in-zahlen#Strommix
Solange Energieverbrauch in DE nicht neutral ist, ist der Verbrauch nicht neutral.
Das ist vollkommen richtig, aber dass eine Mobilitätsvariante völlig neutral sein wird, ist sowieso illusorisch. Aber man kann vergleichen und gegenrechnen, ab wann ein E-Auto ökologisch günstiger wird als das gleiche Auto als Verbrenner. Und das wird fast immer irgendwann der Fall sein.
Pipmatz schrieb:
Aber mich würde mal interessieren ob die meisten Leute wissen, das ihr Wagen Totalschaden ist, falls der Akku einen unglücklich abbekommt?
Sämtliche Hersteller geben idR. 8 Jahre Garantie auf den Akku. Die aktuellen Preise liegen bei etwa 10-15k€ für ein 50kWh Pack bei z. B. Stellantis und VW (zumindest mein letzter Stand), aber man darf auch nicht vergessen, bis es in 10 Jahren tatsächlich mal soweit ist, dass ein Austausch notwendig ist, sind die Preise definitiv niedriger, der alte Akku ist weiterhin als stationärer Akku weiterverkaufbar, und da man sonst kaum Verschleißteile hat und allgemein niedrigere Kosten während des Betriebs, mittelt sich da einiges wieder raus.
Pipmatz schrieb:
Gibt es eigentlich Studien wie das alles funktionieren soll wenn 50 % oder 75 % der Leute ein E-Auto fahren?
Das ist eine Frage, die zur Zeit keine Rolle spielt, da ja nicht von heute auf Morgen der Anteil so stark steigt. Bis wir bei den Prozentzahlen sind, vergehen locker auch nochmal 10+ Jahre. Aber die
gängige Meinung ist, dass es auch jetzt schon reicht für sehr viele E-Autos. Wenn die durchschnittliche Fahrstrecke pro Tag bei 40km liegt, dann ist das nach den aktuell üblichen Verbrauchswerten im Bereich von benötigten 6-10 kWh pro Tag.